Welche Heizung im Neubau?

Diskutiere Welche Heizung im Neubau? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen! Ich bin neu und bitte um Nachsicht, wenn ich vielleicht nicht gleich alle Informationen liefere, die für Eure...

  1. #1 Schnulli1971, 10. Juli 2010
    Schnulli1971

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    Hallo zusammen!

    Ich bin neu und bitte um Nachsicht, wenn ich vielleicht nicht gleich alle Informationen liefere, die für Eure Antworten/Empfehlungen wichtig wären.

    Mein Mann und ich wollen bauen - ein Fertighaus soll es werden, ein Niedrigenergiehaus. Nach viel Recherche haben wir nun 2 Angebote vorliegen, die sich zum Einen natürlich ähneln, zum Anderen aber auch in 1, 2 Punkten sehr unterscheiden. Und da hoffen wir nun auf Tips, Tricks und Empfehlungen.

    Anbieter A rät zu einer modernen Gasbrennwerttherme von Viessmann in Kombination mit kontrollierte Be- und Entlüftung, Solarpanell für 300 Liter Brauchwasser und dreifach Verglasung. Alles wurde uns plausibel erklärt und war für uns nachvollziehbar.
    Nun kommt Anbieter B und empfiehlt was ganz anderes. Eine Luft-Wasser-Wärme-Pumpe. Bei Be- und Entlüftung sprach der Berater schnell von "Mief-Quirl", Solarpanell für 300 Liter würde nichts bringen und zweifach Verglasung wäre völlig ausreichend.
    Auch dieser Berater war an sich plausibel und alles nachvollziehbar.

    Und nun? Wie soll ein Laie sich da entscheiden? Was sind Vor-/Nachteile? Was ist empfehlenswert? In den Unterhaltskosten bei 2 Personen und 150m² wohl günstiger? Was ist komfortabler?
    Vielen Dank für Eure Antworten und Hilfe!
     
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  3. Julius

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    Der Möglichkeiten gibt es viele.

    Euch ist klar, daß "Niedrigenergiehaus" gleichbedeutend ist mit "so schlecht gedämmt, daß es heutzutage grad eben so noch gebaut werden darf"...?

    KWL-Anlage ist hingegen ME sehr sinnvoll. Ich würde heute keinen Neubau mehr ohne erstellen.

    Generell dürfte Version Gas billiger in der Anschaffung sein, dafür etwas teurer im Betrieb.
    Umgekehrt schaut es bei WP aus.

    Fazit:
    Eigenen Fachmann heranziehen, der das Optimum für Eure Bedürfnisse plant!
     
  4. #3 Schnulli1971, 11. Juli 2010
    Schnulli1971

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    Vielen Dank schonmal Julius!
    Fachmann - ist das der Heizungsfachmann? Oder kennt der sich mit KWL nicht aus? Denn einen Heizungsfachmann haben meine Eltern im Freundeskreis, den habe ich auch schon kontaktiert und um Rat gebeten. Bin gespannt, was er antwortet.
     
  5. Julius

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    Der übliche Heizungsbauer ist Fachmann für die Ausführung, nicht unbedingt auch für die Planung.
    Da käme z.B. ein Haustechnikplaner in Betracht..
     
  6. greentux

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    Den man ehrlicherweise im EFH Umfeld nicht sooo leicht findet.
     
  7. Jakari

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    Meine Frage wäre erst mal folgende:
    Bekommt Ihr Fußbodenheizung?
    Wie hoch wird der Energiebedarf sein?
    Wieviel Personen werden dort wohnen?
    Solar mit Heizungsunterstützung?

    Ich würde auf jeden Fall eine Fußbodenheizung nehmen.
    Selbst wenn man sich für eine Brennwertheizung entscheidet kann man je nach Entwicklung der Energiepreise auch eine Wärmepumpe einbauen da die Heizflächen dafür optimal sind.
    Lüftungsanlage ist kein Quirl
    würde ich auf jeden Fall auch machen
    Ich würde die Brennwertheizung nehmen mit möglichst großen Modulationsbreich und die Mehrkosten für eine Wärmepumpe in die bessere Dämmung des Hauses stecken
    Denn am billigsten ist die Energie die Ihr gar nicht erst braucht
     
  8. R.B.

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    Vorausgesetzt die Brennwerttherme wird tatsächlich günstiger als die WP. Das sollte man genau rechnen, denn so viel teurer ist eine WP nun auch wieder nicht. Schornstein/LAS, Gasanschluß, das alles gibt´s auch nicht umsonst, und unter´m Strich kann eine WP sogar günstiger werden als eine Brennwerttherme.

    Zum Rest, volle Zustimmung.

    Gruß
    Ralf
     
  9. #8 Schnulli1971, 15. Juli 2010
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    Oh so viele Antworten - prima und vielen lieben Dank an alle.

    Eigentlich haben wir uns gegen eine Fußbodenheizung entschieden (aber das letzte Wort ist hier sicher noch nicht gefallen), hat verschiedene Gründe.
    Einen Schornstein wollen wir auf jeden Fall haben, denn ein Kamin soll auf lange Sicht wieder her.
    Ein kurzes Gespräch haben wir schon am Telefon mit einem Bekannten geführt, der Gas-Wasser-Sanitär-Installateur ist - ein ausführliches wird hier folgen.

    Und dann haben wir das großen Glück, einen unabhängigen Bauberater im Bekanntenkreis zu haben (den hatte ich bisher bloß nicht auf der Pfanne!), mit dem werden wir Sonntag mal sprechen.

    Und dann sehen wir hoffentlich ein bissl klarer.
     
  10. #9 pragewo07, 15. Juli 2010
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    Hallo,

    wir bauen gerade auch ein EFH mit ca. 150 m² und ich möchte Dir in diesem Zusammenhang den hier sicherlich öfters anzutreffenden Rat geben:

    Lass Dir von einem unabhängigen Fachmann mehrere Alternativen planen und berechnen...

    Wir haben das getan (u.a. auch wegen KfW-Kredit - Rechenergebnis: 3,2 l/m², der Praxistest steht noch aus, da wir noch am Bauen sind...) und haben jetzt eine Luftwärmepumpe, eine KWL und 2 Solarzellen zur Warmwassergewinnung auf dem Dach (u.a. auch für Spülmaschine), Zweifachfenster sowie eine automatische Verschattung im Süden und Westen, beheizen werden wir mit einer FBH bzw. bedarfsweise einem Sesselofen in der Küche/Esszimmer.

    Entscheidend ist: Das Gesamtpaket muss einfach stimmen, also aufeinander abgestimmt sein. Ich denke, die Investition in eine gute Planung lohnt sich langfristig immer!

    Viel Erfolg :biggthumpup:

    Tom
     
  11. jan1953

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    Erdgas Brennwerttherme

    Ganz ehrlich? : :28:

    Ich habe mich damals auch ersteinmal gründlich erkundigt. Bin heute super zufrieden mit meiner Erdgas Brennwerttherme. Ich habe damals auf Rat meines Architekten, auch eine Solarthermieanalge auf meinem Dach installiert. Auch das hat sich gelohnt und wurde vom Staat gefördert :bierchen:
    siehe hier: http://www.zukunft-haus.info/de/verbraucher/erneuerbare-energien.html? & hier: http://www.moderne-heizung.de/home.Sonnenwaerme.html?sid=098d9d0784cf420d35cd602439ee1e76
     
  12. bauoli

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    Ich würde ebenfalls zu Gas i.V.m. Solarthermie plädieren. Wir haben eine Pelletheizung verbaut und sind auch voll zufrieden. Allerdings dachten wir auch gewisse BAFA Fördermittel zu bekommen, die nun gestrichen wurden und somit die Anlage DEUTLICH teurer ist, als die vom Nachbarn der genau die Kombination Gas/Solar genommen hat.

    Ich persönlich bin nur Ökonom- die Umwelt ist mir relativ egal, wenn sie mir an den Geldbeutel geht, sonst kann man sich natürlich auch aus ökologischen Gründen für Pellets entscheiden.

    Luft-Wärmepumpe hatten wir uns auch überlegt, aber ohne empirische Erfahrung oder auch Bekannten mit Erfahrungen, uns dann aus folgendem Punkt dagegen entschieden: Überleg Dir einen Winter wie den letzten- da rotiert dein Stromzähler, da elektrisch zugeheizt werden muss und ich bin allein bei dem Gedanken an die entsprechende Stromrechnung unruhig geworden.

    Mein Fazit: Vertrau "Anbieter A" und Viessmann hört sich sowieso gut an :winken

    Grüße
    bauoli
     
  13. Jonny

    Jonny

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    Die wären mal interessant. :D

    Die meisten Gründe dagegen sind Latrinenparolen.

    Grüsse
    Jonny
     
  14. R.B.

    R.B.

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    Mein Auto war auch deutlich teurer als das Auto meiner Frau.....und was sagt uns das jetzt? Richtig....Nichts.

    Bei einer Heizungsanlage muss man, wie der Name schon sagt, die gesamte Anlage betrachten.

    Eine Gastherme ist zwar üblicherweise die günstigste Lösung, wenn man aber eine gute (passende) Anlage sucht und die ganze notwendige Peripherie mit einrechnet, sieht der Vergleich schnell mal ganz anders aus. Dann ist der Preisunterschied nicht mehr so deutlich wie von Dir geschrieben.

    Dann kommt noch das Thema Verbrauchskosten hinzu. Der Öl- und Gaspreis unterliegt teils erheblichen Schwankungen, während der Strompreis eher konstant verläuft. Richtig ist, dass Energie in Zukunft immer teurer wird.

    Das ist alles eine Frage der Planung. Leider gibt es noch viel zuviele Anlagen die anstatt "berechnet" nur Pi*Daumen gepeilt wurden.
    Auch der Heizstabeinsatz ist ein Thema für sich. Man sollte natürlich vermeiden, dass ein Heizstab benötigt wird, das ist klar. Unter Umständen kann es jedoch günstiger sein ein paar Stunden mit dem Heizstab zuzuheizen anstatt die Anlage viel zu groß zu dimensionieren.

    Ach ja, und Pellets werden auch nicht günstiger. Das nur so nebenbei bemerkt.

    Gruß
    Ralf
     
  15. greentux

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    nix wird günstiger.
    bei der Energieagentur NRW gibts Statistiken und Grafiken. Kann sich jeder seine Meinung bilden. Glaskugeln sind auch noch nicht verfügbar (ja der ein oder andere hat hier Hauspreisschätzkugeln), von daher ist der Preis der Primärenergie vielleicht gar nicht so wichtig bei der Entscheidung...
     
  16. Fritz531

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    Hallo,

    was ist ein Niedrigenergiehaus ?:think
    Erst mal die Energiebilanz für das Gebäude erstellen, und dann schauen welche Anlagetechnik passt zum Haus. (Nicht umgekehrt)
    Eine jetzt preisgünstige Anlagetechnik kann über die Jahre der Nutzung recht teuer werden.
    Es ist daher sinnvoll eine vernünftige Energieplanung zu erstellen.
    Die Aussage des Anbieters B halte ich für absoluten Blödsinn und lassen auf nicht vorhandenen Sachverstand schließen.

    Gruß
    Fritz
     
  17. R.B.

    R.B.

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    Bezogen auf was? Die LWP oder den Miefquirl? Solar?

    Gruß
    Ralf
     
  18. #17 Hendrik42, 29. Juli 2010
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    KWL im Haus zu haben war eine unserer besten Bauentscheidungen. Unter die Top Ten würde ich noch die Fussbodenheizung zählen :-)

    Ansonsten sehe ich das wie Ralf. Eine gute Gasheizung, die zum Haus passt, also dem Heizbedarf entsprechend moduliert, mit Anschluss, Schornstein usw. kostet auch Geld.

    In jedem Fall aber würde ich wirklich gucken, ob es nicht besser als "Niedrigenergiehaus" geht. Der Begriff ist nicht geschützt und heisst heute nur noch "so schlecht, wie das Gesetz (EnEV) erlaubt". Ich würde auf jeden Fall prüfen, ob Ihr Euch nicht ein "KfW 70 Effizienzhaus" oder besser leisten könnt.

    Nur Energie, die man nicht braucht, ist gute Energie.

    Gruß, Hendrik
     
  19. snowman

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    um auf das Fazit von bauoli zurückzukommen,
    welches Er sich gegen eine WLP entschieden hat, weil der letzte Winter so streng war, kann ich leider nicht so stehen lassen, da in dem letzten Winter bei einer WLP an 7 Tagen zu geheitzt werden musste!
    Sprich;
    eine gut geplante WLP auf das EFH abgestimmt in Kombination eines Heizungbauers welcher nicht die WLP in den Abgrund haßt, ist in Moment der Anschaffung teurer als eine Gasheizung aber im Unterhalt deutlich günstiger!
    Auch bei so einem Winter 2009/2010
     
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  21. Fritz531

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    und wenn wir Physik mit "F" schreiben wird aus der WLP ein Perpetuum Mobile
     
  22. #20 tbmaennchen, 2. August 2010
    tbmaennchen

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    Richtig, erstmal Enregiebilanz aufstellen und gucken was und wieviel brauche ich überhaupt, wieviel Energie kann ich durch bauliche Maßnahmen einsparen, wie zum Beispiel geschickte anordnung von Räumen oder Fenstern..was Lohnt oder was eher nicht..
    Aber zum Thema Heizflächen, da würde ich auch Fußbodenerwärmung oder vielleicht noch Wandheizung empfehlen... für fasst alle Heute und in Zukunft wasserführrenden Heizungen sind solche Heizflächen idial!! Erstmal durch ihre Fläche und damit verbundenen niedriegen Vorlauftemperaturen, Warme Füsse :))), und gleichmäßige beheizung des Raumes und damit bessere Behaglichkeitbedingungen als mit zum Beispiel 0815 statischen HEizflächen wie Heizkörper...

    Was auch wieder sehr im Kommen ist, ist Warmluftheizung, gekoppelt mit KWL und Wärmerückgewinnung..........
     
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