WDVS Fallrohrbefestigung

Diskutiere WDVS Fallrohrbefestigung im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hallo, wir haben unser Haus dämmen lassen. Gleichzeitig haben wir auch Dachrinnen und Fallrohre erneuern lassen. Jetzt hat der Dachdecker die...

  1. honto

    honto

    Dabei seit:
    15. Januar 2007
    Beiträge:
    2
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    techniker
    Ort:
    kamen
    Hallo,

    wir haben unser Haus dämmen lassen. Gleichzeitig haben wir auch Dachrinnen und Fallrohre erneuern lassen. Jetzt hat der Dachdecker die Fallrohre mit gewöhnlichen schellen an der Wand befestigt. Das heißt per Nagelbefestigung einfach durch die Dämmung (80mm) gehauen. Das ist sicher nicht OK? Überall werden Wärmebrücken doch sonst vermieden.
    Wer weiß Rat??

    Gruß und Dank

    Christian
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. Ryker

    Ryker

    Dabei seit:
    16. Oktober 2006
    Beiträge:
    2.069
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    DDM, FLfDWuAT, 519er
    Ort:
    super, natural, British Columbia
    Benutzertitelzusatz:
    Exilant
    Gegenfrage: Haette er eine dornlose Rohrschelle am Putz festkleben sollen?

    So koennen Rohrschellen aussehen:

    [​IMG][​IMG]


    und so kommen die in die Wand:
    [​IMG]
     
  4. cekodeko

    cekodeko

    Dabei seit:
    1. Dezember 2006
    Beiträge:
    127
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    bauleiter
    Ort:
    hamburg
    Es ist schon möglich, im WDVS eine Verstärkung einzubauen, um einen
    Halt in der Fassade zu bekommen. Das muss dann in der Planung und
    Ausführung berücksichtigt sein, trifft also nicht den Dachdecker, höchstens spitzfindig, wenn der jetzt noch Bedenken anmelden müßte.

    Diese Einbautöpfe zur Befestigung haben natürlich auch einen erhöhten Wärmedurchgang, von sofern, sollte man die paar Haltereisen nicht weiter
    beachten, wenn Sie denn wenigstens fest sitzen.

    Grüße
     
  5. Ryker

    Ryker

    Dabei seit:
    16. Oktober 2006
    Beiträge:
    2.069
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    DDM, FLfDWuAT, 519er
    Ort:
    super, natural, British Columbia
    Benutzertitelzusatz:
    Exilant
    Da fragt sich: wogegen.
     
  6. cekodeko

    cekodeko

    Dabei seit:
    1. Dezember 2006
    Beiträge:
    127
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    bauleiter
    Ort:
    hamburg
    nun ja, wie wir lesen, 1. stellt der Bauherr die Ausführung in Frage

    2. gäbe es eine Möglichkeit, dieses kleinste Detail zu verbessern

    3. nach Anbau des Regenfallrohrers, müßte der DD dieses wieder demontieren
    und dann auch wieder montieren

    Ich hatte ja gesagt, spitzfindig!
     
  7. Bruno

    Bruno

    Dabei seit:
    28. Februar 2003
    Beiträge:
    3.943
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Architekt
    Ort:
    86167 Augsburg
    Benutzertitelzusatz:
    Architekt
    *spitzfindig eins draufsetz*

    Auch bei monolithischen Wänden ohne WDVS stellt eine eingeschlagene Schelle aus Metall eine punktförmige Wärmebrücke dar. Also müsste jeder Klempner jedes Mal Bedenken anmelden, wohlgemerkt gegen eine Standardausführung aus den Fachregeln.
     
  8. Ryker

    Ryker

    Dabei seit:
    16. Oktober 2006
    Beiträge:
    2.069
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    DDM, FLfDWuAT, 519er
    Ort:
    super, natural, British Columbia
    Benutzertitelzusatz:
    Exilant
    Dich hatte ich auch nicht kritisiert.

    Ich beschraenke mich auf 2.:

    Es ist noch zu beweisen, ob ein Dorn mit Abmessungen im Millimeterbereich tatsaechlich schlechtere bauphysikalische Werte als ein grossflaechigeres
    Produkt, dass in das WDVS eingelassen wird - jenseits des Bereichs im Troepfchenzaehlen beim Heizoel, das sich wohlmoeglich noch armotisieren
    soll. Bruno macht das bestimmt gleich vor.

    Danach stellt sich noch die Frage nach dem Stand der Technik:
    Wieso ist fuer diesen und andere Aussenwandtypen nicht schlicht eine solche
    metallose Befestigung vorgeschrieben, wenn ihr Ausbleiben Bedenkensanmeldewert
    ist?
     
  9. Ryker

    Ryker

    Dabei seit:
    16. Oktober 2006
    Beiträge:
    2.069
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    DDM, FLfDWuAT, 519er
    Ort:
    super, natural, British Columbia
    Benutzertitelzusatz:
    Exilant
    So kurz haett' ichs auch gern gekonnt.
     
  10. Julius

    Julius

    Dabei seit:
    25. März 2004
    Beiträge:
    23.213
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Kabelaffe
    Ort:
    Franken
    Benutzertitelzusatz:
    Werbung hier erfolgt gegen meinen Willen!
    @ Christian

    Immer wieder schön zu hören, daß es noch Leute gibt, die keine echten (Bau-) Probleme haben! :e_smiley_brille02:
     
  11. honto

    honto

    Dabei seit:
    15. Januar 2007
    Beiträge:
    2
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    techniker
    Ort:
    kamen
    Hallo,

    erstmal danke für die Antworten.
    Ich hatte gedacht, es gibt evtl. Probleme, machen einen ja alle verrückt.

    Bis die Tage

    Christian
     
  12. #11 Hundertwasser, 16. Januar 2007
    Hundertwasser

    Hundertwasser

    Dabei seit:
    14. Februar 2006
    Beiträge:
    3.264
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Sachverständiger für Schäden an Gebäuden
    Ort:
    Harburg
    Benutzertitelzusatz:
    Maler und Landstreicher
    Ich glaube nicht das das größte Problem die Wärmebrücke ist. Eher schon sollte man sich Gedanken über die wasserdichtheit machen, die ist im Nachhinein sehr schwer herzustellen (dauerhaft). Ich bestehe bei meinen Kunden darauf, das solche Rohrschellen schon vorab montiert werden. Wie alle anderen Anschlüsse der PS Platten wird auch dieser dann mit Kompriband ausgeführt.

    Besser sind nhierfür Rohtrschellen geeignet die nicht nur eingeschlagen sondern mittels Dübel befestigt werden. Hinten ist ein Gewinde dran so das die eigentliche Schelle abgeschraubt werden kann.
     
  13. Julius

    Julius

    Dabei seit:
    25. März 2004
    Beiträge:
    23.213
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Kabelaffe
    Ort:
    Franken
    Benutzertitelzusatz:
    Werbung hier erfolgt gegen meinen Willen!
    Es lag Dir auf der Zunge

    Also mit Stockschrauben. :)
     
  14. Ryker

    Ryker

    Dabei seit:
    16. Oktober 2006
    Beiträge:
    2.069
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    DDM, FLfDWuAT, 519er
    Ort:
    super, natural, British Columbia
    Benutzertitelzusatz:
    Exilant
    Und was an denen ist besser als eine einzuschlagende Schelle, zur Not mit langem Dorn?
     
  15. widder72

    widder72

    Dabei seit:
    12. Februar 2008
    Beiträge:
    65
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Bauleiter
    Ort:
    Eisenach
    hallo, was haltet ihr von spiraldübeln? unser dachdecker hat das system (welches eine zulassung besitzt) vorgeschlagen, um fallrohr und wasserfangkasten zu befestigen und um wärme(kälte)brücken zu vermeiden.
    gibt es da schon erfahrungswerte?
     
  16. #15 Broesel, 31. März 2011
    Zuletzt bearbeitet: 31. März 2011
    Broesel

    Broesel

    Dabei seit:
    24. Januar 2010
    Beiträge:
    54
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Entwickler
    Ort:
    NRW
    Bei uns haben sie es auch mit Gewindestangen gemacht, welche mit 'ner Platte auf das Hintermauerwerk gedübelt wurden. OK, kältebrückentechnisch sicherlich nicht top, da wäre z.B. sowas wie Thermax (um die mir bekannte Variante zu nennen) sicherlich besser, da diese therm. getrennt sein sollen... Naja, ist nicht mehr zu ändern.

    @ Hundertwasser: Mit Kompriband? Hmm... Bei uns kam wohl nur die Dose PU-Schaum zum Einsatz... :-(
     
  17. oberh

    oberh

    Dabei seit:
    22. Februar 2010
    Beiträge:
    658
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Vermessungstechniker
    Ort:
    Rösrath, NRW
    Hi!

    Da bei mir ebenfalls so verfahren worden ist, habe ich dies letzte Woche gerügt.
    Von daher interessiert mich dieser Thread.

    Im Sinne von Hundertwasser wies mich ein SV auf die fehlende Schlagregendichtigkeit hin.

    Einmal abgesehen davon sitzen diese Schellen auch nicht fest.
    Sie lassen sich herausziehen ...
    Die Regenrinne und das Entwässerungsrohr im Boden sorgen für ein bischen Stabilität. :mega_lol:
     
  18. HoWi

    HoWi

    Dabei seit:
    3. April 2011
    Beiträge:
    5
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Dipl.-Holzwirt
    Ort:
    Hamburg
    Thermax war das Stichwort

    Durch die Dämmung hindurch zu befestigen muß dicht sein und thermisch getrennt - letzteres weniger wegen des Wärmeverlustes aufgrund einer minimalen Wärmebrücke, sondern wegen der Gefahr der Taupunktsunterschreitung am Metall auf der Strecke von der Wand nach außen. Das Wasser würde sich unbemerkt in der Dämmung ausbreiten.
    Fischer bietet solche thermisch getrennten Dübel an (andere vermutlich auch) - für große Belastungen wie Markisen und auch für kleine wie Fallrohre.
    Die zweitbeste Lösung: Einschraubhülsen, die in die Dämmung gewürgt werden (ggfs. in besonders verstärkte Platten). Alles andere ist abzulehnen, insbesondere die Einschlagvarianten.
    Grüße - J. Müller
     
  19. oberh

    oberh

    Dabei seit:
    22. Februar 2010
    Beiträge:
    658
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Vermessungstechniker
    Ort:
    Rösrath, NRW
    Guten Morgen!

    "@ Hundertwasser: Mit Kompriband? Hmm... Bei uns kam wohl nur die Dose PU-Schaum zum Einsatz... :-( "

    Am Samstag kamen die Dachdecker, nahmen die Fallrohre ab, nahmen die Haken ab, spritzten einen "Kartuschen-Kleber" in die Löcher, hämmerten die Haken wieder rein ...
    Als ich den Hinweis "Verdübelung", "Kompriband" etc. benannte, hatte ich auf einmal den Chef der ausführenden Firma an der Strippe:
    "Wer hat das gesagt? - Ist unsere Ausführung nach dem Informanten etwa nicht nach den aRdT?"

    "Alles andere ist abzulehnen, insbesondere die Einschlagvarianten."

    Was zu belegen wäre ...

    Ich kann ja grundsätzlich alles ablehnen - es stellt sich dann nur die Frage, wem nachher die Kosten auf´s Auge gedrückt werden.
    Bei einem GU-Werkvertrag habe ich schließlich einen Festpreis (vereinbart).

    Hülfäääähhhhhh!
     
  20. Anzeige

    Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  21. HoWi

    HoWi

    Dabei seit:
    3. April 2011
    Beiträge:
    5
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Dipl.-Holzwirt
    Ort:
    Hamburg
  22. kuddel

    kuddel

    Dabei seit:
    7. Juli 2011
    Beiträge:
    5
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Dipl.-Ing.
    Ort:
    hannover
    Moin,

    muß der Dachdecker denn die Befestigung des Fallrohres bei einem Neubau mit WDVS zwingend wärmebrückenfrei herstellen? Gibt es da eine Norm zu? Nach DIN 4108 muß beim Neubau wärmebrückenfrei gedämmt werden... . Bei uns wurden nun die alten normalen Halteschellen verwendet. Stutzig macht mich nur, daß bei dem vorherigen Bauabschnitt thermisch getrennte Schrauben verwendet wurden.
     
Thema: WDVS Fallrohrbefestigung
Besucher kamen mit folgenden Suchen
  1. fallrohrbefestigung wärmedämmverbundsystem

Die Seite wird geladen...

WDVS Fallrohrbefestigung - Ähnliche Themen

  1. Regelwerk für Putz und WDVS

    Regelwerk für Putz und WDVS: Guten Tag, gibt es ein Regelwerk ( Regel oder Normen) für Putz und WDVS an das sich die Gipser halten müssen? Besten Dank Helmut Saniergenervter
  2. Fachgerechter Übergang von Sockeldämmung zum WDVS

    Fachgerechter Übergang von Sockeldämmung zum WDVS: Hallo zusammen, aktuell dämme ich bei meinem EFH den Sockelbereich des Kellers. Die Sockeldämmung und auch die Kellerdämmung wurden mit XPS 140...
  3. WDVS nur komplett kaufen ?

    WDVS nur komplett kaufen ?: Hi Folks, nachdem die Innebarbeiten angefangen haben und nächste Woche zuende sind ist die Fassade an der Reihe. Entschieden hatte ich mich...
  4. Neue WDVS Vorschriften Einfamilienhaus

    Neue WDVS Vorschriften Einfamilienhaus: Hallo, seid 2016 gelten ja neue Vorschriften bezgl. Brandriegel im sockelberreich usw. Ich finde aber nirgendswo Informationen ob alle diese...
  5. Pfusch am Bau WDVS Fenstersturz nicht isoliert

    Pfusch am Bau WDVS Fenstersturz nicht isoliert: Wer hat Recht? Hausherr beauftragt Verputzer Firma ein bestehendes Haus mit einem 140mm Wärmedämmverbundsystem auszustatten. Die Verputzer Firma...