Wärmepumpen Stromverbrauch zu hoch ?

Diskutiere Wärmepumpen Stromverbrauch zu hoch ? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo Häuslebauer und Besitzer, mich hab eine Frage zum Stromverbrauch und zur Einstellung unserer Luft-Wärmepumpe (Brötje Mono K11). Wir haben...

  1. #1 Ben12345, 02.12.2023
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    Hallo Häuslebauer und Besitzer,

    mich hab eine Frage zum Stromverbrauch und zur Einstellung unserer Luft-Wärmepumpe (Brötje Mono K11).

    Wir haben im Juli unseren Neubau bezogen(170qm, FBH in allen Räumen,sowie einen Badheizkörper).

    Nun mit Beginn der Heizperiode habe ich mich jedoch teilweise über den Stromverbrauch gewundert. Leider haben wir derzeit nur einen Stromzähler wo sowohl die Heizung als auch der „normale“ Hausstrom drüber läuft. Zweiteres würde ich jedoch als konstant ansehen.

    Die Zählerstände im Zeitraum vom 21.10.-01.12. sahen wie folgt aus:

    21.10. 724kWh
    28.11. 1658kWh
    29.11. 1700 kWh
    01.12. 1769 kWh
    02.12. 1807 kWh

    Ich empfinde den Verbrauch als zu hoch oder was meint ihr ?

    Liebe Grüße

    Ben
     
  2. #2 Gast 85175, 02.12.2023
    Gast 85175

    Gast 85175 Gast

    Wenn ich die ganzen Lücken in der Beschreibung mit plausiblen Werten auffülle, dann sieht das „leicht erhöht“ aus, das kann aber auch täuschen…

    Mal anders herum, gibt es im Menü die Möglichkeit Starts, Laufzeiten, Heizkurve, etc… auszulesen? Schreib mal hier rein was Du so findest…
     
  3. #3 Deliverer, 02.12.2023
    Deliverer

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    Das sieht nach 30 kWh/Tag aus. Ist jetzt nicht dramatisch. Dafür, dass die WP mehr als doppelt überdimensioniert ist, fast schon "ok".

    Du solltest dich jetzt ans Optimieren machen.
    Sperrzeiten einstellen, hydraulischen Abgleich durchführen, ERR deaktivieren, den Badheizkörper auf Kurzschluss überprüfen, nächstes Jahr den Puffer ausbauen usw.

    Und wenn das nächste mal der Eli da ist, lass dir vor die WP nen Hutschienenzähler setzen. Das hilft bei der Kontrolle.
     
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  4. #4 Ben12345, 02.12.2023
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    IMG_7018.jpeg IMG_7019.jpeg IMG_7020.jpeg IMG_7021.jpeg IMG_7023.jpeg IMG_7024.jpeg IMG_7026.jpeg
    So ich hab einfach mal abfotografiert was ich so gefunden habe.
     
  5. #5 Gast 85175, 02.12.2023
    Gast 85175

    Gast 85175 Gast

    Das sind keine Spitzenwerte, aber alarmierend ist das noch auch nicht, es scheint durchschnittliche Laufzeiten von mehreren Stunden zu geben, es scheint eine gute Modulation zu geben, die durchschnittliche AZ im Heizbetrieb ist 3,1, im WW-Betrieb sogar 3,15....

    DA besteht wohl noch Optimierungspotential vor allem im Heizbetrieb, der @Deliverer hat dir in #3 ja schon ein paar Stichworte genannt, aber dieses "viel zu viel" das Du wohl im Sinn hast, das sehe ich da nicht...

    Es ist auch noch die erste Heizperiode, da muss man selbst im Holzrahmenbau noch mit merklich erhöhtem Verbrauch für die "Bautrocknung" rechnen, im Massivbau sowieso...

    Also, Optimierungspotential: Ja. Viel zu Viel Verbrauch: Eher nicht.
     
  6. #6 Ben12345, 02.12.2023
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    Die ERR sind alle auf höchster Stufe damit die WP nicht ausgebremst wird. ( so hieß es mal in einem anderen Thread)

    Was meinst du mit den Puffer ausbauen ? Der Badheizkörper läuft nur mit Wasser nicht elektrisch.
     
  7. #7 Gast 85175, 02.12.2023
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    Gast 85175 Gast

    Ich sehe gerade noch, diese Laufzeiten von den "Zusatzerzeugern" sind mir dann doch zu hoch, von Juni bis Jetzt finde ich das etwas viel, das solltest bei der Optimierung im Auge haben...
     
  8. #8 Gast 85175, 02.12.2023
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    Gast 85175 Gast

    Jo, damit sind die faktisch "ausgebaut". Alles gut erstmal, den Punkt kannst vorerst abhaken, manche bauen die auch wirklich aus, muss aber im ersten Step nicht sein, ist mE dann auch Optimieren auf hohem Niveau...
     
  9. #9 Ben12345, 02.12.2023
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    Die Laufzeit des Zusatzerzeugers kann ich erklären, und zwar war zum Zeitpunkt der Estrichaufheizfunktion das Außenaggregat noch nicht da weil es Lieferschwierigkeiten gab deshalb musste dann mit dem elektrischen Zusatzerzeuger geheizt werden.
     
  10. #10 Deliverer, 02.12.2023
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    Du hast sehr wahrscheinlich einen parallel angeschlossenen Heizungspuffer. Der macht alles schlechter und sollte daher als Teil der Optimierung weg.

    Top. Dann musst Du sie nur noch stilllegen. Die brauchen meistens auch dann Strom, wenn sie gar nichts machen.

    Ich meinte einen hydraulischen Kurzschluss. Wenn der Badheizkörper einen eigenen Kreis bekommen hat, kommt meist zu viel kaum abgekühltes Wasser in den Rücklauf und verwirrt die WP-Steuerung. Wenn er im Vorlauf einen größeren Kreises liegt, ist alles gut.
     
  11. #11 Ben12345, 02.12.2023
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    Achso ja den Pufferspeicher haben wir allerdings mit eingeplant, weil evtl nächstes Jahr ein wasserführender Kaminofen in das Heizungssystem integriert werden soll.

    Der Badheizkörper hat seinen eigenen Kreis, kann ich einem hydraulischen Kurzschluss trotzdem entgegenwirken?
     
  12. #12 simon84, 02.12.2023
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    das ding maximal eindrosseln
     
  13. #13 Ben12345, 02.12.2023
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    Aber auch nicht ganz zu oder?
     
  14. #14 Deliverer, 02.12.2023
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    Doch, zum Testen kann man das durchaus mal tun. Wenn es nach ein paar Tagen nichts ändert, kannst ja wieder ein wenig öffnen.

    Und es gibt keinen vernünftigen Grund, das zu tun:
    Kostet unsummen Geld, macht Dreck, verschmutzt die Umwelt, heizt viel zu stark und taugt nicht als Stromausfall-Backup. Obendrein zerschießt er sogar jetzt schon deine Heizungshydraulik und kostet dich bares Geld.
    Wenn du unbedingt einen stinkenden Verbrenner einbauen willst, nimm nen ganz normalen, kleinen Kaminofen und leg den Pufferspeicher still.
     
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  15. #15 driver55, 02.12.2023
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    WP zu groß, Heizkurve mit 0,5 zu steil, zu viele Starts (1890?).
    Welche Raumsolltemperatur ist an der WP eingestellt?

    Wie sieht die FBH überhaupt aus? Verlegeabstand, Anzahl Heizkreise, Durchflüsse (l/min)…
     
  16. #16 Fridolin77, 02.12.2023
    Zuletzt bearbeitet: 02.12.2023
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    Mal zum Vergleich, hier in Region Leipzig haben wir für 200m2 Neubau 2022 (also ist der zweite Winter) vom 1.12 - 2.12. (0 Uhr - 0 Uhr) 7m³ Gas (hier ca. 80kWh) und 10kWh Strom verbraucht. Wenn ich bei euch im gleichen Zeitraum 10kWh für "normalen" Strom ansetze, komme ich bei COP 3 auf ca. 84 kWh Wärme.

    Das kann, wie schon alle Vorposter gesagt haben, viel oder genau im Rahmen sein. Viel wäre es wenn es bei euch deutlich wärmer war (hier ca. -2 Grad im Tagesmittel) oder ihr eher kalt heizt (bei uns 24 Grad im Wohnbereich, 25 Grad im Bad (Baby) und 21 Grad in den restlichen Zimmern).

    Wir haben keine Lüftungsanlage und auch keinen besonderen Energiestandard (Hülle KfW 55 aber ohne Lüftungsanlage). Aber leider fehlen weitere Angaben wie Kubatur, Exposition, Region um das weiter einschätzen zu können.

    Auf jeden Fall ist es erstmal nicht "viel zu hoch".

    Den wasserführenden Kamin hatten wir auch im Sinn, aber genau das wichtigste kann er nicht: heizen bei Stromausfall. Daher haben wir einen kleinen 5kW Kaminofen (Olsberg ipala compact), der die 50m² Wohn/ Essbereich tatsächlich auch nicht überwärmt.


    Achso; die > 8.000 kWh Heizstab für Estrichtrocknung? Sicher, dass da nicht aktuell noch der Heizstab zu oft mitläuft? Wir haben die Estrichtrocknung auch mit Strom gemacht (Juni/Juli) und haben in der Zeit 1.600 kWh Strom verbraucht (Baustrom komplett).
     
  17. #17 Gast 85175, 02.12.2023
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    Gast 85175 Gast

    Ja gut, damit ist dann auch erklärt weshalb die AZ im Heizbetrieb niedriger ist als im WW-Betrieb. Wenn die Software das so zählt wie ich vermute, dann liegt die AZ im Heizbetrieb ohne diesen Einfluss eher bei 3,8. Das wäre dann OK. Da kann man wohl noch immer etwas optimieren, aber sehr viel holst da dann wohl nicht mehr...

    In Bezug auf die Effizienz sieht das einigermaßen gut aus, in Bezug auf den absoluten Wärmebedarf sieht es verdächtig hoch aus, aber den absoluten verbrauch kann man eh erst ab der 2. oder 3. Heizperiode ernst nehmen, vorher ist der Einfluss der Baurestfeuchte einfach zu hoch...

    Speicher die Bilder von heute mal ab und rechne im Frühjahr nochmal nach wo Du den Winter durch gelandet bist. Für mich ist da bisher dieser undefinierte Anteil von der "Baustellenheizung" ein zu großer Unsicherheitsfaktor.
     
  18. #18 driver55, 03.12.2023
    Zuletzt bearbeitet: 03.12.2023
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    Und wie sind die Tages-/Monatswerte des Haushaltsstrom? In den Sommermonaten doch leicht zu ermitteln.
    Du hast eingangs ja Tageswerte genannt.
    Seit wann läuft die Heizung?
    Ich würde jetzt weiter täglich die Werte notieren und die Konstante Haushaltsstrom (5-7 kWh?) berücksichtigen.
     
  19. #19 Ben12345, 03.12.2023
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    Die Raumsolltemperatur liegt bei 21Grad an der Wärmepumpe.

    Es sind 10 Kreise im EG und 9 + Badheizkörper im OG.

    Verlegeabstand liegt bei etwa 10-15cm.
    Der Durchfluss ist derzeit bei 1,5l/min
    IMG_3697.jpeg IMG_3696.jpeg IMG_3699.jpeg
     
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  20. #20 Ben12345, 03.12.2023
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    Also bei uns waren es jetzt die letzten Tage immer um die 0 bis -5 grad. Und die Raumsolltemperatur an der WP ist 21 Grad. Da die ERR ja auf höchster Stufe stehen. Haben wir dementsprechend auch 21-22 Grad in den Räumen.
     
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