Welches Kabel für Netzwerkinstallation vorgeben?

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  1. juliar

    juliar

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    Hallo zusammen,

    bei unser Haussanierung soll auch in diverse Räume eine Netzwerkinstallation. Geplant ist zur Zeit erstmal ein normales Gigabit-Netzwerk. Hierfür würden ja normal Cat5-Kabel ausreichen. Macht es Sinn evtl. ein paar Euro in hochwertigere (Cat7?) Kabel zu investieren um vielleicht zukünftig noch höhere Bandbreiten fahren zu können? Wie ist ca. der Preisunterschied?

    Welche Kabel(typen) sollte man generell dem Elektriker im LV vorgeben? Gibt ja auch verschiedene Schirmungen etc.?

    Danke und Gruß
    Julia
     
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  3. #2 andreas2906, 20. April 2012
    andreas2906

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    Mit Cat.5 brauchst heut garni mehr anfangen! Sag deinem Eli, er soll Cat.7 Verlegekabel nehmen und zwar pro Dose je 2! Dies ist leider keine Selbstverständlichkeit. Ob der Eli dann auch das Auflegen der Dosen bzw. Patcheld oder was auch immer du geplant hast macht, solltest du davon abhängig machen ob er es ersten kann - also technische Ausführung - und zweitens ein Messgerät dafür hat ( ein einfacher ISDN Tester für die Kabelbelegung ist kein Messgerät! ). Man glaubt garni was man da manchmal zu Gesicht bekommt :mauer
    Wenn nicht, GelbeSeiten und Netzwerkfirma aus der Umgebung machen lassen - kommst du besser.
    Auschreibungstext könnte so lauten:
    Cat.7 Verlegekabel S/FTP 1000 MHz PIMF, 10 Gbit, 4 x 2 x AWG23/1 PIMF, FRNC-B, 100 Ohm, Leiter Cu-Draht, blank Ø 0.56 mm (AWG23), Isolierung Polyethylen, Ø 1.35 mm, Verseilung 2 Adern zum Paar, Paarabschirmung Aluminium-beschichtete Kunststoff-Verbundfolie, Verseilung zur Seele 4 Paare (PIMF), Gesamtabschirmung Cu-Geflecht verzinnt (ca. 35% Bedeckung)
     
  4. Ropi

    Ropi

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    Viel wichtiger noch als das Kabel (auch Cat5e kann bis zu bestimmten Laengen 10GBit) ist die saubere Verlegung in Leerrohren. In etlichen Jahren wird das Kabel veraltet sein (egal ob Cat5,6 oder 7) und Du willst Glasfaser oder "was weis ich" einziehen. Wenn Du dann Riffelrohr und enge Radien hast wird es schwierig das Kabel auszutauschen. Nimm moeglichst glattes Leerrohr und grosszuegige Biegeradien. Dann kannst du auch in 20/30 Jahren nochmal ein Upgrade fahren.

    Gruss,
    Ropi
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Ich würde auch die Verlegung genauer spezifizieren, also "Verlegung im Installationsrohr".

    Gruß
    Ralf
     
  6. #5 andreas2906, 20. April 2012
    andreas2906

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    Jup - schließe ich mich an - bin ich allerdings von ausgegangen :hammer:
    Verlegt denn heut noch jemand UP ohne Rohr?
    Falls ja, wirds ja ganz schön dreckig bei Nachinstallation oder Austausch...:mauer
     
  7. juliar

    juliar

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    Danke für die Infos! Werde bei der Ausschreibung/Vergabe drauf achten.

    @andreas: Heißt das, dass man heute eigentlich alle Kabel in Leerrohren verlegt (verlegen sollte)? Dachte Strom wird geschlitzt, verlegt und wieder verputzt. Kann man dann beim Anschluss einer Netzwerkdose soviel falsch machen? :-) Woher weiß ich ob der Eli "das kann"?

    Schönen Gruß
    Julia
     
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  9. fmw6502

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    auswechselbare Verlegung wird nur bei Telekommunikationsleitungen gefordert, d.h. i.allg. im Installationsrohr...

    Netzwerkkabel nehmen Dehnung, zu enge Biegeradien etc. übel d.h. haben dann schlechtere Übertragung
    Messen kann man das nur mit speziellen teuren Meßgeräten, normale Durchgangsmessung mit Piepsern oder Multimeter reicht nicht aus.

    Gruß
    Frank Martin
     
  10. #8 andreas2906, 20. April 2012
    andreas2906

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    Also ich freu mich immer wenn Leerrohr verlegt wurden und würde es definitiv auch nicht anders planen wollen. Die Paar Euronen für die Rohre fallen ersten nicht ins Gewicht und zweitens wiegt glaube nichts die Vorteile auf.
    Kurze Beispiele ohne Rohr - die Kabel sind sämtliche außeren Einflüssen schutzlos ausgeliefert, die Kabel sind fixiert, was ist beim Defekt eines Kabels, du stellst fest - es soll noch eins mehr sein, etc. etc.
    Bei dem Anschluss einer Netzwerkdose kann man schon was falsch machen. Erstens kommt es drauf an für welches System du dich entscheidest - klassische LSA-Dosen ( erfordert ein LSA-Auflegewerkzeug und nicht einen Schlitzschraubendreher - wie Eli´s dies gern machen! ) oder Installationsmodule. Zweitens ist eine sauber Verarbeitung der Anschlüsse und Absetzen des NW-Kabels erforderlich. Hier ist besonderes Augenmerk auf die Nichtverletzung der verschiedenen Schirme zu legen. Außerdem ist gerade beim NW-Verlegekabel auf Zug und Biegeradien zu achten. NW-Kabel sind hier empfindlicher als ELT-Kabel, dies is der Eli meist nicht gewohnt. Eine ordnungsgemäße Verkabelung wird zum Schluss auch gemessen und das Messprotokoll dem AG übergeben.
    Woher du weißt ob er es kann? Könntest du mit Fragen herausbekommen... Stichworte: LSA, Belegungschema A oder B, schriftliches Messprotokoll

    EDIT: Thema ist doch Netzwerkkabel - ergo Verlegerohr
     
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