Welche Heizung für 160qm Wohnfläche

Diskutiere Welche Heizung für 160qm Wohnfläche im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo! Wir (2 Erwachsene+2Kleinkiinder) haben vor dieses Jahr ein Einfamilienhaus zubauen (ca. 160 qm Wohnfl.). Den Plan fürs Haus haben wir...

  1. ToKe

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    Hallo!

    Wir (2 Erwachsene+2Kleinkiinder) haben vor dieses Jahr ein Einfamilienhaus zubauen (ca. 160 qm Wohnfl.). Den Plan fürs Haus haben wir schon ca. 10,5 auf 10,5m, einfacher Baukörper ohne Erker, Satteldach, Kniestock 1,80m, Keller mit Einliegerwohnung ca 30qm Wohnfl.. EG Fußbodenheizung, OG Heizkörper. Das Haus ist nach Süden ausgerichtet, Dachneigung 35 Grad. Im Wohnbereich haben wir einen Heizkamin(ohne Wassertasche, da wir nur unregelmäßig heizen wollen.) Welche Heizung ist für uns sinnvoll? Unser Heizungsbauer hat uns eine Pelletsheizung von xxxx empfholen. Alternativ eine Gasheitzung mit Solar nur für WW. Von WP hat er uns abgeraten. Uns geht es im wesentlichen um das Preis/Leistungsverhältnis. 3fach Verglasung ist vorgesehen. Zwischensparrendämmung mit ca. 5cm Aufdachdämmung. Eine Wanddämmung und eine Lüftungsanlage wollten wir eigentlich nicht. Sollte aber eine Gasheizung + Dämmung und Lüftungsanlage im Bereich der Pelletsheizung liegen, wär diese Möglichkeit ebenfalls möglich. Was halten die Experten davon? Wer hat Erfahrungen gemacht. KfW70 ist für uns nicht relevant (LAKRA), aber evtl KfW 55.

    Vielen Dank für die Antworten.
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Das ist wieder eine Frage, da können wir hunderte Beiträge schreiben und kommen doch nicht zu einem Ergebnis.

    "Was für ein Auto für min. 2 Personen? Das könnte man wohl leichter beantworten.

    Ein paar Punkte aus Deiner Frage.

    Eine WP macht die Hütte genau so warm wie eine Pellet- oder Gasheizung. Solar nur für WW ist Unsinn, aber irgendwie muss man das ja schönrechnen (Einsatz regenerativer Energien). Einen Kaminofen nur für gelegentliche Nutzung solltest Du unter Hobby verbuchen. Sinnvoll ist das nicht.

    Und nun?

    Du könntest mal so Dinge wie Heizlast ermitteln lassen, und darauf basierend 3 Konzepte erstellen (lassen). Deren Investitionskosten kann man anhand einiger Angebote sehr gut ermitteln.
    Dann den zu erwartenden Verbrauch hochrechnen und die Verbrauchskosten der 3 Varianten für die Zukunft feststellen.

    Das ergibt dann eine Tabelle die unter´m Strich aufzeigt, welche Lösung sich unter welchen Annahmen, wann rechnet.

    Oder aber die Wirtschaftlichkeit ist nicht von Bedeutung, dann kannst Du die Anlagentechnik nach Deinem persönlichen Geschmack aussuchen. Wie gesagt, warm wird´s in der Bude auf jeden Fall, egal welches Konzept Du wählst.

    Gruß
    Ralf
     
  4. lorenzh

    lorenzh

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    Hallo,

    wer plant eigentlich euer Haus, hoffentlich nicht du selber?

    Diese Fragen sollte ein Planer ausreichend für dich beantworten können....
    Außerdem wiedersprichst du dich selber, du redest von KFW55 und willst KEINE KWL. Das geht schon mal gar nicht....

    P.S. Wenn ein Heizungsbauer von einer Wärmepumpe abrät, dann würde ich an dessen zeitgemäßer fachlicher Kompetenz zweifeln....Wahrscheinlich ist das einer, der Zeit seines Lebens Ölheizungen verkauft hat und über neue Konzepte noch nie was gehört hat....:mauer

    Ein guter HB hat meines Erachtens auch die Pflicht, Bauherren darauf hinzuweisen, das ein neues Haus mit einer luftdichten Hülle auch ausreichend mit Frischluft versorgt werden muss...und das geht ohne KWL nur ungenügend...

    Ein Haus sollte man nicht wie ein paar Socken im Supermarkt kaufen, für die größte Investition im Leben sollte man sich fachliches Beistand suchen.
     
  5. #4 passivbauer, 23. April 2011
    passivbauer

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    Grundsätzlich geht es auch ohne KWL bei KfW55 - allerdings nur mit Pelletsheizung. Aber was ist sinnvoll sollte im Mittelpunkt stehen...KWL finde ich absolut sinnvoll...

    Wenn der Heizkamin (Ofen) wirklich gewünscht ist (unter 6k invest mit allem gehts kaum) kann man auch überlegen ob nicht so Kombigerät (Holz und Pellets mit Vorratsbehälter) auch eine Variante wäre. Das kostet natürlich dann mehr aber ihr habt mit einem Gerät alles erschlagen.

    Ein Planer wird euch die grundsätzliche Entscheidung auch nicht abnehmen können. Schreibt auf was euch! wichtig ist und sprecht das mit dem Planer durch.
     
  6. ToKe

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    Danke schon mal für die Antworten.

    Mitunter haben Eure Antworten mir schon etwas weitergeholfen.

    Wenn ich mit Gas/Solar, Dämmung und KWL KfW55 erreichen würde und hierbei die Kosten die einer Pelletheizung nicht wesentlich übersteigen, könnte ich mir auch diese Variante vorstellen.

    Der Heizkamin ist für uns einfach Luxus (Wohnkomfort).

    Der Heizungsbauer macht schon seit 10 Jahren Pelletsheizungen und ist absoluter Fan davon (Von Öl hat er uns gleich total abgeraten, bei WP hat er gesagt, dass Presi/Leistung nicht stimmt, da wir dann auch überall Fußbodenheizung bräuchten und im Bad wohl eine zusätzliche Heizung!

    Ist es sinnvoll bei einer Dämmung auf die KWL zu verzichten und stattdessen Fenster einzubauen, welche sich automatisch öffnen.

    Das mit der Heizlast ist für mich neu (habe ich bisher weder von meinem Archi, noch vom Heizungsbauer gehört), also Danke für die Info, werde die mal damit konfrontieren.

    Gruß ToKe
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Und wo ist das Problem? Was hat das mit "Preis/Leistung zu tun?

    Wenn schon FBH im EG vorgesehen ist, dann wüsste ich jetzt keinen Grund, warum man im OG Heizkörper verbauen sollte. Ein 2. Heizkreis mit Heizkörpern wird nicht billiger als wenn man auch im OG eine FBH verlegen würde.

    Ein Heizkörper der auch noch mit moderaten Heizkreistemperaturen ausreichend Leistung liefert ist mit Sicherheit nicht "billig".

    Gruß
    Ralf
     
  8. flo79

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    Hihi,

    toke. Also ne Heizlastberechnung is immer sinnvoll.

    Was für ne Außenwand bekommt ihr denn bzw. Material mit welchem Dämmwert?
    Was soll das den für ein Kamin werden? Ofen oder was eingemauertes? Kommt ihr billig an Holz? Dazu gemauertes Schornstein oder was in Edelstahl durch die Außenwand?

    Gruß Flo
     
  9. ToKe

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    Unser Heizungsbauer meinte, dass die Heizkörpervariant günstiger wäre und vor allem in den Kinderzimmern auch sinnvoller.

    Mauerwerk ist aus Ziegel (0,09 W/mk).
    Der Kamin ist eingemauert, wird von der Diele aus befeuert und hat im offenen Wohnbereich eine Glasscheibe. Gemauerter 2-zügiger Schornstein (liegt nicht an einer Aussenwand). An Holz kommen wir relativ günstig, holen es aber in der Regel selbst aus dem Wald (ist also mit viel Schweiß verbunden).

    Gruß
     
  10. R.B.

    R.B.

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    Na ja, dann wird er das schon irgendwie hinrechnen. Eine logische Erklärung dafür gibt es nicht.

    Ich wüsste auch nicht, warum man ausgerechnet in den Kinderzimmern Heizkörper sinnvoller einsetzen könnte.

    Gruß
    Ralf
     
  11. ToKe

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    Laut unserem Heizungsbauer reagieren die Heizkörper schneller. Wenn, man die Heizlörper abends abschaltet, sinkt die Raumtemperatur schneller ab. O-Ton unseres Heizungsbauers. Ich persönlich hätte nichts gegen eine FBH.

    Werde aber auf jeden Fall unseren Archi und den HB beim nächsten termin mit den gewonnen Erkenntnissen konfrontieren.

    Danke für die rege Beteiligung, bin als Laie für jede Hilfe dankbar!
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Ja, aber nur wenn Du die Fenster aufmachst.

    Es gibt aber keinen Grund, warum in einem Neubau Abends die Raumtemperatur abgesenkt werden sollte. In einem hoch gedämmten Haus wird selbst bei abgeschalteter Heizung die Raumtemperatur über die komplette Nacht betrachtet nur um wenige Zehntel absinken.

    Kann es sein, dass Dein Heizungsbauer schon vor 50 Jahren Ölheizungen in 60er Jahre Bunker eingebaut hat?

    Gruß
    Ralf
     
  13. kehd

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    Mein Vorschlag: Wärmepumpe mit Grabenkollektor. Wenn das Haus zeitgemäß ist, verbraucht es nicht über 6kw Leistung. Eine Wärmepumpe in der Größe plus ein Grabenkollektor kostet nicht mehr als 10000€ an Material. Wenn der Graben zusammen mit dem Haus ausgehoben wird, kosten die Erdarbeiten nicht die Welt. Überall im Haus Fußbodenheizung. Im Herbst einschalten, im Frühjahr wieder aus. Es könnte nur schwierig sein mit FBH im Bad auch bei tiefsten Temperaturen 24°C zu erreichen. In 95% der Zeit schafft eine FBH das aber (zumindest bei uns). Weshalb müssen Kinder im Kalten schlafen? Bleiben sie dann länger frisch? Was macht man denn im Sommer oder jetzt? Klimaanlage ins KInderzimmer?
     
  14. ToKe

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    Was bedeutet "zeitgemäß"? Welche Möglichkeiten gibt es dann für das Bad?
     
  15. kehd

    kehd

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    Zeitgemäß bedeutet für mich, daß die Heizleistung für ein 160m² Haus in Bieberach bei 21°C Raumtemperatur und -12° Außentemperatur (niedrigsten Zweitagesmittelwerten der Lufttemperaturen, der in den letzten 20 Jahren 10mal erreicht wurde, ich weiß jetzt nicht in welcher Klimazone Bieberach liegt)
    nicht über 6kW liegt. Bei solchen Außentemperaturen wird die FBH Schwieriglkeiten haben, im Bad 24°C herzustellen. Bei -5°C ist das sicher kein Problem. Gegenmaßnahme: 1. ignorieren, 2. sich bei den paar Tagen im Jahr im Bad wärmer anziehen, 3. elektrische Infrarotstrahler, 4. Heizkörper mit el. Heizpatrone einbauen, 5. Wandheizung.
     
  16. ToKe

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    Also als nächstes werde ich jetz wie von R.B. empfohlen die Heizlast ermitteln lassen und mir dann Alternativen aufzeigen lassen.
    Wenn´s konkreter wird, werde ich mich ggf. nochmal melden.

    Generell hört sich WP gut an. Allerdings kenne ich nur Aussagen, dass die Temperaturen nur erreicht werden, wenn die Aussenwand gedämmt wird. Dies hat wieder zur Folge, dass eine Lüftungsanlage benötigt wird (wg. Schimmel). Wenn ich dann das Gesamtinvest betrachte, denke ich das dies unwirtschaftlich ist.
     
  17. R.B.

    R.B.

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    Ganz so einfach ist das nicht.

    KWL hat mit Komfort zu tun, und ist für jedes moderne Haus zu empfehlen.

    Was meinst Du mit "Temperaturen nur erreicht werden"?

    Eine WP kriegt auch einen Altbau auf Temperatur, doch je schlechter die Dämmung des Gebäudes, um so mehr Energie muss man zum Heizen aufwenden. Das ist nicht WP spezifisch, sondern gilt für jeden Wärmeerzeuger.

    WP kriegen nur dann Probleme, wenn die Heizkreistemperatur hoch sein muss. Das hat aber nicht unbedingt mit der Raumtemperatur zu tun, sondern ist eine Frage der Heizflächendimensionierung (auch Heizkörper sind Heizflächen).

    Gruß
    Ralf
     
  18. driver55

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    Du sollst ja auch die Hütte heizen und nicht den Vorgarten, den Balkon.....die Umwelt...
    Dass die Wände gedammt werden sollen, sollte eigentlich überhaupt nicht zur Diskussion stehen.
     
  19. ToKe

    ToKe

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    Was meinst Du mit "Temperaturen nur erreicht werden"?

    Das ich bein kalten Tagen ohne Heizstab keine 21 Grad in meine Bude bekomme. Und dann habe ich die Befürchtung, dass die Stromkosten explodieren und die WP-Variante unwirtschaftlich wird.


    Allerdings bin ich eben Laie, ob und meine Infos stammen von 2 Heizungsbauern, einem Vertereter von Dimplex und meinem Bekanntenkreis.

    Übrigens, der Dimplex-Verterter ist für eine LWP + Lüftung mit WRG und Heizkörper im bad mit Energiestick.
     
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  21. fmw6502

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    wie Ralf schon schrieb, es nur ein Frage der Größe der Heizung d.h. je besser gedämmt, desto kleiner die benötigte Leistung.
    Für WPs sind hohe Abgabetemperaturen wie sie zB bei (zu) kleinen Heizkörpern benötigt werden nicht gut. Das hat aber nichts mit der benötigten Leistung zu tun!

    Die Sprüche "für WP muß besser gedämmt werden" sind schon so alt (und falsch), daß die damaligen "Niedrigenergiehäuser" heute teilweise nicht mehr der EnEV Mindestanforderungen entsprächen.

    Man hat damals schon WPs effizient betreiben können und kann es heute immer noch.

    Gruß
    Frank Martin
     
  22. alex2008

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    Eine Lüftung der Räume wird benötigt egal ob die Wand nur aus Mauerwerk oder aus Mauerwerk + Dämmung besteht.
    Die Anforderung an die Luftdichtigkeit gibts schon lange. Die ist weniger im Energiesparen begründet als vielmehr der Vermeidung von Schäden welche feuchtwarme Luft beim durchströmen einer Wand anrichten kann.

    Eine KWL mit WRG senkt die Heizlast deutlich! Ist halt ein Unterschied ob die Raumluft von bspw. 18° auf 21° oder von 0° auf 21° geheizt werden muß.

    Ohne KWL brauchst größere Heizkörper, mehr Rohr für FBH oder eben höhere Systemtemperaturen. Letzteres ist der Effizienz einer WP abträglich.

    Ob und Wann eine LWP den Heizstab benötigt sieht man wenn man die zuvor berechnete Heizlast und die Leistungskurve in einem Diagramm einträgt.

    Eine LWP rein ohne Heizstab zu betreiben ist nicht unbedingt wirtschaftlich. Einmal kosten die entsprechend leistungsstärkeren Geräte mehr Geld.
    Zum andern haben diese dann die meiste Zeit zuviel Heizleistung was der Effizienz auch nicht unbedingt förderlich ist. Und welche im Sommer bei der WW bereitung Schwierigkeiten haben können die Heizleistung im Speicher loswerden zu können.
     
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