Wandaufbau beim Neubau - WDVS vs. Vollstein

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  1. tukane

    tukane

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    Hallo Experten,

    wir wollen mit einem BU ein REH von ca 137qm bauen, sind uns aber beim Wandaufbau unsicher. Der BU hat erst einmal einen KLB-Stein von 17,5cm und ein WDVS von 14cm (WLG 035) mit zweilagigem Putz mit 2mm Körnung geplant. Gegen einen Aufpreis von ca. 6500€ würde er aber auch einen 36,5 cm dicken Bimsstein plus zweilagigem mineralischem Putz verbauen. Dies hätte aber zur Folge, dass wir ca. 6-7 qm verlieren würden.

    Das Haus wird nach EnEV (kein KfW 55 oder besser) gebaut.

    WDVS sind einige Zeit stark kritisiert worden. Daher wissen wir nicht, ob das noch "zeitgemäß" ist. Außerdem haben wir Angst vor Algenbildung oder, dass man schneller ein Loch in der Fassade hat, falls mal etwas dagegen stößt. Auch machen wir uns Gedanken darüber, dass man zum Befestigen von Lampen, Markise etc. immer Spezialwerkzeug und Spezialdübel benötigt.

    Sind unsere Sorgen berechtigt oder ist WDVS nicht so problematisch, wie wir denken?

    Viele Grüße
    tukane
     
  2. KyleFL

    KyleFL

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    Es gibt verschiedene "Für- und Wieder" bei 1schalig vs. zweischalig.

    2 schalig (mit WDVS) zu bauen hat den Vorteil, dass Wärmebrücken sehr viel leichter zu vermeiden sind (Decken/Stürze werden z.B. einfach durch das WDVS überdämmt)
    Das ergibt natürlich einen Preisvorteil bei gleichem Dämmwert.


    Algenbildung. Algen kommen nicht durch das WDVS, sondern durch ausgekühlte Fasaden und Feuchtigkeit im Putz. Dies kann sowohl bei WDVS, als auch bei einem einschaligen Mauerwerk mit gutem Dämmwert passieren. Nur schlechte Dämmung verhindert dies zuverlässig (nicht unbedingt erstrebenswert).
    Normalerweise wird daher der Putz mit einer entsprechenden Farbe gestrichen, die Algenwachstum verhindert.

    Loch in der Fasade: Ja. Da ist die "harte" Mauer natürlich im Vorteil. Bei WDVS geht bei Beschädigungen sehr schnell der Putz kaputt -- eine Reparatur ist allerdings nicht besonders aufwändig.

    Befestigungen müßen halt durch dass WDVS bis an die Mauer geführt werden -- idealerweise natürlich in wärmeentkoppelter Ausführung. Das ist tatsächlich aufwändiger, als bei einschaligem Mauerwerk.
    Allerdings kann man für die meisten Fälle bereits im Vorfeld die Befestigungen vorsehen (Plätze für Aussenbeleuchtung und Markisen liegen schon vorher fest und dort werden dann gleich entsprechende Befestigungsmöglichkeiten durch die Dämmung nach aussen geführt).


    Ich habe WDVS (auch 14er) bei mir und bin zufrieden. Andere schwören auf einschaliges Mauerwerk und sind auch zufrieden. Die Entscheidung liegt letztlich bei dir und deinem Bauchgefühl.


    Cu KyleFL
     
  3. #3 justio99, 16.03.2017
    justio99

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    Hallo zusammen, ich sehe vor der gleichen Entscheidung wie Tukane und mich würden auch mal Eure Meinungen Erfahrungswerte Tendenzen usw. interessieren. Bis nächste Woche muss ich mich entscheiden, würde mich sehr über zahlreiche Tipps freuen.
     
  4. Petz

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    Hallo,

    einschalig MW 36,5 z.B. Wienerberger T7-36,5-P ist okay, passenden Putz dazu. Ausführung ist etwas Preiswerter wie der Aufbau MW+WDVS.
    Alternativ KS Wand - sehr guter Schallschutz und WDVS Fassade gute Dämmung und entkoppelte Fassade bringt weniger Risse im Putz. Bei Einschaligem MW sind Spannungsrisse aus leichten Baustoffen und Schubrisse aus Decken nicht immer zu vermeiden.

    Grüße
     
Thema: Wandaufbau beim Neubau - WDVS vs. Vollstein
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