Wärmeverluste quantifizierbar?

Diskutiere Wärmeverluste quantifizierbar? im Fenster/Türen Forum im Bereich Neubau; Meine Frage: Eine um 0,1 W/m²K schlechtere Fensterfläche eines Einfamilienhauses (120 m² Wohnfläche o. Keller, nur EG), mit wieviel...

  1. johans

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    Meine Frage: Eine um 0,1 W/m²K schlechtere Fensterfläche eines Einfamilienhauses (120 m² Wohnfläche o. Keller, nur EG), mit wieviel Wärmeverlust/Jahr muss ich rechnen - z.B. statt Uw=1,2 W/m²K sind es 1,3 W/m²K? Ich habe von 1,2 l Heizöl/m² Fensterfläche gelesen. Stimmt das?
    Gibt es eine Formel o. muss ich mit einem Rechenprogramm arbeiten?
     
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  3. jhd

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    das

    ist grob

    delta U x Fgt = 0,1 x 66 = 6,6 kWh/(qm a)
     
  4. johans

    johans

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    Vielen Dank! Hab nochmal meine Unterlagen durchgesehen und bin auf die 66 als Gradtagszahlfaktor (FGt) gestoßen. Danke für den Hinweis.
     
  5. Stefan61

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    Die ominöse Zahl 66 leitet sich übrigens wie folgt her: Input der Rechnung ist der Wärmedurchgang in W/K Temperaturdifferenz innen/außen. Als Output erhält man den Jahresheizwärmebedarf in kWh/Jahr. Also benötigt man zur Umrechnung 24 (Stunden) x 365 (Tage) x 7,53 K (jahresdurchschnittliche Temperaturdifferenz im Bezugsort Würzburg) x 0,001 (für die Umrechnung W in kW) = 66. Voila!
     
  6. #5 VolkerKugel (†), 29. Februar 2008
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    Ihr vergesst dabei ein kleine bisschen ...

    ... dass sich mit dem Ug- auch der g-Wert ändert.

    Das heißt, in der energetischen Bilanz verbessert sich bei "schlechterer" Scheibe der solare Wärmegewinn und umgekehrt.
    Insofern kann man eigentlich diese Formel nicht 1:1 für die Fenster anwenden.
     
  7. Olaf (†)

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    Ein bisschen...

    faustisch muss man das schon machen;)
    Ansonsten findet man eh kein Ende: Beschattung, Nutzerverhalten....
    Letztendlich kann man doch bloß ne Orientierung geben.
    Stefan: :eek: Wie warm ists denn in Würzburg bzw. wie kalt ist denn bei der Formel die Hütte im Durchschnitt?
    Für den "Faust" geh ich eigentlich von 10°K aus: Mitteltemperatur (bei mir) 9,6°C, angestrebte mittlere Raumtemperatur 19°C
     
  8. bernix

    bernix

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    ...von welcher Raumtemperatur wird hier ausgegangen? 20°?

    gruss
     
  9. Olaf (†)

    Olaf (†)

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    Warum denkst Du...

    dass er 20°C Innentemeratur annimmt?
    Lt. Uni Würzburg liegt die Außentemperatur im Schnitt dort auch bloß bei 9°C.
    Deshalb auch meine Frage an Stefan
     
  10. johans

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    EnEV 2007 - Einfaches Verfahren

    Die o.g. Faustformel stammt aus der EnEV 2007 (Einfaches Verfahren) und geht von 19°C Innnentemperatur und -10°C Außentemperatur aus.
     
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  12. Stefan61

    Stefan61

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    @Olaf und Bernix: johans hat Recht. Ich habe die jahresdurchschnittliche Temperaturdifferenz für Würzburg in der EnEV gefunden - bei dem Versuch zu ergründen, ob die dortigen Modellannahmen etwas taugen. Ich halte das EnEV-Modell als Approximation für gar nicht so schlecht. Mit etwas physikalischem Hintergrund geht die Sache runter wie Butter.

    Und jetzt noch etwas für die Bayern: Hannover ist wärmer als Würzburg! Und auch wärmer als München! Jedenfalls im langjährigen Mittel. Also kann ich auf etwas niedrigere Verbräuche hoffen.:)

    Bevor (neben Emma) noch ein bayerischer Proteststurm aufzieht: Würzburg und München sind im Sommer wärmer als Hannover, aber im Winter kälter. Kontinentales versus atlantisches Klima.
     
  13. bernix

    bernix

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    Ich hab mal eine kleine Exceltabelle angelegt mit der etwaigen Verteilung der Tage einer Heizperiode hier im Rheingraben (dürfte ähnlich sein wie Würzburg) um mal den Heizbedarf meiner Hütte über die U-Werte nachzuvollziehen.

    Hintergrund: Die Wärmebedarfsberechung sagt 12000kw/a bei 20°C Raumtemperatur, die andere Berechnung ( Energiebilanz) ergibt 15300 (erstaunlicherweise halten sich hier die internen Gewinne (5200kw) und die solaren Gewinne (6400kw) mit zus. knapp 15000kw die Waage mit den Lüftungsverlusten??? Kann das realistisch sein? wir haben keine 5000kw an Stromkosten und es stehen auch keine 10Kühe im Wohnzimmer :biggthumpup:.
    Die 15000kw sind aber für einen NORMALEN Winter korrekt, sofern nicht mit Holz zugeheizt wird.

    Nach meiner Tagesverteilung, der Aussenfläche (520m") und des mittleren U-Wertes von 0,35 komme ich ziemlich genau auf die 15000kw, bei einer bei uns realistischen Innentemperatur von 22°. (solare Gewinne, etc hab ich der Einfachheithalber mal gleichgesetzt).

    Die Tabelle zeigt für einen qm und einen U-Wert von 0,1 einen Wert von 6,7kw /qm/a an bei einer Raumtemperatur von 20°C (daher...!). Bei 22° erhöht sich der Jahresbedarf allerdings schon um über 20%

    gruss
     
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