Welche Wärmepumpengröße wählen?

Diskutiere Welche Wärmepumpengröße wählen? im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, in meinem Neubau ist eine LW Wärmepumpe geplannt (x , y). Für unser Gebiet wurde -12 Grad als Berechnungsgrundlage angesetzt. Die...

  1. Alex2479

    Alex2479

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    Hallo,

    in meinem Neubau ist eine LW Wärmepumpe geplannt (x , y).
    Für unser Gebiet wurde -12 Grad als Berechnungsgrundlage angesetzt.

    Die Heizlast des Gebäudes beträgt bei -12 Grad 4,8 KW und bei -16 Grad 5,4 KW (ohne berücksichtigung der Lüftungsanlage).

    Wenn ich jetzt für Warmwasser noch 1 KW (4 Personen) dazu rechenn und den Sperrzeitfaktor auf 1,1 setze, erhalte ich eine Heizlast
    von ca. 6,4 KW bzw. 7,04 KW.

    Die Frage ist jetzt, welche der beiden Anlagen wäre die bessere?
    x = 7,1 KW
    y = 5,2 KW

    Vielen Dank für die Hilfe.

    MfG
    Alex
     
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  3. R.B.

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    Ein Blick in die Heizleistungskurven sorgt für Klarheit.

    Der 50er geht bei ca. -2,5°C AT die Puste aus, ab dann muss irgendwie zugeheizt werden, wobei wohl vorzugsweise der el. Heizstab gefordert ist.
    Bei der 70er wird bis etwa -9°C die erzeugte Heizleistung ausreichen.

    Nachdem beide Anlagen nicht über eine Leistungsregelung verfügen, muss man darüber nachdenken, wie man die überschüssige Leistung während der Übergangszeit in den Griff bekommt.

    Zu den Sperrzeiten, bekommst Du überhaupt einen Tarif mit Sperrzeiten?

    Ich würde mich vermutlich für die 70er entscheiden. Die 50er würde zwar aus ausreichen, wäre aber anhand Deiner Zahlen für meinen Geschmack etwas zu knapp dimensioniert.

    Gruß
    Ralf
     
  4. Alex2479

    Alex2479

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    Also bei uns im Ort ist die Sperrzeit noch kein Thema, einen Wärmepumpentarif gibt es aber.
    Also könnte ich eigentlich den Faktor 1,1 erstamal raus nehmen? Hatte ihn vorsichtshalber drin, man weiß ja nicht was der Versorger noch macht.

    Könnte den das berücksichtigen der Lüftungsanlage in der Heizlastberechnung, den Heizlastwert noch groß ändern?

    Das abfangen der Leistung im Sommer ist natürlich ein Thema. Habe WW und Heizwasser getrennt. Aber für Heizwasser ist kein großer Puffer geplannt.

    MfG
    Alex
     
  5. R.B.

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    Das glaube ich nicht, aber da genügt ein Blick in die Heizlastermittung, dort sind die Lüftungsverluste ja aufgeführt.

    Kritisch könnten die warmen Tage während der Übergangszeit sein, wenn die Heizlast noch sehr niedrig ist (vielleicht 2kW o.ä.), die LWP aber aufgrund hoher Außentemperaturen mehr als 10kW an Heizleistung liefert. 10kW überschüssige Leistung über eine Mindestlaufzeit von sagen wir mal 15 Minuten macht bereits 2,5kWh die man irgendwo unterbringen muss. Ein 300 Liter Puffer könnte bei 5K Temp.differenz gerade mal 1,8kWh "speichern".

    Aber das sind Details die man halt austüfteln muss.

    Gruß
    Ralf
     
  6. Alex2479

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    Optimal wäre natürlich eine Voll modulierende Anlage. Die ist aber leider nicht geplant und in 2 Wochen soll einer der Wärmepumpen instaliiert werden.
    Welche Möglichkeiten gibt es den ohne einen großen Speicher die Leistung abzufangen? Ich weiß das es nicht einfach ist da eine Aussage zu treffen. Weil die Sachen geplant werden müssen.

    Das Haus hat überall FBH. Für WW ist ein 300L Speicher geplant, für die Heizung ich glaube 50L oder 140L. Ich wollte mir jetzt aber auch nicht einen 500L Speicher für Heizwasser in den 8qm HWR stellen.

    MfG
    Alex
     
  7. R.B.

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    Du kannst versuchen die FBH als "Puffer" zu missbrauchen, ist aber nicht einfach und auch nicht ganz unkritisch. Bei LWP muss man ja auch an den Abtauvorgang denken.

    50 Liter oder 150Liter, keine Ahnung wofür die gut sein sollen. Das kommt darauf an wie die eingebunden werden, aber ich vermute, da handelt es sich eher um einen Alibipuffer.

    Gruß
    Ralf
     
  8. Alex2479

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    Ja Ralf da hast du Recht, groß ist der Puffer nicht. Wie der Puffer Hydraulisch angebunden wird muss ich nachsehen.
    Ich kann ja mal nachfragen, ob es noch nicht zu spät für eine modulierende Anlage ist. Welche wäre da als Split Anlage zu empfehlen?

    MfG
    Alex
     
  9. R.B.

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    Abgesehen davon, dass ich vermutlich zu einer Sole-WP oder DV greifen würde, könntest Du Dir einmal ein paar LWP Inverter von japanischen Herstellern genauer anschauen. Da gibt es beispielsweise einen Hersteller mit "P" am Anfang.
    Aber Produktempfehlungen sind hier im Forum nicht gerne gesehen, und ehrlich gesagt, ist es auch immer schwierig eine Empfehlung zu geben, ohne alle Rahmenparameter zu kennen.

    Ein Kälte-Klimafachbetrieb wäre hier ein kompetenter Ansprechpartner.

    Gruß
    Ralf
     
  10. Julius

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    Warum ist bei Dir denn so ein planloses Gestopsel "geplant"?
    Ist das ne BT-Billichwiliich-Kiste, oder was?
     
  11. #10 Alex2479, 17. August 2012
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 17. August 2012
    Alex2479

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    Ich will mal versuchen zu erklären wie es zu diesem hin und her kommt.

    Bei unserem Haus handelt es sich um ein Bausatzhaus. In dem Bausatz sind einige Gewerke drin die von Hnadwerkern des Anbieters
    ausgeführt werden. So z.B. der Dachstuhl, Elektro, Sanitär. Zu vielen Gewerken werden die Materialien geliefert, die dann ich oder ein Handwerksbetrieb verbaut Z.B. Dacheindeckung.

    Bei diesem ganzen Vorhaben gibt es einen Planer und einen Bauleiter, der alles überwacht. Von dem Bauleiter habe ich mich aber getrennt, da seine Arbeit nicht zufriedenstellend war.

    Geplant ist überall eine FBH mit ursprünglich der Wärmepumpe XXX(Verbauen wir schon immer, bis jetzt ist allen warm geworden). Nach der Berechnung der Heizlast, war mir klar, die reicht nicht aus. Darauf hin hatte ich die XXX einplannen lassen.

    Ich hatte jetzt einfach nochmal die Heizlast des Gebäudes, in die Leistungskurve der Anlage eingezeichnet und bin mir nicht ganz sicher, ob ich die Anlage über oder unter dimensionieren soll. Deshalb die Frage hier im Forum.

    Bitte jetzt nicht steinigen bez. des Bausatzhauses. Das war eine Entscheidung, die ich heute mit dem Wissen nicht mehr so treffen würde.

    Danke für die Hilfe.

    MfG
    Alex
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Wie gesagt, bei einer LWP tendiere ich mehr zu einer moderaten Überdimensionierung, vor allen Dingen wenn eine Inverter zum Einsatz kommt, bei einer Sole-WP eher zu einer knappen Dimensionierung bei üppig dimensionierter Quelle (Kollektor).

    FBH immer auf möglichst niedrige Heizwassertemperatur optimieren, auch wenn man in kritischen Räumen (Badezimmer) für zusätzliche Heizflächen sorgen muss.

    Gruß
    Ralf
     
  13. planfix

    planfix Gast

    @ RB
    auch bei sole oder DV kann eine überdimensionierung sinn machen, nämlich dann, wenn der erdkollekror nicht überdimensioniert werden kann. durch die stillstandszeiten kann sich der kollektor dann regenerieren. inverter muß dann auch nicht sein.

    bei LWP würde ich empfehlen, anhand der eigenen klimabedingungen und des leistungsdiagramms zu dimensionieren. also nicht nach den fixwerten A2 und W35.
    dazu brauchts vllt aber doch einen fachmann und kein forum.
     
  14. R.B.

    R.B.

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    Wenn der Kollektor nicht ausreicht bringt auch eine überdimensionierte WP nichts. Ich verändere dadurch zwar den zeitlichen Ablauf des Energieentzugs, aber nicht die Energiemenge an sich. Durch die hohe Entzugsleistung (nicht energie) treibe ich aber den Kollektor ständig in die Vereisung, so dass die Zeit zum Regenerieren nicht mehr ausreicht. Abgesehen davon haut das auch heftigst auf die Arbeitszahl.

    Ein Kollektor der für eine 6kW WP zu klein ist, wird für eine 8 oder 10kW erst Recht zu klein sein. Wenn ich dann mit einer größeren WP eine höhere Entzugsleistung auf den Kollektor loslasse, dann dauert es Stunden bis die entzogene Energiemenge durch das umgebende Erdreich wieder in Richtung Kollektor geflossen ist. In der Zwischenzeit wird aber auch die größere WP schon wieder loslegen und Energie entziehen, mit dem Ergebnis, dass die Temperatur am Kollektor in Wellen immer weiter nach unten geht.

    Durch die Vereisung wird der Effekt dann kurzzeitig ausgebremst, und danach geht´s nur noch rapide bergab.

    Entscheidend für eine gute WP ist also nicht nur die Leistung der Kiste an sich, sondern vor allen Dingen der Kollektor. Ist der zu knapp dimensioniert, dann helfen keine Tricks.

    Gruß
    Ralf
     
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  16. planfix

    planfix Gast

    das habe ich weder geschrieben, noch gemeint.

    das war mein text:
    und der setzt eine passende dimensionierung nun mal vorraus.

    ralf, wir haben genug maschinen laufen um das bewerten zu können.
    fmw kann dir von seiner die daten täglich frisch servieren ;)
     
  17. R.B.

    R.B.

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    Isa, lies Dir mal Deinen Satz noch einmal durch.

    Da bedeutet, an einen zu kleinen Kollektor eine zu große WP hängen?
    Wie groß darf dann die Überdimensionierung werden?

    Wieviele davon laufen mit WMZ? Hat Frank Martin einen WMZ installiert, bei DK wohl eher nicht.

    Nö, nö, Isa....so schnell kriegste mich nicht rum. ;)

    Gruß
    Ralf
     
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