Welches Grundstück ist besser?

Diskutiere Welches Grundstück ist besser? im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo nochmal, im Baugebiet, welches mich interessiert, gibt es noch einige freie Parzellen. Nun bin ich am überlegen, ob ich noch wechseln...

  1. Amibobo

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    Hallo nochmal,

    im Baugebiet, welches mich interessiert, gibt es noch einige freie Parzellen. Nun bin ich am überlegen, ob ich noch wechseln soll.

    In der Nähe des mir eher zusagenden (da flacher) Grundstück gibt es eine Rammkernbohrung mit folgendem Ergebnis:
    0,00 - 0,10m Mutterboden
    0,10 - 1,00m Schuff, stark feinsandig, Wurzelreste, steif, dunkelgrau
    1,00 - 3,00m Schluff, feinsandig, weich bis steif, graubraun
    (Endtiefe)


    Ein alternatives Grundstück hat etwas mehr Hanglage (2 m statt ca. 1,5m Gefälle über das Grundstück) und liegt zwischen zwei Rammkernbohrungen (beide aber nicht auf dem Grundstück):

    RKS südlich-westlich:
    0,00 - 0,40m Mutterboden
    0,40 - 0,90m Kies, stark schluffig, sandig, rotbraun
    0,90 - 3,00m Kies, sandig, schwach schluffig, rotbraun
    (Endtiefe)

    RKS nord-östlich:
    0,00 - 0,40m Mutterboden (Schluff, sandig), braun
    0,40 - 0,60m Schluff, feinsandig, schwach kiesig, Wurzelreste, weich, dunkelbraun
    0,60 - 0,90m Schluff, feinsandig, Wurzelreste, weich bis steif, rotbraun
    0,90 - 1,30m Feinsand/Mittelsand, schwach schluffig bis schluffig, Glimmer, braun
    1,30 - 1,50m Mittelsand, schwach schluffig, rotbraun
    1,50 - 2,30m Mittelsand, schwach schluffig, Schluffanteil <5%, dunkelgelb bis braun
    2,30 - 3,20m Feinsand/Mittelsand, gelb
    3,20 - 4,00m Mittelsand, kiesig, gelbbraun
    (Endtiefe)


    Soll ich die Kommune fragen, ob ich auf beiden Grundstücken ein Bodengutachten erstellen lassen darf, oder kann ich mir eines "sparen"?

    Gruß
    Amibobo
     
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  3. Amibobo

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    Zum 1.Grundstück (viel Schluff) hat mein Onkel einen befreundeten Bauingenieur gefragt und der meine, man müsse ca. 1,20 m tiefer ausgraben und unten mit Kies auffüllen, dann würde der schluffige Baugrund ok sein.
     
  4. Jan81

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    Ich bin kein Bodengutachter, deswegen kann ich zu den Boden nichts sagen.

    Nur nimm nach möglichkeit ein Grundstück wo die Strasse im norden oder osten ist. So das du die Terasse Südwest West machen kannst.

    Gruß
     
  5. Amibobo

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    Wenn beide Grundstücke "gleichwertig" sind in Bezug auf den Baugrund kommt diese Überlegung ins Spiel. Dann bleiben wir bei Grundstück 1 mit dem Schluff-Untergrund.
    Bevor ich mir jedoch Stabilitätsprobleme oder deutliche Mehrkosten durch den Baugrund aufhalse lebe ich lieber mit einer Straße im Westen (Grundstück 2). Daher versuche ich heraus zu finden, ob es beim Baugrund unterschiede gibt (abgesehen das es einmal schluffig und einmal eher sandig sein dürfte).
     
  6. peterk61

    peterk61

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    Wenn unterkellert wird reicht die Bohrtiefe nicht für ein Beurteilung. Einige wichtige Angaben z. B. die Lagerungsdichte und Aussagen zum Grundwasser fehlen.

    Anhand der vorliegenden Angaben ist der Untergrund bei Grundstück 2 bezüglich der Tragfähigkeit besser einzuschätzen.
     
  7. #6 gunther1948, 4. Februar 2014
    gunther1948

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    hallo
    die angaben sind doch wohl nicht vollständig, da fehlen noch einige parameter.

    gruss aus de pfalz
     
  8. #7 gunther1948, 4. Februar 2014
    gunther1948

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    hallo
    upps das passiert wenn man nicht alles liest der geologe hats schon geschrieben.

    gruss aus de pfalz
     
  9. Amibobo

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    Hallo,

    mehr Infos hab ich leider nicht, so ergiebig ist das allgemeine Gutachten nicht (oder ich bin zu unerfahren sowas zu lesen). Dafür habe ich jetzt zwei Angebote für Baugrundgutachten auf den in Frage kommenden Grundstücken. Ich hatte mit Preisen zwischen 1 - 1,5k Euro gerechnet. Für alle, die wie ich nach aktuellen Preisen suchen hier die mir angebotenen Preise:

    Vorinfo: Angefragt war ein Baugrundgutachten für ein geplantes EFH mit Keller (daher mind. 6m Tiefe ergründen) und Doppelgarage.

    1.Angebot:
    2x Rammsondierung DPH-15, bis 7m Tiefe
    2x Kleinbohrung RKS, bis 7m Tiefe
    1x Kleinbohrung RKS, bis 4m Tiefe
    + Ingeniersleistung
    = 2.800,- Euro

    2.Angebot:
    2x Rammsonde DPH-15, bis 4m Tiefe
    2x Sondierbohren (BS), bis 7m Tiefe
    + Ingenieursleistung
    = 2.050,- Euro

    Für das 2.Grundstück gäbe es etwas Preisnachlass, aber bei den Preisen wird es höchstens 1 Gutachten werden.
     
  10. Amibobo

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    Guten Abend,

    nach einem Termin mit dem zuständigen Bauberater hat hat sich eines der Grundstücke erledigt, wir bleiben beim zuletzt gewählten.

    Was mich viel mehr erstaunt hat war die Antwort auf meine Frage "Welchen Umfang eines Baugrundgutachtens würden Sie empfehlen?"
    Die Antwort war: "Die Gutachten sind nur Stichproben und wenn man an 2-3 Stellen zufällig auf Steine stößt denkt man man hat felsigen Untergrund, in Wahrheit waren es aber nur einige Steine im sonst nicht so tragfähigen Erdreich."
    => das klingt für mich wie "Spar dir das Baugrundgutachten"?
     
  11. Einmal

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    Sparen würde ich es mir auf keinen Fall. Normalerweise solltest du von dem Geologen eine verbindliche Einschätzung bekommen. Frag lieber den, wie realistisch das ist, zweimal zufällig auf einen Stein zu stoßen.
     
  12. Amibobo

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    Was mich sehr wundert - ich lese ja im Forum jetzt schon einige Wochen mit - ist, dass nicht nur der Bauberater, sondern auch ein ortsansässiger Architekt in einem Vorgespräch meinte:
    Baugrundgutachten können Sie sich sparen, ich weiß, wie der Boden "da oben" (gemeint ist das Baugebiet) ist.

    Liegt vielleicht daran, dass ich kein üppiges Budget habe und wenn ich für Gutachten schon x TEuro ausgebe ist vielleicht die Angst da, dass beim Architekten gespart wird.
    Von den 3 Architekten, welche ich jetzt gesprochen habe, hat mir keiner zu einem Baugrundgutachten unbedingt geraten. Ich muss aber wohl später was unterschreiben, dass es mir empfohlen wurde.
     
  13. Einmal

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    Die genannten Preise sind relativ hoch, hier in der Gegend liegt man bei 1.000-1.500€. Wenn jemand für Dich die Haftung übernimmt, kannst du ja darauf verzichten. Das glaube ich aber nicht. Welche Basis soll denn der Statiker annehmen?
     
  14. Amibobo

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    Mir wurde gesagt, auf 1,20m Tiefe unter der Bodenplatte einen Bodenaustausch machen und mit Kies auffüllen, kostet ca. 10 - 12 TEuro, dann wäre der Baugrund wieder ok.

    Haftung: Hab ich auch gefragt und alle wollen keine Haftung übernehmen. Deshalb bin ich noch auf der Suche nach einem Architekten und Baugrundgutachter.
    Wer welche in und um Mainburg (Regensburg, Ingolstadt, Freising, Landshut) kennt, ich würde mich über PN freuen.
     
  15. Amibobo

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    Kann es sein, dass die Preise deshalb >1.500,- Euro sind, weil es in den o.g. Angeboten mehr Bohrungen gibt?
    Allerdings schlägt bei den Angeboten die Ingenieursleistung alleine schon mit 1.000 - 1.300 zu buchen.
     
  16. Einmal

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    Ich habe ebenfalls in einem eher schwierigen Gelände gebaut, am Naturschutzgebiet (Sumpf). Der Preis war für 2 Bohrungen mit 6 Meter Tiefe an den geplanten Hausecken. Und ein belastbares Gutachten, auf dieser Basis wurde Statik und Bodenplatte gerechnet. D.h. abgesehen von den üblichen Ausschlüssen ist der Geologe in der Haftung, wer denn auch sonst.
     
  17. Amibobo

    Amibobo

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    Nur 2 Bohrungen? Ich hatte als Basis 4 Bohrungen (für jedes Eck des geplanten Hauses) vorgesehen plus evtl. noch 1 Bohrung wo die Garage sein wird.
    Vielleicht deshalb der große Preisunterschied?
     
  18. mls

    mls Bauexpertenforum

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    hmm .. die generelle aussage zum baugrund in und um mainburg ist
    jetzt nicht soo kompliziert, die ganz grossen überraschungen wird der
    boden nicht bereithalten - ist halt im grossen bayrischen molassebecken,
    nix besonders tolles, aber wenn man die eigenheiten kennt, kann man
    da schon drauf bauen .. trotz relativ grosser bandbreite,
    vom schlaatz (gering-mässig fester schluff) bis zu verbackenen sanden.

    die verschiedenen billigbau- oder nachtragsschinderverfahren muss
    man ausschliessen, sonst wirds teuer; planerorganisation ist -auch-
    bauherrenaufgabe > bgga unvermeidlich, dann kann man schon früh
    das bauliche massnahmenpaket zurren.
    keller als "kasten" ist statisch-konstruktiv positiv, verstärkt aber u.u.
    anforderungen an oberflächen-/schichtenwasserableitung im bauzustand.

    und dann kommt einer und sagt:
    den architekten können sie sich sparen, ich weiss wie der ist .. ;)
    wie eine solche losgelöste aussage zustandekommt oder in welchem
    kontext die zu sehen ist, weiss hier keiner: hau ein ei drüber ..

    12k .. für 1,2m austausch unter keller(!)bodenplatte .. coole ansage ..
    und der realitätsbezug? wie oben: hau auch da ein ei drüber ..


    ohne bgga gehts nicht - aber ob der bgga in dieser phase unbedingt
    bohren und "vollgutachten" muss, weiss ich nicht: manchmal kann
    man mit einem geschulten blick in die geologischen karten bayerns
    grosses ungemach vermeiden, indem man grundstücke mit bspw.
    seeton oder torf ausschliesst. würde das immer gemacht, wär viel
    schaden vermieden.

    ich seh dein hauptproblem nicht im grundstück, sondern in den
    fehlenden planern: sollte lösbar sein.
     
  19. Amibobo

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    Nach einen guten Planer und Baugrundgutachter suche ich und natürlich ist jeder, mit wem ich rede ein solcher.
    Wie immer ist das Problem für den Laien die Guten von den weniger guten zu unterscheiden...
     
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  21. Amibobo

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    Klingt nach einer wichtigen Info, sagt mir als Laie leider nichts.
     
  22. Einmal

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    ... im Leben
    Da fehlt mir der Überblick, aber ich meine das ist eher unüblich. Letztendlich sollte dein Bodengutachten eine belastbare Aussage über die Tragfähigkeit des Bodens treffen. Damit ist es die Entscheidung des Gutachters.
     
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