wahrnehmungsprobleme?

Diskutiere wahrnehmungsprobleme? im Bauen mit Architekten Forum im Bereich Architektur; Ein gewisses Maß an Egoismus ist uns ja in die Wiege gelegt, bzw in Jahrmillionen angezüchtet worden. Das ist grundsätzlich kein persönlicher...

  1. #61 Ralf Dühlmeyer, 21. September 2007
    Ralf Dühlmeyer

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  3. ilis

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    Eine Spur Egoismus ist nichts Böses, sondern etwas ganz natürliches. Ohne wären wir nicht da, wo wir heute sind.

    Der, der mit selbst zufrieden ist? Der, der seine Grenzen kennt und sie nicht als verachtenswerte Unzulänglichkeit sieht? Der, der weiß dass er (und jeder andere) einzigartig ist und das nicht ständig jedem beweisen muss?
    Glaub mir, wenn man aussieht, wie ne Kreuzung aus winston Churchill und Osama Bin Laden, dann ist einem an der Meinung von anderen über das eigene "scheinen" nicht mehr so wichtig. Man hält sich einfach an die Menschen, die mehr Wert auf das "sein" legen.

    Sei ein schwarzes Schaf ein Betrüger und ein weißes ein Altruist. Wo sind dann die vielen grauen?
    In welche Kategorie fiele ein Architekt, der seinem Skat-Kumpel welcher Maurer ist, den einen oder anderen Auftrag extra zuschanzt, obwohl der vlt ein bißchen teurer als andere, aber auch nicht wirklich "besser" ist?
    Was ist mit einem Arch, der, weil er ausnahmsweise mal mehr Aufträge als sonst hat, eben nur ein oder zwei Angebote reinholt und relativ schnell abnickt, um die Kuh vom Eis zu kriegen?
    Sind die besser oder schlimmer als der BT, der die Schallentkopplung "vergißt" und man dadurch 5 db schlechtere Werte hat.
    Ehrlich. Ich persöhnlich (Wahrnehmung) finde hier für meinen Geschmack zu viel Schwarz/Weiß Malerei - ist das beruflich bedingt (wegen der vielen Zeichnungen)?
     
  4. Bruno

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    Ich gucke nicht nur, ich war sogar schon ein paar Stunden draussen. Ja, die Sonne scheint.
    Ich schreibe hier doch nicht um zu gewinnen oder zu verlieren.
    Jemandem, für den "Mehrwert" sich nur in Euro ausdrückt und der zuerst den Architekten wegsparen würde wenn er keine Eigenheimzulage bekommt, kann man das nicht erklären. Was ist häusliche Pflege eines alten Angehörigen wert? Die Summe, die man dann nicht ans Pflegeheim abdrücken muss.
     
  5. #64 Torsten Stodenb, 21. September 2007
    Torsten Stodenb

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    Bitte teilt mir per PN mit, wenn es hier einigermaßen vernünftig weitergeht und ich wieder mitlesen kann, ohne meine (natürlich wertvolle) Zeit zu vergeuden!

    Ich muss mich nämlich gerade mit einem zu teuren Hausangebot herumschlagen ("Das Dämmmaterial ist jetzt doppelt so teuer"), während der Bauherr betont, dass er knapp bei Kasse ist. Ein Architekt bei diesem BV? Undenkbar! Da verdienen wir weniger als der Architekt als Honorar bekommen hätte. Ich glaube, ich sollte auch nach Skandinavien auswandern.
     
  6. ilis

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    Wenn man mir den Mehrwert erst erklären muss, würde ich es sowieso nicht glauben. Eher schon, dass mein Gegenüber ein Rhetorik- oder Verkaufs-Seminar besucht hat.

    Ein Mehrwert von 1000 Euro sind objektiv 1000 Euro, 3qm sind 3qm und 50kWh sind 50kWh.
    Häusliche Pflege mag für den einen sehr wichtig, für den anderen eine Belastung sein. Damit ist das ganze halt höchst subjektiv.

    Ich bezweifele nicht, dass ein Architekt, sobald ihm genügend Manövriermasse (=Geld) zur Verfügung steht, etwas schönes/praktisches/whatever zaubern kann. Aber sobald die Manövriermasse eine kritische Grenze unterschreitet, kann auch der beste Architekt nichts mehr machen - zumindest solange er für seine Tätigkeit bezahlt werden muss.
    Das ginge dann nur noch bei Reduzierung der Grundfläche. Und auch die hat für viele nun mal eine kritische Masse, die nicht mehr unterschritten werden kann/soll. Und ich rede hier nicht von 220 qm Wohnfläche für einen Drei-Personen-Haushalt.
    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?p=186807#post186807
    130-140 qm für eine Familie mit 2 Kindern und Bedarf für ein häusliches Arbeitszimmer scheint mir nicht unangemessen hoch. Und bei dem "beschränkten" Budget kann ich dann nicht sehen, wo ein Architekt da gegenüber einem BT/GU/GÜ noch einen "Mehrwert" erzeugen könnte.
    Es wundert mich auch, dass die Architekten es bei solchen Möglichkeiten der "Mehrwertschaffung" nicht schaffen, ihre Vorstellungen mehr als 5% der Bauwilligen nahezubringen. Liegt das wirklich nur am "Werbeverbot"?
     
  7. Bruno

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    Darum geht es nicht. Die Frage lautete: Und mir stellt sich immer noch die Frage, wieviel "Mehrwert" ein Architekt, denn nun rausholen kann, Focus auf "wieviel rausholen". Die Frage lautete nicht "Was ist ein Mehrwert?" Das muss jeder selber wissen.
    Nein, es liegt an den Bauwilligen.
     
  8. Julius

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    Werbung hier erfolgt gegen meinen Willen!
    Was ein Glück, daß dies feststeht!

    Sonst könnte womöglich noch Jemand auf die Idee kommen, auch die Zunft der Archtekten könnte was dafür... :angel:
     
  9. #68 Torsten Stodenb, 21. September 2007
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    Wenn Du krank bist, zieh' in ein Holzhaus. Wenn das nicht hilft, geh' zum Arzt. (schwed. Sprichwort)
    Nein, die Schuld liegt immer beim anderen. Das ist in Disputen nun einmal so festgelegt.
     
  10. #69 Ralf Dühlmeyer, 21. September 2007
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    Hat da etwa einer ne PN geschickt :motz
    *duckundwech*
     
  11. #70 VolkerKugel (†), 21. September 2007
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    Architekt . Nachweisberechtigter für Wärmeschutz
    Ich dachte ...

    ... Du wolltest nicht mehr :confused: :cool:
     
  12. #71 VolkerKugel (†), 21. September 2007
    VolkerKugel (†)

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    Architekt . Nachweisberechtigter für Wärmeschutz
    Ich dachte ...

    ... Du wolltest nicht mehr :confused: :cool:

    Mist - Ralf war schon wieder schneller ...
     
  13. Bruno

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    Wo ist euer Problem? Mache ich etwa die Zunft der Steuerberater dafür verantwortlich, dass ich keinen nehme? Mache ich die Zunft der Metzger dafür verantwortlich, wenn ich Fleisch bei Edeka kaufe? Nein, da bin schon ich selbst schuld.
     
  14. Ingo Nielson

    Ingo Nielson

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    ich verweise mal auf den thread "architektur 320" auf bau.de.

    in unserem wohnort gab es nach dem 2. weltkrieg für ausgebombte und flüchtlinge sogenannte "finnenhäuser". diese waren architektonisch ansprechend gestaltet (mittlerweile sind die meisten durch eingriffe ohne architektonisches händchen verunstaltet worden).
    vielleicht wären solche häuser die antwort auf heutige mietwohnungsflüchtlinge.

    die meisten architekten, die ich kenne, haben übrigens ganz gut zu tun.
    der "kuchen" wird auch nicht kleiner, sondern größer. seit die geile geizwelle vorbei ist, wird wieder mehr individualität verlangt. einige müssen schon aufträge an befreundete kollegen abgeben .
     
  15. #74 Torsten Stodenb, 21. September 2007
    Torsten Stodenb

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    Wenn Du krank bist, zieh' in ein Holzhaus. Wenn das nicht hilft, geh' zum Arzt. (schwed. Sprichwort)
    Wo ist denn die Geiz-ist-geil-Welle vorbei, *staun? Das geht doch auch gar nicht. Mehrwertsteuererhöhung, erhebliche Materialpreiserhöhungen (Holz und Mineralwolle z.B.), Wegfall der Eigenheimzulage - wer kann denn noch bauen?
     
  16. #75 Torsten Stodenb, 21. September 2007
    Torsten Stodenb

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    Wenn Du krank bist, zieh' in ein Holzhaus. Wenn das nicht hilft, geh' zum Arzt. (schwed. Sprichwort)
    Übrigens, ich bin wieder dabei, weil ich festgestellt habe, dass ich etwas Vernünftiges geschrieben hatte, das den Thread aufwertet.
     
  17. Berni

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    ob die jetzt vorbei ist, muss sich erst noch bestätigen.

    Es sind auf jeden Fall weitaus weniger Nachfragen bei mir: Wie teuer ist bei ihnen ein m² Estrich.
    Die Bauherrn, die jetzt noch anrufen, stellen in erster Linie technische Fragen, die Frage nach dem Preis kommt dann zum Schluss.
    Es bauen eben nur noch die Leute, die auch ohne Eigenheimzulage ihren Traum finanzieren können, und diese bauen eben preisbewusster und nicht billig.
    Vielleicht hängt der Trend damit zusammen.
     
  18. operis

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    Kann ich nur bestätigen berni, ich muss viel öfter mit den kunden in die ausstellung, die letzten jahre war ich öfter im abholmarkt.

    qualitative selektion?

    operis
     
  19. Eric

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  21. butterbär

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    ... eben!

    was passiert denn, wenn ein kompetenter architekt mit fachplaneren und all dem kostenverursachenden "abzockergesockse" daherkommt?

    man rennt zum noch scheinbar kompetenteren bauträger oder fertighaushersteller, der einem das rundumsorglospaket anbietet... und das noch 30 prozent billiger!!!

    dort wir irgendeine 0815 bude in die wiese gestellt, ob sie dahin passt oder nicht spielt keine rolle... ökologisch aber ausgefeilt bist zur letzten schraube.... WITZ MIT ANLAUF!!!

    ich kenne nicht viel bauträger oder verkäuferfuzzis von fertighausfirmen, die die bereits bei der beurteilung des standortes an mögliche ökologische aspekte denken bzw. hier brauchbare konzepte anbieten - da muss erst mal ein vertrag her... dann sieht man weiter (jaja... weitere kosten zum beispiel!)


    seltsam nur, das der mist dann oftmals gegenstand der beurteilung sachkundiger architekten zu sein scheint, da der sachverstand der architekten wohl nur noch gefragt ist um nochmal irgendwo kohle einzubehalten oder sich auf die weise noch eine leckere wohnzimmergarnitur oder den zweitwagen zu finanzieren.

    "geiz ist geil" ist noch nicht vorbei... nein - das wird noch schlimmer!!!

    wenn man bedenkt was manche für ihr auto ausgeben und was für überflüssiger bockmist, der ökologisch überhaupt nichts bringt oder gar im gegenteil die karre noch zu einer richtigen dreckschleuder macht, ausgegeben wird - warum wirft man dann den architekten vor, sie hätten von nix eine ahnung?
     
  22. Lukas

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    Gehe ich recht in der Annahme, daß das eine rein rethorische Frage, ohne Wunsch nach Antwort, ist? :bounce:

    :winken
     
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wahrnehmungsprobleme?