Wandabstand und Dehnungsfugen bei vollflächig verklebtem Parkett

Diskutiere Wandabstand und Dehnungsfugen bei vollflächig verklebtem Parkett im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Guten Abend, eine Frage: 3 kleine Zimmer (10, 14 und 15 qm) und der zugehörige Flur (6 qm) sollen mit Parkett belegt werden. Der Estrich ist...

  1. #1 rostreich, 20.11.2019
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    Guten Abend,

    eine Frage: 3 kleine Zimmer (10, 14 und 15 qm) und der zugehörige Flur (6 qm) sollen mit Parkett belegt werden. Der Estrich ist "schwimmend" auf 20mm Styropor - was man Mitte der 70er Jahre halt so gebaut hat. Keine Fussbodenheizuung! In den Türdurchgängen wurde der Estrich ausgebessert (da Stahlzargen entfernt wurden) - ohne Dehnungsfugen (da Flächen klein und alt - da würde sich nix mehr setzen oder schrumpfen...so wurde gesagt) und mit Estrichklammern zusätzlich verbunden.

    3 Bodenleger haben sich das angeschaut, 2 würden das Parkett (3-Schicht 14mm dick, Eiche, Klick-Verbindungen) durchgängig durch alle Räume legen ohne Trennungen. Der Dritte will in jedem Türduchgang eine Fuge einfräsen und mit flexiblem Kork (?) ausspritzen.....

    Jetzt frag ich mich: haben die ersten beiden Unrecht? Mir ist schon klar: letztlich muss derjenige der den Auftrag bekommt für seinen Mist einstehen - aber trotzdem hätte ich den Ärger und müsste neuerlich Zeit und Nerven investieren, daher grübel ich lieber vorher, also jetzt!

    Ich sehe bei einem vollflächig verklebten Mehrschichtparkett ehrlich gesagt auch keinen Grund, in jedem Durchgang Fugen anzuordnen... Generell kann sich das Parkett doch nur in äußerst engen Grenzen "auf" dem Estrich bewegen - da es verklebt werden soll! Ich erreiche auch bei weitem nicht die Längen, ab denen die Parketthersteller Dehnfugen etc. empfehlen (7m oder so).
    Warum bei einem voll verklebten Parkett also die Fugen? Am Rand kann ja eine 10mm Fuge bleiben, kein Problem, dass deckt die Sockelleiste ab....aber wozu weitere? Wenn die 10mm nicht reichen und sich das Parkett mehr ausdehnt ist der Kleber doch eh längst abgerissen, oder?

    Wie handhabt ihr sowas?

    Grüße
    Robert
     
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  2. #2 Fabian Weber, 21.11.2019
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    Wenn Du den Estrich in den Durchgängen schon verklammert hast, dann müssten ja die beiden Parkettleger, die jetzt Dehnfugen herstellen wollen, dies wieder mit aufschneiden.

    Ich hätte es halt nicht verklammert aber nun kannste es auch zu Ende durchziehen.
     
  3. #3 Fabian Weber, 21.11.2019
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    Ich würde aber in den Durchgängen eine Schwelle legen (gleich hoch wie Parkett), damit man das Muster raumweise ausrichten kann. Sonst hast Du in machen Räumen nachher irgendwo superschmale Reststellen.
     
  4. krauer

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    Hallo Robert.
    Die Bodenleger haben verschiedene Sichtweisen - und in diesem Fall sind beide Richtungen vertretbar.
    Estrich-Scheinfugen (und um solche handelt es sich zwischen einzelnen Räumen) haben ihre Aufgaben erfüllt, wenn der Estrich ausgetrocknet ist und über seine Verlegereife verfügt. Dann werden diese kraftschlüssig verschlossen.
    Bezüglich einer Parkettverlegung ist es so, dass den Fachregeln folgend auch bei flächiger Verklebung auf dem Estrich sogenannte Bewegungsfugen im Belag (dem Parkett) einzubauen sind, wenn, ja wenn es notwendig ist.
    Bei derartig kleinen Flächen, wie Du beschreibst, stehe ich auf Deiner Seite, dass sich eine durchgehende Parkettverlegung (ohne Fugen) nicht negativ auswirken wird. Die Randfugen, jene also an Wandflächen und feststeheden Bauteilen, die müssen bleiben. Ca. 5mm Fugenbreite reichen bei einem nicht beheizbaren Estrich und bei den kleinen Flächen aus!
    Viel Erfolg: KlaRa
     
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  5. #5 Fabian Weber, 26.11.2019
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    Naja die raumweise Schallentkopplung ist dann schon dahin.

    Aber ist ja hier eh zu spät.
     
  6. #6 simon84, 26.11.2019
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    Im EFH vermutlich zu verkraften
     
  7. krauer

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    Die "raumweise Schallentkoppelung" gibt es nicht! Weil eben die Schallentkoppelung nicht über eine Scheinfuge bewirkt wird sondern nur und ausschließlich durch die Trittschall-Dämmschicht. Und diese befindet sich in Wohngebäuden durchgehend unterhalb eines Estrichs.
    Insofern hat die nun verschlossene Scheinfuge -wie ich bereits äußerte- nicht nur ihren Sinn als Sollbruchstelle verloren und kann als Verminderung einer Schallübertragung ohnehin nichts bewirken.
    Wie zudem "Simon84" am Rande richtig anmerkt, ist die Schallübertragung "Raum-zu-Raum" in EFM-Häusern zu vernachlässigen.
    Gruß: KlaRa
     
  8. #8 Fabian Weber, 26.11.2019
    Fabian Weber

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    Darum planen wir dort ja auch immer richtig durchgehende Fugen.

    Aber auch die Scheinfuge reißt ja beim Trocknungsprozess vollständig durch.
     
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