Wasserschäden an Mauerwerk befürchtet (Rohbau)

Diskutiere Wasserschäden an Mauerwerk befürchtet (Rohbau) im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo, liebe Forums-Gemeinde! Wir befinden uns aktuell im Bau eines EFH (für uns privat). Gebaut wird mit Architekt und unabhängigen Gewerken in...

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    Hallo, liebe Forums-Gemeinde!

    Wir befinden uns aktuell im Bau eines EFH (für uns privat). Gebaut wird mit Architekt und unabhängigen Gewerken in Einzelvergabe. Nachdem der gesamte Bau bzw. auch schon die Genehmigungsphase mit unzähligen Problemen einher ging, haben wir sowohl in das Architekturbüro als schon in die Rohbaufirma das Vertrauen verloren.

    Nun stehen wir - zumindest befürchte ich als Laie das - vor einem schwerwiegenden Problem bzw. werden mit folgenschweren Mängeln am Rohbau konfrontiert. Bevor wir hier nun einen Baugutachter zu Rate ziehen, wollte ich gerne hier im Forum im vorab schon einmal Meinung zur Problematik einholen, da ich mir gut vorstellen kann, dass sich für die Experten hier im Forum die Situation als recht eindeutig darstellt - sowohl falls positiv als auch falls negativ.

    Das Haus wird ein kfw40 plus Haus und der Rohbau wurde mit Holzwolle-gefüllten W07 Unipor Silvacor Dämmziegeln errichtet. Mitte Dezember wurde der Rohbau (von 1-2 noch auszuführenden Arbeiten abgesehen) fertig gestellt. Eine Abdichtung durch den Spengler wurde bisher nicht durchgeführt, da es hieß, dies wäre aufgrund der Witterung nicht möglich. Kurz nach Fertigstellung fiel Schnee und seitdem wechselt es zwischen Schnee, Regen und Eis.

    Nun 6 Wochen später sieht für mich das Haus so aus, als wären die Wände zu einem großen Teil stark durchnässt. In meinen Laien-Augen dringt das Wasser rund um die Dachterrassen neben den betonierten Attiken von oben in die Ziegel ein und läuft dort innen bis auf die darunter liegenden Betondecken / -fussböden. An manchen Stellen bilden sich dann schon innen vor den Wänden teils große Wasserpfützen. Ich bin zwar wie gesagt Laie, aber das Ganze sieht schon sehr offensichtlich für mich danach aus.

    Was mir allerdings komplett fehlt, ist die Erfahrung bzw. das Wissen, inwieweit das Ganze normal ist oder (vermutlich) doch ein massiveres Problem darstellt.

    Ich hänge mal einige Bilder an, die das Haus an den betreffenden Stellen - teils von außen, teils von innen - zeigen, und wäre unglaublich dankbar, wenn ich hierzu ehrliche Meinungen bekommen könnte.

    Vielen herzlichen Dank im Voraus!

    IMG_20210131_132120.jpg IMG_20210131_124702.jpg IMG_20210131_124655.jpg IMG_20210131_122817.jpg IMG_20210131_122745.jpg IMG_20210131_122735.jpg IMG_20210131_122723.jpg IMG_20210131_122703.jpg IMG_20210131_122539.jpg IMG_20210131_122254.jpg
     
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    Ich bin etwas verunsichert, ob ich das Thema im korrekten Bereich eröffnet habe. Daher verlagere ich den thread mal in den Mauerwerks-Bereich.

    Tut mir leid, falls es hier der falsche Bereich war.
     
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    Hallo, liebe Forums-Gemeinde!

    Wir befinden uns aktuell im Bau eines EFH (für uns privat). Gebaut wird mit Architekt und unabhängigen Gewerken in Einzelvergabe. Nachdem der gesamte Bau bzw. auch schon die Genehmigungsphase mit unzähligen Problemen einher ging, haben wir sowohl in das Architekturbüro als schon in die Rohbaufirma das Vertrauen verloren.

    Nun stehen wir - zumindest befürchte ich als Laie das - vor einem schwerwiegenden Problem bzw. werden mit folgenschweren Mängeln am Rohbau konfrontiert. Bevor wir hier nun einen Baugutachter zu Rate ziehen, wollte ich gerne hier im Forum im vorab schon einmal Meinung zur Problematik einholen, da ich mir gut vorstellen kann, dass sich für die Experten hier im Forum die Situation als recht eindeutig darstellt - sowohl falls positiv als auch falls negativ.

    Das Haus wird ein kfw40 plus Haus und der Rohbau wurde mit Holzwolle-gefüllten W07 Unipor Silvacor Dämmziegeln errichtet. Mitte Dezember wurde der Rohbau (von 1-2 noch auszuführenden Arbeiten abgesehen) fertig gestellt. Eine Abdichtung durch den Spengler wurde bisher nicht durchgeführt, da es hieß, dies wäre aufgrund der Witterung nicht möglich. Kurz nach Fertigstellung fiel Schnee und seitdem wechselt es zwischen Schnee, Regen und Eis.

    Nun 6 Wochen später sieht für mich das Haus so aus, als wären die Wände zu einem großen Teil stark durchnässt. In meinen Laien-Augen dringt das Wasser rund um die Dachterrassen neben den betonierten Attiken von oben in die Ziegel ein und läuft dort innen bis auf die darunter liegenden Betondecken / -fussböden. An manchen Stellen bilden sich dann schon innen vor den Wänden teils große Wasserpfützen. Ich bin zwar wie gesagt Laie, aber das Ganze sieht schon sehr offensichtlich für mich danach aus.

    Was mir allerdings komplett fehlt, ist die Erfahrung bzw. das Wissen, inwieweit das Ganze normal ist oder (vermutlich) doch ein massiveres Problem darstellt.

    Ich hänge mal einige Bilder an, die das Haus an den betreffenden Stellen - teils von außen, teils von innen - zeigen, und wäre unglaublich dankbar, wenn ich hierzu ehrliche Meinungen bekommen könnte.

    Vielen herzlichen Dank im Voraus!

    IMG_20210131_132120.jpg IMG_20210131_124702.jpg IMG_20210131_124655.jpg IMG_20210131_122817.jpg IMG_20210131_122745.jpg IMG_20210131_122735.jpg IMG_20210131_122723.jpg
     

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  4. #4 Fabian Weber, 31.01.2021
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    Warum hast Du das Vertrauen in den Rohbauer verloren, die Fotos zeigen einen sehr sauber ausgeführten Rohbau und auch die Elektriker haben sehr ordentlich gearbeitet.

    Wenn man das Wasser wegwischt und mit Brenner den Beton trocknet kann man schon auch jetzt ne Schweißbahn aufbringen.

    Es ist ja nicht die Aufgabe des Rohbauers das Haus soweit abzudichten, dass es durch den Winter kommt, also hier sehe ich keinen Mangel.

    Für mich ist das alles noch überhaupt nicht dramatisch.
     
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    Vielen Dank für diese Einschätzung!

    Zu deiner Frage:

    Das Vertrauen in den Rohbauer haben wir aus anderen Gründen verloren. Unter anderem wurde uns ein teurer Kran mit Argumenten "verkauft", die sich später als falsch heraus gestellt hatten. Es gab aber auch noch einige andere Gründe, die allerdings bisher nicht oder eher weniger fachlicher Natur waren. Bei der Ausführung hatten wir bisher auch immer den Eindruck, dass im Großen und Ganzen schon sauber gearbeitet wurde.

    Sorgen mache ich mir aktuell ja eher nur wegen der mit Holzwolle gefüllten Ziegel. In meiner (laienhaften) Vorstellung ist durchnässte Holzwolle ein Problem, aber natürlich hoffe ich, mich hier zu täuschen.
     
  6. #6 addic, 31.01.2021
    Zuletzt bearbeitet: 31.01.2021
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    Wessen Aufgabe ist es denn, sicher zu stellen, dass keine Schäden aufgrund der Winter-Witterung auftreten? Hier trägt vermutlich die Bauleitung (Architekt) die Verantwortung, oder?
     
  7. #7 Sciro80, 31.01.2021
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    Die Bilder sind von EG? Wenn ja, dann fehlt die Abdichtungsbahn.
    Wenn er Rohbau nass wird, kann das schon einmal passieren. Auch die Wolle trocknet wieder. Das was ich jetzt sehe ist nicht schön aber ich würde mir da jetzt weniger Gedanken zu machen.
     
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  8. #8 Fabian Weber, 31.01.2021
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    Das ist Deine Aufgabe, Deine Bauleitung sollte Dich natürlich darauf hinweisen.

    Ebenso sollte Dich Deine Bauleitung darüber informieren, dass man den Kran des Rohbauers nicht extra bezahlen muss, weil das eine kostenlose Nebenleistung nach VOB beim Rohbauer ist.
     
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    Das mit dem Kran verstehe ich nicht ganz.

    Im ursprünglichen Angebot waren Krankosten in Höhe von ca. 4000 Euro enthalten. Noch vor Baubeginn hieß es dann, dass ein größerer Kran benötigt werde. Hierfür wurde uns ein Nachtragsangebot unterbreitet, dem wir dann zugestimmt haben. Im Verlauf dann stellte sich heraus, dass der Bau auch mit dem kleineren Kran möglich gewesen wäre.
     
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    Danke für das Feedback. Die Bilder stammen vom EG und OG.

    Wo müsste sich die Abdichtungsbahn befinden? Immer unter den Ziegelwänden? Wie wird diese Bahn aufgebracht? Wenn du mir das sagen kannst, weiß ich bestimmt, ob dies gemacht wurde.

    Ich glaube aber wie gesagt, dass das Wasser zum einen von oben in den Ziegel läuft und sich dann auf der Betondecke staut und in das Haus läuft.

    Zum anderen (das sieht man auch auf den Bildern) steht es rund um die Dachterrasse zum Beispiel so hoch, dass es über der untersten Mörtelschicht steht und evtl so in den Ziegel eindringt. Es sieht ja irgendwie so aus, als würde sich die Wand von unten "voll saugen".
     
  11. #11 Fabian Weber, 31.01.2021
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    Na wenn es ein Vertrag nach VOB ist, dann ist der Kran beim Rohbauer üblicherweise Nebenleistung, die man nicht bezahlen muss, sowas sollte aber der Bauleiter bzw. Architekt wissen, der die Ausschreibung gemacht hat. Das gilt auch für das Gerüst des Rohbauers.

    Wenn Ihr das jetzt extra im Vertrag habt, müsst Ihr es natürlich auch bezahlen.
     
  12. #12 Fabian Weber, 31.01.2021
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  13. #13 Fabian Weber, 31.01.2021
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    Danke das ging schnell:)
     
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  14. #14 simon84, 31.01.2021
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    das mit dem kran müsste man genauer beurteilen ist denke hier aber auch nicht das Thema

    ging es um die Ausladung oder um den Standplatz / Boden Verhältnisse ?
     
  15. addic

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    Grob zusammengefasst ging es bei dem Kran darum:

    Das Grundstück befindet sich in zweiter Reihe mit einer 3 Meter breiten Zufahrt. Der Kran konnte Grundstück nur hinten auf dem Grundstück aufgestellt werden. Irgendwann hieß es, dass die Arbeiten mit dem ursprünglich angedachten Untendreher nicht möglich wären, da dessen Ausladung nicht ausreichen würde bzw er an der Straße dann nicht die Lasten heben könne. Dies sei aber nötig, da Mischer und sonstige LKWs nicht in die Einfahrt kämen.

    Deshalb hatten wir in den sauren Apfel gebissen und hatten dem Einsatz eines Obendrehers zugestimmt. Während der Bauphase dann sind etliche LKWs, Mischer und auch ein Betonpumpenwagen doch in die Einfahrt gefahren. Somit sehe ich den Einsatz des Obendrehers nicht als gerechtfertigt an und diente nur der Erleichterung für die Baufirma, die von uns nun teuer bezahlt werden soll (muss).
     
  16. #16 Macher21, 24.02.2021
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    Hallo addic,
    Diese gedämmten Ziegel sind ne tolle Sache, solange sie trocken sind
     
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