Welche Heizung für unser Haus? (Altbau)

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  1. elAnimal

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    Hi zusammen,

    wir wohnen in einem Einfamilienhaus (freistehend) und bis jetzt verrichtet ein alter Öl-Dinosaurier im Keller seinen Dienst. Wir haben das Haus vor 2 Jahren komplett saniert bis auf die Grundmauern, alles neu bis auf die Heizung.

    Ein paar Daten:

    - Einfamilienhaus
    - BJ 76
    - keine Dämmung
    - neue Fenster
    - 277m² WF
    - neue Heizkörper im ganzen Haus (extra schon großzügiger dimensioniert)
    - Solarleitung vom Dachboden bis in den Heitzungsraum liegt bereits

    Der Dino im Keller verfeuert so gute 4000 Liter / Jahr an Heizöl, ich denke da ist eine Menge Sparpotential drin ;-)

    Gas liegt in der Straße, der Hausanschluss würde 1600,-€ kosten (Stadtwerke).

    Es gibt noch einen offenen Kamin im Haus (zur Info).

    Wir würden gerne Brennwert mit Solar oder sowas haben. Haben aber noch keine konkrete Vorstellung. Sind also für alle Vorschläge und Ratschläge offen :-)

    LG und danke!!
     
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  3. R.B.

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    Wie ist der Zustand der Tankanlage?

    Schätzen wir aufgrund des Verbrauchs eine Heizlast von 13-15kW, dann kommen mehrere Arten von Wärmeerzeugern in Frage.

    Ein Gasbrennwerter dürfte die einfachste Möglichkeit sein. Dafür braucht´s aber noch eine entsprechende Abgasanlage (LAS), und natürlich Gasanschluß.
    Vermutlich muss auch der WW-Speicher ersetzt werden, soll Solar genutzt werden, dann ist mit Sicherheit auch ein neuer Speicher fällig.

    Je nachdem was noch an Arbeiten und Kleinteilen erforderlich wird, landest Du schnell in einer Preisregion 10-15T€.

    Das Sparpotenzial ist schwer abzuschätzen, denn letztendlich kannst Du nur Verluste optimieren. Das ungedämmte Haus hat halt einen Wärmebedarf, um den kommst Du ohne Verbesserung der Hülle nicht herum.

    Eventuell wäre auch eine Pelletanlage eine Alternative. Vielleicht lässt sich ja der bisherige Tankraum als Pelletlager nutzen. Dann wäre noch zu prüfen, ob und in wieweit der Schornstein saniert werden müsste.
    Die Brennstoffkosten sind bei Pellets aktuell niedriger im Vergleich zu Gas oder Öl. Wie das in der Zukunft aussehen wird, kann niemand sagen.
    Ein Pelletkessel erfordert aber etwas mehr Aufmerksamkeit vom Betreiber, also regelmäßige Reinigung.

    Wenn ich lese "Kaminofen", dann stellt sich mir die Frage, ob Ihr evtl. günstig an Holz herankommt. Mit entsprechendem Zeiteinsatz könnte man evtl. Holz als Brennstoff nutzen. Das ist aber nicht sinnvoll, wenn Ihr das Holz zu 85,- €/Ster einkaufen müsstet.

    Als nächste Alternative wäre noch eine WP zu nennen. Dafür müsste man aber zuerst die Rahmenbedingungen abchecken. Anhand der bisherigen Daten bin ich mir nicht sicher, ob eine WP für Euch eine Alternative wäre. Das müsste man halt im Detail prüfen.

    Wie Du siehst, es gibt viele Wege nach Rom. Welcher für DICH der Richtige ist, wird sich noch zeigen.

    Gruß
    Ralf
     
  4. elAnimal

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    Also laut Schornsteinfeger bei der letzten Kesselreinigung sind die Tanks noch super, der Schornstein bräuchte für Brennwert ein neues Rohr innen (Abgase sind wohl heißer?!) und unser aktueller WW-Speicher sind 110 Liter *hust* ist blöderweise in die Heizung integriert. Wenn ich zuhause bin schreibe ich mal den genauen Typ auf, dann wisst ihr mehr über Heizleistung.
    Da das schweineteure Solarrohr schon von uns bei der Sanierung verlegt wurde und wir gerne im Sommer komplett auf die Heizung verzichten würden, wollen wir auf jeden Fall mit Solarunterstützung machen. Wie groß wird da normalerweise der WW-Tank? Wir sind aktuell zwar nur 2 Personen, aber dabei bleibt es ja nicht in der Zukunft ;)

    Pellets wäre zwar der Platz, aber ist wohl teuer in der Anschaffung(?) und wer weiß wohin es dort die Preise treibt?

    Überlegung war Gas-Brennwert mit Solar (dann käme eben noch Gasanschluss in Haus und Öltank-Entsorgung dazu) oder Öl-Brennwert mit Solar. Geben sich Gas- und Öl-Brennwert viel bei der Effizienz?

    Gruß und danke
     
  5. OlliL

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    Den Wärmebedarf des Hauses vor der Anschaffung einer neuen Heizung zu reduzieren kommt für Euch nicht in Frage?
     
  6. R.B.

    R.B.

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    Interessanter Schorni. Macht Kesselreinigung und Tankbegutachtung, Hut ab.

    Nö, umgekehrt. Abgase sind kälter, d.h. es kondensiert im "Schornstein" (genauer gesagt Abgassystem). Man kann auch nicht jedes beliebige "Rohr" an einen Brennwerter anschließen. Für jeden Kessel/Therme gibt es zugelassene Abgassysteme.

    Kein Problem, so ein WW-Speicher kostet nicht die Welt, und nachdem Solar angesagt ist, muss der sowieso raus.

    Das ist nicht so einfach zu beantworten. Soll Solar nur für die WW-Erzeugung eingesetzt werden, dann wählt man entweder ein Konzept mit kleiner Solarfläche und kleinem Speicher (bei 2 Personen und Standard Zapfstellen), oder man möchte Solarenergie für längere Zeit bevorraten, dann eine größere Anlage und Frischwasserstation.

    Man sollte aber die solaren Erträge nicht überbewerten. Das Einsparpotenzial ist begrenzt, gerade bei wenigen Personen im Haushalt. Beispiele dazu habe ich hier schon mehrfach gerechnet.

    Schwer zu sagen, die Anlagenkosten muss man halt rechnen und vergleichen.

    Es gibt sowohl effiziente Gasbrennwerter, als auch Ölbrennwerter. Das sind halt alles Geräte die es nicht für 3Euro Fuffzich im Schnäppchenmarkt gibt.

    Man sollte sich in diesem Zusammenhang auch über Fördermöglichkeiten informieren.

    Gruß
    Ralf
     
  7. campegno

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    Wie schon von den Vorredner geschrieben, wäre es sinnvoller, zuerst
    das Haus zu dämmen. Es verringert sich der Wärmebedarf und anschließend auch die Heizlast. Somit kann die neue Brennwertheizung richtig dimensioniert werden.

    Grüße Rolf
     
  8. elAnimal

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    Es ging um eine neue Heizung, hat ja keiner gesagt, dass wir noch 20.000Euro für die Dämmung übrig haben. Gerne würden wir das machen, aber die Heizung ist BJ 84, da muss jetzt eine neue rein, Geld für Dämmung ist keins da ;)
     
  9. elAnimal

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    Also die Heizung ist eine

    BUDERUS Junotherm 14 TE-PG 18
    BJ 1984
    Dauerleistung 21 kW
    Nennwärmeleistung: min. 17 kW max. 21 kW
    Wärmeleistung: min. 19,1 kW max. 23,6 kW
    Leist.-Kennz.: 1.8 NL

    Was auch immer diese Zahlen alle bedeuten ;-)

    Gruß und danke
     
  10. campegno

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    "Der Dino im Keller verfeuert so gute 4000 Liter / Jahr an Heizöl, ich denke da ist eine Menge Sparpotential drin ;-)"

    Die beste neue Heizung, ob Brennwert oder nicht, bringt nie die
    Einsparung, die auf der anderen Seite durch die ungedämmten Wände
    verloren geht.

    Die Dämmung der Gebäudehülle rechnet sich schneller als die neue Heizung.

    Grüße Rolf
     
  11. elAnimal

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    Was die Dämmung angeht habt ihr ja Recht, nur jetzt 20.000Euro (oder mehr) in die Dämmung stecken und nächstes Jahr verreckt der Dino... Dann sind wir bei 30-35.000Euro... und woher nehmen? Dann lieber jetzt Heizung und wenn in paar Jahren Geld da sein sollte, dann Dämmung :)
     
  12. R.B.

    R.B.

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    So isses.

    Wieso? Ist sie durchgerostet? undicht? explodiert?

    Es gibt Leute die kaufen sich einen Spoiler für´s Auto, dabei haben sie noch nicht einmal Räder damit die Karre fahren könnte.

    Du kannst Dir natürlich für 10T€ eine neue Heizung einbauen lassen, und im nächsten Jahr ärgerst Du Dich, dass die Einsparung im einstelligen Prozentbereich liegt.

    Immer daran denken, nicht die Heizung verbraucht Energie, sondern das Haus bzw. dessen Beheizung.

    Gruß
    Ralf
     
  13. driver55

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    Ich kann nicht ganz folgen!
    Weshalb nicht wirklich komplett, also mit Dämmung?

    Man bedenke!
    Es ist geht hier nicht nur um die enorme Energieeinsparung, die sich sicherlich in wenigen Jahren bereits ausszahlt - Was kostet der Liter Öl in 5-10 Jahren? - sondern auch um das deutlich angenehmere Raumklima bei einer gedämmten "Hütte".

    Für 277 m² WF sind 4000 l aber (zu) wenig. Über 100 m² nicht beheizt?

    Ich würde es mir mal ausrechnen (lassen).
     
  14. #13 ReihenhausMax, 19. Oktober 2011
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    Ich kann´s nachvollziehen, daß Ihr erstmal das nötigste gemacht habt und da
    das Geld und die Lebensdauer einer Heizung endlich ist, die auch erstmal
    erneuern wollt.
    Für die Wahl der Heizung wäre es allerdings schon wichtig zu wissen, ob Ihr
    in absehbarer Zeit dämmen wollt und wie sich dadurch grob die Heizlast
    ändern wird (und wie die jetzt ist). Bei Gas ist das noch am einfachsten.
    Wenn die 13-15 kW von R.B. korrekt sind, wäre das die Obergrenze dessen
    was die 0815 Thermen bringen, die so zwischen 3.5 und 15 kW modulieren
    können. Dann ist das Dinge auch mit einer gewissen Dämmung nicht völlig
    überdimensioniert. Die Öler haben wohl schon einen deutlich geringeren
    Modulationsreich und bei Wärmepumpen sollte man schon wegen der Investions-
    kosten wissen, was man braucht.
     
  15. OlliL

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    Kann man denn mit einer neuen Heizung einen so viel besseren Wirkungsgrad erreichen, das man von einer merklichen Einsparung sprechen kann? Ich weiss es nicht...

    Wenn nicht, wuerde ich naemlich die Heizung nicht wechseln sondern weiter Geld sparen und dann Daemmung + Heizung zusammen machen sobald genug Geld fuer beides da ist. Sollte vorher wider Erwarten die Ölheizung verrecken, dann kannst du immer noch eine neue einbauen.

    Aber jetzt einfach eine neue Heizung einbauen um XX EUR Ausgaben zu sparen, oder stattdessen nochmal 5(?) Jahre warten, dann Dämmung und Heizung wechseln und dann YY EUR Ausgaben sparen... muss man sich halt einfach mal von nem Fachmann durchrechnen lassen, wieviel KWh/a man spart wenn man das Haus dämmen lässt + neue Heizung mit besserem Wirkungsgrad, dafuer aber jetzt noch ein paar Jahre mehr für den schlechteren Wirkungsgrad der aktuellen Heizung zahlt gegenueber jetzt Heizung tauschen bei gleichem Wärmebedarf. Kann mir nicht vorstellen das aktuelle Heizungen aus so viel weniger Rohstoff so viel mehr Wärme machen können - aber dazu können die Profis hier sicherlich mehr sagen.

    Wenns also nicht akut wird... warum jetzt schon Heizung tauschen und nicht hoffen das sie noch so lange lebt bis das Geld fuer beide Maßnahmen reicht?
     
  16. #15 Ritterjamal, 19. Oktober 2011
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    Ich kann nur von meinem ehemaligen Nachbarn berichten. OK er hatte insgesamt 12 Nachtspeicheröfen in seinem Haus. Bauhjahr 1961. Bis auf die Fenster ist noch alles wie es damals gebaut worden ist.

    Er hat sich vor 2 Jahren eine Gasbrennwerthheizung mit Radiatoren einbauen lassen. Er hatte damals beim Strom ca 20´000 KW/h im Jahr verbraucht.

    Mit dem Gas sind es "nur" noch ca 13´000 KW/h. Also bei ihm hat es sich absolut gelohnt die Heizung zu tauschen. Er spart sich seitdem ca 1000 EUR im Jahr, wenn es reicht. So viel ich weiß hat die Gasheizung eine Leistung von max. 20 KW - Bewohnt wird das haus mit 7 Personen.

    Ok das ist jetzt nicht ein pervekter Vergleich, aber bei ihm hat es sich gelohnt.
     
  17. R.B.

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    Das ist sogar ein sehr schlechter Vergleich. Was auch immer wieder vergessen wird, dass das Nutzerverhalten den Verbrauch erheblich beeinflusst.

    Die meiste Einsparung beim Austausch einer Heizung wird dadurch erzielt, dass der Nutzer auch sein Heizverhalten anpasst. Zugegeben, moderne Regelungen nehmen den Nutzern einiges an Arbeit ab, aber selbst 198x hatten die Regelungen schon die wichtigsten Funktionen integriert. Man muss sie nur nutzen.

    Man sollte Werbeversprechen der Hersteller und Verkäufer nicht so ernst nehmen. Die typ. 30% Einsparung die dort meist versprochen werden sind nichts anderes als Werbe-Blabla, und technisch nicht belegbar.

    Eine moderne Heizung hat immer Vorteile gegenüber einem Dino, das ist klar, aber man sollte diese nicht überbewerten.

    Gruß
    Ralf
     
  18. #17 ReihenhausMax, 20. Oktober 2011
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    Das leuchtet mir überhaupt nicht ein, wie das funktionieren soll. War
    das ein warmer Winter oder sind neben der Einheit auch die Zahlen
    falsch? Der Strom wird schließlich verlustfrei komplett
    im beheizten Bereich in Wärme umgesetzt und auch wenn bei den
    13000 kWh die Kondensationswärme nicht dabei ist, macht die nicht
    soviel aus. Kann ich mir allenfalls vorstellen, daß mit der Umstellung
    auch eine Änderung im Heizverhalten stattgefunden hat, die Radiatoren
    jetzt besser platziert sind etc. Alles Effekte, die hier nicht zum Tragen
    kämen. Vielleicht finden sich im Haustechnikdialog Forum ja Erfahrungwerte,
    was durch eine Heizungsumstellung wirklich im Mittel gespart wird.
    Die Informationsbroschüren vom IWU sind auch immer einen Blick
    wert:

    http://www.iwu.de/fileadmin/user_upload/dateien/energie/espi/espi12.pdf
     
  19. elAnimal

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    Ok, nochmal...
    1. Wir hatten damals schon 70.000€ in das Haus gesteckt, da war keine Luft mehr für Dämmung oder auch direkt neue Heizung. Geld scheißen haben wir noch nicht gelernt ;)
    2. Vielleicht interessiert das die meisten hier nicht, aber uns schon, denn wenn wir Dämmung machen würden (freistehendes Einfamilienhaus) würden mind. nochmal 20.000€ dazu kommen. Wieviel Öl spar ich mir dadurch? Rechnen wir mal völlig übertrieben 1.000€/Jahr, dann würde sich diese Investition in 20 Jahren anfangen zu rechnen...
    3. Wir haben zwar alle Fenster ausgetauscht, aber die Eingangstür ist alt (die müsste dann sinnvollerweise auch mit getauscht werden) und im "Treppenaufgang" ist noch eine Wand aus Industrieglas (wurde mir so gesagt, das das so heißt) was wir auch aus Kostengründen vor 2 Jahren nicht mitgetauscht hatten. Sprich mit Tür und "Wand" tauschen würden sicher nochmal 7-8.000€ hinzukommen...
    4. Das Dach müsste dann sinnvollerweise auch mit gedämmt werden, was das kosten würde habe ich keine Ahnung, aber nur Außenwände dämmen und Dach ungedämmt lassen, macht ja wenig Sinn, oder?
    5. Der Dino schießt gut Öl durch den Brenner, wenn wir die Heizung tauschen (mit Solarunterstützung) und würden dadurch auch nur 500€/Jahr sparen, rechnet es sich schon, weil irgendwann (1-x Jahre) segnet der Dino eh das zeitliche und dann wäre es unschön vorher noch paar Jahre Geld verpulvert zu haben. Und ich denke, es gibt doch sicher Heizungen die man auch runterregeln kann, wenn wirklich irgendwann mal das Haus gedämmt wird. Dann fährt sie eben nur noch auf "Teillast" oder wie man das bei Heizungen auch immer nennt.

    Ich finde eure Ratschläge super, vielen Dank dafür, aber außer Reihenhausmax hat hier glaube ich keiner die Situation verstanden. Oder hattet/habt ihr alle "unendlich" Geld zur Verfügung? Dann echt Glückwunsch! :)

    Gruß und danke
     
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  21. R.B.

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    Aber das rechnet sich nur, weil der Öler sowieso ersetzt werden muss, nicht aufgrund der Öleinsparung.

    Neuer Öler, neuer Schornstein, Solar, Speicher, Arbeitsaufwand, Kleinteile, da bist Du schnell bei 15.000,- € Investition. Wenn Du damit 500,- € p.a. einsparst, dann rentiert sich das (analog zu Deiner obigen Rechnung mit der Fassade) in 30 Jahren.

    Die Situation ist schon klar, doch ich habe die Befürchtung, dass sich Deine Hoffnung nicht bestätigt. Du erwartest eine erhebliche Brennstoffeinsparung nur durch Austausch des Wärmeerzeugers, und da kann ich Dir aus Erfahrung sagen, dass die erhoffte Einsparung nicht eintreffen wird. Man muss an vielen Rädchen drehen, sonst wird das nichts.

    Auch die Investition in Solar ist sinnvoll, keine Frage, aber wirtschaftlich betrachtet wird sich diese Investition so schnell nicht amortisieren.

    Gruß
    Ralf
     
  22. #20 ReihenhausMax, 20. Oktober 2011
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    Das mit dem "Runterregeln" bzw. Teillast geht leider nur sehr begrenzt, nennt sich
    Modulation. Unsere Gas Brennwert Therme kann z.B. minimal 3.5 kW bei maximal
    15 kW. Bei Öl kommt man wohl so auf 50% der max. Leistung runter, mit Pellets
    kenn ich mich nicht aus.
    Braucht man noch weniger, muß der Brenner zwangsläufig Pausen einlegen und häufiges Starten ist der Effizienz und Langlebigkeit nicht zuträglich. Die maximale Leistung braucht
    man andererseits eh nur, wenn es richtig knackig kalt ist. Wer da noch einen Ofen
    hat, kann da vielleicht auch ein Stück runter. Bei uns siehts so aus, daß wir in unserem
    Reihenhaus mit gedämmten Dach, Kellerdecke und einer KWL nach der Rechnung 7 kW Heizlast hatten (bei -12 Grad), was ich auch so in etwa "experimentell" bestätigen
    konnte. Jetzt mit neuen Fenstern, Türen und Fassadendämmung sollen es noch 4 kW
    sein, d.h. die Heizung wird praktisch nur in Teillast laufen. Inzwischen gäbe es wohl
    zwei Geräte, die da besser wären, der Rest ist eher noch schlechter ... Wir waren
    damals zu blöd, genug Grundschuld eintragen zu lassen, um es in einem Rutsch mit
    der KfW zu finanzieren.
    Einen direkten Vergleich mit dem alten Brenner unserer Vorbesitzer kann ich leider nicht ziehen. Die Umstellung auf Brennwert hat bei uns auch dazu geführt, daß im Keller das alte Zuluftrohr und der Luftschacht zum Boden weg konnte, wo schon sakrisch viel kalte Luft ins Haus kam ...

    Die Solarunterstützung würde ich mir gut überlegen, das ist wohl die teuerste Art
    Energie zu sparen, da rechnet sich alles andere wohl deutlich eher. Vorteil, wenn man es
    macht wäre ggf. daß Ihr dann einen großen Pufferspeicher habt und die Heizung
    dann einfach länger durchlaufen kann, wenn sie wegen Dämmung oder Übergangszeit
    überdimensioniert ist.

    Mein Fazit: Laßt Euch gut beraten, was Ihr jetzt und mit überschaubaren, vielleicht
    in Eigenleistung machbaren Dämmmaßnahmen (Kellerdecke, oberste Geschoßdecke)
    an Heizlast habt und was damit in der Hand der beste Weg ist.
     
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