Wasserschaden im WU Keller

Diskutiere Wasserschaden im WU Keller im Baumurks in Wort und Bild Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo zusammen, leider reisen meine Mängel im neu bezogenen Bau nicht ab. Jetzt kommt es zu einer Verkettung negativer Umstände, die dazu...

  1. vOlli

    vOlli

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    Hallo zusammen,

    leider reisen meine Mängel im neu bezogenen Bau nicht ab. Jetzt kommt es zu einer Verkettung negativer Umstände, die dazu führen, dass mein Keller nicht unerheblich Nässe abbekommen hat.

    Das Regenfallrohr des Pultdachs war gestern ca. 10 Minuten nicht in der Lage, das Wasser des Dachs aufzunehmen, sodass es ca. 1 Meter links und rechts des Fallrohrs zu enormen Wasserübertritten aus der Dachrinne kam. Auf einer Seite ging Wasser auf das darunter liegende Flachdach, auf der anderen Seite massiv gegen die Fassade und dann nach unten auf den Boden.

    Erst heute morgen habe ich bemerkt, dass offensichtlich Wasser durch das Fenster des WU Kellers gedrückt wurde. Eigentlich sollte das dicht sein.

    Rohbauer ist informiert und schaut sich das morgen an. Ich denke schon, dass eine professionelle Trockenlegung notwendig ist, oder?

    Zweiter Schritt geht zur zukünftigen Vermeidung. Das Pultdach hat eine Größe von ca. 14 x 10 m. Es müsste ein zweites Fallrohr installiert werden aus meiner Sicht, damit sich nicht das ganze Wasser an einem staut. Warum wurde das nicht direkt geplant? Oder war der Monsunregen gestern eine große Ausnahme für unsere Breitengrade?

    danke Euch für Eure immer wieder gute Hilfe!

    fenster_heizkeller.jpg heizkeller_wand.jpg wand Keller.jpg
     
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  3. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Eigentlich müsste das Fenster dicht sein.....

    Leider sieht man auf dem Foto des Fensters nicht allzuviel.

    Für mich sieht es so aus, als läge Fensterunterkante ca. 1m über dem Kellerfussboden.
    Wenn ja, was ist draussen? Tiefer Lichtschacht? Lichtmulde/Lichtgraben?
    Gibts da keinen Anschluss Lichtschacht/Lichtmulde o.ä. an die Entwässerung?
     
  4. vOlli

    vOlli

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    Hallo Baufuchs,

    es handelt sich um einen Lichtschacht, der ca. 10 cm unter dem Fenster außen in Auffülung übergeht.
    Es wurde keine Anbindung an das Regenwasserrohr geplant und ausgeführt.

    Bodengutachten ging von Sandboden aus, eigentlich funktioniert die Versickerung auch. Nur gestern kam ja das gesammelte Wasser des überforderten Regenfallrohrs dazu, welches sich auf dem Dach angesammelt hatte. Das waren sicherlich mehrere Liter Wasser / Sekunde

    Was meinst Du: Muss ich professionell trocknen im Keller? Scheinbar floss das Wasser unter den Estrich...

    Danke und Gruß
     
  5. ultra79

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    Ist dein WU-Keller eine weiße Wanne?

    Weil wenn ja: warum wird ein WU-Bauwerk geplant, aber dann davon ausgegangen das der Boden versickerungsfähig ist?
     
  6. vOlli

    vOlli

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    Weil der Architekt sehr große Wasserangst hatte. Evtl. zum Glück. Als wir die Sickergrube für das Regenwasser gegraben haben, stellte sich heraus, dass teilweise Lehmboden aufzufinden ist, was im Bodengutachten nicht erwähnt wurde.

    Er argumentierte zusätzlich, dass wir die zukünftige Regenlage nicht einschätzen können und die Investition sinnvoll sei.

    Es klang damals plausibel und ich habe ihm vertraut.

    Gruss
     
  7. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Dann hätte er konsequent sein sollen und die Lichtschächte druckwasserdicht an die Kelleraussenwände anschliessen lassen sollen.

    Ist das Wasser von oben in die Lichtschächte gelaufen (Oberflächenwasser) oder hat es durch den Ablauf unten (aufgestautes Sickerwasser) hereingedrückt?

    Wasserspuren im Lichtschacht?
     
  8. vOlli

    vOlli

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    Hallo Baufuchs,

    es ist Oberflächenwasser. Die Schächte geben keinen Anhaltspunkt, dass es von unten drückte.
    Wie oben geschrieben: Die Regenrinne war völlig überfordert. Es hat auf 1 Meter - 1,20 Meter vom Dach Schwallartige Ergüsse nach unten gegeben. Das war schon heftig.

    Trotzdem: Das Fenster muss dicht halten.

    Wichtig ist mir jedoch die Beseitigung: Was soll ich tun? Professionelle Trocknung?
     
  9. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Muss es nicht. Es sei denn, du hast druckwasserdichte Fenster bestellt.

    Leih dir beim Baumaschinenvermieter ür ein paar Tage einen Bautrockner.
     
  10. mls

    mls Bauexpertenforum

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    .. und ein feuchtemessgerät.
    täglich morgens/abens messen/notieren.
    nach ende der techn. trocknung 24h warten -
    nochmal messen, ggfs. wiederholt trocknen.

    wenn das nix hilft, hast du wasser unterm estrich.
    mach erstmal, wie oben beschrieben.
     
  11. vOlli

    vOlli

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    ich habe Wasser unterm Estrich!
    Schau das Bild in der Mitte an. Ich fotografiere aus dem Raum, in den das Wasser eingetreten ist.
    Es ist unter dem Estrich an diese Wand gelangt. Weiter in der Mitte des Kellers sind weitere feuchte Stellen im Estrich, die nur dadurch zustande kommen können, dass das Wasser unter dem Estrich dorthin gelangte.
     
  12. vOlli

    vOlli

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    Ich habe druckwasserdichte Fenster bestellt.
     
  13. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Aber nicht bekommen.:winken

    Mängelanzeige mit Aufforderung zur Mängelbeseitigung inkl. Bautrocknung an den BU.
     
  14. vOlli

    vOlli

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    done.
    Er schauts sich das morgen an. Bautrockner ist unterwegs.

    Weningstens ist er jemand, der sich kümmert, puuh. Dann ist ein Mangel nicht so schlimm.

    Danke für Hilfe!
     
  15. ultra79

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    Okay - this changes the game...

    Darf ich fragen was die gekostet haben pro Stück? Mir wurden die ausgeredet wegen "exorbitant teuer"...
     
  16. vOlli

    vOlli

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    Klar. Aber bitte keine Verurteilung, was ich dafür gezahlt habe und ob es am Ende Sinn oder Unsinn ist (-;

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  17. ultra79

    ultra79

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    Mhh - geht ja noch... hätte ich mir schlimmer vorgestellt...
     
  18. rotstift68

    rotstift68

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    Sieh bloß zu, dass Du schnell ein zweites Fallrohr eingebaut bekommst.
    10x14m wirst Du m.E. niemals mit einem Fallrohr wegbefördern können.

    Wikipedia sagt, in 10 Min gelten 8mm Regen als sehr starker Regen.

    Nun geh mal von 10mm aus und schon musst Du in 10 Min. knapp 1,5 QM Wasser durch das Fallrohr kriegen....
     
  19. Taipan

    Taipan

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    Ah Ja. Belastbareres?

    Dafür gibt es Berchnungsvorschriften. Inkl. der Ermittlung der zu veranschlagenden Regenspende etc.

    Und dann wird ihm das 2. Fallrohr wenig nützen, wenn der nicht die gesamte Dachrinne inkl. Halter runterreisst und wieder draufbaut. Was ist mit den (wahrscheinlich unterirdischen) Entwässerungsrohren, was ist mit ...

    Ach was soll's ...
     
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  21. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    @rotstift

    Mengeneinheit für Wasser = Liter oder Kubikmeter.

    Rechne noch mal neu.
     
  22. vOlli

    vOlli

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    Hallo Taipan,

    was Du schreibst will ich schon bedenken.
    Aktuell sieht es so aus, dass das 14 Meter Dach so ablauftechnisch geregelt ist, dass nach 8 Metern beidseitiges Gefälle der Rinnen in das Fallrohr gehen. Direkt unter dem Fallrohr ist ein Behälter, auf dem das Fallrohr und der Ablauf vom Flachdach meines einstäckigen Anbaus zusammenlaufen.

    Dieser Behälter sah optisch nicht nach Überlastung aus. Leider ging ein Teil Regenwasser vom Pultdach auf das Flachdach, sodass dort auf Dauer sicher Schäden entstehen können. Der Archi sagt, dass dort maximal 10 cm Wasser stehen dürften.

    Meine Idee ist jetzt, dass von den 14 Metern Pultdach 8 Meter Gefälle in die andere Richtung zum Hauseck geführt werden (über das Dachrinnengefälle. An der Hausecke steht ein zusätzliches Fallrohr bereit, welches später für einen Carport gedacht war.

    Sollte ich Deiner Meinung nach eher eine Berechnung durchführen lassen? Soll ich fotografieren was ich meine?

    Danke und Gruss
     
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