Wasserdichter Keller

Diskutiere Wasserdichter Keller im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich würde mich mal interessieren was diese Formulierung für mich bedeutet, wenn ich hier einen Keller bauen würde. Ich habe glaube ich...

  1. Olibaer

    Olibaer Gast

    Hallo,

    ich würde mich mal interessieren was diese Formulierung für mich bedeutet, wenn ich hier einen Keller bauen würde. Ich habe glaube ich mittlerweile verstanden, das eine Weisse Wann wohl wasserundurchlässig ist(wenn da alles korrekt ausgeführt wird). Eine Schwarze Wanne ist dann wohl "nur" eine Abdichtung der betroffene Gebäudeteile mit Bitumenbahnen oder dergleichen.
    O.K. soweit habe ich das verstanden (hoffe ich). Aber was soll mir der unten stehende Text sagen. Ich bin über jede Hilfe dankbar. Was würde so ein Keller ca. kosten? Maße ca. 7 x 11 m.

    Es liegen schwierige Gegebenheiten vom Untergrund vor, denn es sind
    mehrere Meter tief reichende, im wesentlichen weiche und breiige Tallehme
    und organische Altauffüllungen vorhanden. Darüber hinaus hat das
    Grundwasser kleine Flurabstände. Keller schneiden bei den gegebenen
    Geländehöhen zwangsläufig in das Grundwasser ein. Sie sind daher wasserdicht auszubilden.

    Die Gründungen von Wohngebäuden sind z.T. schwierig. Eine Gründung
    mit Einzel- und Streifenfundamenten oder mit einer Platte auf den Mudden
    und Torfen der Altauffüllungen scheidet aus, weil dies zu unzulässigen
    großen Setzungen und Setzungsdifferenzen und damit zu Gebäudeschäden
    führen würde. Im Bereich der Altauffüllungen, deren Lage im einzelnen
    nicht bekannt ist, sind die Gründungen im Sand und Kies, im zersetzten
    Rotliegenden bzw. im tertiären Ton abzusetzen.

    Hierfür gibt es beispielweise die Möglichkeit der Bohrpfahlgründung, der
    gegebenenfalls vermörtelten Rüttelstopfsäulen oder Betonrüttelsäulen,
    der Verdichtungspfähle oder der duktilen Gußeisenrammpfähle u.a. Im Bereich
    des Tallehmes kann mit Einzel- und Streifenfundamenten oder mit
    Platten gegründet werden. Die hier anwendbaren Bodenpressungen sind
    vergleichsweise klein und liegen in der Größenordnung von 80 bis 150
    kN/m², was letztlich erst bauwerksbezogen angegeben werden kann.

    Vielen Dank im Voraus.
    Oliver
     
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  3. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    "janz einfach"

    die Daten sind doch aus einem Bodengutachten ??? ... "was" fehlt ist a.) die Gründungsstiefe wo Tragfähiger Boden ansteht ... und b.) die Höhenangabe wo das Grundwasser ansteht (!)
    .
    Platten- und Fundamentgründung scheidet wegen des schlechtes Bodens aus (!)
    .
    "hier" sind Bohrpfähle und ein statischer Rost angesagt ... "aber" mit- oder ohne Keller kann erst beantwortet werden wenn man weiß "wo" und wieviel Wasser ansteht (!)
    .
    "was" Sie brauchen ist ein Tragwerksplaner der sich der Sache annimmt ... und Ihnen dann schon sagt wo´s langsgeht (!)
    .
     
  4. mls

    mls Bauexpertenforum

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    jepp - volle zustimmung.
    das wird e. mehr oder weniger klassische tiefgründung.
    welche gründungsart genau, hängt neben dem baugrund auch von der erf. tiefe ab (zumal, wenn man die kosten nicht ausseracht lässt)
    wenigstens mal ein bauherr mit e. anscheinend guten baugrundgutachter. kannst´ mir die adresse verraten? gerne per pn, danke.
     
  5. PeMu

    PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Also die Kosten für den Keller sind da nicht der wesentliche Posten:

    Die Tiefgründung ist da mehr im Blickpunkt:

    Bei einem so kleinen Einzelbauvorhaben (nur Sie bauen jetzt - 7x11m) und den Bodenverhältnissen sind in der Regel nur Kleinstbohrpfähle oder duktile Gußrohrpfähle wirtschaftlich.

    Planungsgrundsatz sollte dann sein: Keller als Stahlbetonkasten ausbilden und oben drauf mit einem regelmäßigen Grundriss - alle tragenden Wände bis in den Keller übereinander planen.

    Alles andere kostet mehr Geld.
    Solche Grundstücke sollten um den Gründungsmehraufwand billiger sein. :think

    Schwacher Trost: Wir haben mittlerweile nur noch BV mit schwierigen Gründungsverhältnissen. Und sind alle bei der Planung etwas pfiffig und diszipliniert, bleibt es auch im Kostenrahmen.

    Und der Baugrundgutachter hat ja schon den Blick dafür.
     
  6. Olibaer

    Olibaer

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    @mls

    Das was ich da eingestellt habe, steht im Bebauungsplan. Und mehr steht da leider nicht zu dem Thema Wasser :cry

    Im Bebauungsplan ist nichts enthalten, was auf den Menschen der das geschrieben hat Rückschlüsse ziehen läßt. Aber es steht eine Anschrift und E-Mail Adresse dabei, die wohl den ganzen Bebauungsplan so aufgestellt haben.
    Magst Du die haben?

    Danke an alle die mir bisher geantwortet haben. Ich hätte nochmal eine Frage, ist es möglich das mir einer ein bisserl erklärt was es mit diesen Pfahlgründungen aufsich hat. Für mich hört sich das so an, als ob ich im Jungel leben müsste und auf Stelzen wohne :lock

    Güße
    Olibaer
     
  7. mls

    mls Bauexpertenforum

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    ja - mag ich haben. den ur-verfasser krieg ich schon raus, sooo viele gute baugrundgutachter gibt´s garnicht und der hier interessiert mich :)

    das mit der pfahlgründung muss dich nicht grundsätzlich beunruhigen: das ist ein sicheres verfahren. beunruhigen sollte dich der nicht einfach abschätzbare kostenmehraufwand für die gründung an sich und für die weiteren baugrundangaben (baugrundgutachten für dein grundstück, mehraufwand für gründungsstatik).
    die klassischen tiefgründungsverfahren führen alle zu etwa gleichen kosten, insgesamt kannst du (vorsichtig) von mehrungen in der grössenordnung rd. 20 k.euro ausgehen, ein ordentlicher betonkeller ist sowieso obligatorisch.
    vielleicht funktioniert aber auch eine günstigere lösung als die bohr- oder rammvariante - darüber berät dich dein tragwerksplaner.
     
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