Warum Schimmelbildung bei Außendämmung?

Diskutiere Warum Schimmelbildung bei Außendämmung? im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Liebe Experten, genau, warum sagen viele Menschen...ohhh... Außendämmung bei Sanierung (Baujahr 61)... gefährlich, wegen Schimmelbildung, Bau kann...

  1. #1 MickyMaus, 8. Januar 2014
    MickyMaus

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    Liebe Experten,
    genau, warum sagen viele Menschen...ohhh... Außendämmung bei Sanierung (Baujahr 61)... gefährlich, wegen Schimmelbildung, Bau kann nicht mehr atmen u.s.w.? Ist die Gefahr gebannt wenn die Fenster einen schlechteren U-Wert haben als die gedämmten Wände?
    Ich hoffe ihr könnt etwas Licht ins mystisch anmutende Thema Schimmelbildung bringen.
    Viele Grüße
     
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  3. Kalle88

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    Wer sowas sagt sagt Blödsinn. Der Schimmel liegt nicht an der Außendämmung, viel mehr am Nutzer, sollte einer existieren und Fehler in der Verarbeitung ausgeschlossen werden können.
     
  4. #3 elektrikwerner, 8. Januar 2014
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    Dämmen müssen wir alle. Gerade die 60eer und 70 er Jahre Bauten. Beachte doch einfach die Lüftungsregeln. Stoßlüftung am Morgen und zwar ganz auf die Fenster. Pech für Deko und Blumen. Dann nach dem Duschen, Baden und nach dem Kochen. Sollte auch noch die Wäsche hängen und viele Blumen gewässert werden usw... dann bist du nur noch am Stoßlüften, wenn du nach Hause kommst. Aber so ist es. Nervt, aber muss sein. Übrigens Fenster auf Kipp ist falsch, die Feuchtigkeit geht immer zur kältesten Stelle und deine Nischen schimmeln bald. Wenn also Wasser am Fenster, dann hast du schon zu wenig stoß gelüftet. Also los mit dem Dämmen.
     
  5. Jan81

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    Problem bei nachträglichen Außendämmung ist einfach, dass irgendwein Malerbetrieb beauftrag wird und für Dach eine Dachdeckerfirma. Oder noch schlimmer Nachbarschaftshilfe.

    Bei so eine Dämmung gehört viel Erfahrung und Planung dazu. Man muss sich erst mal komplettes Haus anschauen und nicht nur Teilbereiche. Problem sind die Wärmebrücken die automatischt entstehen.
    DAs Wasser sammelt sich dann genau an diesen Wärmebrücken (kalteste Stelle) und es entsteht Schimmel ... egal wieviel man lüftet.
     
  6. sarkas

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    Wärmebrücken entstehen, WEIL man WDVS macht ????? Jetzt bin ich aber platt .... :bef1011:

    Bei einem Vollwärmeschutz braucht man keine große Erfahrung und auch kein großes planerisches Wissen.

    U-Wertberechnung, eine "fachgerechte" Ausführung und Berücksichtigung damit verbundener Bauteile. (Fenster etc.)
     
  7. Neutal

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    Oh man.....
    Schimmel entsteht nicht durch Wärmedämmung.
    Verändert man ein Gebäude hinsichtlich der Wärmedämmung und Dichtigkeit, so muß auch das nutzerverhalten geändert werden oder technisch nachgerüstet werden( Lüftungsanlage)
    Ich habe immer wieder Kunden die wirklich behaupten jeden Tag mehrfach Stoßlüften. So zumindest die Aussage. Mir erscheint es wenig glaubhaft, da oftmals Gardinen vorhanden sind und die Fenster mit Blumen und anderem Gedöhns vollgestellt sind.
    Ohne Anpassung des Nutzerverhaltens kann einiges schiefgehen
     
  8. Baumal

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    würde ich nicht so behaupten wollen, vor allem bei 60`er jahre buden
    mit ihren zum balkon durchgehenden stahlbetondecken.

    da muß man den balkon mit einpacken, da scheiterts aber meist an der
    aufbauhöhe. dann muß der balkon abgesägt werden. ein neuer balkon geplant werden.... usw.

    mal eben wdvs an die fassade klatschen lassen, vom maler meier um die ecke, ist nicht.
     
  9. #8 Alfons Fischer, 9. Januar 2014
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    ich habe schon viel darüber nachgedacht, warum dieses Argument immer wieder mal auftaucht.

    ich muss dazu sagen: mir ist aus meiner beruflichen Praxis keine einziger Fall bekannt, wo Schimmelbildung infolge Wärmedämmverbundsystem aufgetreten ist. Aber sehr viele Fälle, wo es Schimmel in schlecht gedämmten Häusern gibt.

    Meine Erfahrung sagt aber auch:
    Bei vielen Nutzern setzt mit einer energetischen Sanierung auch ein extremer Wille zum Energiesparen ein. Vorher wird ganz normal geheizt und gelüftet. Danach unterlässt man dies nach dem Motto "mal schauen, mit wie wenig ich auskomme". Auch ist es so, dass die Räume nicht mehr so stark auskühlen und die Oberflächen wärmer sind, da wird dann oftmals vergessen, dass man auch im gedämmten Haus heizen muss. Sonst werden nämlich auch dort die Oberflächen zu kühl, vor allem an den verbleibenden Schwachstellen...
     
  10. sarkas

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    Nein, so dramatisch seh ich das nicht.

    Will jetzt die SchnellGeldVerdienHinklatscher nicht als Maßstab sehen, aber für einen "fachgerechten" Vollwärmeschutz reichen die Schulungen des Herstellers
    mit evtl. anfänglicher VorOrt-Hilfe (etwas Verantwortungsbewusstsein vorausgesetzt) durchaus.

    Wenn dann ein Sonderfall eintritt wie ein kastrierter Balkon kann jederzeit Hilfe hinzugezogen werden.

    Aber wenn wir jetzt noch anfangen, bei Nachfragen zu WDVS nach Planern zu rufen wirds peinlich.
     
  11. Jan81

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    Nein nicht weil man WDVS ... sondern weil nicht richtig bzw. vollständig gemacht wird. Richtig lesen und dann gegen die strin hauen.

    Wie ist z.B. Balkonübergang, Socket breich usw. DAs Forum ist voll damit. Alleine schon diese Woche.

    Hat einer ein Haus dämmen lassen und der Socket bereich wurde nicht gedämmt. Was nu? Im Socket bereich ist Wärmebrücke und sammelt sich kondenswasser. Klar Malerbetrieb hätte wissen müssen. hat aber wohl nicht.
     
  12. Baumal

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    wo er recht hat, hat er recht. der jan.:D

    handwerker und planungsaufgaben, das beißt sich oftmals.
     
  13. DerBjoern

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    Vermutlich weil bei einer Sanierung mit Dämmung oft auch gleichzeitig die Fenster mit getauscht werden und somit die Gebäude schon ziemlich dicht werden.
     
  14. #13 Alfons Fischer, 9. Januar 2014
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    naja, Fenster waren doch schon ab den 1980er Jahren dicht. Damals gab es doch auch schon umlaufende Dichtungen.
    Wenn ich bei Blower-Door-Messungen mal solche Fenster haben, stelle ich dort auch nur geringe Leckageluftströmungen fest, obwohl ich ja 50Pa Druckdifferenz habe.

    Darum messe ich dem Argument der Dichtheit nicht so viel Bedeutung zu...

    Die verbesserte Luftdichtheit der Dächer ist da, glaub ich, viel entscheidender...
     
  15. sarkas

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    Nur wir reden hier gerade nicht von Balkonplatten, Sockel und anderen Sonderfällen.

    Wir reden davon, dass jemand bei einem ganz normalen WDVS Angst vor Schimmel hat.



    Und es ist nun mal absolut und restlos grundverkehrt zu sagen, dass durch WDVS "automatisch Wärmebrücken" entstehen.

    Und daran häng ich nochmal diesen netten Smilie. :bef1011:

    Drum mal lieber lesen, was man selber schreibt.
     
  16. #15 Ungarnfreund, 9. Januar 2014
    Ungarnfreund

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    Schimmel setzt Feuchtigkeit und Nährstoffe vorraus.

    Nährstoffe sind zum Beispiuel Farben.

    Wenn mann aber dämmt werden die Wände wärmer und es gibt keine Kondensatsion, sprich die Wände sind immer trocken.

    Jetzt kommt das ABER:

    - wenn alle Anschlüsse (Fenster, Türen etc.) korrekt ausgeführt sind und kein Wasser rein läuft
    - wenn es keine schlimmen Wärmebrücken gib wo dann Wasser kondesniert
    - wenn die Dämmung korrekt berechnet wurde (Tauwasser), das machen viele nicht (der Meister klebt mal eben eben einige Platten an...)

    Ebenso werden meist die Fenster ausgetauscht, die alten Holzfenster waren undicht - "Zwangsbelüftung" - und die neuen sind dicht. es muss also mehr gelüftet werden. Aber erklär das mal den Leuten...

    Mein Haus habe ich gedämmt, jetzt ist endlich alles trocken!

    Gruß

    Michael
     
  17. sarkas

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    Leider sind bei diesen ganzen Dämmgeschichten immer noch so viele falsche Informationen und Meinungen im Umlauf wie hier zum Teil auch.

    DAS ist z. B. eine grobe Verwechslung.
    DAS gilt nur dann sehr oft, wenn NUR Fenster ausgetauscht werden und die Fassade NICHT gedämmt wird.
    Ein vermehrtes Lüften wäre hier nur für eine bessere Luft"qualität" empfehlenswert, nicht zwingend zur Schimmelvermeidung.
    Eine etwas erhöhte Luftfeuchtigkeit würde aufgrund der wärmeren Bauteiloberfläche kaum Kondensat mit Schimmelbildung zur Folge haben.


    Eine Tauwasserberechnung hat bei einer "Außen"dämmung eine eher untergeordnete Rolle, weil der Taupunkt nach außen verschoben wird.
    Bei einer Innendämmung ist das sehr wichtig.


    Das ist eine Voraussetzung, hat aber mit den physikalischen Erfordernissen nichts zu tun.

    Bei einer fachgerechten Ausführung gibt es keine Wärmebrücken.
     
  18. MickyMaus

    MickyMaus

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  19. #18 gunther1948, 10. Januar 2014
    Zuletzt bearbeitet: 10. Januar 2014
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    zitat aus nr.#1
    hallo
    und hier liegt der 1. denkfehler. der bau hat weder lungen noch kiemen also ist das mit dem atmen mist.

    gruss aus de pfalz
     
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  21. #19 gunther1948, 10. Januar 2014
    gunther1948

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    hallo
    und hier liegt der 1. denkfehler. der bau hat weder lungen noch kiemen also ist das mit dem atmen mist.
    und in nr.# 17 der 2.

    gruss aus de pfalz
     
  22. Jan81

    Jan81

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    Ich persönlich fand das System zu teuer und die Fenster werden kleiner, wenn man an der Mauer nichts verändert.

    Es gibt schon gute dezentrale Geräte für ca. 400 euro das Stück und du brauchst eins pro Zimmer. Da wird nur ein Loch in die Außenwand gemacht ca 100 - 160 mm. Nur ist in meinen Augen nicht effizient genug. Wie so gut alle dezentralen Lüftungsanlagen.
     
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