Welche Dämmstärke ist wirtschaftlich?

Diskutiere Welche Dämmstärke ist wirtschaftlich? im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, ich überlege gerade, wie dick ich die Dachschrägen in meinem EFH Neubau dämmen soll. Es handelt sich um ein Satteldach mit 44°...

  1. fisi

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    Hallo zusammen,

    ich überlege gerade, wie dick ich die Dachschrägen in meinem EFH Neubau dämmen soll.
    Es handelt sich um ein Satteldach mit 44° Neigung und Sparren mit 20 cm Höhe.
    Ich möchte eine Zwischensparrendämmung mit Mineralwolle vornehmen.
    Nun stellt sich mir die Frage, ob ich 20cm dick dämmen soll, oder ob ich die Sparren aufdopple und noch dicker dämme.

    Was denkt ihr, welche Dämmdicke ist am wirtschaftlichsten? (Als Heizung habe ich übrigens eine Luftwärmepumpe).

    Schon mal vielen Dank!

    Viele Grüße

    Fisi
     
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  3. RoofMaster

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    Was sagt denn der Energieberater -> der wäre eher dein Ansprechpartner.
     
  4. Flachdach

    Flachdach

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    24 cm
     
  5. Jonny

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    22,4 cm :D

    oder doch:was ist geplant?
    ENEV-Nachweis?

    Grüsse
    Jonny
     
  6. fisi

    fisi

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    Hallo,

    im EnEV-Nachweis wurde mit 24 cm gerechnet. Ich bin aber nicht daran gebunden, weil ich keine entsprechenden Förderungen etc. in Anspruch nehme. Ich könnte als besser oder schlechter dämmen.

    Gemäß Energieausweis komme ich bei 24 cm Dämmung auf 60,9 kwh/(m²a) Primärenergiebedarf und 22,5 kWh/(m²a) Endenergiebedarf.

    Viele Grüße

    fisi
     
  7. Jonny

    Jonny

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    Je besser gedämmt, desto besser läuft die Luftpumpe.
    Also bleib bei den 24cm aus dem nachweis, rechtviel mehr bringt nicht mehr viel.
    Auf 20 downgraden würd ich auf keinen Fall.

    Grüsse
    Jonny
     
  8. alex2008

    alex2008

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    Du kannst nicht einfach was anderes bauen wie im EnEV-Nachweis berechnet.
     
  9. Haniball

    Haniball

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    Hallo,

    sinvollerweise läßt man zur Unterspanbahn etwas Luft.

    Also 18 cm Mineralfaserdämmung zwischen den Sparren.

    Dann nicht die Sparren aufdoppeln, sondern quer 65mm Lattung (o.k. kein Normmaß)
    und zwischen die Lattung 60 mm Dämmung. Dann haben die Sparren nach innen
    auch eine Dämmung, und nur in den Kreuzungspunkten gibt es 'Kältebrücken'.

    ...
     
  10. Gast943916

    Gast943916 Gast

    das war so im Mitte des letzten Jahrhunderts.....heute heisst die Devise: VOLLSPARRENDÄMMUNG
     
  11. #10 Jürgen Jung, 18. November 2008
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    echt, sorry lieber Kollege, abgesehen einmal von dem fahrlässigen Rat:

    können Sie guten Gewissens behaupten, dass bei 18cm Dämmung und 20cm Sparrenstärke 2cm Luftschicht bleiben (die sowieso bei 2cm Stärke als Belüftungsebene nicht anzusetzen sind)

    Gruß
     
  12. #11 Ralf Dühlmeyer, 18. November 2008
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    Was soll denn der Sinn der Luft sein???
     
  13. Ryker

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    Zur Unterspannbahn laesst man Luft, zur Unterdeckbahn nicht :)
     
  14. fisi

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    @alex2008: Ich denke schon ,dass ich vom Energieausweis abweichen darf, da ich keine Förderungen in Anspruch nehme und das Haus selbst bewohnen werde. (Also kein Verkauf und keine Vermietung). Im Falle von Vermietung und Verkauf müsste ich dann einen "aktuellen" Energienachweis vorlegen.

    Soweit ich weis kann die 2 cm Hinterlüftung auch weggelassen werden, oder?
    In welchen Fällen ist das möglich?
     
  15. Gast943916

    Gast943916 Gast

     
  16. mls

    mls Bauexpertenforum

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    mal andersrum aufzäumen:
    manche konstruktion geht nur, pekuniär sinnvoll, bis zu einer grenzdicke.
    alle cm-spielereien darunter fallen finanziell wenig ins gewicht.
    grössere dämmdicken sind also teurer - können aber u.u. aus konstruktiven gründen
    als "sowieso-kosten" verbucht werden.
    damit relativiert sich hoffentlich manch denkprozess, ob 16, 18 oder 20 cm "sinnvoll"
    sind.
    wichtiger ist eine ordentlich geplante konstruktion. die wird -eher als nebeneffekt- künftig
    ausreichend dämmen und in den anschaffungskosten moderat sein.
    das hängt, wenns spitz auf knopf geht, auch von der dachart ab.
     
  17. Bolanger

    Bolanger Gast

    und welche MiWo steht in der Berechnung?

    Hallo,

    in der Berechnung steht doch sicherlich die Verwendung von 24 cm 040er Wolle. Ohne viel Aufpreis kann man dann 035er Wolle nehmen. Bei gleicher Dämmwirkung kommt man dann mit 21 cm aus, entspricht dann mit 20 cm Vollsparrendämmung etwa den 24cm mit 040er. Um Kostenbewusst zu bleiben, würde ich auch nach unten hin nichts aufdoppeln. Das kostet Wohnraum. Unter die Sparren kommen eh nochmal 2 Lagen Dachlatten, die man nochmals mit 2x2 cm Wolle vollstopfen kann. Das ganze dann auch in 035er Wolle und Sie haben ohne jeden Platzverlust und ohne großartige Kosten die Berechnung sogar übertroffen. Die Energieeinsparung zwischen dieser Lösng und einer ggf. etwas dickeren Lösung werden Sie vermutlich eh nicht merken, da der Rest des Hauses nicht darauf abgestimmt ist. Wenn Sie dann tatsächlich Geld überhaben, würde ich das lieber in eine doppelte Beplankung mit Rigips und einer OSB-Platte als Dampfbremse investieren. das bringt dann nämlich auch etwas für den sommerlichen Hitzeschutz.

    Bolanger
     
  18. mc3d

    mc3d

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    LIEBE LEUTE,


    pauschal sind diese Aussagen einfach nur falsch!
     
  19. fisi

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    @Bolanger: Der Nachweis wurde schon mit 040er Wolle gerechnet.
    Die Mehrkosten für die Aufdoppelung bestehen im Prinzip nur in der dickeren Dämmwolle. Die Aufdopplung würde ich selbst durchführen und das Holz muss ich auch nicht kaufen.

    Wenn ich es richtig verstehe, dann kann ich im Bereich zwischen Folie und Rigips noch Dämmung einbringen. Kann das immer gemacht werden, oder muss dabei etwas beachtet werden?
     
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  21. Latino

    Latino

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    Ich find eins grausam an der Diskussion. In einem Neubau Dachschrägen dämmen? Wer hat denn das verbrochen? Warum sind die nicht gedämmt?

    Jetzt musst du hinterherwackeln mit irgendwelchen alternativen Alibilösungen, weil du keine Lust hast, die Sache richtig zu machen und die Dachziegel wieder anzuheben.

    Eine Zwischensparrendämmung mit den Wärmebrücken (Kältebrücken gibt es nicht) ist immer nur eine Notlösung, wenn nichts anderes geht. Oder jemandem wird eingeredet, das sei billig, weil man es selber machen kann. Und dann kommt die dicke Rechnung hinterher.

    Dicken hier nötig mindestens 240 - 300 mm, um die höhere Wärmeleitfähigkeit auszugleichen. Lösung: Aufsparrendämmung, durchgehend als homogene Dämmschicht mit festem Dämmstoff (PUR oder EPS oder Neopor). Je nach Lambda des Werkstoffes 140-200 mm Dicke.

    Mineralwolle ist so ein heikler Dämmstoff und die halbe Welt verarbeitet den Mist. Wenn hier Feuchtigkeit dazu kommt, sackt sie zusammen und verliert ihre Dämmwirkung. Nach ein paar Jahren, wenn man sie anschaut, kommen einem die Tränen. Und dann das Zeug entsorgen als schimmeligen Sondermüll. Viel Spaß. Romane könnte man schreiben über das, was ich schon gesehen habe.

    Nachträglich die Folienschichten auf beiden Seiten des Dämmstoffes luft- und feuchtigkeitsdicht einzubauen, das wäre schon für einen Fachmann eine Herausforderung. In einem normalen Haus hat man bis zu 500 m Anschlußfugen zwischen Dämmung und Sparren. Also 500 m Fehlerpotential.

    Viel Erfolg.
     
  22. #20 Stromfresser, 20. November 2008
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Welche Dämmstärke ist wirtschaftlich?

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