WDVS - Kombinationsdämmung Fassade möglich

Diskutiere WDVS - Kombinationsdämmung Fassade möglich im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen! Ich möchte ein bislang ungedämmtes Haus aus den 60'er Jahren energetisch sanieren. Neben Dachdämmung, neuen Fenstern (3-fach)...

  1. Till2010

    Till2010

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    Hallo zusammen!

    Ich möchte ein bislang ungedämmtes Haus aus den 60'er Jahren energetisch sanieren. Neben Dachdämmung, neuen Fenstern (3-fach) Lüftungsanlage (kontrolliert) etc. soll auch die Fassade mit einem Wärmedämmverbundsystem gedämmt werden.
    Bislang ist ein zweischaliges Mauerwerk (innen Kalksandstein, außen Klinker) ohne jegliche Zwischeninsolierung vorhanden. Für die Sanierung würde der Klinker abgeschlagen, so dass das System unmittelbar auf der verbleibenden Kalksandsteinmauer angebracht würde.
    Da mir Brandschutz und Schallschutz wichtig sind, denke ich , dass ein Wärmedämmverbundsystem aus Mineralwolle (WLG 035) Sinn macht. Leider werden diese Systeme nur bis zu einer max. Dämmstärke von 200 mm (evtl. 220 mm) am Markt angeboten. Ich würde gerne bis zu 300 mm Stärke in WLG 035 dämmen.
    Frage:
    Ist es möglich, das Wärmedämmverbundsystem aus Mineralwolle um eine Lage Styropor (Polystyrol), z.B. 10 cm zu ergänzen, d.h. auf das Mauerwerk aus Kalksandstein erst einmal das Styropor, dann nach außen die Mineralwolle (als Dämmung mit Schall- und Brandschutz) anzubringen?
    Oder kennt jemand eine andere Variante zur Außenwandämmung, die neben gutem Schallschutz auch guten Brandschutz gewährleistet, und gleichzeitig eine ausreichend dicke Dämmstärke (z.B. 300 mm) zulässt?
    Vielen Dank schon mal an alle, die sich die Zeit nehmen, den Beitrag zu lesen und zu antworten. :-)

    Till2010
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 8. März 2010
    Ralf Dühlmeyer

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    Welches Ziel soll denn mit 30 cm erreicht werden???
    Soll das ein Passivhaus werden???

    Wenn nein - warum dann so dick dämmen???
     
  4. R.B.

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    Mit 20cm Dämmung kommt Dein Wandaufbau bereits in Richtung 0,16W/m2K, das ist schon ganz ordentlich. Bei 30cm geht´s dann in Richtung 0,12. Wir reden also von einer Differenz im Bereich 0,04W/m2K!!!

    Je nach Wandfläche reden wir also von einer zusätzlichen jährlichen Einsparung von vielleicht 400kWh bei einem typ. EFH.

    Gruß
    Ralf
     
  5. Till2010

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    Die gesamte Wärmedämmung des Hauses soll schon in Richtung Passivhaus tendieren. Wenn ich schon den Aufwand einer Dämmung betreibe, dann kann ich mit Blick in die Zukunft doch eher mehr dämmen als momentan vielleicht erforderlich.

    Da das Haus zwei Vollgeschosse zzgl. Dachgeschoss (Satteldach) hat, kommen schon rund 260 m² Fassadenfläche zusammen.

    Gruß
    Till2010
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 8. März 2010
    Ralf Dühlmeyer

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    Das klingt wie - Ein bisschen schwanger.

    Entweder, es soll ein Passivhaus werden. Dann machen solche Dämmstärken Sinn.
    Oder es wird kein Passivhaus. Dann macht es in aller Regel auch keinen Sinn, derart dicke Dämmungen zu verbauen.

    Diese Dicken lassen sich auch mineralisch realisieren. Aber die Kosten steigen extrem.

    Ein zweilagiges System ist absoluter Unsinn und kombiniert eher die Nach- als die Vorteile der beiden Systeme.

    Welches Heizsystem soll denn zum Einsatz kommen???
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Es steht Dir ja frei zu dämmen soviel Du willst. Ich wollte Dich nur darauf hinweisen, dass man sich die letzten paar kWh Einsparung richtig teuer erkauft.
    Es geht auch nicht nur darum die paar qm mit mehr Dämmung zu versehen, sondern auch so Dinge wie Fensteranschlüsse Leibungen etc. werden nicht gerade einfacher.

    Ach ja, die 400kWh entsprechen 40 Liter Heizöl, mit sehr schlechtem Wirkungsgrad vielleicht 60Liter Heizöl, oder bei Einsatz einer WP von vielleicht 100kWh Strom, bei durchschnittlich 13Ct./kWh (WP Tarif) sind das stolze 13,- € PRO JAHR !

    Gruß
    Ralf
     
  8. Till2010

    Till2010

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    Die Argumentation ist schon richtig - die letzten m³ Gas-Einsparung bei der Heizung erkauft man sich in der Tat mit relativ viel Geld.

    Danke für die prompten Kommentare. 200 mm sollten dann wohl reichen.
    Gruß
    Till2010
     
  9. Trabi

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    Moin,

    und warum den Klinker ab? Statisch erforderlich? Kann doch hinsichtlich Schall und Wärmespeicher nur besser werden, wenn er drauf bleibt. Gibt's 'ne Hinterlüftungsebene oder direkt mit dem KS-Stein verbunden?
     
  10. #9 Ralf Dühlmeyer, 9. März 2010
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    Nein. Du sparst nicht, Du verbrauchst u.U. sogar mehr, wenn Du ein mit Gas geheiztes Haus so dick einpackst.

    Die Heizung kann gar nicht so wenig Energie liefern wie nur nötig ist und läuft daher völlig ineffektiv.
    Das Ergebnis kann ein höherer Verbrauch als mit 15 cm Dämmung sein.
     
  11. Till2010

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    Also - es gibt einen Luftzwischenraum zwischen Kalksandstein und bestehendem Klinker (ca. 3 cm Dicke). Wenn ich den Klinker belasse, dann erhalte ich Fensterlaibungen, die von der Dicke in etwa einer Schießscharte gleichen.
    Außerdem gäbe es dann wohl Probleme bei der Dämmung der Fensterlaibungen. Entweder die neuen Fenster werden kleiner oder ich muss dort Klinker abschlagen, damit ich Platz für die Isolierung bzw. den Fensteranschluss habe. Optimal wäre ja, wenn die Fenster in der Dämmebene montiert würden. Auch davon wäre ich bei Erhalt des KLinkers weit entfernt.

    Da Steinwolle den Schallschutz herstellt, benötige ich den alten Klinker nicht mehr. Mehrkosten sind allerdings unbestritten damit verbunden.

    Gruß
    Till2010
     
  12. #11 Ralf Dühlmeyer, 9. März 2010
    Ralf Dühlmeyer

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    Bei Bj 196? kannst Du die Verblendschale wahrscheinlich gar nicht belassen!!!!
    Die Luftschichtanker waren zu der Zeit noch aus verzinktem Draht. Davon wirst Du im Luftzwischenraum beim Abbruch nur noch spärliche Reste finden.
    Die Schale steht nur noch, weil sie zu faul zum Umkippen ist.
    Eine zusätzliche Last (WDVS) kann sie in keinem Fall aufnehmen!!

    Ausserdem macht die Luftschicht ggf. ne Menge bauphysikalischer Probleme.

    Die Überlegung "Verblendschale belassen" stellt sich in aller Regel nicht!
     
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  14. raaner

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    Ich würde auch nicht uneingeschränkt sagen wollen, dass MW zwangsläufig einen viel besseren Schallschutz als EPS liefert. Klar, das bewertete Schalldämmmaß ist besser, allerdings sollte man die konkrete Umgebungssituation nicht außer acht lassen. Bei innerstädtischem Verkehrslärm mit tiefen Frequenzen kann ein WDVS mit härteren Dämmstoffen durchaus eine bessere (subjektive) Schalldämmung erreichen als mit weichen. Falls allerdings Schienenverkehr oder Straßen mit hohen Geschwindigkeiten (hochfrequent) in der Nähe sind, würde ich auch lieber auf weiche Dämmschichten setzen.

    PS Kann bitte mal jemand den Titel des Unterforums in "Energiesparen, Energieausweis" ändern!? Das tut den Augen weh;)
     
  15. Josef

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    Danke für den Hinweis :konfusius
     
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