Wasserbett - Vorraussetzungen?

Diskutiere Wasserbett - Vorraussetzungen? im Sonstiges Forum im Bereich Sonstiges; Hallo @ll, ich trage mich mit dem Gedanken an ein Wasserbett. Welche Vorraussetzungen muß ich hierzu beachten. Wir haben Fußbodenheizung auf...

  1. #1 Zwiebelchen, 29. Juli 2003
    Zwiebelchen

    Zwiebelchen Gast

    Hallo @ll,

    ich trage mich mit dem Gedanken an ein Wasserbett. Welche Vorraussetzungen muß ich hierzu beachten. Wir haben Fußbodenheizung auf Zementestrich (unter der FBH liegt 50mm PS20, darauf die Systemplatten der Heizung noch mal ca. 3 cm),, das ganze auf einer Filigranfertigdecke mit Ortbeton vergossen. Kann herkömmlich geschütteter Estrich solche Belastungen überhaupt ab oder was gibt es noch zu beachten? Für zahlreicht Tipps und Antworten vielen Dank.

    Gruß, Andrea
     
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  3. #2 Markus Gräfe, 29. Juli 2003
    Markus Gräfe

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    ...von der Theorie her kann's Probleme geben. Wenn ich mich daran erinnere, was man bei mir wegen des Wasserbettes für einen Aufwand getrieben hat... Da wurden Zusatzmittel (Glascoflor Superfest) zum ZE 20 zugegeben um ihn fester zu machen. Dann wurde der Estrich 80mm stark ausgeführt.

    Die Problematik die sich bei 'nem Wasseerbett ergibt ist die Lastabtragung. I.d.R. liegt das nicht vollflächig auf sondern ist über einzelne Stützen aufgestellt, sodaß hier entsprechend höhrer Punktlaste entstehen, die wiederum so abgeführt werden müssen, daß es zu keinen Rissen kommt. Dies ist bei FB-Heizung um so wichtiger.

    Gib Deinem Estrichleger oder BT die Daten des Bettes und sach ihm, wo es stehen soll.

    Auf der anderen Seite muß man ehrlicherweise sagen, daß wir vorher in einer Wohnung gewohnt hatten, wo bei der Erstellung sicher keiner daran gedacht hat, daß da jemals ein Wasserbett hin soll und es hat auch gehalten (allerdings ohne FB-Heizung).

    Gruß, Markus
     
  4. berndk

    berndk

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    ein Wasserbett in free-flow hardside hat bis zu 400 kg Gewicht (Einzelbett). Heute überwiegend verwendete softside-Typen wesentlich weniger.

    Punktlasten gibt es keine, im Gegenteil wird die Last stets möglich gleichmäßig verteilt, schon um ein Zusammenbrechen des Rahmens zu verhindern :).

    Hier im Forum war übrigens vor Kurzem ein WB-Thread
     
  5. #4 Markus Gräfe, 30. Juli 2003
    Markus Gräfe

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    richtig, Bernd. Ist aber nicht immer so, daher würde ich schon jetzt darauf achten, daß es hinterher keine Probleme gibt. Ich habe meinem Bauträger zur Auflage gemacht, daß ich in dem Bereich, in dem das Bett steht eine m²-Belastung von mind. 350 kg bekommen möchte. Der Statiker hat's auch so berechnet. Nur hat der sich nicht um den Estrich gekümmernt. Mein Bett trägt die lasten über 9 kreuzförmige Stützen ab. Damit wird die Punktbelastung natürlich höher. Aber hängt wie Du gesagt hast von der Art des Bettes ab. Wenn man es noch nicht hat, lieber vom Worst Case ausgehen. Dann hat man später alle Möglichkeiten.

    Gruß, Markus
     
  6. berndk

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    ich widerspreche dir nur ungern, da wir sicher das gleiche meinen.
    Aber unter Punktbelastung versteht man schon was anderes. Besser als über 9 kreuzförmige Stützen kann man eine Last kaum aufteilen - sie wird daher zur Flächenlast. Vorausgesetzt natürlich, dass der Boden halbwegs eben ist und die Stützen gleich hoch sind :).

    Erlichternd für die Statik ist, dass Betten im Normalfall immer an einer Wand stehen (hoffentlich an einer tragenden:))
     
  7. #6 Markus Gräfe, 30. Juli 2003
    Markus Gräfe

    Markus Gräfe Profi Benutzer

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    gut. Punktlast vielleicht nicht. Hängt natürlich von der Größe der Stütze ab. Bei mir sind sie ca. 2 x 30cm x 2 cm (senkrecht zueinander verkeilte Holzplatten, die dann ein Kreuz bilden). Damit ergibt sich pro Stütze eine Fläche zur lastabtragung von 0,012 m², bei 9 Stk. 0,108 m². Verglichen mit der Gesamtlast des Bettes (incl. 2 Personen) ca. 1100 Kg macht eine Last pro Stütze von 122 kg, die über eine Fläche von 0,012m² abgetragen werden (entspricht rechnerisch einem Kreis mit ca. 12,4cm Durchmesser). Ist natürlich alles Theorie.

    Ach so, die 350 kg Belastung /m² kamen dann mit dem Angstzuschlag (ich bin von 1400 kg Gesamtlast ausgegangen die sich auf 4 m² verteilen. Das sind ja dynamische Lasten im Bett :D ).

    Gruß, Markus
     
  8. Lebski

    Lebski Gast

    Mach mal Diät Markus! Das Wasserbett kommt auf 200 kg /m² + Nutzer. Jezt mach mal Party und stell 4 Leute auf einen m². Was ist wohl schwerer?
    Die Linienlasten kann der Estrich ab, wenns wie beschrieben gemacht wird.
     
  9. #8 Markus Gräfe, 30. Juli 2003
    Markus Gräfe

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    o.k. Lebski. Diät könnte helfen. Aber mein Bett hat nun mal unbelastet bei 800 l Wasser zzgl. Rahmen und wasda halt alles dabei ist eine Gewicht von 900 kg. Die kann ich nicht abnehmen. Dann wurden der Einfachheit halber pro Person 100 kg dazu addiert (wie schwer ist denn eine DIN Person :deal :D ) So bin ich auf 1100 kg gekommen. Dann der Angstzuschlag. O.k. knapp 30% Zuschlag ist wohl wirklich leicht übertrieben. Aber so fühle ich mich wohler, als hätte ich 200 kg / m²angenommen. Die wären nämlich definitv zu gering gewesen.

    Weiterhin zeigt mir die Statik, daß es wohl eine über Normalniveau liegende Last ist. Denn sonst wäre es ja nicht gesondert gerechnet worden. Was sagt denn die DIN zu einer "normalen" Belastung? Muß wohl unter 350 kg liegen.

    Was natürlich auch die Lastabtragung zum Estrich hin verbessert ist die Tatsache, daß wir im Schalfzimmer Parkett verlegt haben. Dadurch wird die Last nochmal besser verteilt. Ich kann auf jedenfall ruhig schlafen.
     
  10. Lebski

    Lebski Gast

    Frag mal einen Statistiker. Die DIN Person wiegt 70 kg. So stehts im Aufzug. Im Wohnungsbau sind ohne Nachweis 150 kg/m² üblich. Allerdings auch Gerätelasten bis zu 500 kg. Es wird also bedenklich, wenn im gesammten Schlafzimmer mehr als 150 kg/m² stehen. Das gibts aber nicht.
    Aquarien sind übrigens schlimmer!
     
  11. TXLRudi

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    Hi,

    ich hätt da mal auch ne Frage zu Wasserbetten. Wir planen eben-
    falls die Anschaffung eines solchen.

    Da hier offensichtlich Eigentümer sind, möchte ich mal folgende
    Frage aufwerfen:

    Wie hoch ist tatsächlich der Stromverbrauch der Heizung? Das ist
    das, was mich momentan noch abschreckt. Klar, das hängt von
    der Temperatur ab, aber mich interessiert mal ein grober Mittel-
    wert, was da so zusammenkommt.

    Viele Grüße

    TXLRudi
     
  12. Lebski

    Lebski Gast

    0,60 € bis 3,00 € pro Monat. Letzderes wenn im Winter das Fenster ganztätig gekippt ist, und die Raumheizung aus.
    Ein Heizelement hat 300 Watt, in 24 h verliert das Bett etwa 1 °C.
    "Betriebstemperatur" mind. 26 °C, im Winter höher, je nach Geschmack.
     
  13. #12 Markus Gräfe, 30. Juli 2003
    Markus Gräfe

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    kann ich nur beipflichten. Kalkulation geht auf.

    Ich hatte Lebski damals als Alternative noch auf ein Luftbett hingewiesen. Das hat - verglichen mit dem Wasserbett - den Gewichtsvorteil und eine Heizung braucht man auch nicht. Demnach auch keine E-Smog. Ich glaube Lebski löst das ganze aber dadurch, daß er die Heizung nachts abschaltet (habe da noch so etwas im Ohr). ist natürlich auch legitim, weil eben der temperaturverlust in einer Nacht gering ist. Allerdings habe ich mit dem Luftbett keine Erfahrun. ich kenn's nur vom Prospekt.
     
  14. TXLRudi

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    Die Welt ist ein Irrenhaus :(
    Hi,

    wir waren gerad gestern im Wasserbettenstudio, als die Tante
    dort sagte (die Stromfrage führte übrigens zu Schulterzucken)
    dass Heizung abstellen nicht so eine gute Idee ist.

    Weil:

    Unter 26°C sollen(!) das wohl ggf. die Nieren nicht mehr mitmachen,
    weil man zu stark auskühlt. Ob das bei mir zutrifft, weiß ich nicht
    aber mein Schatz ist da schon empfindlich.

    Bezieht sich €3 auf ein oder auf beide Betten? Also max. ca. €6?

    Das wäre ja deutlich weniger, als ich geschätzt hätte und
    preislich durchaus in Ordnung.

    Danke für die Info :)

    Viele Grüße

    TXLRudi
     
  15. Lebski

    Lebski Gast

    Es hat nix mit den Nieren zu tun. Auf dem Wasserbett ist eine Auflage, die Schweiss aufnimmt. Das Bett selbst ist aus Vinyl. Ohne eine Temperatur, die über dem Taupunkt liegt, gibt das Schimmel. Physik, keine Nieren. Ausserdem ist 26 °C im Sommer sehr kühl. Ein Wasserbett speicher ja keine Wärme wie Latex o. ä. und strahlt dann zurück. Wasman noch sagen könnte, ist das eigentlich ganzjährig ein Wildseidensteppbezug als Decke langt, der muss morgens zurückgeschlagen werden, damit die Feuchtigkeit weg kann. Etwa 1 h. Die 3,- € maximal sind für 2x2 mtr. Aussenbettmass, ich garantiere dafür aber nicht, da das wirklich von zu vielen Faktoren abhängt. Ist aber realistisch Gemittelt. Zuleitung der Heizung kann man Nachts über Zeitschaltuhr unterbrechen. Schadet gar nix.
     
  16. TXLRudi

    TXLRudi

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    Die Welt ist ein Irrenhaus :(
    Hi Lebski,

    ok - das nennt sich dann Fachkraft im Bettenstudio :)

    Allerdings hab ich dann auch Fußbodenheizung und muß nun erstmal
    sehen, wie ich das herauskriege ob da Probleme durch das
    Gewicht entstehen oder nicht :(

    Viele Grüße

    TXLRudi

    PS: Und ich bin doch der Bauherr :)
     
  17. MB

    MB Gast

    Nix zum Thema

    Oder *off Topic* wie der gebildete Bürger zu schreiben pflegt.

    Gibt es spezielle Betten für Dachdecker? Im Aufzug steht 70 kg (eine Masse, kein Gewicht).

    Die Mannlast auf dem Dach ist aber 1 kN, entsprechend ca. 100 kp. Das wiederum würden falsch aber hinreichend genau 100 kg entsprechen.

    Da stellt sich die Frage, ob es ein DIN-Paar für Wasserbetten gibt?

    Alles nur Spaß :)
     
  18. berndk

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    hallo Markus,

    hast du ein Guss-Eisenbett? Wenn du den Rahmen, die Blase, die Dämmung und die Bettwäsche (mehr ist nicht dran an einem WB) mit 100 kg ansetzt, muss man fast davon ausgehen.

    Ein gewöhnliches WB dürfte allerdings kaum die Hälfte davon wiegen...
     
  19. TXLRudi

    TXLRudi

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    Hallo MB,

    die gehen davon aus, dass ein Dachdecker mit 30KG Material
    rumrennt. Und auch wenn die Ihren Beruf lieben, so nehmen sie
    bestimmt keine Ziegel mit ins Bett ;-)

    Viele Grüße

    TXLRudi
     
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  21. #19 Zwiebelchen, 31. Juli 2003
    Zwiebelchen

    Zwiebelchen Gast

    Zusammenfassung?

    Hi @ll,

    danke für die vielen Kommentare.
    Leider kann ich immer noch nicht wirklich erkennen, ob es bei normalem ZE30 mit FBH Probleme geben kann oder nicht.
    Ich denke, für uns kommt ein Softside in Frage in einer Größe von 2 x 2m. Das Bett wird an der Drempelwand stehen, weiß nicht, ob das wichtig ist. Mit der Gewichtsbelastung stellt sich mir die Frage, ob nicht auch ein vollgepackter Geschirrschrank z. B. ein ähnliches Gewicht hat und sich da meines Erachtens auch nie jemand die Frage gestellt hat, ob der Estrich da mitmacht.

    Also eigentlich bin ich immer noch total unsicher.

    Da der Estrich bereits liegt, kann ich da nix mehr beinflussen. Das Laminat wird noch verlegt, gibt es da unter umständen auch noch was zu beachten?

    Viele Grüße
     
  22. TXLRudi

    TXLRudi

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    Hi Zwiebelchen,

    das mit dem unsicher kann ich gut nachvollziehen.

    Mit dem vollgepackten Geschirrschrank hast Du wahrscheinlich
    gar nicht so unrecht. Ich ging bislang immer von ca. 1,2t Gewicht
    bei einem Wasserbett aus, dachte so pi x Daumen 500l pro
    Bettseite + Anlagengewicht + Personen.

    Ich hab auch nicht verstanden, welche Gefahren für eine Fuß-
    bodenheizung lauern könnten. Nur wenn ich richtig gelesen habe,
    bei gróßflächiger Lastenverteilung keine wirklichen Gefahren.

    Sag mal Bescheid, für welches Bett Du Dich entscheidest.

    Viele Grüße

    TXLRudi
     
Thema: Wasserbett - Vorraussetzungen?
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