WDVS-Kanten bei Reihenmittelhaus ?

Diskutiere WDVS-Kanten bei Reihenmittelhaus ? im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Ich stehe vor der Beauftragung einer Wärmedämmung der Fassade eines Reihenmittelhauses an einen (deutschen) Fachbetrieb. Allerdings mache ich mir...

  1. Uwigel

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    Ich stehe vor der Beauftragung einer Wärmedämmung der Fassade eines Reihenmittelhauses an einen (deutschen) Fachbetrieb. Allerdings mache ich mir Sorgen, weil ich auf einige Detailfragen keine Antwort bekomme und bitte daher freundlichst hier um Tipps. Konkret:
    - Da die Nachbarn nicht dämmen und wir bislang bündige Fassaden haben, stehen die 14 cm Dämmung bei mir also "nach vorne raus". Wie müssen diese Kanten ausgeführt werden, um dauerhaft regendicht und schadenstolerant zu sein, so dass keine Feuchtigkeit hinter die Dämmung zieht ? Kommt dort ähnlich der Unterkante eine seitliche Abschlußleiste hin oder wird das blos mit Band hinterlegt und "beigeputzt" ?
    - Das Haus hat ein Beton-Vordach. Muss das WDVS auch weiter nach vorn um dieses Dach gezogen werden, um diese Platte zumindest teilweise mit einzuschließen ? Ich befürchte sonst eine Kältebrücke.
    - An der Haustür lässt sich mangels Rahmenstärke keine Laibungsdämmung aufbringen (sichtbare Rahmenstärke um die Türöffnung nur ca. 5 mm). Kann das zu Problemen, feuchtem Mauerwerk etc. führen und was könnte man dagegen tun ?

    Freue mich über jeden fundierten Rat, da bei mir die Katastrophenberichte in diesem Forum gehöriges Muffensausen gegenüber sog. "fachgerechten" Arbeiten verursacht haben... Herzlichen Dank im voraus !
     
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  3. #2 fassadenschutz, 24. August 2010
    fassadenschutz

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    Hallo,
    Welcher Dämmstoff soll an der Fassade?

    Gruß
     
  4. Uwigel

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    Ich bevorzuge PU, das Unternehmen bietet Mineralisches WDVS an. Hier diskutieren wir noch über das geeignetere System. Ich bin ja bereit, die Mehrkosten des Materials zu bezahlen, wenn es für meinen Anwendungsfall besser ist.
    Solche Diskussionen gibt es einige: So möchte der Handwerker z.B. die Perimeterdämmung auch nur 20cm unter GOK führen - führt meines Erachtens sofort zu Feuchtigkeitsschäden im Keller (Souterain, Bodenplatte ist ca. 1,20 m unter GOK).
     
  5. #4 Hundertwasser, 24. August 2010
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  6. #5 Hundertwasser, 24. August 2010
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    Warum bevorzugst du PUR? Meint dein Handwerker mit mineralischer Dämmung Steinwolleplatten bzw. Steinlamelle?

    Die Perimeterdämmung sollte natürlich unter die GOK geführt werden, allerdings ist dies für den Altbau nicht genormt. Allerdings ist dein Handwerker ein Schlitzohr - Es soll nämlich die Perimeterdämmung auch 30 cm über GOK geführt werden. Wenn er nur 20 cm nach unten geht reicht ihm eine ganze Platte (50 cm hoch) aus. Warum befürchtest du hier Feuchtigkeitsschäden? Wenn deine Feuchtigkeitssperre bisher intakt war wird sich diese durch das WDVS nicht verschlechtern. Auch wirst du keine erhöhte Tauwasserbildung im Inneren haben wenn du nicht dämmst.
     
  7. #6 Herr Nilsson, 24. August 2010
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    Ja, Kompriband zwischen Platte und Wand.
    Die Wärmebrücke (wie sie richtig heißt) kannst Du eh nicht verhindern, da durchgehend zum Nachbarn.
    Halte ich für ein Gerücht.
    Warum? Welche Nutzung (bewohnt und/oder beheizt)/Temperaturen etc.? Wenn es auch ruhig ein paar cm mehr sein dürften.

    Und für eine schwammige Dämmung mit vielen Detailfehlern (=Mangelanfälligkeit) der Fassade möchtest Du das Dach/Regenrohre/Fallstränge verlängern (Geld), neue Fenster einbauen (Geld), Fassade dämmen (Geld)..........

    Was soll die Dämmung da eigentlich? Unbestritten, die Fassade ist grässlich-hässlich............aber sonst.
     
  8. #7 Herr Nilsson, 24. August 2010
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    Und die Kosten werden immer höher...........

    Wenn sich das mal amortisiert.
     
  9. Uwigel

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    Neue Haustür & Fenster sowie Gas-BWT sind schon drin. Wahrscheinlich hast Du recht - potentiell viel Ärger für wenig echten Effekt...
    Danke an Hundertwasser & Herrn Nillson für die wie immer fundierten und hilfreichen Kommentare ! :winken
     
  10. mls

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    ist das vorhaben genehmigungsrechtlich in trockenen tüchern?
     
  11. #10 Herr Nilsson, 25. August 2010
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    Hmm, DANN dürfte es EIGENTLICH doch das Laibungsproblem gar nicht geben:sleeping......

    Viel Aufwand für kleine Transmissionsfläche. Und ohne eine vollunfängliche Planung aller angrenzenden und einschliessenden Bauteile wird das geschustere da nix.

    Ich würds lassen und das Geld ins Innere stecken. Statt eines WDVS kann Dir ein guter Stuckateur/Maler fast genau so teure Beschichtungen auf die Innenwände bringen, die ECHT was her machen:D.
     
  12. #11 Isolierglas, 25. August 2010
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    Vlt, ein bisserl Haustechnik, thermische Solaranlage oder Kraft-Wärme Kopplung??? Ist genausoteuer wie ein WDVS und das amortisiert sich bei einem Reihenhaus nie...
     
  13. ME Tobi

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    Hallo Uwigel im Prinzip wurden schon viele der kritischen Punkte angesprochen, ich kann mich da nur den anderen anschließen das eine Dämmung im Außenbereich gut geplant werden muss.
    Die Leibungsbereiche nicht zu Dämmen ist später eine große Schwachstelle in der Gebäude Hülle da es den Isotherme verlauf verändert und sich im innenbereich die Luftfeuchtigkeit an den kalten Stellen absetzt und das auf kurz oder lang zu Schimmelbildung führen kann, die Fenster sollten aus diesem Grund auch optimaler weise im inneren ersten drittel der Dämmstoffebene liegen.(Praxis Bündig Außenkante Mauerwerk) so daß man mit den Dämmstoffplatten bis auf den Rahmen überdämmen kann.
    Auch wäre es theoretisch von nöten min. 50cm zum Nachbarn zu überdämmen aus dem selben Grund wie im Leibungsbereich auch hier würde sonst eine Schwachstelle enstehen.
    Von einer Innendämmung würde ich abraten da der Taupunkt überwiegend zwischen tragender Wand und Dämmschicht verlager wird und es so zu erheblichen Kondeswasser anfall kommen kann.Deswegen funktioniert sie auch nur wenn der Wasserdampf daran gehindert wird, in die gesamte Konstruktion einzudringen. Das geschieht zb. durch die Verwendung einer Dampfbremse.
    Weitere Nachteile sind geringes Wärmespeichervermögen der Innenwand, schlechtes Raumklima, Wohnraumverlusst und bei einer Innendämmung ist die Außenseite der Wand direkt starken Temperaturschwankungen ausgesetzt, was die Gefahr der Bildung von Spannungsrissen erhöht.
    Deshalb würde ich schon zu einer Außenwanddämmung raten, aber halt gut geplant und ausgeführt.
    ich hoffe ich konnte ein bisschen weiter helfen!
     
  14. marlboro

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    Wieviele qm sind das überhaupt? Die Fläche sieht mir sehr "übersichtlich" aus. Wie hoch sind die Kosten für das WDVS und mit welcher Einsparung wird danach bei den Energiekosten gerechnet?

    An die Profis: wie ist es mit Calciumsilikatplatten im Innenbereich?
     
  15. Gast943916

    Gast943916 Gast

    ein heikles Thema, sollte sich einer genau auskennen damit
     
  16. #15 Hundertwasser, 25. August 2010
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    Bei deinen anderen Ausführungen bin ich ja einigermaßen bei dir, aber warum soll sich die Schimmelproblematik erhöhen wenn die Leibungen nicht gedämmt werden. Du sprichst die Isothermen an. Kannst du die Situation vielleicht mal grafisch darstellen (vor und nach der Dämmung)?
     
  17. Uwigel

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    Jetzt bin ich etwas platt - das Haus steht nicht unter Denkmalschutz, die Nachbarn sind nicht betroffen - wozu brauche ich da für eine Fassadendämumng eine Genehmigung ? :yikes So eine Forderung kann ich weder im Bremer Baurecht noch im Nachbarschaftsrecht finden. Oder habe ich da sträflich etwas übersehen ?
     
  18. Uwigel

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    Laibungsproblem: Doch, da die Maueröffnung für die Tür nur etwa 90 cm beträgt, ist der neue Türrahmen von innen gegengesetzt worden.

    Innenisolierung: Nämlich ? Bin für gute Vorschläge immer offen.
     
  19. Uwigel

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    ... ein weiteres Mosaiksteinchen in meinem noch lückenhaften Bild... Danke !
     
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  21. mls

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    die abstandsflächen ändern sich - und um genau diese fassadendämmung wurde
    schon hochherrschaftlich gestritten ..
     
  22. Uwigel

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    Gesamt-Fassadenfläche: Breite 6,5 m, Höhe 2,5 Stockwerke, also ca.7 m, 2 große Fenster (dreifach verglast) und 1 Haustür, macht eine zu isolierende Fläche von 45 - 6 = 39 qm.
    Nach meiner groben Energiebilanz und mit den durchschnittlichen Heizkosten der letzten Jahre komme ich auf etwa 200 €/a Einsparung bei (angebotenen) Kosten (abzgl. Fördermitteln) von ca. 5000 € (WDVS) + X00 € (Dachdecker). D.h. die Einsparungen erwirtschaften etwa die Finanzierungskosten, aber keine Tilgung. Allerdings ist ein höherer Wiederverkaufswert zu veranschlagen - und eine schönere Fassade...
    Aber wie geschrieben - derzeit machen mir die Risiken einer schlampigen Ausführung und die daraus resultierenen Folgekosten mehr Sorgen als die eigentlichen Arbeiten & Kosten.
     
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