Weisse Wanne-Schwarze Wanne-Drainage ?

Diskutiere Weisse Wanne-Schwarze Wanne-Drainage ? im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Guten Tag Zusammen, wir beabsichtigen in Kürze ein EFH mit Keller zu bauen. Das Bodengutachten besagt gem. Klassifizierung in Bodenklassen...

  1. #1 Unregistriert, 6. Februar 2005
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    Unregistriert Gast

    Guten Tag Zusammen,

    wir beabsichtigen in Kürze ein EFH mit Keller zu bauen. Das Bodengutachten besagt gem. Klassifizierung in Bodenklassen (DIN18300):
    Mutterboden : Bodenklasse 1
    Auffüllung (feste Tone) : Bodenklasse 4
    Bindige Kiese : Bodenklasse 4
    Tone : Bodenklasse 4-5

    Der Baugrund wird als mäßig tragfähig, sehr witterungsempfindlich und gering bis nicht versicherungsfähiger Boden bezeichnet.

    Hinsichtlich der Erstellung eines Kellers lautet die Empfehlung : "Infolge der geringen Durchlässigkeit der Tone sind Massnahmen zur Trockenhaltung der UG's erforderlich. Die Abdichtung gegen nichtdrückendes Wasser erfordert die Ausbildung einer Dränage nach DIN 4095, die an eine Vorflut anzuschließen ist. Sie kann dann entfallen, wenn das UG gegen drückendes Wasser abgedichtet ist."

    Bedeutet dies nun, dass :
    a) wir eine weisse oder schwarze Wanne benötigen und mit welchen Kosten wäre dabei zu rechnen (was ist der generelle Unterschied zwischen weisser und schwarzer Wanne) ?
    b) wir hoch wären die alternativen Kosten einer Drainage ?
    c) würde alternativ eine Bitumenschicht nicht ausreichen ?

    Welche wäre die angemessene Vorgehensweise und was würde diese ca. kosten ?

    Sorry, eine Menge Fragen, aber mir erscheint es teilweise, als wollten sich die Gutachter nur selbst gegen mögliche Klagen absichern ?

    Was tun ?

    Viele Grüße,

    Ulli
     
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  3. #2 Carden. Mark, 6. Februar 2005
    Carden. Mark

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    Ja, das bedeutet das. Und ohne Dränung, entweder eine weiße Wanne oder eine Schwarze Wanne gegen Drückendes Wasser. Der Unterschied ist ein Betonkeller nebst aller Zusatzmaßnahmen =(weiße Wanne), Eine Schwarze Wanne nach DIN wäre entweder ein Betonkeller wo der Beton nur der Wandbildner ist (keine Abdichtungsfunktion) oder aus Mauerwerk erstellt wurde, welcher dann mit Dichtungsbahnen und Anpressschienen abgedichtet wird. = alles Kurzfassung, Abendfüllendes Thema.

    Bei uns im Raum, könnte man davon ausgehen, dass die weiße Wanne teurer kommt als die Schmutzwasser und / oder die Abdichtung nach DIN 18195-4 „Bauwerksabdichtungen; Abdichtung gegen Bodenfeuchtigkeit (Kapillarwasser, Haftwasser) und nichtstauendes Sickerwasser an Bodenplatten und Wänden; Bemessung und Ausführung - 2000/08“ + Dränung.
    Die Frage bei Dränungen nach DIN 4095 „Dränung zum Schutz von baulichen Anlagen - 1990/06" ist aber, wohin mit dem Wasser?
    Doch, in Verbindung mit einer Dränungsanlage, oder nur bei Zeitweilig aufstauenden Sickerwasser (aber was ist das?) mit einer Gewebeeinlage schon. Viele Hersteller (ich denke die meisten) und auch die kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen
    Richtlinie erlauben auch Abdichtungen aus kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen bei Druckwasseranfall. Dieses ist aber nicht konform mit der DIN 18195-6 „Bauwerksabdichtungen; Abdichtung gegen von außen drückendes Wasser und aufstauendes Sickerwasser; - 2000/08“ , welche dieses nun mal nicht vorsieht.

    Verbieten, kann es Ihnen aber keiner. Funktionieren tut es auch. Aber einfach ohne Sachverstand aufschmieren – ist nicht. Das braucht es schon etwas mehr zu.
     
  4. #3 Carden. Mark, 6. Februar 2005
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    Wer hat das Wort Schmutzwasser da hin geschrieben. :boxing Scheit automatisches Ausfüllen. Ich meinte Schwarzewanne.
     
  5. #4 Carden. Mark, 6. Februar 2005
    Zuletzt bearbeitet: 7. Februar 2005
    Carden. Mark

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    Viele Fragen – kein Problem.
    Aber die Aussagen des Sachverständigen sind doch OK. Jetzt ist der Planer am Zug die Aussagen umzusetzen.
     
  6. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    ...Ausbildung einer Dränage nach DIN 4095, die an eine Vorflut anzuschließen ist. ...

    ... Die Frage bei Dränungen nach DIN 4095 „Dränung zum Schutz von baulichen Anlagen - 1990/06" ist aber, wohin mit dem Wasser? ...

    Und das ist somit die erste zu klärende Frage:
    Kann das Drainagewasser abgeleitet werden?
    Viele Gemeinde verweigern inzwischen die Ableitung in die Kanalisation. (Ohne Kommentar, ob dies überhaupt sinnvoll ist.)

    Denn dann erübrigt sich da weitere Diskussion.
     
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