Wasser sprudelt auf der Bodenplatte ... was ist die Ursache?

Diskutiere Wasser sprudelt auf der Bodenplatte ... was ist die Ursache? im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo Fachleute, unser Keller wurde Ende September 2015 errichtet. Jetzt habe ich etwas festgestellt, das mir Fragen aufwirft. Könnt Ihr...

  1. ThFi

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    Hallo Fachleute,

    unser Keller wurde Ende September 2015 errichtet. Jetzt habe ich etwas festgestellt, das mir Fragen aufwirft. Könnt Ihr helfen?

    Unser Keller beinhaltet unter andrem auch eine Doppelgarage. Dort haben wir in der Maueröffnung vom Garagentor mit einem ein Meter langen Riss, welcher sich vom Rand der Bodenplatte im 90 Grad-Winkel in die Garage zieht.

    Die Bodenplatte hat keinen Estrich.

    Wenn ich nun einen Eimer Wasser großflächig über den Riss auskippe, dann sprudelt es über dem Riss. Dies kann ich mir noch erklären. Wasser will in den Riss und die Luft will da raus.

    Jetzt habe ich ein Verständnisproblem damit, das es ca. alle 10-15 cm sprudelt, ohne das man einen Riss sieht.

    Testweise habe ich noch einen Eimer daneben ausgeschüttet. Auch da sprudelt es im ca. gleichen Abstand.

    Wo liegt hier die Ursache? Ich habe in meinem Leben schon mal Wasser auf einer Betonplatte gesehen, aber gesprudelt hat es da nie.

    Kann es sein, das bevor die Bodenplatte abgezogen wurde, sie nicht richtig verdichtet wurde?

    Könnte das die Ursache sein, das allem Anschein nach Luftkanäle vorhanden sind, in dem das Wasser eigentlich schnell in der Bodenplatte versickert ist.

    Wenn dem so sein sollte, kann eine Verdichtung, die nicht richtig durchgeführt wurde der Grund dafür sein, dass ich schon einen Riss ( 0,4 mm) von einem Meter in der Bodenplatte habe?

    Der Keller sollte nach DIN 1045-1 errichtet werden.

    Soweit ich das erklären kann, wurden Eisenmatten in zwei Ebenen eingebracht, welche mit Distanzhalter auseinander gehalten wurde.

    Kann das ausreichend sein, wenn die Bodenplatte mehrmals am Tag mit einem Auto befahren wird? Oder hätte zumindest am Eingang der Garage mehr Eisen eingeplant werden müssen?


    Gruß ThFi
     
  2. #2 simon84, 21.06.2017
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    :eek: photos, video ?
     
  3. #3 bauspezi 45, 21.06.2017
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    einfach gesagt, das Wasser kann in die Bodenplatte eindringen ,die Luft wird verdrängt und es sprudelt :winken
     
  4. #4 petra345, 21.06.2017
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    Nach DIN 1045 sagt Garnichts. Das ist die Norm für Stahlbeton, gewesen. Jetzt ist es DIN 1992, wenn ich die Ziffern richtig in Erinnerung habe.

    Ob der Beton dicht wird ist da nicht festgelegt.

    Es gibt Einkornbeton, der bewußt Wasser durchlassen soll!
     
  5. ThFi

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    Danke für die Antworten, wobei die von Petra sicher am informativsten ist.

    Danke für die Aufklärung der DIN-Nummern. Mir ist diese nicht geläufig.

    Jedoch steht in unserer BLB auch, das der Keller so ausgeführt wird, das es nicht zum Eindringen von Wasser kommt.

    Von daher sollte eigentlich nichts von unten hoch kommen. Oder?

    In meiner BLB steht folgendes:

    Die Kellersole wird aus hochwertigen Beton der Güte 25/30 gegen Wassereindringungen, die Bodenplatte aus Stahlbeton der Güte C20/25 nach DIN 1045-1 in der Stärke von ca. 20 cm hergestellt und entsprechend der Statik bewehrt. Unterhalb der Kellersole/Bodenplatte wird eine Schtuzfolie verlegt.

    Was ist denn, wenn das so in der BLB steht und es die DIN gar nicht gibt? Ist das eine arglistige Täuschung oder eine Art Betrug oder Irreführung?

    Man muss bedenken, das Laien Häuser kaufen. Jedoch haben die auch Rechte...oder?
     
  6. #6 bauspezi 45, 21.06.2017
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  7. #7 simon84, 21.06.2017
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    Seit 2011 gilt statt der 1045-1 die neue EC2 ("DIN" EN 1992)

    Wenn 2015 im Angebot drin stand C20/25 nach DIN 1045-1, dann ist das halt ein altes Angebot gewesen bzw. der Unternehmer war nicht auf dem
    aktuellsten stand.

    U.A. die Anforderungsklassen sind in dieser DIN bzw. EN dokumentiert.

    Bei C20/25 gibt es aber teilweise schon massive Unterschiede zwischen den Anforderungen.
    EN 1992 ist teilweise wesentlich strenger, daher ergeben sich öfters größer notwendige Stärken.


    Bei C20/25 sollte aber weder nach 1045 noch nach 1992 etwas "sprudeln".

    Daher vielleicht am besten ein Video oder Photos
     
  8. ThFi

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    Danke Simon für Deine Erläuterung. Wenn jetzt der Bauträger nicht auf dem laufenden war, wie es zur Zeit den Anschein hat, dann würde ich gerne wissen, ob dann automatisch die neue DIN EN 1992 gilt? Die alte dürfte ja dann nicht mehr zählen, wenn sie durch eine andere ersetzt wird.

    Oder zählt in dem Fall dann "der Stand der allgemein anerkannten Regeln der Technik"?

    Ich werde versuchen Morgen ein paar Bilder hier rein zu stellen
     
  9. ThFi

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    Unwissenheit schützt vor strafe nicht...oder wie war das?
     
  10. #10 simon84, 21.06.2017
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    Erstmal ist zu klären was ausgeführt wurde. Dazu helfen sicherlich ein paar Fotos schon.
    Wenn das eindeutig NICHT dem Beauftragten entspricht kannst du dir immer noch Gedanken machen ob und welche Schritte sinnvoll sind.

    Eine DIN oder EN ist nicht unbedingt automatisch rechtlich bindend oder vorgeschrieben.
    An das was man in einem Vertrag schriftlich vereinbart muss man sich aber schon halten.
    Wenn dort C 20/25 DIN 1045-1 drin steht, dann sollte das auch erfüllt sein.
     
  11. #11 petra345, 22.06.2017
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    Ein C20/25 hat eine Festigkeit als Würfel mit 150mm Kantenlänge von 25 N/mm² und von
    20 N/mm² wenn es eine zylindrische Probe von 300 mm Länge und 150 mm Durchmesser ist.

    Diese Festigkeit muß der Beton nach 28 Tagen Wasserlagerung erreichen.
    Wird der Beton bei uns nur 8 Tage unter Wasser und dann bei 65 % Luftfeuchtigkeit gelagert werden 8 % der erreichten Festigkeit abgezogen.

    Das besagt diese Zahl!
     
  12. ThFi

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    Hi Fachfrau und Fachmänner,

    ich hab heute ein paar Bilder gemacht. Diese werde ich unten per LINK´s einstellen. Ich habe kein Seifenwasser verwendet, daher habe ich keine Schaumnester, wo die Luft permanent austritt, bis kein Wasser mehr auf der Bodenplatte liegt.

    Doch hier erst mal die LINK´s


    Die nass gemacht Stelle im Überblick:

    http://prntscr.com/fmz3dz

    Hier Bilder von den Sprudelnester:

    http://prntscr.com/fmz2ft
    http://prntscr.com/fmz3zy
    http://prntscr.com/fmz4aq
    http://prntscr.com/fmz4aq
    http://prntscr.com/fmz54b
    http://prntscr.com/fmz5ma
    http://prntscr.com/fmz63t
    http://prntscr.com/fmz6q1
    http://prntscr.com/fmz6yx
    http://prntscr.com/fmz7dl
    http://prntscr.com/fmz9jd
    http://prntscr.com/fmz9yp
    http://prntscr.com/fmza9p
    http://prntscr.com/fmzauy
    http://prntscr.com/fmzb53

    Ich glaube das sollte reichen.

    Ich habe gute 15 l Wasser über die Fläche der Maueröffnung vom Garagentor ausgeschüttet. Es hat keine fünf Minuten gedauert, bis der Beton nur noch feucht war.

    Den Test habe ich auch an anderen Stellen in der Garage wiederholt. An den Stellen habe ich das gleiche Bild :((

    Petra! Wie kann ich das denn ohne Labor prüfen? Ich glaube ein Laie bekommt das nicht hin. Dennoch muss ich wissen, ob zwei Eisenmatten ausreichend für die Lastaufnahme von Autos sind. Irgend wo her muss der Riss ja kommen.
     
  13. #13 Fred Astair, 22.06.2017
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    Warum Bilder über externe Server? Hier kann man wunderbar direkt hochladen.
    Für mich sind diese mir unbekannten Hoster ein Sicherheitsrisiko.

    Gesendet von meinem SM-T550 mit Tapatalk
     
  14. ThFi

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    Fred Astair,

    in dem Fall musst Du Dir die Bilder nicht ansehen.

    Gruß ThFi
     
  15. #15 bauspezi 45, 23.06.2017
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    ich bin ja immer noch der Ansicht das der Beton irgendwelche Hohlräume hat wo das Wasser verschwindet.
    wahrscheinlich lag es am Kies der stark mit Holz/Kohle Reste versetzt war.
    Lacht mal nicht, hatte ich mal auf einer Baustelle bei der Anlieferung des Kieses, der aus der Nähe Garzweiler stammte
    der hatte diese Merkmale.
     
  16. ThFi

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    Hallo Bauspezi,

    Hohlräume würden ja dafür sprechen, das die Platte nicht verdichtet wurde oder zumindest nicht richtig.

    Darunter würde auch die Festigkeit oder sogar die Tragfähigkeit leiden. Oder?

    Du kannst Dir mal meinen neusten Beitrag ansehen. Wenn das überstehende abgeschnitten werden muss, dann kann man vielleicht die Hohlräume im Querschnitt sehen :-)

    Auch wenn das schon fast witzig ist, ist mir dabei nicht gerade zu lachen... ...vielleicht verständlich?!?!
     
  17. #17 Andybaut, 24.06.2017
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    sieht kurios aus. Habe ich noch nie gesehen. Aber ich tippe auch auf eine Art Verunreinigung, so wie bauspezi.
    Da gibt es schon verrückte Sachen.
    Bei einem normalen Baubetrieb würde ich eine Kernbohrung beauftragen, aber in der Konstellation mit GU ist das vermutlich schwierig.
    Wenn er sich krumm stellt würde ich mir hier einen Gutachter suchen.
    Dazu rate ich eigentlich sehr selten, aber das Phänomen ist auch schon äußerst verwunderlich.
     
  18. SPaust

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    Moin,

    die Bilder sind in der Tat ungewöhnlich, wenn auch eigentlich einfach erklärlich.

    Ich denke nicht, daß es an den Zuschlägen liegt. Es wird, wie schon weiter vorne vermutet, primär an einer schlechten Verdichtung des Betons liegen.

    Waren Sie bei der Betonage dabei ?
    Wenn ja, haben Sie beobachten können, ob die Baufirma einen sog. Rüttler verwendet hat ?
    Dies ist ein längliches Metalgerät, was stark vibriert und immer wieder in den Beton gesteckt und hochgezogen wird.
    Ist relativ laut und auffällig für einen Laien.

    Offensichtlich ist die Sohle nicht Flügelgeglättet worden, dafür sieht die Oberfläche auf den Fotos zu rau aus.

    Daher ist es nicht unrealistisch, daß die Sohle nicht korrekt eingebaut wurde. Dazu sagt die Spezifikation in der Baubeschreibung natürlich nichts aus.


    Wie dem auch sei, bevor Sie eine Gutachter beauftragen.

    1) Haben Sie das Phänomen mal Ihrer GU angezeigt ? Was sagt er dazu ?
    2) Offensichtlich ist dies keine WU-Beton Sohle ( Weisse Wanne), Sie schrieben auch nichts von einer Abdichtung außer einer Folie. Sehe ich es richtig, daß Ihr Haus sehr im "Trockenen" liegt ?
    3) Abgesehen davon, daß es ungewöhnlich ist, haben Sie irgend ein weiteres "Problem" mit der Sohle ? Ich würde im Moment nicht unbedingt davon ausgehen, daß die Dauerhaftigkeit des Betons davon betroffen ist, wenn Punkt 2 zutrifft.
    Relevant als Problem wäre, was ich mir bei den Bildern gut vorstellen kann, ob der Beton absandet.
    Sprich, wenn Sie ihn stark abfegen, haben Sie den Eindruck, daß sich etwas löst ?
    Bei Ihren Bildern liegt teilweise das Korngerüst recht frei, das sollte so eigentlich nicht sein und würde für ein Absanden sprechen.

    Wie gesagt, klingt alles schlimmer als es ist, denn ich denke in einem EFH im Trockenen ist das nicht all zu kritisch.
    Wenn auch sicherlich nicht korrekt.

    Gruß aus HH
    SP
     
  19. ThFi

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    Hallo SP,

    interessiert habe ich mir Deinen Beitrag gelesen und war dabei der Meinung, das Du bei der Errichtung der Bodenplatte dabei warst.

    Folgendes kann ich Dir zu Deinen Fragen berichten:

    Ich konnte teilweise bei der Errichtung dabei sein. Den beschrieben Megavibrator habe ich gesehen und auf der anderen Seite der Bodenplatte kann er auch zum Einsatz. Jedoch ist mir nicht bekannt, in welchen Abständen so ein Teil in den Beton gesteckt werden muss. Jeden Meter, jeden halben Meter...??? Was zu einem späteren Zeitpunkt passiert ist, kann ich leider nicht lückenlos erzählen. Nur ist mir folgendes bekannt. Der ausführende Arbeiter war beruflich kein Bodenplattenbauer. Er war Maurer und wurde zu mir geschickt, um die Bodenplatte her zu stellen. Der zu lang produzierte Bodenplattenabschnitt (in einem weiteren Beitrag von mir zu nachzulesen), welcher auf der Garagenseite liegt spricht für das nicht ausreichende Fachwissen. Ein Bauleiter kam auch erst irgend wann, da war die Bodenplatte schon begehbar.

    Jetzt habe ich mal eine Frage:

    Ist es Stand der Technik, das eine Bodenplatte Flügelgeglättet werden muss? Ich stehe mir einen Flügel-Glätter wie einen Propeller eins Flugzeugs vor. Bei uns wurde eine Stange verwendet, wo am Ende ein Brett befestigt war, welches über den Beton gezogen wurde.

    Wie die Bodenplatte eingebaut werden soll steht nicht in der BLB. Bei einem Fertighaushersteller würde mich das mittlerweile verwundern. Jedoch ist es für mich interessant, was Stand der Technik ist, damit ich entsprechend vor gehen kann. Ich weiß nur soviel, das unsere Bodenplatte laut BLB steht wortwörtlich:

    Die Kellersole wird aus hochwertigem Beton der Güte C25/30 gegen Wassereindringungen die Bodenplatte aus Stahlbeton der Güte C25/30 nach DIN 1045-1 in einer Stärke von ca. 20cm hergestellt und entsprechend der Statik bewehrt. Unterhalb der Kellersole/Bodenplatte wird eine Schutzfolie verlegt.

    Mehr steht in der BLB nicht drin. Aber wenn man den Stand der Technik kennen würde, ... daran müsste sich der Bauträger dennoch halten. Oder nicht?

    Laut Bodengutachter wäre bei uns nicht mit Stauwasser zu rechnen. Der Bodengutachter wurde vom Bauträger empfohlen (da ist bei mir zur Zeit alles denkbar) Eine Abdichtung wurde an allen Stoßkanten (Wände zu Wände zur Bodenplatte runter) mit einer Dickbeschichtung abgedichtet (talwärts reißen diese auch schon wieder auf (in einem andern Beitrag von mir zu lesen).

    Ich habe vielleicht weiter Problem mit unserer Bodenplatte. Im Erdberührten Bereich (Bergseits) bekomme ich in einer Regenzeit im unteren Bereich feuchte Wände. Woher das kommt, ist für uns auch noch ein Phänomen. Wobei ich meine an einer Verbindung zwischen einer Außenwand und der Bodenplatte in dem Mörtel einen vertikalen Riss zu sehen. Weiterhin hab ich fehlende Bewehrung auf meinen Baubildern ausgemacht. Laut Tragwerk-Planer sollte unter der gemauerten Kellerwand (aus Sandsteinen gemauert) eine Zusatzbewehrung eingebracht werden. Diese ist auf meinen Bildern ganz sicher nicht drin. Der Riss an der Garagentoröffnung war auf meinen Bildern zu sehen...

    Ich habe meiner Frau seit der Errichtung des Hauses immer wieder gesagt, wenn ich den Keller mal staubfrei ausgekehrt habe, dann haben wir keine Bodenplatte mehr, weil ich sie komplett aus dem Keller gekehrt habe. Wenn ich 20 x mein Auto rein und wieder raus gefahren habe, dann bekomme ich fast wieder eine volle Kehrschaufel Betonstaub zusammen... Selbst wenn ich die Betonplatte vorher mit einem Staubsauger abgesaugt habe.

    Ob die Bodenplatte ein Auslöser ist, das ich überall Risse bekomme, ist mir nicht bekannt. Jedoch ist mir bekannt, das unsere Gebäudeentwässerung unter der Bodenplatte verlegt wurde. Der Bodenplatter hat einem Tiefbauer angezeichnet, wo er einen Graben ausheben sollte. Dies hat der Tiefbauer dann auch gemacht. Danach stellte der Bodenplattenbauer fest, das er den Bauplan um 90 Grad falsch herum gehalten hat. Daher musste der Tiefbauer den Graben wieder schließen um dann den richtigen Graben auszuheben. Beide Gräben wurden im Anschluss nicht verdichtet. Auch auf meiner Nachfrage als Laie nicht. An den Zwei Kellerwänden, wo die Gräben für die Entwässerung ausgehoben wurden, habe ich die meisten Probleme mit Rissen in den Wänden. Natürlich ging das bei den Filigrandeckenplatten weiter.

    Ich bin zu sehr Laie, um beurteile zu können, ob das bei mir alles so richtig ist. Vielleicht ist es doch schlimmer als es ist? Nur für normal halte ich das alles keines Falls.

    Grüße aus dem WW

    ThFi



    Ich werde das Phänomen in der nächsten Woche meinen Bauträger anzeigen
     
  20. #20 Andybaut, 26.06.2017
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    nur ganz kurz zum Flügelglätten.
    Wenn du einen Bodenaufbau bekommst, dann ist das nicht notwendig und wird auch nicht gemacht.
    Das wird nur gemacht, wenn der Boden nicht mehr weiterbearbeitet wird oder nur eine Beschichtung draufkommt.
    Wenn da später Dämmung, Estrich draufkommt, wäre das zu aufwändig für den Beton.
     
Thema: Wasser sprudelt auf der Bodenplatte ... was ist die Ursache?
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