WDVS: Übergang Sockel zu Hauswand fehlerhaft angebracht?

Diskutiere WDVS: Übergang Sockel zu Hauswand fehlerhaft angebracht? im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Hallo liebes Forum, wir haben leider ein Problem mit unserer WDVS Dämmung und ich hoffe, dass Ihr uns ein wenig Rat geben könnt. Zum...

  1. #1 DomKlink, 24.10.2020
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    Hallo liebes Forum,

    wir haben leider ein Problem mit unserer WDVS Dämmung und ich hoffe, dass Ihr uns ein wenig Rat geben könnt.

    Zum Hintergrund:
    Wir haben vor ca. 2 Jahren unser Haus (Bj. 1973) mit einer 12cm dicken Mineraldämmung rundherum dämmen lassen. Das Ganze war Teil einer energetischen "KFW Sanierung" inkl. neuer Fenster, Dachdämmung etc.

    Nun wurden wir unabhängig davon von "unserem" Trockenbauer, der zudem auch Bautensanierungen durchführt, darauf hingewiesen, dass die Außendämmung evtl. fehlerhaft angebracht worden sein könnte. Konkret geht es wohl um den Übergang von Sockel zur darüberliegenden Hauswand.
    Wir hatten nun daraufhin einen ersten Beratungstermin mit einem Gutachter für entsprechende Bauteile, der nach erstem Eindruck (ohne Bohrungen etc.) auch eine fehlerhafte Anbringung in diesem Bereich vermutet.

    Ein Hinweis auf einen Fehler sei wohl, dass es sich beim gegen die Wand klopfen in eben dem Bereich hohl anhört. Das habe ich auch heute noch einmal selber überprüft und das Gleiche festgestellt.

    Meine Frage an Euch wäre nun, wie ihr in einem solchen Fall am Besten vorgehen würdet. Der Gutachter hat uns natürlich inzwischen schon sein Honorarangebot geschickt, was entsprechend ausfällt, wir aber natürlich falls nötig auch gerne bezahlen, um weiteren Schaden zu verhindern.

    Gleichzeitig würden wir ungern ein teures Gutachten anfertigen lassen, falls es doch gar nicht notwendig ist, weil der Auftragnehmer vielleicht auch ohne ein solches Gutachten "überzeugt" werden könnte, dass ein Fehler vorliegt.

    Uns fehlt nur aktuell ein wenig die Handhabe ihm einen Fehler "beweisen" zu können, ohne das er sich ohne weiteres "herausreden" kann. Gleichzeitig hatten wir zum Auftragnehmer immer ein gutes und faires Verhältnis, weshalb ich ungern gleich mit der Tür ins Haus fallen will und womöglich eine gerichtliche Auseinandersetzung "provoziere".

    Deswegen meine Frage: Ist ein hohler Bereich zwischen Sockeldämmung und Wand ein klarer Hinweis auf einen Fehler, oder nur eine Vermutung, dass es fehlerhaft sein könnte, es aber auch genau so gut völlig in Ordnung sein kann?

    Ich hoffe, ich habe das Problem halbwegs anschaulich dargestellt. Falls ihr weitere Angaben o.ä. benötigt, reiche ich sie gerne nach.

    Vielen Dank schon einmal für Eure Hilfe.
     
  2. #2 chillig80, 24.10.2020
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    WDVS klingen eigentlich bei fast allen Bauarten mehr oder weniger „hohl“ wenn man dagegen klopft.


    Ich komme nicht ganz mit bei der „Mineraldämmung“, was ist das?


    In dem Bereich überall gleich, oder nur an einer Stelle? Wie sieht das Detail aus?


    Bonusfrage. Der Trockenbauer, wieso klopft der da daran herum?
     
  3. #3 chillig80, 24.10.2020
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    Ich versuche die ganze Zeit herauszubekommen wie der Trockenbauer das gemacht hat. Der läuft an ein Haus, klopft an der Fassade herum und schließt dann vom Klang des (ihm in den Details gänzlich unbekannten) WDVS auf Mängel?

    Welche Mängel man da vermuten muss, das hat er nicht zufällig gesagt? Also so von der Richtung her? Falsch befestigt? Fehler in der Armierungsschicht? Anstrich zu dünn?
     
  4. #4 DomKlink, 24.10.2020
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    Danke für die Antwort.

    Es klingt tatsächlich genau in dem Bereich des Übergangs deutlich hohler. Ich weiß was Du meinst, dass WDVS generell hohl klingt, der Unterschied ist aber sehr deutlich.

    Mit Mineraldämmung meinte ich „Mineralfaserplatten 120 mm“. Sorry!

    Zum Thema Trockenbauer: Wie erwähnt macht er auch Bautensanierungen, insbesondere im Bereich WDVS. Warum genau er nun von einem Fehler ausging, kann ich nicht 100%ig beantworten. Er war allerdings auch im Zeitraum als das WDVS angebracht wurde schon einmal bei uns.
    Er hatte uns aber ja nun jetzt empfohlen, einen Gutachter zu beauftragen, der ja nun beim ersten Anschauen tatsächlich bestätigt (bzw den starken Verdacht) hat, das die Platten fehlerhaft angebracht wurden.

    Dieser sagte, dass das hohle Geräusch davon kommen könnte, dass die Platten in dem Bereich nicht vollflächig, sondern nur punktuell verklebt wurden. Dadurch könne dann Feuchtigkeit aufsteigen und den Bereich darüber beschädigen.
     
  5. #5 chillig80, 24.10.2020
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    Meine Güte, es wird immer verworrener. Wenn nicht richtig verklebt wurde, dann ist die Standsicherheit nicht gewährleistet. Wie so ein Kleber, wenn korrekt angebracht, vor eindringender Feuchte schützt, das muss der Herr Sachverständige mal ganz genau erklären...

    Hast Du zufällig ein Bild von dem Sockel, gerne auch noch Bilder aus der Bauzeit.

    Ich hänge immer noch am „Sockel“ in Verbindung mit der Mineralwolle. Da wird ja der Sockel trotzdem mit Polystyrol gedämmt, weil MiWo da ja nicht geht und das könnte halt evtl. anders klingen. Klingt das im ganzen Bereich mit Polystyrol „hohl“? Oder da wieder nur teilweise?
     
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  6. #6 DomKlink, 24.10.2020
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    Ich habe mal zwei Bilder eingefügt, die die Dämmung vor und nach dem Verputzen zeigen. Wenn auch leider zwei verschiedene Stellen.

    Der Sockel ist tatsächlich aus Polysterol. Das hohle Geräusch ist ziemlich genau in dem Bereich, den ich rot markiert habe. Am Übergang vom glatten zum rauen Putz.



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  7. Berndt

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    ......... und die angeblichen Fehler findet man nur bei Rückbau !!!!!!!
     
  8. #8 DomKlink, 24.10.2020
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    bzw. ,so der Gutachter, mittels einer Kern-(?)bohrung.
     
  9. #9 chillig80, 24.10.2020
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    Ich werde mich jetzt ausklinken, aber ich erkläre Dir noch kurz wieso.

    Ich habe mit weit über 100 verschiedenen Trockenbauern gearbeitet und wenn ich „Trockenbauer“ höre, dann geht bei mir ein kleines Warnlämplein an. Wenn ich „Trockenbauer der auch WDVS macht“ höre, dann wird das Lämplein heller und beginnt wild zu blinken. Das Lämplein könnte nur wilder blinken, wenn Du vom „Fliesenleger der auch Herz-OPs macht“ berichten würdest.

    Ich habe von den vielen Trockenbauern mit denen ich gearbeitet habe ganze DREI herausgepickt bekommen, mit denen kann man vertrauensvoll arbeiten, das ist die ganze Ausbeute aus ungefähr 20 Jahren.

    Wenn ein „Trockenbauer der WDVS macht“ durch „Klopfen“ an einem Dämmstoffwechsel einen Mangel in der Verklebung feststellt, dann würde ich wohl wortlos in den Bau gehen und beginnen seine Leistung mit ähnlich ulkigen Methoden zu überprüfen. So lange bis er zugibt, dass er es gerade weit übertrieben hat.

    Den Sachverständigen der mir erklärt, dass es bei der Abdichtung auf die Verklebung an der Stelle da ankommt, den würde ich sofort wegschicken, da ist jeder weitere Euro vergeudetes Geld.

    Es kann sein, dass das an der Stelle nicht ganz richtig verklebt ist, das kann man nicht ausschliessen, aber vom „Klopfen“ darauf zu schließen, das ist vollkommen unseriös.

    Ich sage Dir wie ich das vermute (darf Variiert werden). Der Trockenbauer (der auch WDVS macht) kommt auf die Baustelle und sieht, dass da nicht ganz nach Lehrbuch gearbeitet wird. Monate später schlägt er wieder auf und macht einen auf großen Zampano, erfindet die „Klopfmethode zur Prüfung der Verklebung“ und findet den „Mangel“ seiner Konkurrenz. Der Sachverständige ist nicht ganz der professionellste seiner Innung (und evtl. vom Trockenbauer „empfohlen“ worden?) und setzt auf die Klopfmethode noch irgendwas mit „aufsteigender Feuchte“ oben drauf und das an einer Stelle an der von vorne herein keine Feuchte sein dürfte die aufsteigen könnte. Der Bauherr frisst die Show und beauftragt den Trockenbauer der auch WDVS macht mit der Sanierung. Soweit meine Theorie.

    Ich weiß, das ist nur ins Blaue geraten, aber es wäre doch sowas wie ein Klassiker unter „WDVSlern“ mit Trockenbauerhintergrund.

    Ich halte das Ganze einfach für maximal unseriös und ich werde mich nicht daran beteiligen das zu befeuern.
     
  10. #10 DomKlink, 24.10.2020
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    Vielen Dank für Deine Einschätzung. Es ist durchaus interessant, wie das Ganze auf Außenstehende wirkt.

    Wir waren natürlich erstmal geschockt, sodass man schnell mal den Blink nach links und rechts vergisst.

    Definitiv werden wir uns nun noch eine zweite und dritte Meinung einholen, bevor wir eine Entscheidung treffen.
     
  11. #11 Fabian Weber, 24.10.2020
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    Seid wann muss die Sockeldämmung vollflächig verklebt werden? Das ist doch Quatsch.

    Gibt es überhaupt ein Schadensbild?

    Dämmung ist keine Abdichtung, das hat damit nichts zu tun.

    Man findet bei jedem Gewerk Mängel, wenn man nur lange genug danach sucht. Darauf würde ich mich aber nicht einlassen, erst Recht nach Abnahme.
     
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  12. #12 DomKlink, 27.10.2020
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    Bislang liegt noch kein Schadensbild vor. Unser Ziel war es tätig zu werden, bevor ein solches auftritt.


    Genau das ist die Frage vor der ich aktuell stehe. Sind es ggf. Mängel (Kreuzfugen etc.) die nicht optimal sind, die Dämmeigenschaft, Putzhaltbarkeit etc. aber nicht beeinflussen, oder so schwerwiegende Fehler die dazu führen, dass wir in ein paar Jahren Teile des Hauses neu verputzen lassen müssen.
     
  13. #13 Fabian Weber, 27.10.2020
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    Bei WDVS musst Du Dein Haus sowieso bald wieder verputzen :)
     
  14. #14 chillig80, 27.10.2020
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    Ich kenne WDVS die sind über 60 Jahre alt und in der Substanz noch voll in Ordnung. Aber die wurden halt schon damals ordentlich gemacht und auch regelmäßig "gewartet".
     
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