Warmes Dach UND oberste Geschossdecke dämmen

Diskutiere Warmes Dach UND oberste Geschossdecke dämmen im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Hallo, in unserem geplanten Neubau (EG, OG mit Dachschrägen, Spitzboden) hat der Architekt ein warmes Dach (24cm Dämmung, div. Platten und...

  1. AlfonsOcto

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    Hallo,

    in unserem geplanten Neubau (EG, OG mit Dachschrägen, Spitzboden) hat der
    Architekt ein warmes Dach (24cm Dämmung, div. Platten und Gedöns) geplant.

    Der Spitzboden dient dem Lagern weniger Habseligkeiten und wird auf Grund der Höhe
    nie zu Wohnzwecken geeignet sein.

    Nun möchte der Architekt die oberste Geschossdecke gegen den Spitzboden noch
    genau so dämmen, als wäre ein kaltes Dach geplant (Dämmung, Folie etc.).

    Folgen:

    1. Kosten der Konstruktion
    2. Durchdringen dieser Ebene für Lüfungsrohre, Elektroinstallation etc. unerwünscht
    3. Gedämmte, teure Bodentreppe notwendig

    Deshalb meine Frage: Bringt diese Vorgehensweise auch energetische oder sonstige Vorteile oder
    sogar Nachteile?

    Dank und Gruß
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    d.h. der Spitzboden selbst (Dachschrägen) ist bereits gedämmt?
     
  4. AlfonsOcto

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    Genau.
     
  5. reezer

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    entweder - oder
    beides macht keinen Sinn
     
  6. #5 Alfons Fischer, 6. Dezember 2014
    Alfons Fischer

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    es kommt auf das Konzept/die Zielsetzung, den EnEV-Nachweis und auf die baukonstruktive Ausbildung des Dachstuhls an.
    Sicher wird man die Decke zum Spitzboden, sofern dieser unbeheizt ist, irgendwie dämmen müssen (z.B. wegen Anforderung an den Mindestwärmeschutz der Trenndecke nach DIN 4108 Teil 2 Tabelle 3).

    Auch wird es möglicherweise erforderlich sein, schon aus Schallschutzgründen (Längsleitung, Flankenübertragung) dort eine Dämmung einzubauen.
    Nur: braucht man eine Dampfsperre? Antwort: nur, wenn ansonsten Tauwasserprobleme im Spitzboden zu erwarten sind.

    Also soviel Dämmen, dass man Schallschutz und Mindestwärmeschutz im Griff hat und so wenig, dass man auch ohne Dampfsperre keine Tauwasserprobleme im Spitzboden erwarten muss. Man müsste mal prüfen, ob nicht eine z.B. 40 bis 60mm starke Dämmung im Gefach dafür ausreicht... Geht aber nur, wenn nicht andere Gründe dagegen sprechen.
     
  7. AlfonsOcto

    AlfonsOcto

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    Hallo,

    die Dämmung des gesamten Daches bis zur Spitze haben wir festgeschrieben.

    Meine Kernfrage ist, dass Architekt nun die oberste Geschossdecke gegen den Spitzboden noch
    genau so dämmen, als wäre ein kaltes Dach geplant (Dämmung, Folie etc.) und ich denke,
    dass der Aufwand unangebracht ist. Wenn die Thermische Hülle das gesamte Dach
    einschließt, warum dann noch interne, thermische Trennung aufbauen?

    Folgen:

    1. Kosten der Konstruktion
    2. Durchdringen dieser Ebene für Lüfungsrohre, Elektroinstallation etc. unerwünscht
    3. Gedämmte, teure Bodentreppe notwendig


    schnitt.jpg

    Dank und Gruß
     
  8. R.B.

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    So einfach ist es nicht.

    Es bleiben ja 2 Bereiche mit unterschiedlichen "Raum"temperaturen, der Spitzboden wird ja sicherlich nicht beheizt. ;)

    Rest siehe Alfons Fischer. Schalldämmung dürfte hier eher zweitrangig sein, sofern sich nicht mehrere Räume unter der gemeinsamen "oberen Geschoßdecke" zum Spitzboden befinden.
     
  9. #8 Alfons Fischer, 6. Dezember 2014
    Alfons Fischer

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    ja, es sind aber mehrere Räume vorhanden. hier: mindestens Schlafen und Technik. Gegen Schalllängsleitung in dem ansonsten hohlen Gefach würde ich schon was tun.
     
  10. AlfonsOcto

    AlfonsOcto

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    Hallo,

    kann ich das so zusammenfassen, dass die zusätzliche Dämmung sowohl nicht schadet (außer
    der Kostenbelastung) als auch positiv für die Schalldämmung ist (unter dem Spitzboden liegen
    drei Räume und ein Bad).


    Gruß und Dank
     
  11. Kalle88

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    Kein Dachüberstand an den Traufen? Durchstoßende Zangenlage? Wie soll man das konstruktiv luft dicht bekommen? Ich glaube ja, dass die gewählte Variante des Architekten noch mehr Gründe hat als nur der Schallschutz. Vermutlich hat er erkannt, dass eine luftdichtung mit dem gewählten Aufbau nicht zu realisieren ist und daher die zwei Hüllen benötigt.

    So wie gezeichnet wird es auf alle Fälle nicht dicht.
     
  12. AlfonsOcto

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    Traufe: Ausschnitt.Traufe.png

    So OK?
     
  13. Kalle88

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    Das Traufdetail ist gruselig... Ist zwar vom Aufbau richtig, mit den Komponenten aber ich persönlich würde es so nicht ausführen. Ist aber persönliches Gusto. Hat es ein Grund, dass kein Dachüberstand realisiert werden soll?

    Die Traufe hat jetzt aber nichts mit der luftdichtung zu tun. Ich habe mich nur gewundert, dass man Satteldächer ohne Dachüberstand plant. Zur luftdichtung habe ich ja schon entsprechend etwas geschrieben.
     
  14. AlfonsOcto

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    Optische Gestaltung.....

    Habe ich das richtig verstanden: Die Luftdichtigkeit kann hier nur in der
    obersten Geschossdecke vernünftig realisiert werden?
     
  15. Kalle88

    Kalle88

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    Deiner Optik, oder die Optik für den Architekten? Ich finde es immer bedenklich wenn die Optik ein Detail in die Knie zwingt. Dachüberstände haben eigentlich die Aufgabe des Fassadenschutzes. Klar, bei Kuben im Flachdachsektor hat man das auch nicht - da geht es zwar auch, sieht aber noch bescheuerter aus. Wäre aber auch ein Nachteil an einem Kubus. Zumal man den Dachüberstand auch zur Optik missbrauchen kann.

    Fragwürdig finde ich nur, dass das Unterdach nicht in die Rinne entwässert. Klar muss es nicht! Aber was ist mit der Zeit wo die Eindeckung noch nicht liegt? Dann schifft das Niederschlagswasser unmittelbar an der Wand herunter. Auf der Zeichnung sieht man kein WDVS, gehe ich richtig in der Annahme dass hier monotholitisch gebaut wird?


    So lange die Kehlbalken, statisch, durchlaufen müssen - ja. Den Spitz müsste man separat eindichten. Mit Plattenwerkstoff z. B. (OSB, ESB) Was dann aber wieder unbedachte Probleme auf den Plan ruft, wenn der Spitz nicht mit beheizt wird. Sollte die LS unter der Kehlbalkenlage nicht "dicht" sein und die OSB oberhalb zu weit abkühlen, kann Schimmelbildung entstehen. Das müsste man ggf. mal nachrechnen, welche Temp. die OSB am Ende wirklich hat.
     
  16. R.B.

    R.B.

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    Das Bild habe ich erst gesehen als ich meinen Beitrag schon abgeschickt hatte.

    Ich würde die Trenndecke sowieso dämmen, denn das hat nur Vorteile.
     
  17. AlfonsOcto

    AlfonsOcto

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    Ja.
    Was bedeutet "LS"?
     
  18. Kalle88

    Kalle88

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    Es sollte eigentlich DS heißen. Für Dampfsperre. Sorry.
     
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  20. Memento

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    Unser "Spitzboden" hat keine Dämmung der Geschossdecke, der Raum hat ca. 60qm Wfl und gut 90qm Bodenfläche. Dadurch muss die FBH im OG etwas weiter aufgedreht werden, da indirekt der Dachboden mitgeheizt wird. Irgendwann wird der Dachboden aber mal ausgebaut und dann kommt auch dort eine FBH rein.

    Wenn euer Spitzbogen eh recht niedrig ist und der nicht als Wohnraum benutzt wird braucht ihr denke ich nicht Dämmen. Die Heizkosten wäre allerdings etwas niedriger wenn ihr dämmt, dafür wird's aber im Spitzboden im Winter auch kälter.

    Wie es mit Schimmel aussieht kann ich nicht sagen, wir haben keine Probleme bei 18 Grad und 50-60% Feuchte.

    Wir haben im OG aktuell 20 Grad und im Dachboden 18 Grad.

    Was mir noch einfällt. Mein Bekannter hat einen ähnlichen Aufbau wie bei Euch, dort wurde die oberste Geschossdecke gedämmt dafür der Spitzboden nicht. Der Ist auch über den First belüftet. Da is es im Winter schon sehr kalt.
     
  21. MarcusW

    MarcusW

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    Hallo, "kurze" Fragen zum gleichen Thema: Das Dach ist/wird gedämmt (200mm). Die Balken der oberste Geschossdecke (Holzbalkendecke) sind 260mm dick. Geplant ist, die Geschossdecke auch zu dämmen.

    Frage 1: gibt es Probleme, wenn die Dämmschicht der Geschossdecke mit 260 dicker ist als die des Daches mit 200? Ich habe es in irgendeinem Forum mal - glaube ich - so gelesen, dass es dann Tauwasser geben kann.
    Frage 2: ist unter der Holz-Geschossdecke mit der 260-Dämmung eine Dampfbremsfolie anzubringen (also faktisch über das gesamte Obergeschoss zum Dachgeschoss hin?

    Mir geht es dabei primär um Feuchtigkeitsprobleme. Schallschutz etc. sind einstweilen zweitrangig, weil das Obergeschoss und das Dachgeschoss eine Wohnung bilden. Danke für eine Antwort.
     
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Warmes Dach UND oberste Geschossdecke dämmen

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