Welche Heizung (LWWP) bei Neubau?

Diskutiere Welche Heizung (LWWP) bei Neubau? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo liebe Forengemeinde, wir planen zurzeit ein Hausbau (Fertigteil, 1 ½ Geschosse, 150 m² Wohnfläche, 2 Erwachsene, 2 Kleinkinder, als...

  1. #1 MartinEss, 28.07.2021
    MartinEss

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    Hallo liebe Forengemeinde,


    wir planen zurzeit ein Hausbau (Fertigteil, 1 ½ Geschosse, 150 m² Wohnfläche, 2 Erwachsene, 2 Kleinkinder, als KfW55). Ich selbst bin nicht der Bauprofi und habe eine Frage zur Heizung.

    Grundsätzlich würde ich gerne eine Wärmepumpe nehmen – nur bin ich mir nicht 10% sicher welche, und welche Unterschiede, die einzelnen Systeme haben.

    Standardmäßig wird vom Bauträger die Proxon-Frischluft-Wärmetechnik verbauen. Hierzu habe ich nicht die besten Meinungen gehört, dass im Winter die Wohnung nicht viel wärmer als 21°C wird (Wenn überhaupt), die Luftfeuchtigkeit bei 10 – 20 % liegt, etc. Da ich keinen separaten Ofen einbauen möchte, entfällt diese Anlage.

    Als Alternativen, werden die Kompaktanlage LWWP Tecalor THZ 5.5 eco mit Wohnraumlüftung angeboten.

    Meine zwei Favoriten allerdings sind die Split-LWWP Elco Aerotop Split M-RX oder die LWWP Aussen Buderus Logatherm WLW 196i AR. Hier habe ich zum Beispiel nicht herausgefunden, worin der Unterschied zwischen einer Split-LWWP und Aussen-LWWP liegt (gibt es da überhaupt einen?).
    Die beiden Anlagen kommen für mich daher in die engere Auswahl, da hier Fußbodenheizung verbaut wird – allerdings muss dazu noch eine kontrollierte Be- und Entlüftungsanlage verbaut werden.
    Welchen preislichen Unterschied es macht, wenn man die Proxon nicht nimmt, dafür eine LWWP mit Fußbodenheizung und Lüftungsanlage, weiß ich allerdings nicht.

    Grundsätzlich planen wir darüber hinaus eine PV-Anlage mit Batteriespeicher (E3DC S10) zu bauen. Diese würde durch den Bauträger ca. 20.000 € zusätzlich kosten. Hierbei weiß ich nicht, ob es besser (günstiger?) kommt, wenn man das nachträglich extra beauftragt und nicht über die Hausbaufirma geht.


    Ich habe es grundsätzlich so gelesen, dass die LLWP KFW-Förderfähig sind (ggf iVm PV-Anlage sogar besser als KFW55?)

    Ich hoffe, dass ich ein wenig Einblick in meine Herausforderung geben konnte.


    Beste Grüße

    Martin
     
  2. #2 MJanssen, 28.07.2021
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    Wir haben übrigens die Proxon (KfW40+) im Einsatz und beschweren uns eher für zu warme Räume (im Winter bei -15 Grad hatte das Schlafzimmer 24 Grad und wir haben es einfach nicht kühler bekommen).
    Das mit der Luftfeuchtigkeit haben wir auch oft gelesen und können das ebenfalls nicht bestätigen (liegt bei uns bei gemessenen 38-45%).

    Die Kühlfunktion ist übrigens ein Highlight ;)

    Ein Nachteil, den wir - warum auch immer - so nicht auf dem Schirm hatten und uns eher davon abhalten würde uns nochmal für die Proxon zu entscheiden: Es gibt nur die eine Firma Zimmermann, die diese Heizungen vertreibt und wartet...
     
  3. Skogen

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    Also mal grundsätzlich: jede Luft-Wasser-Wärmepumpe ist für Fußbodenheizung geeignet, nicht nur die beiden von Dir genannten.

    Der Unterschied zwischen den einzelnen WP`s : das eine ist ne Kältemaschine die Kältemittel vom Außengerät zum Innengerät jagt, die andere jagt Wasser zum Puffer.

    Da beginnts: Kältemittel: welches Kältemittel? Deine Favoritkisten, da findet man beim Hersteller noch nicht mal was drüber. Ein Schelm, wenn ich böses dabei denke. Bei der tecalor-Büchse ist altes Kältemittel drin. Also werden diese Anlagen in dieser Form über kurz oder lang verschwinden.

    System: Deine Favoriten sind reine Wärmepumpen. Die tecalor eine WP mit KWL. Also vergleicht man schon mal Äpfel mit Birnen.

    Und über allem schwebt die Heizlastberechnung. Ist die nicht gemacht/unvollständig/gepimpt kannst Du mit jeder Art auf die Nase fallen. Fakt ist, bei einer LLWP, da muß gebäudeseitig richtig was sein, damit so ein Ding nicht zum Grab wird. Also nix mit ENEV-Standard (bzw. neu GEG)

    Und das alles nützt gor nix, wenn alle weiteren Randbedingungen (FBH Verlegeabstand usw.) vom Rohrleger versemmelt werden. Nicht weils er es nicht kann, sondern billich willich/mussich
     
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  4. #4 Fabian Weber, 31.07.2021
    Fabian Weber

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    @Skogen hat recht. Du zäumst das Pferd gerade von hinten auf.

    Eine LLWP hat in der Regel eine viel niedrigeren Wirkungsgrad als eine LWWP.

    Ein Splitgerät hat eine größere Menge Kältemittel, was das ganze wartungspflichtig gegenüber einem Monoblock (nur Außenaufstellung) macht.

    Grundsätzlich solltest Du Dich mit Erdwärme und dem Ringgrabenkollektor beschäftigen. Da bekommst Du eine Erdwärmepumpe zum Luftwärmepumpenpreis wenn Du bisschen Eigenleistung nicht scheust.

    Der Vorteil bei Erdwärme ist die passive Kühlfunktion im Sommer.

    Egal wofür Du Dich entscheidest, solltest Du eine modulierende Wärmepumpe wählen die bis auf ca. 2KW runterkommt. Denn eine Überdimensionierung ist unbedingt zu vermeiden.

    Wenn Du Dich für eine Fußbodenheizung entscheiden solltest, dann sag Bescheid, dann bekommst Du nochmal die wesentlichen Infos, worauf man da in Kombination mit Wärmepumpe achten muss.
     
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