Wasserschaden

Diskutiere Wasserschaden im Baumurks in Wort und Bild Forum im Bereich Rund um den Bau; Freunde von mir bauen bei Wien ein Haus in Einzelvergabe, das Anfang Dezember bezugsfertig sein sollte. Es ist ein Designerstück, bei dem Geld...

  1. Popeye

    Popeye

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    Freunde von mir bauen bei Wien ein Haus in Einzelvergabe, das Anfang Dezember bezugsfertig sein sollte. Es ist ein Designerstück, bei dem Geld nicht die große Rolle spielt.

    Der Installateur war "bis auf Kleinigkeiten" fertig, will heißen, dass in einem der oberen Bäder noch die Objekte und Armaturen fehlten. Nun hat wohl irgendjemand vor dem Wochenende am Haupthahn rumgespielt, so dass aus diesem oberen Bad buchstäblich Tausende Liter Wasser austraten, in die Wände, durch die Decken und in die abgehängten Decken liefen, auf mehreren Stockwerken den Estrich oder das teilweise bereits verlegte Parkett fluteten und sich den Weg nach außen in die gedämmte, verputzte und gestrichene Fassade suchten.

    Die Holzdecken und Einbauschränke mussten wieder raus, im Moment stehen mehrere Bautrockner drin. Der Fensterbauer hat schon angemeldet, dass er für seine Holzfenster nicht garantieren kann, wenn wie gerade im Haus tropische 33 Grad und außen ca. 0 Grad herrschen.

    Schaden über 50.000 Euro, 2 Gutachter waren bereits da. Einige Firmen mit diversen Mitarbeitern waren vor Ort. Bisher hat sich natürlich keiner geoutet, alle behaupten, den Raum mit dem Haupthahn nicht betreten zu haben.

    Die Bauherren sagen nun, der Installateur hätte sein Werk gegen sowas absichern müssen, zumindest ein Schild aufhängen. Der Installateur und seine Versicherung sagen, schuld sei in erster Linie der Idiot, der an dem Hahn nichts zu suchen hatte.

    Das ist natürlich eine Schilderung, die einem Laien von anderen Laien am Telefon erzählt wurde, und muss nicht im Detail stimmen, die Eckdaten aber wohl. Meine Freunde werden das wohl vor Gericht klären, aber mich interessiert privat folgendes: Geht es von seiten des Installateurs technisch überhaupt, sowas abzusichern, und was ist üblich? Wie würden die hier versammelten Experten mit so einem Fall umgehen?

    Ich habe mich gewundert, dass meine Freunde so ruhig geblieben sind (zumindest waren sie's am Telefon wieder :e_smiley_brille02:); ich glaube, ich würde den Schuldigen ermorden, wenn man ihn ausfindig machen könnte - das dürfte das Problem werden.
     
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  3. moep3fx

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    Bestand denn schon eine Gebäudeversicherung?

    Hatte vort kurzem einen ähnlichen Fall, betraf allerdings Eigentumswohnungen:
    Eigentümer lässt Arbeiten an KW-Leitung durchführen, Installateur stellt Wasser fürs gesamte Haus ab und arbeitet (hat natürlich keinen Aushang gefertigt oder sowas in der Art). Irgendjemand (wer wurde nie geklärt) will gerne Wasser haben und dreht den Haupthahn wieder auf. Ergebnis: LW-Schaden (zum Glück EG-Wohnung). Versicherung hat den Schaden übernommen.
     
  4. #3 Ralf Dühlmeyer, 24. November 2009
    Ralf Dühlmeyer

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    Also - in D gehört es sich schn mal, dass auf allen offenen Anschlüssen Baustopfen drauf sind.
    Dann kann man die Bedienelemente abnehmen.
    Und und und....

    Das schützt nur nicht vor unglücklicher Abfolge von Idioten (einer, der den Baustopfen aus Langeweile mal löst und der nächste der gegen den Schieber kommt und den etwas aufdreht) und noch weniger vor Sabotage.

    Uns haben 2 Maurer vor Jahren mal 5 m frisch sanierte Grundleitung ausbetoniert. Das fiel erst auf, als die Toiletten nicht abliefen. Da war aber alles fertig.
    Die beiden hatten Stress mit ihrem Chef und haben mit Schellen gesicherte Rohrkappen gelöst, Beton eingefüllt und die Kappen wieder angeschraubt.

    Schaden -> 20T €

    Dagegen bist Du machtlos. Nur war hier klar, WER der Täter war
     
  5. Popeye

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    Gebaeudeversicherung weiss ich nicht, muesste ich mal fragen. Ich bin nicht tiefer eingestiegen, war mehr mit Troesten meines Gespraechspartners beschaeftigt.

    Von Sabotage wollen wir mal nicht ausgehen, sondern tatsaechlich nur von einem Idioten. Aber das bestaetigt schon ein bisschen meine Laienmeinung, dass der Installateur nicht einfach ohne Absicherung gehen kann, yumal wenn er weiss, dass diverse andere Firmen im Haus arbeiten.

    *Bitte entschuldigt die komische Schreibweise, meine Tastatur scheint yu spinnen*
     
  6. lulu66

    lulu66

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    Ich glaube, in so einem Fall würde ich durchdrehen ;) Anschliessen und nicht sichern passt m.E. nach in Richtung fahrlässig bzw. grob fahrlässig. Soll der Heizi ruhig mal seine Versicherung beanspruchen.

    PS: Deine Tastatur ist auf englisch umgestellt, deswegen kommt ein "y" bei "z" und umgekehrt.
     
  7. bernix

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    ...keine Baustopfen drauf und die Stränge noch oben nicht zugedreht? (sollte ja vorhanden sein, Geld spielt ja angeblich keine Rolle)...
    In der Haut des Installateurs möcht ich nicht sein
    gruss
     
  8. Popeye

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    Ich wäre auch fertig mit der Welt, ich war schon nahe dran, den Elektriker einen Kopf kürzer zu machen, als er an der falschen Stelle ein Loch 15x15 cm in die Decke gestemmt hat - und das war ja im Vergleich nicht dramatisch.

    Komisch, meine Tastatur geht wieder, dabei habe ich bewusst gar nix gemacht - wie stellt man das hin und her? Typischer DAU halt.
     
  9. silverdok

    silverdok

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  10. KesslerBau

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    Hallo,

    die Installateure die mit uns zusammen arbeiten würden da immer! Baustopfen drauf schrauben. Sonst :bef1001:
    Den bevor die Wände zb. verkleidet werden achten wir schon drauf das das ganze abgedrückt wurde um vielleicht nicht ganz dichte oder vergessene Verpressungen zu bemerken.
    Und ich könnte mir vorstellen das es hierzu auch bestimmt ne Norm oder aRdT zu finden ist.

    Und sicherlich sagt der Installateur und erst Recht die Versicherung das. Die müssten ja letzendlich für den Schaden haften.


    Gruß Jens
     
  11. Popeye

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    Ich hole das Thema mal wieder hoch, da ich es nicht fassen kann...

    Wir haben ein verlängertes Wochenende bei den besagten Freunden im inzwischen fertigen Haus verbracht - es ist im übrigen wirklich ein Traumhaus.

    Ich habe mich nach dem Stand der Dinge in Sachen Wasserschaden erkundigt und meinen Ohren nicht getraut:

    Der Gutachter der Versicherung hat angeblich anhand der ausgetretenen Wassermenge ausgerechnet, dass das Wasser am Freitag um 19.00 Uhr angestellt wurde (dass im Gutachten der Leitungsquerschnitt falsch angegeben war, mal außen vorgelassen). Da zu diesem Zeitpunkt niemand außer den Bauherren im Haus sein konnte, müssen diese es gewesen sein (Absicht unterstellt!). Motiv: Die EUR 10.000, die als Vertragsstrafe für die 4 Monate spätere Fertigstellung fällig werden.

    Erste Reaktion des Anwaltes meiner Freunde: Drohung mit Anzeige wegen Rufschädigung. Das wird vor Gericht bestimmt interessant...

    Versicherungen kämpfen echt mit allen Mitteln, oder?
     
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  13. Mathie

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    Da geht aber jemandem der A... auf Grundeis!

    Wenn zu solchen Mitteln gegriffen wird, fehlen meiner Erfahrung nach die Argumente. Denn wenn man so anfängt, begibt man sich in Gefahr, dass der Richter bzw. die Richterin schnell den bösen Buben in dem Spiel ausmacht. Und Sympathien sind im Zivilprozess zumindest in DE gerade bei unklaren Verhältnissen nicht unwichtig.

    In AT mögen die Gepflogenheiten anders sein, in DE würde ich ein solches Gutachten eher als negativ für die Versicherung werten. Muss der Anwalt der Kläger nur geschickt nutzen.

    Gruß Mathie
     
  14. Vossi

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