WDVS mal anders: PU oder Resol/Phenol-Hartschaumplatten

Diskutiere WDVS mal anders: PU oder Resol/Phenol-Hartschaumplatten im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hallo Leute, wirtschaftlich Dämmen kann man seit Jahrzenten nur mit Polystyrol. So eine Dämmung erreicht im besten Fall WLG 032. Innovativ...

  1. Zwieback

    Zwieback Gast

    Hallo Leute,

    wirtschaftlich Dämmen kann man seit Jahrzenten nur mit Polystyrol. So eine Dämmung erreicht im besten Fall WLG 032.

    Innovativ ist das allerdings nicht gerade.

    Andere Materialien, wie Polyurethan (PU/PIR) oder Resol/Phenol-Hartschaum, erreichen WLG 022. Allerdings sind diese Materialien ca. drei mal so teuer wie Polystyrol.

    Woran könnte das liegen?

    Einige Gründe fallen mir ein: geringe Nachfrage, Monopolstellung der Herstellers (z.B. Kingspan bei Resol-Hartschaumplatten), teurere Herstellung, ...
     
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  3. #2 Hundertwasser, 28. August 2009
    Hundertwasser

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  4. Evander

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    Ein anderer Aspekt wäre die Ausführung.
    So ein teures Zeug wäre schwierig auf Baustellen zu lagern, weil man dauernd Angst haben müsste, dass es geklaut wird.
     
  5. Olibau

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    Ot!?

    :offtopic:
    ... hab' ich da nicht gerade gelernt, daß man dafür aber zusätzlich jeweils spezielle Befestigungen braucht ...
    ... und nebenbei gast denn beim Resol nicht sowas wie Formaldehyd aus?

    ... dafür brennen die dann angeblich auch nicht, oder?

    Ich hatte auch kurz über die "Bakelitdämmung" nachgedacht, habe aber noch keine Idee, ob die Mehrkosten (auch die bei der Verarbeitung anfallenden) das auch "Wert" sind.
     
  6. Zwieback

    Zwieback Gast

    Nicht brennbar (Baustoffklasse A) ist nur Mineralwolle oder Steinwolle, alles andere brennt irgendwann (Baustoffklasse B).
     
  7. MichaelG

    MichaelG

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    Wenn der Zwieback schreibt:

    Innovativ ist das allerdings nicht gerade.

    Was wäre denn dann innovativ?

    Vakuumdämmung in Wärmeleitgruppe 0,008 etwa? zum wievielfachen Preis? Mit welchem Aufwand für Planung und bei der Ausführung?

    Wo kostet die Resolplatte WLG 022 denn "nur" das dreifache gegenüber Polystyrol in WLG 032?

    MfG Michael
     
  8. Zwieback

    Zwieback Gast

    Beim Baustoffhändler waren es tatsächlich eher das vier oder fünf-fache. Aber vielleicht gibt es das ganze billiger in der Bucht beim Dämmstoffkönig.

    Das ist genau der Punkt, alles andere als Polystyrol ist unbezahlbar.
     
  9. Olibau

    Olibau

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    an...

    ... welcher (Bau-)stelle sind wir denn jetzt gerade?

    Innovations-
    oder
    Preis-

    Diskussion?
     
  10. Zwieback

    Zwieback Gast

    Ich denke, beides gehört zusammen.

    Normalerweise ist es doch so bei Innovationen, erst sind sie sau teuer, dann - mit der Marktdurchdrängung - sinkt der Preis. So war es z.B. mit den Mobiltelefonen. Erst hatten nur wenige diese teuren Geräte, jetzt hat jeder so ein Spielzeug.

    Anscheinend sind wir bei Dämmung mit WLG < 030 immer noch in der teuren "early adopter" Phase.
     
  11. Olibau

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    Ok, jetzt bin ich bei Dir!

    Ich verzweifle auch gerade an der Wahl der Bau(dämm)weise, aber ich will Deinen Fred nicht kapern... also haut mich mal, wenn's so ist....

    Komme gerade vom Energieberater. Der war ganz anders drauf.
    Sagte mir - in Kurzform - Alles quatsch, machen'se den Wandaufbau mit 'nem billigen Hohlblock wie früher und dann haun'sen ordentliches WDVS drauf und dann ham'se mehr davon. Wichtig ist das sie am Dach gut isolieren, damit da kein Schall 'rein kommt...
    Ich bin noch nicht so sattelfest, daß ich jetzt nicht total verwirrt wäre, nachdem ich gerade den T7 Fred gelesen habe...

    Mir ist schlecht und ich bin deprimiert...
     
  12. Zwieback

    Zwieback Gast

    Danke.
    Haste Kinder, die auch mal mit dem Ball an die Hauswand schießen dürfen sollen und reicht dir der U-Wert eines Wärmedämmsteins, dann bau monolithisch und nimm einen Wärmedämmstein (T7/Liaplan/KLB/usw.).

    Wenn du aber wirklich gute U-Werte haben willst oder brauchst, dann musst du zweischalig bauen, d.h. dünnes und billiges Mauerwerk + WDVS (Polystyrol WLG 032) drauf pappen.

    Kopf hoch.
     
  13. #12 Hundertwasser, 29. August 2009
    Hundertwasser

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    Die angesprochenen Dämmaterialien sind für mich auch in weiterer Zukunft nur spezielle Problemlöser. Nach wie vor ist Polystyrol-Hartschaum das geeignetste Material. Vorteile sind vor allem das gute Preis-Leistungsverhältnis. Brennbarkeit ist für mich kein Thema. Natürlich können EPS Fassaden durch einen Brand zerstört werden, aber da entstünde ja nur ein Nachteil wenn der Brand über die EFassade beschleunigt würde. Wer mir ein Kind zeigt das mit einem Fußball ein Loch ins WDVS bringt bekommt von mir ein Eis - und ich werde Spielervermittler und bringe den Todesschützen beim FC Bayern unter.

    Kein anderer Dämmstoff lässt sich so gut und exakt verarbeiten (Schneidegerät), vor allem bei höheren Dämmstoffstärken ein wichtiges Kriterium.

    In Kombination mit einem schweren MAuerstein (KS, schwerter Ziegel) erhält man ein HAus mit guter Wärmedämmung und gutem Speichervermögen (gerade auch im Sommer wichtig) sowie einer guten Schalldämmung.
     
  14. Olibau

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    Das
    gebe ich dann mal wieder zurück :o

    = Klimaleichtblock, nehme ich an?

    ...was aber wieder bedeutet, daß ich die Wärme innen nicht speichern kann und in einer "Plastiktüte" lebe - oder zumindest das (subjektive) Gefühl habe, oder?

    ...ist das was ich als "Styropor" kenne?!

    Die Ursprungsplanung bei uns war KS + WDVS und ich nehme an, daß das zumindest von der Kostenseite ein vernünftiges Preis-/Leistungsverhältnis bringt.
    Mir wurde auch gesagt, daß man mit diesem Aufbau wenig Probleme mit Wärmebrücken hat. Warum sollte also das Rad neu erfunden werden?
    Nachdem die Räder Gummi bekommen haben, hat sich da auch nicht mehr viel verändert....
     
  15. Zwieback

    Zwieback Gast

    Das habe ich mit "dünnes und billiges Mauerwerk + WDVS" gemeint. Als WDVS günstiges Polystyrol ("Styropor") weil alles andere unbezahlbar ist. Keine Ahnung, was es für Alternativen zu KS gibt, die bei gleicher Wärmespeichermasse günstiger sind.

    Aber was meinst du mit "in einer Plastiktüte leben"?
     
  16. Julius

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    Nein! Zumindest nicht notwendigerweise.
    Da das dünne Mauerwerk eine sehr hohe Dichte hat (muß ja auch ausreichend Tragfähigkeit haben, außerdem ist die billiger herzustellen) ist trotz des geringeren Mauervolumens genügend Speichermasse vorhanden! Außerdem gehen ja die Decken auch noch mit ein (Massivdecken haben diesbezüglich Vorteile).

    Ja. Das ist der bekannteste Handelsname dafür.

    Zu Deinem Gefühl kann ich nichts sagen. Außer, daß es objektive Gefühle gar nicht geben kann...

    Also: Praktisch luftdicht muß heute jedes Wohnhaus ausgeführt werden.
    (Nicht nur) deswegen sollte man keinesfalls auf eine Lüftungsanlage (KWL) verzichten!
    Die Feuchtigkeit wird außerdem noch von den Wänden (Verputz bzw. Platten, meist auf Gipsbasis) etwas gepuffert.

    Folge: Alles bestens, auch mit Deinem Gefühl! :28:
     
  17. Olibau

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    naja, bei "billigem Wandaufbau" habe ich spontan an irgendwas gipsplattiges mit Folie gedacht. In so einer "Bude" hab' ich mich mal umgeschaut und hatte selbiges Gefühl....

    An alle:
    Danke für die Hinweise!

    KS ist billig? Na gut, ich glaub' wenn wir hier weiter gehen, mach' ich nen neuen Fred auf...
    Hätte da sowieso noch ein paar ähnliche Themen aber in anderen Bereichen..
     
  18. #17 gunther1948, 30. August 2009
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    Sagte mir - in Kurzform - Alles quatsch, machen'se den Wandaufbau mit 'nem billigen Hohlblock wie früher und dann haun'sen ordentliches WDVS drauf und dann ham'se mehr davon. Wichtig ist das sie am Dach gut isolieren, damit da kein Schall 'rein kommt...
    zitat olibau

    hallo
    ja ja die energieberater nix ahnung von schall und bauen, aber wdvs in immer dickeren schichten draufpappen.
    wärmedämmung im dachbereich und schall sind eigentlich bauphysikalisch unterschiedlich zu betrachten und mit nur dicker nicht regelbar.

    gruss aus de pfalz
     
  19. Zwieback

    Zwieback Gast

    Nun - wie man die gleiche Dämmwirkung bei geringerer Dicke erreicht, wissen wir: Durch den Kauf von teurer Hochleistungsdämmung (z.B. PUR/PIR).

    Oder meinst du das nicht?

    Gruß aus der Hinnerpalz.
     
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  21. joerg109

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    Alternative Dämmstoffe

    Hallo,
    da wir einen Bestandsbau BJ 1958 in ein Passivhaus erweitern/sanieren (Erweiterung in Holzbauweise), gab es an einigen Stellen den Bedarf, mit geringen Dämmstoffstärken PH-taugliche U-Werte zu erreichen:

    - Kellerdecke (von oben nach unten): 20mm Holzdiele, 40mm Holzlattung mit Holzweichfaserplatte WLS 040 dazwischen, 22mm OSB Verlegeplatte, 120mm Kooltherm K3 Resolhartschaum WLS 022, 160mm Betondecke (Bestand), 120mm Kolltherm K3 Resolhartschaum WLS 022, Armierung, mineralischer Putz.

    - Boden Treppenhaus (von oben nach unten): 40mm Estrich, 5mm Trittschallvlies, 80mm Kooltherm K3 Resolhartschaum WLS 022, 2 x 20mm VIP Vakuumpanels WLS 008 verlegt in Standardgröße jeweils im Wechsel mit 20mm PIR WLS 028, 5mm Trittschallvlies, Bitumenschweißbahn, Sauberkeitsschicht Beton. Wir haben uns für eine Kombination Resol/Vakuum entschieden, weil wir dann auch bei einem Totalausfall der Vakuumplatten nicht schlechter als U=0,2 sind.

    - Dämmung zw. Vorratskeller und unbeheiztem Technikkeller (der Technikkeller liegt formal ausserhalb der thermischen Hülle, dient uns jedoch als ebenfalls luftdichter, von aussen gedämmter und an die KWL angeschlossener Pufferbereich): 120mm Kooltherm K3 auf Mischmauewerk.

    Der Preisunterschied zwischen den Resolplatten und EPS bzw. PUR mit vergleichbarer Dämmleistung wäre auch bei ausreichend Platz für hohe Dämmstoffdicken nicht entscheidungshemmend, um das mal ganz vorsichtig auszudrücken. Es kommt bei Dämmstoffen ganz entscheidend darauf an, dass man sich nicht ein WDVS-System kauft (was für innen sowieso nicht notwendig ist), denn innerhalb eines Systems ist der Preis pro Platte um über 100% höher.
    Bei VIP sieht die Sache in Bezug auf Preise natürlich etwas anders aus. Aber für echte Problemstellen ist das allemal eine Überlegung Wert. Wir haben pro Panel (600 x 1200 x 20) 32,50 Euro bezahlt.
     
  22. GWeberJ

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    Ich hänge mich mal hier dran:

    Ist PUR/PIR als Fassadendämmaterial inzwischen gebräuchlicher? Kann man einen Pi-mal-Daumen-Aufpreis gegenüber EPS-WDVS angeben bei einem EFH angeben?
    Allein von Materialpreis ausgehend dürfte der Unterschied auf die Gesamtkosten des WDVS nicht prohibitiv sein (vielleicht 25% mehr?). Aber wenn das Dämmmaterial noch dazu schwerer zu verarbeiten ist, mag es anders aussehen.
     
Thema: WDVS mal anders: PU oder Resol/Phenol-Hartschaumplatten
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