Wandaufbau Schallschutz Dämmung

Diskutiere Wandaufbau Schallschutz Dämmung im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Hallo, ich bin neu im Forum und such nun 2 Tage lang nach Antworten im Internet und nicht viel schlauer geworden. Deshalb versuche ich es mal...

  1. travis33

    travis33

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    Hallo, ich bin neu im Forum und such nun 2 Tage lang nach Antworten im Internet und nicht viel schlauer geworden.
    Deshalb versuche ich es mal hier.

    Ich bin am überlegen mir ein Doppelhaus zu Kaufen.
    Allerdings bin ich etwas Lärmempfindlich und bin mir nicht sicher ob die Bauweise ausreichend Schalldämmung bietet.

    Folgende Ausführung wird in der Bauleistung und laut Architekt gemacht.

    Außenwand d = 17,5cm PPW 2 / 0,4 / DBM / 12 cm Dämmung WLG 0,35
    Trennwand zwischen den Haushälften Kalksandstein 2 x 11,5 mit 3cm Mineralwolldämmplatte.
    Rohdichteklasse unbekannt.

    Teilkeller 30cm KS Rohdichte 1,6
    Die Sohlplatte im Keller ist an einem Stück
    Die Beton-Bodenplatte (Kellerdecke) ist getrennt.

    So nun die Fragen zur Trennwand:
    Ist die Lärmdämmung zwischen den Haushälften ausreichend.
    Laut diversen Tabellen hat man je nach Rohdichte von 63 bis 66dB.
    Gefordert wird 67dB für einen erweiterten Schallschutz nach DIN.

    Wie kann man den Schallschutz verbessern.
    Möglichkeiten wären eine höhere Rohdichteklasse zu wählen.
    Oder in einzelnen Räumen 17,5 KS zu verwenden.
    Macht es Sinn in einzelnen Räume auf 17,5 zu gehen oder muss die Wand durchgehend in 17,5 verändert werden. (Dies wäre übrigens nicht möglich)

    Frage zur Außenwand:
    Welchen Wärmedämmwert hat die Außenwand?
    Mir ist der PPW 2, 0,4 unsympatisch.
    Ist ein solcher Stein nicht das untere Ende der Skala für eine Aussenwand.

    Macht es Sinn auf PPW 4 0,6 zu gehen? Wie würde sich der Dämmwert verändern?
    Und wie müsste man die Dämmung anpassen um den Vorherigen Dämmwert (PPW2 + 12cm 0,35) zu erreichen.

    Am liebsten wäre mir eine 17,5 cm KS Aussenwand. Allerdings müsste hier die Dämmung doch viel dicker sein.

    Noch eine Frage zur Schalldämmung der Aussenwand.
    Angeblich erreicht eine PPW2 mit Dämmung ca 45 DB.

    Mach es überhaupt Sinn einen PPW4 zu nehmen.

    Ok. das sind viele Fragen die sehr Theoretisch sind.
    Eigentlich will ich nur ruhe in der Bude.

    Danke für Eure Antworten und Anregungen.
     
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  3. planfix

    planfix Gast

    nein, der stein ist zu "weich" für 17,5cm dicke.
     
  4. R.B.

    R.B.

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    Ergibt nach Unterlagen der Hersteller eine Schalldämmung von etwa 35dB. Einfluß des WDVS noch unberücksichtigt.
    U-Wert ca. 0,19W/m2K

    Unabhängig davon ob mit diesem Stein überhaupt die Außenwand gebaut werden dürfte (Statiker fragen), wäre für mich die erreichbare Schalldämmung "ungenügend".

    Als PPW 4-0,6 wäre die Schalldämmung zumindest mal etwa 40dB. Das ist zwar auch noch nicht der Brüller, aber besser als die 35dB.
    Der U-Wert von 0,21W/m2K wäre noch OK.

    Eine vergleichbare KS-Wand erreicht, je nach Rohdichte, ein Schalldämm-Maß zwischen etwa 43dB und > 50dB ! Der U-Wert liegt dann bei 0,26W/m2K und muss durch weitere Maßnahmen verbessert werden.

    Entscheidend für eine gute Schalldämmung ist jedoch nicht nur der Stein, sondern auch dessen Verarbeitung (Konstruktionsdetails). Bei einer Wand spielen auch die Fenster und deren Einbau eine große Rolle.

    Hat die Schalldämmung Priorität, dann würde ich von den dünnen PB Wänden Abstand nehmen. Man könnte mal eine 24er KS Wand (Schalldämm-Maß sicherlich 53-55dB) mit einem 14cm WDVS kombinieren (U-Wert dann etwa 0,22W/m2K) und das durchspielen.

    Dazu dann Fenster in entsprechender Schallschutzklasse (> 40dB).

    Über Details muss sich dann Dein Planer den Kopf zerbrechen. Dafür wird er bezahlt.

    Gruß
    Ralf
     
  5. travis33

    travis33

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    Danke erst mal für die Antworten.

    Die Problematik an der Geschichte ist, dass die Häuser schon fertig geplant sind, nur eben noch nicht alle gebaut.

    Die Haushälften sind ca. 6.25 x 11,50 Meter und auf den Wänden lastet eine 22cm dicke Betondecke. Die Innenwände sind darauf mit 11.5 KS gemauert.
    Die Betondecke liegt laut Architekt schwimmend auf.

    Jedenfalls kann ich an der Planung kaum noch was ändern außer Steinauswahl.
    Und eventuell noch 1-2 cm Dämmung oder bessere Dämmung.

    Wenn ich nun den PPW4 0,6 statt PPW2 0,4 nehmen würde, was muss ich dann an der Dämmung ändern um den ursprünglichen Dämmwert der Wand wieder zu erreichen.

    Gibt es eventuell Tabellen oder Rechner hierfür.

    Viele Grüße
     
  6. travis33

    travis33

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    Dann ist doch der PPW2 0,4 erst recht zu weich oder?
    Es stehen jedenfalls schon mehrere Häuser, die bisher noch nicht zusammengefallen sind. ;)
     
  7. travis33

    travis33

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    Also nochmal die Frage kurz.

    Wie müsste man Dämmen bei 17,5cm PPW 4/0,6 bzw 17,5 KS
    um die Dämmwerte von 17,5cm PPW2/0,4 + 12cm 0,35 WDVS zu erreichen.
     
  8. R.B.

    R.B.

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    Hatte ich oben geschrieben, einmal U-Wert 0,19 und einmal 0,21. Da lohnt es sich kaum darüber nachzudenken. Das WDVS übernimmt bei der Wärmedämmung die "Hauptarbeit".

    Aber wie gesagt, mit dem PB ist die Schalldämmung allenfalls "mäßig", und das ist schon geschmeichelt.

    U-Werte etc. lassen sich berechnen. Leider weiß hier niemand, was der Planer für DEIN Haus (schön)gerechnet hat.

    Gruß
    Ralf
     
  9. travis33

    travis33

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    Danke nochmal für die Ausführungen.

    Ich habe jetzt statt der 17,5 PPW2 Rohdichte 0,4 mit 12cm 0,35 Dämmung eine 17,5 KS (z.B. Rohdichte 1,6) mit 18cm 0,35 vorgeschlagen.

    Das sollte doch wesentlich stabiler und Schalltechnisch besser sein.
    Die Wärmedämmeigenschaften wären laut meiner Berechnung nahezu identisch.
     
  10. flo79

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    17,5 PP2 als Außenwand, Igitt. Trägt das überhaupt was:hammer: Und wahrscheinlich noch einfaches Polyst. drauf. Da hört man ja die Flöhe durch husten. :bounce: Würd ich mir nie so bauen lassen.
     
  11. mls

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    ich hab das gefühl, bei deiner methodik freut sich später der gegnerische anwalt.

    der architekt ist der angestellte/beauftragte deines vertragspartners?

    hat der, ausser diesen famosen wandaufbauten, auch schon was brauchbares
    rausgerückt?

    sieh zu, dass du was greifbares bekommst .. infobroschüren mit "gehobenen
    ansprüchen" oder "hochwertige bauweise" sind u.u. brauchbar, besser
    wäre eine schriftliche vereinbarung über den zielschallschutz (nach aussen
    und zum nachbarn).

    die ausführung klingt allerdings nach so ausgelutschten preisen, dass
    da nicht auch noch in papier investiert werden kann ..
    mal gucken, wann der erste käufer ein eigenes schallschutzgutachten
    erstellen lässt: dann schepperts!
     
  12. travis33

    travis33

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    Der Architekt baut in diesem Falle auch die Häuser und Verkauft sie dann Schlüsselfertig.
    Es ist also kein Architekt den ich beauftragt habe.

    Da er aber noch vor hat weitere zu Bauen (6 Doppelhäuser sind schon bewohnt) könnte ich noch einfluss auf die Wandgestaltung nehmen.

    So eine Hälfte kostet bei 120m2 160.000 Euro wenn ich das Grundstück herausrechne.

    Jedenfalls hatte ich einen Rohbau besichtigt und mir fiel nur auf, dass eben die Aussenwand als Porenbeton mir nicht gefallen hat.

    Ansonsten machte der Rohbau einen guten Eindruck soweit ich das beurteilen kann.

    Hier im Norden werden aber die meisten Häuser mit 17,5 Porenbeton gebaut und dann verklinkert.
    ******** und co.

    Jedenfalls kommt mir der Preis jetzt nicht extrem billig vor.
    Bodenbeläge und Malerarbeiten kommen noch dazu.

    Wäre denn nun eine 17,5 KS wesentlich besser oder ist das alles Schrott.
     
  13. R.B.

    R.B.

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    Die Daten hatte ich doch schon genannt. Entscheiden musst Du selbst anhand Deiner Anforderungen. Der Planer/Statiker muss das dann umsetzen.

    Gruß
    Ralf
     
  14. travis33

    travis33

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    Hallo, danke für die Infos.
    Und gleich mal vorneweg eine Entschuldigung wegen der dummen Fragen.

    Woher hast du denn die Schalldämwerte für den Porenbeton?
    Kann man die Online nachlesen?

    Jedenfalls schlug der Architekt nun 24cm PPW 4 + 12cm 0,35 Dämmung vor.

    Das müsste doch nun ganz gut sein. (Dämmung, Schalldämmung und Tragfähigkeit)

    Jetzt die dumme Frage:
    Ich hab schon mal was von Taupunkt gehört. Spielt das hier eine Rolle oder ist das nur für Renovierungen von bedeutung.

    Danke und viele Grüße
    Travis
     
  15. wall

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    Porenbeton hat eine miese Schalldämmung. Deshalb findest du auch die entsprechenden Werte nicht online. Oder nur sehr versteckt. Bei KS (von einem Hersteller, der beides bietet) sind die dagegen gar nicht zu übersehen.

    Der Taupunkt ist auch beim Neubau relevant. Es ist der Bereich, in dem die Luft so weit abgekühlt ist, dass sie die enthaltene Feuchtigkeit nicht mehr speichern kann. Es fällt dann Feuchtigkeit in Form von Tau aus und kann Bauteile oder Dämmstoffe nass werden lassen.

    Wenn z.B. innen 21 Grad herrschen und draußen 0, dann liegt der Taupunkt irgendwo dazwischen in Wand und/oder Dämmsystem. Wo genau, sollte der Planer vorher ausrechnen und entsprechend planen.
     
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  17. R.B.

    R.B.

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    Fakten, Fakten, Fakten. Der Architekt soll Dir sagen welche Schalldämmung erreichbar ist, und Du entscheidest ob das ausreicht.

    24er PB PPW4 dürfte knapp über 40dB liegen. Müsste ich jetzt nachlesen, bin aber nicht im Büro.

    Gruß
    Ralf
     
  18. travis33

    travis33

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    Hallo,

    danke für die Antworten.

    Geht es eigentlich so einfach ein schon geplantes Haus so mir nichts dir nichts abzuändern?

    Mal auf die Schnelle 10 cm breiter und schwerere Steine.

    Oder muss soetwas wieder berechnet/genehmigt werden.
    Bauantrag oder was es so gibt.

    Wie gesagt ich bin total der Laie.

    Glaube das wäre jetzt dazu meine letzte Frage.
    Nächste Woche treffe ich den Architekten.

    Viele Grüße
     
Thema: Wandaufbau Schallschutz Dämmung
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