Wassereintritt nach Starkregen - Ursachenfindung/Lösungsmöglichkeiten

Diskutiere Wassereintritt nach Starkregen - Ursachenfindung/Lösungsmöglichkeiten im "Bautenschutz" Forum im Bereich Altbau; Erst einmal ein Hallo an alle Forenuser! Kurz zu mir. Ich bin Eigentümer im Bereich Berlin und hatte in den letzten Wochen mit stark vom Himmel...

  1. MichaS

    MichaS

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    Erst einmal ein Hallo an alle Forenuser!

    Kurz zu mir. Ich bin Eigentümer im Bereich Berlin und hatte in den letzten Wochen mit stark vom Himmel fallenden Wassermassen zu tun. In Folge der starken Regenfälle ergoss sich auf unbekanntem Wege Wasser in meinen Keller. Nun bin ich auf der Suche nach Ursache und Lösungsmöglichkeiten.

    Haus: Es handelt sich um ein voll unterlkellertes Haus von 1991, welches ich vor 1,5 Jahren gekauft habe. Im Jahr 2007 gab es mal Probleme, anscheinend mit sich aufstauendem Schichtenwasser, wonach der Vorbesitzer eine Schichtenwasserpumpe unter dem Haus einbauen ließ (müsste Pumpensumpf heißen?). Seitdem habe es keine Probleme mehr gegeben. Der Baubeschreibung zum Kellerbau konnte ich entnehmen, dass es sich um nicht bindigen Baugrund handeln soll. Der höchste Grundwasserstand soll damals unterhalb der Gründungssohle tiefer als Fundamentbreite gelegen sein. Die Gründung erfolgte laut Baubeschreibung als elastisch gebettete Stahlbetonplatte mit (d=25 cm) in B25 laut Statik, darunter Folie und mind. 15 cm kappilarbrechender, grobkörniger, gut verdichteter Schüttung. Beim Kellerfußboden soll es sich um 4 cm Verbundestrich handeln, da drauf Fliesen.

    Außenmauerwerk: M5, 37,5 cm starkes KSL 12/IIa analog DIN 1053 oder bewehrtes Mauerwerk im MGr. III, außen mit 2 cm Isolierputz im angefüllten Bereich. Sockel geputzt und gestrichenSockel geputzt und gestrichen, innen Fugenglattstrich (laut Baubeschreibung), Horizontalsperre Teerpappe nach 2ter Steinreihe)

    Innenwände: M5, 24/11,5 cm, 12/II, beidseitig Fugenglattstrich

    Im Einzelnen:

    Im vergangenen Jahr haben wir festgestellt, dass die Außenwände unseres Hauswirtschaftsraums (Waschmaschine, austritt Abwasserrohr) feucht sind dies zieht sich bis etwa 1 m hoch mit leichten Salzausblühungen. Im Bereich der Außenwand waren zudem die Fliesenfugen feucht (insbesondere Bereich Abwasserrohr und Außenecke des Raumes) In unserem Hausanschlussraum (Strom, Gas, Wasserzufuhr war war der gesamte Fliesenboden etwas feucht. Wir gingen zunächst von schlechtem Lüftungsverhalten aus und wollten dies beobachten. Ein Luftentfeuchter sorgte zudem wieder für einen trockenen Boden.

    In diesem Jahr dann die Überraschung, nach dem Starkregen (über mehrere Tage) am 30.06. wurden in den besagten beiden Räumen die Böden feucht. Im Bereich Flurbereich, von dem beide Räume abgingen sammelte sich eine kleine Wasserlache, die wir mit ein paar Handtüchern beseitigten. Die Fliesenfugen blieben zunächst feucht. Etwa 2 Wochen später ergossen sich erneut starke, langanhaltige Regenfälle in unserem Bereich. seitdem stieg die Pfütze im zuvor genannten Bereich weiter an., So dass sie zu Spitzenzeiten an den tiefsten Stellen etwa 1,5 cm hatte. Im weiteren verlauf trat diese Pfützenbildung auch in anderen Kellerräumen auf, vornehmlich im Breich der Ränder. Zunächst wurde mit Feudel, dann mit Nasssauger und letztlich mit einer Klarwasserpumpe (bis 01, mm pumpbar) die betroffenen Bereiche abgepumpt. Nach etwa 9 h war immer wieder der alte Pegel erreicht. Also Extraschichten im Keller ;). Vor 6 Tagen begann der Pegel nun langsam zu sinken und heute moregn waren nur noch an den ersten Stellen kleine Pfützen zu sehen. IM Bereich einer ehemaligen, von mir entfernten Türzarge konnte ich erkennen, dass neben dem Estrichabschluss das Wasser etwa noch auf Fliesenhöhe steht. Während der Starkregenfälle konnte ich einmal beobachten, dass am Gasrohr 3 winzige Tropfen über den Putz rannen, danach konnte ich das entsprechende Phänomen nicht mehr erkennen. Auch an der Abwasserrohr, konnte ich zum besagten Starkregenzeitpunkt etwas Wasser unterhalb des Rohres spüren. Folglich dann auch nicht mehr.

    Ich weiß natürlich, dass eine ferndiagnose sehr schwer bis unmöglich ist, auch eine Ursachenfindung macht sich hier sicherlich nicht besonders leicht. Nach dem Wassereinbruch (nenne ich es mal so) haben wir natürlich versucht eine Firma zur Begutachtung ins Haus zu holen. Die hatte, da scheinbar viele Leute in Berlin Probleme mit ihrem Keller hatten, erst 2 Wochen nach Beginn der Probleme Zeit. Die Mitarbeiterin schaute sich den Keller an und führte mit ihrem Feuchtigkeitsmesser Messungen durch und maß die feuchten Wände auf, die bis über dei Horizontalsperre feucht waren. Ein entsprechendes angebot wird erst die Tage per Post kommen. Sie gab an, dass sie eine Horizontalsperre per Injektion favorisiere, da diese scheinbar an den besagten Wänden defekt sei. (auch an einer Innenwand). Diese würde die aufsteigende Feuchte verhindern und somit den Schaden begrenzen. Hmmm ... daraus ergeben sich so einige Fragen für mcih! ;)

    1. Kann man pauschal sagen woher das Wasser kommen könnte?
    2. Wenn der Wasserspiegel im vorderen Bereich (besgate Türzarge) nun auf Höhe der Oberkante Estrich/unterkante Fliesen stehen bliebe, wäre dann der Eintritt des Wassers weiter oben zu suchen oder kann es sich trozdem um eine undichte Stelle im Boden/Wand Bereich handeln?
    3. Bringt mir die vorgeschlagene Injektionshorizontalsperre überhaupt etwas?
    4. Ist durch eine defekte Horizontalsperre ein solch beschriebener Wassereintritt möglich, oder muss es hier definitiv andere undichte Stelle geben?
    5. Können die Innenseiten der Außenwände aufgrund des im Keller auf 1 - 1,5 cm aufgestauten Wassers Feuchtigkeit am Putz an der vorhandenen Horizontalsperre vorbei gezogen haben, dass so die feuchten Stellen überhalb der eigentlichen Horizontalsperre aufgetrten sind?
    6. Ist es Sinnvoll weitere Firmen zru Schadenbegutachtung zu holen und sich Angebote machen zu lassen oder sollte man doch lieber auf einen unabhängigen Bausachverständigen zurückgreifen?
    7. Kennt jemand einen guten und nicht zu teuren Bauchsachverständigen im bereich Berlin?
    8. Kann dieser nach Rückgang des Wassers nun überhaupt noch die Ursache für den Wassereintritt finden?

    Entschuldigt bitte, wenn ich nicht immer den richtigen Fachtermini getroffen habe oder sich hier und dort Rechtschreibfehler eingeschlichen haben. Ich hoffe dass es sich auch um einigermaßen nachvollziehbare Fragen handelt. ;)

    Vielen Dank schonmal für eure Aufmerksamkeit.

    Gruß MichaS
     
  2. #2 Manufact, 08.08.2017
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    Ganz ehrlich?
    Ich würde 3 "Bautenschutzfirmen" kommen lassen, die Angebote sind ja kostenlos.
    Anhand der Angebote kannst Du Dich etwas gezielter in die möglichen Ursachen einlesen.
    Dann würde ich an Deiner Stelle einen FACHKUNDIGEN Sachverständigen beauftragen.
    Während der Begutachtung würde ich immer wieder Fragen stellen...
    Nachdem der SV seine Expertise abgegeben hat, würde ich ich mit dem SV die Angebote auf Plausibilität und Preis-Leistungs-Verhältnis überprüfen.
     
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