Was tun, bei nassen (halb) Natursteinkeller

Diskutiere Was tun, bei nassen (halb) Natursteinkeller im "Bautenschutz" Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, ich bin mir nicht sicher welches Verfahren wirklich Sinn machen würde und hoffe auf Rat oder jemanden mit ähnlichen...

  1. #1 somstef, 05.01.2021
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    Hallo zusammen,

    ich bin mir nicht sicher welches Verfahren wirklich Sinn machen würde und hoffe auf Rat oder jemanden mit ähnlichen Gegebenheiten.

    Zu dem Haus und Keller:

    Das Haus steht zur ca. der Hälfte auf Sandsteinfels (Bj. 50er).
    Der Keller besteht aus 3 Außenwänden (Bruchstein, Ziegel, Sandstein Mix) und der Felswand.

    Zustand:
    An den Wänden ist sehr viel Salpeterausblühung.
    Bei Regen läuf das Wasser aus der Felswand, hierfür wurden extra Laufrinnen in den Boden (Beton) gelegt, damit das Wasser direkt durchlaufen kann. Auf den Mauern befindet sich Betonplatten in Stalträger eingelassen, diese setzen von unten (im Keller) auch Salpeter schon an.
    Im ersten EG fängt auch langsam an einer Wand Salperterblühung an. Das hatten wir erst festgestellt nachdem wir den Boden entfernt hatten. Dieser hatte fast 20cm Aufbau, Beton -> Holzbalken -> teiweise Schüttung oder nichts -> OSB Platten -> Ausgleichsmaße -> Fliesen und Laminat.
    Die Holzbalken waren Stellenweise verfault und die OSB Platten Schwarz (Schimmel).

    Ich habe mit einem 0815 Feuchtemessgerät alle Wände (im EG) geprüft und fast alle sind betroffen, wobei die am nächsten zur Felswand am feuchtesten waren.

    Nach langem googlen habe ich leider kaum etwas gefunden das dem ähnelt und wie ich am besten Herr der Lage werde. Es scheint so als ob sich das Wasser durch die Felswand in die anderen Wände drückt und die Horizontalsperre (falls vorhanden) nichts bringt.

    Eine Drainage ist nicht möglich, da sich ein anderes Gebäude an der Seite befindet und man müsste in den Fels.
    Auch die anderen Verfahren Mauertausch, Blech eintreiben oder Injektion bin ich mir nicht sicher.

    Mein erster Plan war unter dem EG einmal komplett rum das Injektionsverfahren machen und den Keller nass lassen aber bin ich mir da nicht sicher. Leider ist auch der Zugang teilweise extrem schlecht (Kellertreppe, Heizung und Wasserleitung, Tanks).

    Ich bin momentan etwas ratlos, ziehe ich da per Injektionsverfahren eine Sperre rein könnte ja auch die Feuchtigkeit durch den Beton kommen, lege ich auf den Beton eine Bitumebahn, zieht mir die Feuchtigkeit wieder in die Wände (wir wollen Fließestrich mit FBH im EG). Es drückt sich ständig neues Wasser in die Wände somit ist auch ein trockenlegen so gut wie unmöglich, das ja bei sehr vielen Injektionsverfahren zwingend erforderlich ist. Das Mauerwerk ist ein Mix aus unterschiedlichen Materialien die sich nicht besonders gut für Injektionen eignen, naja die meisten Hersteller versprechen aber das blaue vom Himmel.
    Nicht das wir jetzt Geld investieren (alles erstmal beseitigen) und nach ein paar Monaten / Jahren alles wieder aufreißen müssen.

    Ich wäre für ein paar Tipps dankbar oder falls jemand eine ähnliche Baustelle kennt und was man am besten tun kann.
     
  2. #2 Fred Astair, 05.01.2021
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    Ich würde mich über den tollen Weinkeller freuen und jeden Versuch, da irgendwas zu verändern, unterlassen.
    Meiner ist viel zu trocken und zu warm.
     
  3. #3 somstef, 05.01.2021
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    Hallo Danke für die Antwort. Naja nichts tun ist leider keine Option, da sich das Wasser bis ins EG drückt. Weinkeller ist gut ;) dann kann man sich im Wohnzimmer zum Schimmel wenigstens betrinken. Spaß bei Seite, ich weiß halt nicht wie lange der Keller das so mitmacht durch den ganzen Salpeter oder soll/ kann ich da ständig mit der Chemiekeule ran gehen? Fließestrich ist glaub ich auch nicht begeistert wenn er ständig feucht ist. Ich versuche mich einzulesen in die Injektionstechniken und mein momentaniger Stand ist:

    Mauer im Keller muß nass bleiben, da 1) Keller ist eigentlich darauf ausgelegt 2) Die Felswand bekomme ich nur mit extremen Aufwand trocken und provoziere Folgeschäden (Wasser sucht neuen Weg, Stein wird porös...) 3) Keller wird niemals als Wohnraum genutzt
    EG muß abgedichtet werden, wahrscheinlich über Injektionsverfahren.
    Ca. 10-15cm unter der Kellerdecke Bohrlöcher
    Da die Wände Nass sind brauche ich eine Technik die nicht mit CO reagiert sondern mit Wasser z.B. Silancreme, leider bin ich mir hier nicht sicher wie gut es in diesem Fall funktioniert da die Wände aus unterschiedlichen Materiealien sind.
    Die Kellerdecke würde ich dann wahrscheinlich auch noch von unten abdichten (zB. Bitumeanstrich).
    Naja damit wäre dann hoffentlich das EG abgedichtet, nur funktioniert das so und was könnte ich dann gehen den Salpeter machen, der ja immerwieder auftauchen wird.

    Oder müsste/ sollte ich auch noch zusätzlich eine Sperre zwischen Fels und Kellerwand einziehen? Somit würde sich das Wasser dann nicht durch den Fels in die Wand drücken, dann könnte es sich aber evtl. von außen in die Wand drücken (Ich weiß leider nicht ob und wie es von Außen abgedichtet ist).

    Ich hoffe ihr könnt mir bei einigen Fragen weiterhelfen
     
  4. #4 Fred Astair, 05.01.2021
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    Liegt denn das EG auch im Fels?
    Bin nicht so im Gebirge unterwegs. Wenn möglich würde ich unter der Kellerdecke eine Horizobtalsperre einbauen und den Keller nicht anrühren. Der geht von den Salzausblühungen nicht kaputt.
    Vielleicht kommt unser Chefalchimist @Manufact noch vorbei...
     
  5. Berndt

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    Der Chefalchimist wird via www auch nicht viel dagegen machen können.
    Ich selber würde hier an die Altmauerer Methode denken. Sprich Streifen- und Meterweise das Mauerwerk herausbrechen und mit Sperrbahnen darunter und darüber neu vermauern. Also so unbesehen .....
     
  6. #6 somstef, 06.01.2021
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    Hallo Chefalchimist,

    danke erstmal für deine Antwort.

    das hatte ich mir auch durchgelesen, nur sehe ich da keine wirkliche Möglichkeit.
    1.) Kellertreppe führt direkt an der Wand runter
    2.) Die Tanks wären im weg
    3.) nicht sicher wie weit, hoch, tief das Haus im/ am Felsen steht.

    DH. wollte ich die unterste Reihe tauschen (im Keller) müsste die Kellertreppe weg, die Tanks entleeren und zerschneiden da man sie sonst nicht rausbekommt. Und dann müsste ich hoffen das hinter der Reihe kein Fels ist.
    Wenn ich die Reihe im EG tauschen würde besteht immernoch die Gefahr das sich das Wasser in die Bodenplatte vom EG drückt und da noch ein Anbau an einer Seite ist, weiß ich nicht welche Überraschungen mich da erwarten.

    Alles in allem ziemlich Heiß, weniger kosten aber sehr starke Wahrscheinlichkeit auf misserfolg und sehr zeitintensiv ;)

    Ist meine Idee mit der Silancreme so schlecht? Oder ist sie weniger geeignet?
    Idee war ja ca. 15cm unterhalb der EG Bodenplatte die Creme in die Wand einspritzen (Ich passe gerade so auf die Tanks :) ), so erhoffe ich mir eine Horizontalsperre, die Bodenplatte bekommt von unten einen Anstrich, damit sollte das EG ja vollständig zum Keller Dicht sein.


    Anbei mal eine Skizze vom Keller (Maße sind Quatsch), für ein optisches Bild.
     

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