Wanddurchführung im Dach- bzw. Dachterrassenbereich, welche Manschette?

Diskutiere Wanddurchführung im Dach- bzw. Dachterrassenbereich, welche Manschette? im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo Leute, ich habe mal eine Frage: wir müssen zwecks Durchführung von 4 Kälteleitungen (sowie Kondensatleitung und Strom) eine Wanddurchführung...

  1. #1 freddif, 13.07.2021
    Zuletzt bearbeitet: 13.07.2021
    freddif

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    Hallo Leute,
    ich habe mal eine Frage: wir müssen zwecks Durchführung von 4 Kälteleitungen (sowie Kondensatleitung und Strom) eine Wanddurchführung erschaffen von ca 70 mm lichtem Durchmesser.
    Der Ort ist eine Dachterrasse an der Ecke zum Dach, die Leitungen sollen dann innen in der Dachschräge versteckt weiterlaufen.
    Die Dachterrasse (siehe Bild) hat einen Boden aus Bitumen mit typischem 2° Gefälle und bildet zu den Rändern hin eine Wanne, in dem am Rand der Bitumenboden in eine Bitumendickbeschichtung (oder?) übergeht, sehe ich das richtig? Dann folgt die Verglasung (Pfosten-Riegel System) bzw. die Zinkverkleidung des Schrägdachs.

    Was mir schon auffiel: wenn man mit dem Finger zwischen Zinkverkleidung und Bitumendickbeschichtungs-Wannenrand reinfühlt, merkt man dass der Rand nicht ewig weit hoch geht sondern quasi schon hinter der Verkleidung direkt endet. Konnte noch nicht erfühlen wie es da genau weiter geht.

    Ich muss also an diesem Wannenrand durch nach innen, und habe mich gefragt ob man dafür nicht einen Flachdach-Ablauf (also ein PVC-Rohr mit angeschlossenem Bitumen-Flansch) nehmen könnte, siehe z.B: hier https://www.shop.mh-handelshaus.de/out/pictures/master/product/4/img_7574.jpg

    Also die Idee wäre: man bohrt ein Loch seitlich in den Wannenrand (bzw. man bohrt von innen, mit deutlichem Gefälle nach außen), und dann setzt man mittels Bitumen-Spachtelmasse (Schwarzer Blocker o.ä.) den o.g. auf die engen Platzverhältnisse zurechtgeschnittenen Bitumen-Flansch-Ablauf dann in das Loch ein. Man sieht am Bild auch ganz gut, wie hoch das Wasser maximal steht, wenn es richtig stark regnet, ich würde dann natürlich versuchen, so weit wie möglich oberhalb dieser Linie zu bleiben, so dass die Öffnung fast schon ein wenig von der Zinkverkleidung überdeckt wird. Nachdem die Leitungen alle durch sind, wird das Rohr ausgeschäumt.

    Wäre das so statthaft, oder gäbe es eine bessere Möglichkeit?

    [​IMG]

    [​IMG]
     
  2. Knuut

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    durch die Abdichtung darfst nichts bohren,

    wenn dan nur mind 10cm über den holzbelag durch das Zinkblech wenn das möglich ist und dan mit ner blech/kunstoffabdeckung regensicher das Loch schliessen
     
  3. #3 freddif, 22.07.2021
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    Warum 10cm über Holzbelag und nicht über dem Bitumenboden? Der Regenablauf ist ja direkt auf Bodenhöhe, (breitflächig an gesamter Kante gegenüber, kein Rohr o.ä., es geht einfach 5 Stockwerke runter, also keine Staugefahr).
     
  4. Knuut

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    genaugenommen sollten es 15 cm über der wasserführenden Schicht sein was is dem Fall vom Holzbelag gemessen wird . Grund ist Spritzwasser vom Regen oder Schnee im Winter.
     
  5. BaUT

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    Nein - genau genommen soll es nach DIN und Flachdach-RiLi nicht 15 cm über wasserführender Ebene sein (denn das wäre ja die Abdichtung) sondern 15 cm über Oberkante Belag. Der Unsinn mit der "wasserführenden Ebene" stammt noch aus den 90ern und weil er bei aufgeständerten Belägen regelmäßig zu Fehlern und Diskussionen bei der Randaufkantungshöhe der Abdichtung geführt hat wurde später ganz klar die Oberkante des Belages als Bezugshöhe definiert, egal wo die Abdichtung liegt und wo das Wasser läuft. Grund dafür ist die Gefahr von Schneematsch und Tauwasser auf dem Belag.
     
  6. #6 freddif, 26.07.2021
    Zuletzt bearbeitet: 27.07.2021
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    Okay, nochmal unabhängig von der Höhe: Ist das grundsätzlich denn eine sinnvolle Vorgehensweise, wie oben beschrieben mittels Bitumen-Spachtelmasse (Schwarzer Blocker o.ä.) den o.g. passend zurechtgeschnittenen Bitumen-Flansch-Ablauf dann einzukleben? Ist Bitumen-Spachtelmasse der beste Kleber zwischen Bitumenflansch und Bitumendickbeschichtungs-Wannenrand?

    EDIT: Schwarzer Blocker wird anscheinend explizit zum verkleben von Bitumen auch beworben, also Bitumenflansch an den Wannenrand kleben müsste ja damit gehen. Ich kapier nur nicht ganz, was ist eigentlich UNTER der Bitumendickbeschichtung des Wannenrands, irgendein Gewebe oder was ist da? Fühlt sich so an als ob man das mit Gewalt eindrücken könnte.
     
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