Wasserschaden Keller / Pumpensumpf

Diskutiere Wasserschaden Keller / Pumpensumpf im Baumurks in Wort und Bild Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo, wir haben vor etwa 5 1/2 Jahren am Niederrhein mit einem namhaften Fertighausanbieter inkl. Keller gebaut. Der Keller wurde von einer...

  1. #1 Sielmann, 21.02.2012
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    Hallo,

    wir haben vor etwa 5 1/2 Jahren am Niederrhein mit einem namhaften Fertighausanbieter inkl. Keller gebaut. Der Keller wurde von einer 100%igen Tochter des Anbieters gebaut. Uns war wichtig alles "aus einer Hand" zu erhalten, um als Baulaien bei Problemen einen Ansprechpartner zu haben.

    Aufgrund des relativ hohen Grundwassers im Baugebiet, wurde der Keller mit einer "weissen Wanne" gebaut. Ein Bodengutachten haben wir der Firma auch vorgelegt. Wir wurden gefragt, ob wir auch einen aufpreispflichtigen Pumpensumpf zwecks Entwässerung unserer Waschmaschine haben wollten und haben dies auch mit in Auftrag gegeben. Der Pumpensumpf im Kelleranschlussraum war ein oranger Kunststoffpumpensumpf, mit den die Firma angeblich bislang auch gute Erfahrungen gemacht hat.

    Bislang war mit dem Keller alles soweit in Ordnung. Wir haben jedoch in den Jahren immer festgestellt (Bodenbelag haben wir später in Eigenleistung gemacht), dass es um den Pumpensumpf herum - unter dem Deckel - immer relativ feucht gewesen ist. Wir dachten uns, dass dies wohlmöglich das Kondenswasser aufgrund des Temperaturunterschiedes gewesen ist.

    Tja, dem scheint wohl nicht so, da die daneben liegende Kalksandsteinwand schon erste Feuchtigkeitsanzeichen aufzeigt. Ein ansässiger Bauexperte hat Feuchtigkeitsmessungen vorgenommen und festgestellt, dass schon relativ viel Wasser um den Pumpensumpf sich gebildet hat und in die Wand gezogen ist. Ursache: Die Rohrdurchführung des Kunststoffpumpensumpfes durch die Bodenplatte, die nicht richtig abgedichted ist (Haarriss). Und ihm kam auch sehr seltsam vor, dass wir in so einem Baugebiet mit hohem Grundwasserspiegel ein solches "Fertigteil" verbaut wurde und kein betonierter Pumpensumpf. Der Randbereich des Sumpfes wurde auch nicht mit Schnweissbahnen abgedichtet. Als Laie wusste ich keinen Rat....

    Unsere Fertighausfirma erklärte uns in den letzten Tagen, dass sie bislang keinerlei Probleme mit dieser Art Pumpensumpf hatten und darüber hinaus seien die Gewährleistung nach 5 Jahren leider abgelaufen. Aber man werde schauen, ob man dies mit einem Injektionsverfahren mit Kunstharz wieder hinkriegt und ob Kosten auf uns zukämen.

    Meine Fragen an die Bauexperten dieses Forums.

    - Ist ein solcher Pumpensumpf in einer solchen Wasser-"Gefahrenzone" überhaupt sinnvoll und ratsam gewesen oder liegt eine Fehlberatung vor?

    - Gucken wir als unwissende Baulaien nach Ablauf der 5 Jahre in die Röhre? Schließlich schaut man ja auch nicht jeden Tag in seinen Pumpensumpf und macht Feuchtigkeitsmessungen?

    - Taugt eine nachträgliche Abdichtung mit einem solchen Harz überhaupt etwas oder haben wir da in anbsehbarer Zeit wieder ein solches Undichtigkeitsproblem.

    - Welche nächsten Schritte (evtl. Zurateziehen eines Bausachverständigen) sind jetzt aus Experten ratsam?

    Vielen Dank für Eure Hilfe.

    Gruß H.[​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]
     
  2. #2 Pruefhammer, 22.02.2012
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    - Ist ein solcher Pumpensumpf in einer solchen Wasser-"Gefahrenzone" überhaupt sinnvoll und ratsam gewesen oder liegt eine Fehlberatung vor?
    Grundsätzlich geht das schon muss nur druckwasserdicht in die Bodenplatte eingebunden werden. Leider kann ich (als relativer Laie) aus dem Bild nicht erkennen um welchen Schacht es sich handelt. Grundsätzlich muss der Schacht vom Hersteller für druckwasserdichten Einbau in eine weiße Wanne zugelassen sein und dann muss auch der Einbau entsprechend erfolgen.

    - Gucken wir als unwissende Baulaien nach Ablauf der 5 Jahre in die Röhre? Schließlich schaut man ja auch nicht jeden Tag in seinen Pumpensumpf und macht Feuchtigkeitsmessungen?
    Im Rahmen der Gewährleistung wird es schwer, evtl. gibt es ja noch eine Garantie extra auf den Keller? Kann man ohne euere Verträge zu kennen auch nicht wirklich beantworten.
    - Taugt eine nachträgliche Abdichtung mit einem solchen Harz überhaupt etwas oder haben wir da in anbsehbarer Zeit wieder ein solches Undichtigkeitsproblem.
    Grundsätzlich ist eine (fachgerecht) durchgeführte Harzinjektion ein erprobtes und lanzeitstabiles Verfahren, ob es in eurem Fall hilft kann ich nicht sagen, s. dazu auch letzte Antwort.

    - Welche nächsten Schritte (evtl. Zurateziehen eines Bausachverständigen) sind jetzt aus Experten ratsam?
    Experte ist immer gut.:D Warum? Weil ich erstmal klären lassen würde was genau euer Problem ist (Defekt am Schacht, ungeeigneter Schacht, falscher Einbau etc.) Danach kann man sich dann über eine geeignete Sanierung Gedanken machen.
     
  3. Julius

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    Warum klärt man so ein (ja bekannt gewesenes) Problem nicht rechtzeitig VOR Ablauf der Gewährleistung?

    Und:
    Mal rechtlich über die Frage der Planerhaftung beraten lassen.
     
  4. #4 ThomasMD, 22.02.2012
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    Sehe nur ich hier einen gewissen Widerspruch?
     
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