Welches Füllmaterial ist das richtige?

Diskutiere Welches Füllmaterial ist das richtige? im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Guten Tag zusammen! Wir haben ein Wohnhaus mit Kalksandsteinkeller, der mit Dichtungsschlämme und anschließend KMB gegen drückendes Wasser...

  1. #1 Ulrich Faupel, 9. Juli 2004
    Ulrich Faupel

    Ulrich Faupel Gast

    Guten Tag zusammen!

    Wir haben ein Wohnhaus mit Kalksandsteinkeller, der mit Dichtungsschlämme und anschließend KMB gegen drückendes Wasser abgedichtet worden ist. Bei der Bodenart handelt es sich um schweren Lehmboden. An die Wände wurden Drän-/Dämmplatten von Schwenk (PerimeterDrain) mit Wasserableitungsschlitzen und außenseitigem Filtervlies geklebt. Weiterhin wurde eine Ringdrainage mit Produkten der Fränkischen (opti-drän-Rohr nebst Spülschächten) in Filterkies 8/16 verlegt und mit einem Filtervlies geschützt. Nun stellt sich uns die Frage des richtigen Materials zur Verfüllung des Arbeitsraums. Wir möchten anschließend die Garageneinfahrt, eine Terrasse und ansonsten rund um das Haus ca. 1 Meter breit pflastern. Hierzu haben wir schon die unterschiedlichsten Empfehlungen erhalten:

    - Schotter 0/22 oder 0/45: Bei diesem sei von Vorteil, dass er gut verdichtet werden könne und somit spätere Setzungen des Pflastermaterials vermieden würden. Aber besteht bei scharfkantigem Schotter nicht die große Gefahr der Beschädigung der KMB? Und was ist mit der Durchlässigkeit für das Wasser, welches in der Drainage landen und abgeführt werden soll?

    - Sand 0/2: Auch dieser soll gut verdichtet werden können und vor allen Dingen nicht die Außenwandabdichtung beschädigen. Allerdings haben wir auch gehört, daß durch die Feinteile im Sand sich das Filtervliesmaterial mit der Zeit zusetzen soll, so dass dann kein Wasser mehr an die Drainage gelangt und diese ihre Funktion verliert.

    - Kies 0/32: Die Verdichtung soll hier schwieriger, dafür die Wasserdurchlässigkeit besser sein. Besteht hier wie bei Sand die Gefahr, dass sich das Filtervlies zusetzt? Spricht gegen dieses Zusetzen (evtl. auch beim Sand) nicht, dass dieses Material in den Unterlagen der Fränkischen als Alternativmaterial für eine Einbettung des Drainagerohrs ohne Filtervlies genannt wird?

    - Kies 8/16: Dies wäre sicherlich das Material mit der größten Wasserdurchlässigkeit und ein Zusetzen vom Filtervlies würde vermieden, aber ist eine solch hohe Durchlässigkeit wirklich erforderlich? Außerdem rieselt doch wahrscheinlich das Pflasterbett aus Splitt 2/5 über kurz oder lang in den Kies hinein, oder?

    - lehmiger Aushub: Hört sich zwar verrückt an, aber auch diese Alternative wurde uns vor dem Hintergrund der bereits durchgeführten Schutzmaßnahmen (Dichtungsschlämme, KMB, Wasserableitungsschlitze, Filtervlies) empfohlen. Spätere Setzungen der Pflasterflächen wären sicherlich ein Problem, aber wären bei der beschriebenen Konstruktion auch noch Probleme mit Wasser zu erwarten?

    Vielleicht bietet sich auch ein Mix aus verschiedenen Füllmaterialien an?

    Wir wären dankbar, wenn uns die Experten dieses Forums Licht ins Dunkel bringen könnten, damit wir hier keine Fehler begehen.
     
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  3. #2 Ulrich Faupel, 15. Juli 2004
    Ulrich Faupel

    Ulrich Faupel Gast

    Keine Antwort

    Schade! :(

    Vielleicht befinden sich die Experten gerade alle im wohlverdienten Urlaub.
     
  4. OK

    OK

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    Hallo Herr Faupel

    bin kein Experte, aber BH mit ähnlichem Problem. Lt. Bodengutachten wird unser Keller zeitweise im Grundwasser stehen. Unterschied zu Ihrer Konstruktion: Wir habe keine Drainage, sondern verlassen uns auf die Schwarze Wanne. (BTW: Ist Ihre Konstruktion eine Schwarze Wanne?) Auch wir haben total widersprüchliche Aussagen erhalten, auch hier im Forum herrscht keine Einigkeit (siehe z.B. auch http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?s=&threadid=3125&perpage=15&pagenumber=1) und uns dann für folgendes entschieden:
    - Schwarze Wanne ist komplett durch Noppenfolie geschützt (Gleitfolie - Noppenfolie mit Noppen nach aussen - Vlies)
    - Überall wo Setzungen kritisch sind (Einfahrt usw.) haben wir mit Mineralgemisch 0-45 verfüllen lassen. Gut verdichtbar und gut versickerungsfähig
    - rund ums Haus haben wir den Lehmboden angefüllt. Setzungen werden auftreten, dafür haben die Experten uns gesagt, dass der Lehmboden den Vorteil hat, dass das Wasser nicht zum Haus zieht. Zuerst wollten wir eigentlich mit Schotter verfüllen, aber uns wurde gesagt, dass das problematisch wäre, weil dann ja überall auf dem Grundstück das Wasser nicht versickern kann, nur rund um´s Haus, was im Effekt dann eine Badewanne ergibt. Und wer will schon, dass sein Haus in der Badewanne steht?
    Ist aber alles scheinbar eine Glaubensfrage, wenn´s trocken bleibt, hat man´s richtig gemacht, ansonsten falsch. Weiss man leider erst hinterher. Am besten baut man nur ganz oben auf dem Berg. Aber mit Abdichtung PLUS Drainage sind Sie doch schon ziemlich gut gerüstet...
    +
    Grüße
    OK
     
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    auch nur Laiensenf

    Hallo,

    wir haben unter dem Drainagerohr Schotter eingefüllt, dann das Drainagerohr drauf (in Vlies eingewickelt), dann nochmal Schotter drauf und jetzt füllen wir mit Sand auf. (Wir haben den Sand immer wieder schichtweise verdichtet). Der Schotter reicht bis knapp unter die Bodenplatte.

    Mit Sand aufzufüllen, wurde uns von vielen Seiten (Fachmann) empfohlen, und ist hier eigentlich eine gängige Praxis. Da wo nicht gepflastert wird, wird als letzte Schicht Humus aufgebracht.

    Von der Benutzung von Lehmhaltigen Boden wurde uns total abgeraten, da sich dieser teilweise noch nach Jahren setzt.
    (bei unserem Nachbarn, der vor 20 Jahren gebaut hat, und mit lehmhaltigen Mutterboden verfüllt hat, war es im Laufe der Jahre fast eine Treppenstufe)
     
  6. #5 Bauherrle, 15. Juli 2004
    Bauherrle

    Bauherrle Gast

    Hallo,

    nimm doch eine Vorabsiebung vom Sand, der lässt sich sehr gut verdichten und ist von den Kosten her am günstigsten. Wasserdurchlässig isser auch.
     
  7. Sven

    Sven

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    Tach!!
    Also bei mir sieht der Aufbau folgender Maßen aus::
    Drainanlage in Schotter liegend(Kokusummantelt)..
    Dann darüber lagenweise verdichtetes Gemisch aus RC(Recycling)-Schotter und Rc-Sand..
    Läßt sich gut verdichten , ist billig und erfüllt hundertprozentig seinen zweck

    Gruß
     
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