Welchen Keller nehmen?

Diskutiere Welchen Keller nehmen? im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich habe folgende Frage: Wir haben im nächsten Jahr vor zu bauen. Der Boden des Grundstücks besteht zum größten Teil aus Kies. Nun habe...

  1. Beetle

    Beetle

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    Hallo,
    ich habe folgende Frage: Wir haben im nächsten Jahr vor zu bauen. Der Boden des Grundstücks besteht zum größten Teil aus Kies. Nun habe ich zwei Angebote, die noch im Rennen sind. Allerdings bietet der eine (ein reiner Bauträger) einen normalen, gemauerten Keller an (Bodenplatte mit WU-Beton und Mauern mehrfach mit Bitumen abgedichtet). Der andere Anbieter, ein Bauunternehmer, bietet einen Betonkeller an, da seiner Meinung gerade bei dem Kiesboden in ein paar Jahren mit Grundwasserproblemen gerechnet werden kann. Seiner Meinung nach kann der Grundwasserspiegel steigen, wenn das Wetter öfters so verrückt spielt wie in diesem Jahr. Dazu würde bei Kies die Gefahr bestehen, dass das Regenwasser stellenweise den Boden sättigt und daher nicht mehr schnell genug abfliessen kann. Was könnt Ihr mir empfehlen? Hat er mit seiner Aussage recht?
    Viele Grüße
    Beetle
     
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  3. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    "ist" doch ganz einfach

    ... den Gründungsvorschlägen des Bodengutachters/Tragwerksplaners folgen (!) ... der Höchstwasserstand kann von hieraus nicht ersehn werden ... tendenziell würde ich mich persönlich dem geschalten Keller anschliessen ... "ABER" w.o. genannt entscheiden das Bodengutachter und Tragwerksplaner (!)
     
  4. mls

    mls Bauexpertenforum

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    kies? in bayern? muss fast riem sein :)
    alle paar meter andere wasserstände - aber immer viel.
    deshalb: ww.
     
  5. bauworsch

    bauworsch Gast

    Mach nach

    Vorliegen eines aussagekräftigen ;) Baugrundgutachtens in Zusammenarbeit mit einem von Dir beauftragten Statiker eine weiße Wanne mit einem g´scheidn Bauunternehmer Deines Vertrauens, da haste Deine Ruh´, egal was das Grundwasser gedenkt künftig zu tun.

    Auch wenn Du dem BT eher Glauben schenken magst, der hat Dir bestimmt mindestens schon 20 zig mal versichert, alles kein Problem...
     
  6. HaJue

    HaJue

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    wieso Riem - Kies gibt es auch wo anders (und nicht nur bei der Bank :D ).

    eigene Erfahrung:
    Kiesboden - 40 m bis zum Grundwasser, und trotzdem läuft die Suppe bei starken Regenfällen in unseren Anbau. Im "Altbau" (ca. 1965) Betonwände, einen Hauch von Schwarzanstrich (war scheinbar damals teuer): alles paletti (außer die typische Kellerfeuchtigkeit, liegt aber an der damaligen Bauweise (Schwarzanstrich s.o., fehlende Dämmung, keine Bodenplatte ..)
    Anbau-Keller: vom Vorbesitzer aus Beton-HBL gemauert, außen Bitumen-Schweißbahn: Wenn ein schönes bayrisches Gewitter im Fünf-Seen-Land durchzieht: Pumpe läuft.
    Fehler in der Abdichtung läßt sich aufgrund der Bauweise (Mauerwerk nicht lokalisieren.

    Fazit: Anbaukeller wird abgebrochen, Neubau mit Betonkeller

    Ich hab zwar nur einen kleinen Anbau vor zu bauen. Aufgrund der Angebote sehe ich aus preislich keinerlei wesentliche Vorteile für einen gemauerten Keller:
    1 qm Kellerwand ca. EUR 75,-- (geschalter Keller, zzgl. Stahl)
    1 qm Kellerwand ca. EUR 65,-- (Doppelwände, aber zzgl. Autokran + Stahl)
    1 qm Wand Poroton T-14, d=30 cm: ca. EUR 70,-- (allerdings aus Pos. Außenwände Garage übernommen)

    Angebote von örtlichen BU in einer der (leider) teuersten Regionen, alles ohne Zulagen (Fenster, Stürze, Aussparungen ...), Verputzen ist bei Ziegelkeller bzw. geschaltem Keller hinzuzurechnen, bei gemauertem
    Keller kommt das Verschließen der Mörtelfugen (außen) hinzu.

    Allenfalls die stärkere Perimeterdämmung spricht für einen gemauerten Keller - aber spätestens wenn im Keller mit KS gearbeitet wird, ist auch dieser Vorteil dahin.

    O.g. Preise sind auf mein BV zugeschnitten - Abweichungen sind durchaus möglich (vermutlich eher nach unten, da bei mir alle ungünstigen Umstände kumuliert auftreten).

    Selbst wenn der gemauerte Keller etwas billiger sein sollte: Sanierung bei Fehlern in der Bauausführung sind schwierig, teuer, nervig - egal wer letztendlich die Kosten zu tragen hat.

    ansonsten: s. Anworten vorher!

    Übrigens: Unser Statiker kennt auch schöne Bauvorhaben in der Nähe: Zwar ebenfalls 20 - 40 m bis zum Grundwasser - leider eingeschlossene "Lehminseln" - die Bauherren haben ihre wahre Freude gehabt.

    HaJue
     
  7. Wassermann

    Wassermann Gast

    Untere Wasserbehörde

    Als ehemaliger Wasserkellerbewohner kann ich nur den rat geben, den Grundwasserstand von der unteren Wasserbehörder schriftlich(!) bestätigen zu lassen. Bei Bergbaugebieten auch den Bergbaubetrieb bzw. deren zuständigen Behörden Stellung nehmen lassen.

    Statik muß ohnehin gemacht werden, daher verstehe ich den Ratschlag nicht. Tragwerksplanung bei einem EFH wird vom Statiker mit übernommen. Ist letztendlich auch Wurscht, weil nur geklärt werden muß, wer die Verantwortung trägt.

    Als Geschädigter mein dringender Rat: klären Sie Verantwortungen schriflich ab! Am besten mit einem Rechtsanwalt. Kostet erst mal Geld, kann aber viel Geld sparen.

    Sollte Grundwasser vorhanden oder möglich sein, vergessen Sie ganz schnell Bitumenanstriche, auch wenn Ihnen die Hersteller alles mögliche garantieren. Im Zweifelsfalle kneifen die, selbst wenn die es schriftlich geben!

    Sie haben bei grundwasser die Wahl zwischen schwarzer und weißer Wanne (google benutzen). Das kommt aber auch auf die Nutzung des Kellers an. Und hier schon wieder: da nutzt ihnen kein Techniker was. Was im Vertrag steht, gilt! Ihre allererste Vertrauensperson sollte ein guter Rechtsanwalt sein! Wobei den zu finden ein Problem für sich ist.

    Um alle Zweifel zu streuen: ich habe nichts mit Jura zu tun, bin nur davon geschädigt. Ich hatte zwar Recht, aber im Vertrag stand was anderes..............
     
  8. Beetle

    Beetle

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    Hallo,
    vielen Dank für Eure zahlreichen, raschen Antworten. Zu dem BT muß ich sagen, das er sogar bei uns auf dem Rathaus war und die Problematik angesprochen hatte, da wir von vorneherein eigentlich eine WW wollten.Dort wurde er gefragt, wie wir darauf kommen würden, das wir eine solche benötigen würden, da der Boden ideal zum Versickern sei...
    Er selbst hat kein Problem damit uns eine soclche anzubieten, das wäre dann allerdings wieder eine Kostenfrage. Ein Bodengutachten liegt noch nicht vor, da das gesamte Gebiet momentan erst erschlossen wird.
    Da nun schon mehrfach ein Statiker angesprochen wurde: Wir haben uns noch für keinen der beiden entschieden und es gibt daher noch keine Pläne/Statik für unser Bauvorhaben, wäre aufgrund des fehlenden Bodengutachtens wahrscheinlich auch nicht möglich... Müßte unsere Gemeinde bei der Erschliessung nicht ein Bodengutachten erstellen lassen?
    Am Besten werde ich mir vom Bauträger auch noch ein Amngebot über einen Betonkeller machen, dann habe ich eine bessere Vergleichsmöglichkeit gegenüber dem BU, der preislich schon einiges höher liegt.
    Der gemauerte Keller ist aber auch kein Lari-Fari-Keller laut der Baubeschreibung. Bodenplatte aus WU, PE-Folien, Dichtungsschlämmen, Delta-Folie, dreilagige Dickbeschichtung und eine Drainmatte mit Ringdrainage. Das wäre dann eine Ausführung gegen "nichtdrückendes Wasser", die dann wohl fehl am Platz wäre.
     
  9. PeMu

    PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    ... Müßte unsere Gemeinde bei der Erschliessung nicht ein Bodengutachten erstellen lassen?

    Wird auch gemacht, nur ist dies Bodengutachten für die Zwecke der Gemeinde: Erschließung, d.h. Unterbau der Straßen und Wege, Verlegung der Kanäle usw.
    Daraus kann man global etwas für die Gründung der Gebäude entnehmen, aber nicht im Detail und für einen bestimmten Bauplatz.
     
  10. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    "das"

    können Sie wirkich aus dieser Beschreibung rauslesen ??? ... Respekt (!) ich lese:

    a.) Bodenplatte aus Wasser- undurchlässigen Beton mit einer Stärke von ca. 20cm "nicht" gegen drückendes Wasser geeeignet da der Stahl dafür dem Bauträger zu teuer ist (!)
    -
    b.) PE-Folien ... "klar" unter der Bodenplatte als Sauberkeitsschichtersatz ... "suche Funktion" im Forum nutzen ... Stichwort : "Sauberkeitsschicht"
    -
    c.) Dichtungsschlämmen für was wenn 3 lagige Dickbeschichtung ... oder doch etwas ein 3 lagiger Bitumenanstrich ... "nachtigall ich hör dir trapsen"
    -
    d.) Drainmatte mit Ringdrainage ... gelber Schlauch und ein Drainvlies drüber ergibt auch diese Beschreibung (!)
    -
    e.) Delta Folie ... "AHAAAAAAA" jetzt klingelt es bei mir ... "Noppen" gen Haus damit´s drainieren kann :p
     
  11. Beetle

    Beetle

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    Bevor Mißverständnisse auftreten, zitiere ich mal den Teil aus der Bauleistungsbeschreibung:

    Die Bodenplatte gemäß der statischen Berechnung wird als tragende Bodenplatte oder als Bodenplatte mit entsprechender Fundamentierung aus WU-Beton ausgeführt. Unter der Bodenplatte wird eine ca. 10cm starke Kiesfilterschicht mit einer darüber liegenden PE-Folie als Trennlage mit überlappenden Stößen eingebaut.
    Die Kellerwände erhalten eine waagrechte Isolierung gegen aufsteigende Feuchtigkeit in der ersten Lage (unter der ersten Steinschicht) mit einer 500er Bitumenpappe, die zweite Lage (auf der ersten Steinschicht) erhält einen Anstrich mit Dichtungsschlämme. Die dritte Lage (oberste Steinschicht unter der KG-Decke) erhält eine Delta-Folie.
    Die senkrechte Isolierung im erdberührten Bereich wird mit einer Dickbeschichtung aus einer Zwei-Komponenten-Bitumendickbeschichtung ausgeführt. Diese wird in drei Lagen angebracht, bestehend aus einem Voranstrich, einer Kratzspachtelung und dem anschliessenden Aufbringen der Abdichtung. Zum Schutz der Isolierung wird eine Enka-Drain-Matte angebracht. Die Ausführung der Isolierung erfolgt gemäß den technischen Erfordernissen gegen "nichtdrückendes Wasser" nach DIN 18195.
    Zusätzlich wird der Wandfußpunkt (Übergang Bodenplatte - Außenwand) gegen Negativ-Wasserdruck mit einer mineralischen Dichtungsschlämme mit außenliegender Hohlkehle ausgeführt. Oberhalb der Isolierung über dem zu verfüllenden Erdreich wird ein Spritzschutz aus mineralischer Dichtungsschlämme, ca. 30cm hoch, angebracht.
    Die Drainage wird als sogenannte Ringdrainage ausgeführt und erhält eine Abdeckung mit Filtervlies und Drainagesplit. Die erforderlichen Spülschächte mit einem Durchmesser von 35cm sind ebenso enthalten wie der Einbau und Anschluß eines Sickerschachtes bei versickerungsfähigem Boden. Das Volumen des Schachtes beträgt ca 2cbm.
    Jedes Kellerfenster und jeder Lichtschacht erhält zusätzlich einen Anschluß an die Drainage.

    Was sagt der Fachmann dazu?
    Grüße
    Beetle
     
  12. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    "wird" auch ned besser

    "wenn´s" dann so aussieht entspricht es "auch" dieser Beschreibung
    -
    "nur" mal so als dummer Maurer ... unter "normal" gemauerten Keller versteh ich aufeinander geschlichtete Ziegelsteine ... "und" solche Ziegelsteine haben Kammern ... die natürlich "nicht" mit der Schlämme überdeckt werden können ... "geht" des überhaupt ... taugt des was ... des versteh ich ned :(
    -
    Zu(r)m KMB kann ich nix beitragen ... ned meine Welt (!)
    -
    ... "auch" hier steckt der Teufel im Detail ... "angeschlossen" an der Drainung gilt ned :)
     
  13. Beetle

    Beetle

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    Hallo Josef,
    der Keller wird aus Hebel-Plansteinen (Gasbeton) gemauert.
    Warum darf die Lichtschachtentwässerung nicht an die Drainage angeschlossen werden? Ist das deshalb, weil Wasser bei steigendem Wasserdruck aus dem Abfluß gedrückt werden kann?
    Wie würdest Du das lösen? Bei uns muß das komplette Oberfläschenwasser auf dem Grundstück versickert werden. Es darf nur der Abwasserkanal im Haus an die Kanalisation angeschlossen werden, was auch von unserer Gemeinde kontrolliert wird.
    Von der Firma, die den Keller und den Rohbau anfertigen würde, haben Bekannte vor drei Jahren einen Hausbausatz (allerdings mit Poroton) gekauft und aufgebaut. Sie sind sehr zufrieden und können diese Firma nur weiterempfehlen. Daher hoffe ich, das der BT uns damit nicht über den Tisch ziehen will. Die Firmen, die unter anderem für den BT arbeiten, sind bei uns in der Region recht bekannt. Allerdings würde ja der gemauerte Keller sowieso ziemlich hinfällig sein, sollten wir uns für den BT entscheiden.
    Reicht in unserem Fall dann eigentlich ein normaler Massivbetonkeller oder sollte es dann eine weisse Wanne sein?
    Grüße
    Beetle
     
  14. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    "mmmh"

    zum einen schaun die Drainungsrohre meist offen in die Lichtschächte wodurch alles möglich in die Drainung wandern kann ... zum anderen wandern Feinteile in die ungeschützen senkrechten Drainungsrohre und verschlammen auf Dauer die Drainung ... und "wenn" nen Rückstau in der Drainung gibt der sich bis zu den Fenstern aufstaut dann iss eh schon alles zu spät ... Drainrohr aus den Lichtschächten führt "man" runter und lässt sie etwas über der eigentlich Drainschicht (auf´n Vlies) mitlaufen (!)
    -
    "zu" Porenbeton kann ich nix sagen ... "keine" Erfahrung (!)
    -
    "wenn" schon denn schon = Weisse Wanne ... mit nem Otto Normal Keller haben Sie wieder die Anforderungen der DIN 18195 zu leisten ... "und" gerade in Bayern wo jeder Bauunternehmer seine eigene Schalung hat kommen diese Anforderungen teurer wie die Weisse Wanne (!)
     
  15. Beetle

    Beetle

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    Hallo,
    ich habe den Bauträger wegen dem Betonkeller angeschrieben. Für einen Aufpreis von 3200€ könnte ein Stahlbetonkeller realisiert werden, das wäre aber noch keine weisse Wanne! Worin liegt eigentlich der Unterschied einer weissen Wanne und einem "normalen" Betonkeller? Bei WU-Beton muß doch die Mindestmauerstärke 25cm betragen, um als wasserdicht zu gelten, oder? Wird ansonsten noch irgendeine Abdichtung angebracht? Was würde das in etwa kosten? Ich bin mal gespannt, was die Asuführung als WW kostet...
    Dazu wollte ich noch statt einer Stahlrohrtreppe vom Eg ins DG eine massive aus Stahlbeton. Die soll mit Bodenbelag und Geländer 4.750€ mehr kosten. Kommt das hin, oder ist der Preis überteuert? Die Fliesen kosten laut BLB ca. 20€/m2 und das Geländer wird keine Luxusausführung sein.
    Viele Grüße
    Beetle
     
  16. HaJue

    HaJue

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    Hallo "Beetle",
    wir bewegen uns auf die Diskussion zu "was kostet ein Stück Haus". Das Forum kann m.E. Ratschläge geben - eine Bewertung von pauschalen Kosten ohne Kenntnis der Ausführungsplanung, des LV's, der Statik etc. kann nicht funktionieren - nicht umsonst kosten diese "Unterlagen" etwas Geld.

    Auch die Kosten/Nutzen-Bewertung kann dir niemand abnehmen. Das bessere ist leider i.d.R. auch etwas teurer - nur Du kannst bewerten, ob Dir diese oder jene Ausführung das wert ist.

    Aufpreis "Betonkeller":
    * mit oder ohne Stahl - dieser wird meist gesondert abgerechnet (zumindest bei Vergabe über LV)
    * Anschlüsse Innenwände (Maueranschlußschienen o.dgl. incl./excl.
    * Abdichtung: Bleibt die urspr. Abdichtung im Leistungsumfang enthalten oder entfällt diese
    * ....
    Nur drei Beispiele - Liste läßt sich sicherlich beliebig erweitern.

    Und wie gesagt: TEUR 3,2 - kann billig oder teuer sein - je nach Baumasse und/oder Leistungsumfang.

    Ansonsten: Schule des Verkaufens: Wenn der Interessent Lunte gerochen hat (bei einem günstigen Basispreis oder anderem emotionalen Interesses an dem zur Disposition stehenden Wirtschaftsgut) - versuche den Gewinn über Extra's zu optimieren. Ich will Dienem Verhandlungspartner nicht's unterstellen (ist ja auch ureigenste Aufgabe eines Verkäufers) - aber dies lernt man auf allen Verkaufsseminaren (oder durch Erfahrung oder beides)) - und nicht nur in der Baubranche.

    Gruß HaJue
     
  17. Eric

    Eric

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    Meiner Ansicht nach ist das alles Käse, wie Du an die Planung Deines Hauses rangehst.

    Es muß (s.o.) ein Bodengutachten eingeholt werden. Erst danach kann festgelegt werden, was für ein Keller erstellt werden muß.

    Wenn Geld keine Rolle spielt, dann lass eine WW bauen, die im übrigen nicht wasserdicht, sondern wasserundurchlässig ist; sie läßt nämlich Wasser in Dampfform durch, weshalb sie zusätzlich abgedichtet werden muß, wenn der Keller höherwertig genutzt werden soll.

    Was der BT da an Abdichtung geplant hat, hat mangels Bodengutachten kein Konzept.

    Drainage soll eingebaut werden, also an sich Lastfall zeitweise aufstauendes Sickerwasser, > wird durch Drainage zum Lastfall nichtdrückendes Wasser. Woher weiß der BT das denn ? " Grundstück besteht zum größten Teil aus Kies ". Was ist, wenn da wirklich nur versickerungsfähiger Boden ist? Was willst Du dann mit der Drainage und dem Sickerschacht? Und wenn mit Grundwasser zu rechnen ist ( anders offenbar Bauamt ), dann hilft Dir die Drainage überhaupt nichts.

    Angebot hört sich danach an: Fangen wir Mal an und sehen wir Mal, was dabei herauskommt ! So eine kozeptlose Planung kostet Geld, Dein Geld.

    Die ganze Fragerei bringt daher überhaupt nichts. Wir kommen vom Hölzchen aufs Stöckchen. Außerdem sind die jetzt gestellten Fragen in diesem Forum schon mehrfach beantwortet.
     
  18. Beetle

    Beetle

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    @Eric:
    Sorry, aber wenn Du meinst, das meine Vorgehensweise Käse ist... Du kannst ja gerne mal eine "Anleitung zur richtigen Vorgehensweise beim Hausbau" schreiben....
    Ich bin nicht vom Fach und dazu habe ich noch nie gebaut. Daher habe ich mich unter anderem ja auch an einen BT gewandt. Was weiß ich, ob er ein Bodengutachten benötigt oder nicht oder evtl. nicht schon hat. Da ich ja schon geschrieben habe, das selbst unsere Jungs vom Bauamt null Plan haben und das Gebiet ja momentan erst erschlossen wird, gibt es derzeit noch nicht einmal das Gutachten für den Stra0enbau (laut Aussage des Bauamtes, s.oben). Andererseits hat die Baufirma gleich eine WW eingeplant. Auch er hat kein Bodengutachten vorliegen, daher geht er wohl von einem Erfahrungswert aus oder er will mich gleich abzocken... Das kann ich eben nicht beurteilen.
    Deshalb habe ich ja auch die Preise angegeben und wollte lediglich wissen, ob diese grob überschlagen so passen könnten oder völlig überteuert sind, da ich genau das befürchte (was Ihr letzten Beiden auch geschrieben habt). Ich möchte auf keinen Fall, das mir jemand von Euch eine Kostenplanung aufstellt (was aufgrund fehlender Statik eh nicht geht, das weiß ich selbst).
    Aber leider ist genau das ein Problem in diesem Forum, welches schon oft angeprochen wurde: Es wendet sich ein hilfesuchender, ahnungsloser, zukünftiger Bauherr an Experten, um seine Fragen zu stellen, da er genauso davor Angst hat, über den Tisch gezogen zu werden. Wenn dann die richtigen "Experten" kommen, bekommt man nur solche Auskünfte, die einen nicht weiterbringen.
    ein immernoch offene Fragen habender
    Beetle
     
  19. Kanjuka

    Kanjuka

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    "Sorry, aber wenn Du meinst, das meine Vorgehensweise Käse ist... Du kannst ja gerne mal eine "Anleitung zur richtigen Vorgehensweise beim Hausbau" schreiben...."

    Die Vorgehensweise heisst: Erst Bodengutachten, dann Statik, dann genaue Leistungsverzeichnisse. Und dann eine gute Bauleitung die genau darauf aufpasst, das alles so umgesetzt wird, wie es geplant war.

    Zum Bodengutachten: Bei mir war es ähnlich. Neues Gebiet, Stadt lässt ein paar Bodenproben ziehen für Erschließung und späteren Strassenbau. Ich hab auch erst gedacht, da kann man ja mal fragen und dann wird es auf meinem Grundstück auch so sein. Mein Architekt hat im Vertrag aber ganz dick reingeschrieben "Evtl. Mehrkosten die aufgrund der Bodenverhältnisse entstehen trägt der AG" (so ähnlich jedenfalls). Er hat darauf mehrfach hingewiesen und mich aufgefordert, lieber ein eigenes Bodengutachten machen zu lassen.

    Zur Statik: Der Statiker hat dann, bevor er angefangen hat, nochmal nachdrücklich nach einem Bodengutachten gefragt. Da wurde es mir doch zu mulmig und ich habe in letzter Sekunde noch eins bauftragt.

    Das Bodengutachten ist deshalb so wichtig, weil sich die grundlegenden Entscheidungen für dein Keller und das Haus auf dieses Bodengutachten gründen. Du brauchst es um im Streitfall beweisen zu können, das allen Beteiligten die Bodenverhältnisse genau bekannt waren.
     
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  21. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    "ich"

    kann die Aussage:
    vom Eric "NUR" unterstreichen ... "und" solange Bauherrn dies nicht einsehn wird man sie übern Tisch ziehn ... "bestes" Beispiel hierzu: "beim aufmachen der Baugrube wird festgestellt daß man eine Weisse Wanne braucht" ... zu diesem Zeitpunkt sind die Verträge stets unterschrieben ... "der" erste Nachtrag über Mehrpreis für ne Weisse Wanne flattert dann prompt in´s Haus ... Aufpreise von 10.000- 25.000.-€ dafür hab ich des öftern selbst gesehn ... "UND" die lieben Bauherrn schlucken des ... "sie" können ja nimmer raus aus den Verträgen ... "für" das was da mitunter an Aufpreisen bezahlt wird könnte man meistens die gesamte Planung/Statik/Bodengutachten bezahlen ... "ABER" man will´s ja ned wahr haben das Sprichwort: "wer billig plant zahlt am Ende drauf" (!)
     
  22. Roka

    Roka

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    Hallo Beetle,

    auch von mir eine Laienmeinung als momentaner Bauherr, welche ich so umgesetzt habe:

    Das wichtigste: Übereile nichts, laß' Dich von keinem unter Druck setzen!

    1. Bodengutachten
    2. Wenn Du mit Bauträger bauen willst, mach mit diesem einen getrennten Planungsauftrag, für Architektur, Statik, Baugenemigung, etc. Dieser wird dann mit der Vertragssumme verrechnet.
    3. Nimm dir einen zusätzlichen "eigenen !" Baubetreuer, welcher die Bauleistungsbeschreibung und den Bauvertrag auseinandernimmt, Besser noch für den Bauvertrag einen Anwalt.
    4. Zusätzlich eigene "wochenlange" Lektüre der Bauforen im Internet.
    5. Nach unterschreiben des Bauvertrages und Beginn der Arbeiten "tägliche" Kontrolle der Baustelle, denn selbst wenn sechs Augen (Handwerker, Bauleiter und Baubetreuer) kontrollieren, passieren immer noch Fehler (wahrscheinlich nur weniger und es gibt viel weniger böse Überraschungen).

    Gruß Rolf

    P.S. Wenn irgendwie mit Wasser zu rechnen ist, mach ne amständige WW mit Dampsperrre.
     
Thema:

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