Was ist mit dem Handwerk los?

Diskutiere Was ist mit dem Handwerk los? im Baumurks in Wort und Bild Forum im Bereich Rund um den Bau; Jetzt bin ich seit 1,5 Jahren Hausbesitzer und habe etwas über 60.000 EUR in Handwerksarbeiten gesteckt. Von all den Gewerken die bei uns tätig...

  1. #1 Pandapaerchen, 28.11.2018
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    Jetzt bin ich seit 1,5 Jahren Hausbesitzer und habe etwas über 60.000 EUR in Handwerksarbeiten gesteckt. Von all den Gewerken die bei uns tätig waren, blieb nur die Heizung ohne Reklamation (aufholzklopf).
    Ob das der Elektriker ist, der ermahnt werden musste, die durch den Trockenbauständer gehende Leitung mittels Leerrohr zu "sichern", der Trockenbauer, der "vergessen" hat die Spalten zwischen den Platten zu verspachteln und ein KNX Kabel zerstörte (was ich zu spät bemerkte, deshalb nicht reklamieren kann), Fliesenleger, der "vergessen" hat, die Übergänge zwischen Randfliese und Wand mit Acryl zu versehen, Fenster die undicht sind, die sauteure Klingelanlage, die trotz IP44 undicht ist. Was ist von der angeblichen Qualität des "Deutschen Handwerks" noch übrig? Im kleinen wie großen, nur noch Murks? Beschäftigen die nur noch Hobbyhandwerker? Und nein, ich wählte nicht die billigsten.

    Dazu kommt noch "arrogantes" Verhalten von Firmen, beziehungsweise hasse ich es, wenn auf sie Anforderung eines Angebotes keine Antwort kommt. Und das nicht nur bei Kleinaufträgen. Als ich damals die Fenster machen wollte, reagierten zwei von 5, Elektriker 1 von 4, Klempner 2 von 3, Trockenbauer 1 von 7.
    Zwei Estrichleger kamen trotz Auftrag nicht, ebenso wie der Maler (Auftrag erteilt im August).
    Als ein Baum gefällt werden sollte reagierten von 10 Firmen letztlich zwei. Davon wollte eine für die Erstellung eines Angebotes 150 EUR "Kaution"...

    Gleiches übrigens beim Auto... FehlerMeldung... die "Hochglanzwerkstätten" fanden mit ihren Hochleistungscomputern nix... die kleine, billige und schmutzige Werkstatt, bastelte hier, schaute da... 1,5 Tage... Fehler behoben und das ganze günstiger als die bloße Fehlersuche in der Hochglanzwerkstatt). Das Know-How stirbt mit dem "Gott" Computertechnik.

    Ich glaube, dass ich mir schleunigst noch eine Rechtsschutz-Versicherung zulegen sollte, denn es sind noch mehr "Bauarbeiten" geplant. Obwohl, schlechter hätte es auch der Nachbar nicht machen können.

    So, ich wollte mal meckern...
     
  2. am1003

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    Tja, jahrelang verfehlte Familien-, Bildungs-, und Ausbildungspolitik. Zu wenig Leute für zu viel Arbeit. Schlichtweg fehlen die Leute.
     
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  3. #3 1958kos, 28.11.2018
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    Zeitung lesen hilft; und wo bitte steht geschrieben, dass wenn du ein Angebot haben möchtest, das der Handwerker dir eines umsonst erstellen muss? Jahrelang wurde nur billig billig billig gekauft und die guten Firmen damit in den Ruin getrieben, und jetzt wird gejammert das nur noch Billiganbieter da sind.
     
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  4. #4 plattypus, 28.11.2018
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    Moin,
    die beschriebenen Probleme kenne ich auch. Ich denke mal, daß die aus dem heutigen "schnell, schnell" herrühren. :(

    Das Problem mit dem Auto kann ich bestätigen. Bei mir lief es vor Jahren ähnlich. Audi a3 Benziner, Fehler: Verbraucht 20L/100km und malt an jeder Ampel im Stand schwarze Flecken auf den Boden aus dem Auspuff. Drei Vertragswerkstätten haben sich erfolglos daran versucht den Fehler zu finden und zu beheben. Es gab keine Fehlermeldung auf dem Diagnosegerät und damit war die Fehlersuche beendet.
    Dann bin ich zu einer freien Werkstatt und nach nicht einmal 40 Minuten hatten sie den Fehler: "Junge, wir haben gerade den Abgas-Tester in den Auspuff gesteckt, die Lambdasonde ist defekt, liefert falsche Werte und die Motorelektronik fettet daraufhin das Gemisch zu sehr an."

    Ergebnis für mich: Ich bin bei der Werkstatt geblieben und wenn ich heute ein neues Auto brauche, renne ich zuerst in die Werkstatt, Frage:
    1. Was könnt ihr reparieren? Von wegen Spezialwerkzeug für diesen und jenen Hersteller vorhanden?
    2. Ich habe eine Jahresfahrleistung von über 60tkm. Was taugt da was? Empfehlung für Hersteller und Modell? Welche Sonderausstattung ist sinnvoll und welche macht nur Ärger?
    Die Empfehlung aus der Werkstatt wird dann gekauft. Der Glaspalast interessiert mich dann nicht mehr. Probefahrt brauch ich dann auch nicht. Da könnte ich genausogut direkt im Internet ordern.

    Ähnliches Spielchen beim Motorrad:
    Da ist mir wegen eines defekten Ladereglers der Kabelbaum abgebrannt. Zudem mußten die Bremsleitungen neu, weil der Hersteller bei den Gummileitungen 4jährige Wechselintervalle vorschreibt. Da habe ich mir dann gedacht: Das ist ein wirtschaftlicher Totalschaden, versuch es einfach mal selber, schlimmer kann es nicht mehr kommen. Also habe ich den Kabelbaum als Ersatzteil geordert und mir dazu noch Stahlflex-Bremsleitungen anfertigen lassen. Die Gummileitungen wollte ich nicht mehr.
    Hab dann in einem langen Winter die Maschine komplett zerlegt und neu aufgebaut.

    Im Frühjahr ging es dann zum TÜV zur Einzelabnahme der Bremsanlage. Die Diskussion zwischen mir und dem Prüf-Ing. in der Halle war echt hart:
    • Prüfer: Warum haben sie da denn nicht einen fertigen Satz genommen mit ABE anstelle der Einzelabnahme hier?
    • Ich: Habe ich versucht, aber dann schleift bei voll eingefedertem Vorderrad der Reifen am Bremsverteiler. Die Maschine hat vorne 25cm Federweg.
    • Prüfer: :confused: Ok?
    • *Pause, Prüfer guckt sich die Maschine an*
    • Prüfer: Wer hat die Bremsanlage eingebaut?
    • Ich, kleinlaut: Ich selber.
    • Prüfer: Das sieht man! So eine Arbeit würde keine Werkstatt hier abliefern.
    • Ich in Gedanken: *Scheiße, jetzt legt er dir gleich die Karre still*
    • Prüfer: Die hätten für so einen Einbau keine Zeit und würden die Schläuche mit Kabelbindern einfach irgendwo festtackern. :respekt
    Und die Diskussion dann, wo die anderen Typen von den Werkstätten mit Kunden-PKWs um uns rum standen, um auch ihre Einbauten durch die Einzelabnahme zu bekommen. :cool:

    Um die Qualität ganz weit oben zu halten, haben wir bei uns im Sportverein (Segel- und Motorflug) eine goldene Regel: Egal wer an einem Flugzeug geschraubt hat, er hat danach den Erstflug zu machen. Was meinst, wie du auf die Qualität der Arbeiten achtest, wenn wirklich dein eigenes Überleben daran hängt. :bau_1:


    Mein Fazit daraus:
    Wenn man heute Qualität haben will, muß man es selber machen, ist leider so. Dauert dann vielleicht 4-5 mal so lange wie beim Profi, aber dann taugt es auch was.
     
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  5. #5 msfox30, 28.11.2018
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    Da stehe ich voll hinter dir. Nur leider kann / darf man nicht alles selber.
    Am Ende, wenn man es machen lässt, muss man auch nur die ganze Zeit dahinter stehen, um zu prüfen, ob es richtig gemacht wurde.
    Mein Terrasse habe ich dieses Jahr auch lieber selbst gebaut: Kalksteinmauer (z.T. rund) hochgezogen; aufgeschottert; Treppe aus Gartenschwellen leicht gedrecht und abgewinkelt; aktuell Terrassendielen verlegen. Ich möchte nicht wissen, was es gekostet hätte, wenn wir das alles hätten machen lassen. Geschweigen denn, wie es ausgesehen hätte.
    Nach dem Hausbau und den Erfahrungen mit den Handwerker habe ich die Nase voll und versuche so viel wie möglich selbst zu machen. Dann ärgere ich mich wenigstens über mich, wenn's mal nicht klappt.
    Aber: Lehrjahre sind keine Herrenjahren...
     
  6. Skogen

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    Also, da hier pauschal auf das Handwerk eingeprügelt wird, prügeln wir mal pauschal zurück:
    Was ist mit den Kunden los? Da wird eine Erwartungshaltung an den Tag gelegt, Hauptstichworte: kostenlos und unverbindlich und gleich und sofort. Als wenn man der Einzige auf der Welt ist. Das wird dann immer noch schön garniert mit der Aussage: "in meinem Job könnte ich es mir nicht erlauben"...

    Da bekommt man dann Dinge auf den Tisch, wo ein Blinder mit nem Krückstock sieht, daß da jemand anderes schon dran gewesen ist. Das wird dann auch noch als eigene Planung verkauft. Als wenn die Leute glauben würden, man wäre von den Baumwollfeldern auf den Markt gekommen.

    Wenn es dann soweit interessant ist, antwortet man dann auch mal. Stichwort: ich kenn meinen Mitbewerber und weiß was der macht. Dann schreibt man ein Angebot und weiß, daß man günstiger ist, aber was macht der Kunde? Ha, nu hab ich nen Preistreiber gefunden, und frag den Erstanbieter mal, ob der auch für den Preis kann. So wird man vom Anbieter zum Preistreiber und Angebotssschreiber degradiert. Viel besser aber ist, der Kunde meldet sich noch nicht mal.
    Ach ja Kunden, die können schlichtweg alles, wissen alles, wissen alles besser. Und sie sind ganz schlau. Wenn der Preis dann genug getrieben wurde, dann gehts noch auf eine Ausschreibungsplattform, in der Hoffnung es noch günstiger zu bekommen.

    Darüber sollten die Kunden auch mal nachdenken.

    Ach ja, zum Thema in meinem Job: ich möchte mal sehen, was dann Euer Chef sagt, wenn Ihr den ganzen Tag nur sinnlose Angebote pinselt Keine Angebote, wo man zwei 3 Positionen in den PC reinhackt, sondern, wo man sich erst mal stundenlang ne Kirsche machen muß, um dann zu einem Angebot zu kommen. Kostenlos und unverbindlich natürlich....
     
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  7. #7 Leser112, 28.11.2018
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    Deine naive Ahnungslosigkeit spricht heftige Bände!
    Baupfusch wird wohl von keiner Versicherung gedeckt!
     
  8. SIL

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    Doch @Leser112 entweder - planungsrechtliche zum Bauspiele, oder Bauwesen/Bauherren haftpflicht kombiniert erweitert ( brauchst du ja nicht) du bist ja Fehler und Planungssicher ;).
    .
     
  9. #9 Leser112, 28.11.2018
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    Völlig korrekt , ich hafte wirtschaftlich nur für meine beauftragten Anlagendimensionierungen!
     
  10. #10 Pandapaerchen, 28.11.2018
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    Ich kann doch als Kunde nicht jedes Angebot bezahlen. Zumindest keine 150 EUR für einen Umfang von etwa 500 EUR. Das sprengt ja jede Relation.
    Als Kunde geht es mir nicht um den Preis, sondern um Auftreten, Beratung und Hinweise auf Dinge, die ich übersah.
    Und weil ich es nicht kann, hole ich mir "Profis", vertraue auf deren Kompetenz und Fachlichkeit und erwarte infach ordentliche Arbeit. Das immer was schief gehen kann ist menschlich. Aber das wichtige Dinge vergessen werden, die zum Teil lebensgefährlich werden können (Kabel ungeschützt im Trockenbauständer) da hört das Verständnis auf.

    Im öffentlichen Bereich, bei den Ausschreibungen, beschwert sich auch keiner, da zahlt man sogar gern mal etwas für die Unterlagen. Wieso wird dann beim privaten Kunden das anders gesehen? Nicht lukrativ genug, obwohl gerade der öffentliche Bereich für die Handwerker meist ein Verlustgeschäft wird, Geld nur durch Wartung verdient wird.

    Und wer einmal ordentliche Arbeit abliefert, den hol ich wieder. Das sollten Handwerker auch bedenken.
    Die Terminschusseligkeit beim Klempner ist für mich marginal, der liefert gute Arbeit, also macht der auch die Wartung & alles andere. Wenn die Badsanierung dran ist, dann ist der Bereich bereits abgedeckt.
     
  11. #11 msfox30, 28.11.2018
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    Das ist bei uns in der IT-Branche üblich, dass man Angebote für "Lau" macht. Und da reden wir bei den Kosten nicht mal von 100 - 200€ sondern von z.T. 500.000 € und mehr - nur für die Erstellung eines Angebotes, was das Unternehmen trägt. Wobei es dann auch um höhere Summe für den Auftrag geht. Zum Teil müssen Software-Prototypen präsentiert werden, die sich nicht allein programmieren. Das nennt sich Akquise und ist im Unternehmensbudget mit eingeplant.
    Die Baubranche hat ja Akquise nicht mehr nötig, die Kunden kommen ja auch so. Daher kann man es sich leisten auch für das Angebot Geld zu wollen.
     
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  12. #12 Lexmaul, 28.11.2018
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    Heftig ist da eher Deine Ahnungslosigkeit, die Du grad zur Schau stellst :).
     
  13. #13 simon84, 28.11.2018
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    Das Problem ist doch gar nicht für ein Angebot bezahlen zu wollen oder nicht. Selbstverständlich macht es keinen Sinn für einen 500 EUR Auftrag ein Angebot mit 150 EUR Kosten erstellen zu lassen. Das wird dir auch kein Handwerker der Welt aufbrummen wollen, außer er will dich verjagen.

    Für ein 5000 EUR Auftrag kann man durchaus auch mal 50 oder 100 EUR für ein DETAIL Angebot zahlen, und bei Beauftragung kostenneutral verrechnen lassen. Beispiele, Elektrosanierung ganze Wohnung etc. Da fallen schon mal ein paar Stunden Planung an.

    Natürlich kannst du auch vorab 1-2-3 kostenfreie Angebote einholen und dann beim Favoriten, oder bei einem anderen Anbieter ein genaueres Angebot bzw. Vorabplanung kostenpflichtig beauftragen. Da wird auch keiner was dagegen haben.

    Was doch eigentlich das Problem ist, dass jeder mittlerweile Festpreise will. Früher war das im privaten Baubereich nicht so, da hat man eben Schritt für Schritt gebaut und nicht in 3 Monaten schlüsselfertig mit Festpreisgarantie.

    Es ist bei Festpreisen nunmal aber so, dass es bei unerwarteten Problemen oder bei Änderungen zu Mehrkosten kommen kann.
    Dann gibts 2 Möglichkeiten. Entweder Preis auf Teufel komm raus beibehalten und es wird irgendwas hingemurkst (teilweise sogar auf Wunsch des Bauherrn)
    oder die Kosten werden höher für die gewünschte Lösung.

    Bauherren kommen dann oft mit Rechtsanwalt, Versicherung bla bla bla. Anstatt mal die Augen aufzumachen, dass auch nicht jede Unwegbarkeit in der Verantwortung des Auftragnehmers steht.

    Bestes Beispiel sind Tiefbauarbeiten. Auch mit Bodengutachten kann Unerwartetes passieren (Felsbrocken etc.).

    Auch mit einem detaillierten Angebot kann man nicht jede Eventualität abdecken.
    Inbesondere bei Renovierungen und Bauen im Bestand.

    Die Bauherren verzichten immer mehr auf Fachplaner wie Architekten und TGA.
    Ganz große Fehler meiner Meinung nach.
     
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  14. #14 plattypus, 28.11.2018
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    Aber selbst wenn man heute als Bauherr so Schritt für Schritt bauen will, geht das nicht mehr. Ich hatte gerade das Vergnügen, daß ich auf einen Tief- und Straßenbauer zwischen Auftragserteilung und Durchführung 17 Monate warten mußte. Wenn du da "Schritt für Schritt" bauen willst und entsprechend das Folgegewerk erst beauftragst, wenn das vorherige fertig ist, erlebst die Fertigstellung des Baus nicht mehr. :(
     
  15. #15 msfox30, 28.11.2018
    Zuletzt bearbeitet: 28.11.2018
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    Früher, da war der liebe Gott noch klein. Früher, habe sich auch die Preise während der Bauphase nicht verdoppelt.
    Nein! Beim Bau mit einem GU geht man davon aus, dass auch ein Architekt und TGA mit involviert ist.
    Und wenn ein GU keine Archi oder TGA hat, sollte er wenigstens offen sagen. Klar bei Haus "Sonnenschein 128" brauche ich das nicht. Aber bei unserem Individualbau hätte ich mir schon einen genaueren Plan gewünscht.
    Warum? Will der potentielle Auftragnehmer den Auftrag haben oder nicht? Wenn er ihn bräuchte, würde er kein Geld für ein Angebot verlangen.

    Edit:
    Wenn ich in ein Geschäft gehe, muss ich doch keinen Eintritt bezahlen, nur um mir die Preise anschauen zu können.
     
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  16. #16 Lexmaul, 28.11.2018
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    TGA war noch nie etabliert im EFH und ist auch in dem Sektor wirklich völlig unnötig.

    Architekten machen es sich von hause aus selbst schwer und haben die Trendwende im Kopf ncht geschafft. Wer mit GU baut (und das ist einfach der Trend in der heutigen Welt - nichts mehr selbst, alles aus einer Hand), der kann und will sich da kenen separaten Archi dahin stellen. Wieso auch? Neu in der Materie würde ich den Sinn auch nicht verstehen...
     
  17. #17 1958kos, 28.11.2018
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    in ein Geschäft gehen und sich was angucken kostet aber dem Geschäftsinhaber keine Geld. Drei Tage Kalkulation aber schon.
     
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  18. #18 msfox30, 28.11.2018
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    Klar: Miete, Bezahlung der Angestellten, Heizkosten,...
    Wenn alle nur zum Gucken kommen, hat er die Kosten trotzdem und legt sie nicht auf die "Nur-Gucker" um. Als Käufer zahlt man das natürlich mit. Genauso wie es beim Angebot beim Unternehmer sein sollte.
     
  19. Skogen

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    Die Erwartungshaltung ist folgende: das Angebot muß jede kleinste Kleinigkeit enthalten. Den Auftrag bekommt der, der am meisten weglässt.(zum Beispiel: Stunde zum Nachweis) Im Angebot eine Stunde ausgewiesen, der Wettbewerb schreibt das zwar rein, allerdings mit dem Zusatz zum Nachweis) Auftrag weg. Wegen einer Handwerkerstunde. Dafür sitzt man dann geschätzt nen halben Tag im Büro.

    Wenn Du in die Werkstatt mit Deiner Nobelkarosse fährst und willst nen Kostenvoranschlag, dann wird der auch bezahlt. Warum soll das denn beim planenden Handwerker anders sein? Ja ich weiß, dann fährste da nicht hin, sondern gehst zum Schrauber nach nebenan....

    Und genau da hakt der IT-Vergleich. Die anderen Blöden, die wissen was sie wollen, die dürfen den opulenten Stundenlohn mitbezahlen. Und dann gibt es immer noch genügend dumme IT-Firmen, die das nicht gebacken bekommen.
     
  20. #20 msfox30, 28.11.2018
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    Bei uns haben 6 Mann ein halbes Jahr ein Angebot ausgearbeitet und am Ende verloren.
    Wo hingt da der Vergleich?
    Hat's uns was gekostet - ja.
    Hat's der potentielle Kunde bezahlt - nein.
     
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