Welches Material?

Diskutiere Welches Material? im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Hallo, anbei zwei Bilder mit der Fragestellung um welches Holzmaterial / um welche Holzplatten es sich hier handeln könnte? Hintergrund: Mit...

  1. #1 Brauchedringendrat, 08.01.2024
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    Hallo,

    anbei zwei Bilder mit der Fragestellung um welches Holzmaterial / um welche Holzplatten es sich hier handeln könnte?

    Hintergrund:
    Mit diesen Platten ist unser Dachboden ausgelegt. Die darunter liegende obere Geschossdecke, sowie das gesamte Satteldach, ist mit Glaswolle aus 1993 (nach Test KI Wert von 18,3 - also mutmaßlich Krebserregend beim Einatmen der Fasern) gedämmt.
    Damit unser Sohn auch den Dachboden betreten kann, habe ich mir gedacht, mache ich alle noch offenen Fugen zwischen den Platten mit Silikon dicht. Seitdem wir an unserem Anbau (Flachdach) einen Wasserschaden hatten, habe ich auch viel über Tauwasser und Taupunkt usw. gelesen und gehört.

    Um den Rechner von ubakus richtig zu nutzen, in der Hoffnung mir durch das Verschließen der Fugen mit Silikon kein Problem geschaffen zu haben, frage ich nun nach dem Material der Platte. Es gibt ja doch die ein oder andere Holzplatte. Ggf. kann ein geschulter Blick mir hier eine Antwort geben?
     

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  2. #2 Fabian Weber, 08.01.2024
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    Spannplatte/Verlegeplatte.
     
  3. #3 Brauchedringendrat, 08.01.2024
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    Welche Platte sollte ich bei ubakus auswählen?

    - Spanplatte
    - MDF 500
    - MDF 750
    - Novopan P3 Verlegespanplatte

    oder eine gänzlich andere?
     
  4. #4 Fred Astair, 08.01.2024
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    Das Problem der Kondensationsgefahr besteht bereits seit dem Auslegen der Holzabfallpressplatten. Die sind schon weitgehend diffusionsdicht. Die Krone der Bauschadenverursachung setzt Du aber mit Deinem Silikongeschmiere auf
     
  5. #5 Fabian Weber, 08.01.2024
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    Nimm die Novopan.

    MDF ist es nicht.

    Sind die Platten nicht mit Nut und Feder verlegt?

    Dann müsstest Du doch gar nichts machen.
     
  6. #6 Brauchedringendrat, 08.01.2024
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    Die Platten wurden durch den Vorbesitzer irgendwann im Bereich von 1996 +/- verlegt. Ja - es gibt Nut und Feder. Allerdings wurde das seitens des Vorbesitzers nicht zwingen verwendet. Es waren Teilweise große Abstände zwischen den Platten - diese habe ich nun verschlossen.

    Die Frage ist nun, ob ich durch das Verschließen der Fugen ein Problem bekommen kann. Die Konstruktion hat zuvor bereits über 25 Jahre funktioniert, die Dämmung scheint einwandfrei trocken zu sein.
    Welche Lösungen gäbe es? Fugen wieder frei kratzen?

    Wenn ich die Novopan nehme, entsteht laut ubakus Feuchtigkeit ab unter 12 Grad auf dem Dachboden.....das kommt ja hier und da für ein paar Tage im Jahr schonmal vor.
     
  7. #7 Fred Astair, 08.01.2024
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    Das auszuprobieren, bist Du gerade dabei. Melde Dich bei "Jugend forscht" an, bau ein Monitoringsystem auf und berichte in zehn Jahren, ob die Grundlagen der Bauphysik neu geschrieben werden müssen.
    Und im Sommer hast Du vielleicht 35 oder 40 Grad da oben und die Nässe trocknet wieder raus. Darum muss ja die kältere Seite der Dämmung difussionsoffen bleiben.
     
  8. #8 Brauchedringendrat, 08.01.2024
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    Dein Vorschlag zur Lösung?
    Alles so lassen und abwarten? Fugen wieder auskratzen und den ehemaligen, scheinbar funktionierenden Stand wieder herstellen? Lüftungslöcher in die Bodenplatten bohren und irgendwie einen Filter gegen die Fasern der Dämmung einbauen?
     
  9. #9 Fred Astair, 08.01.2024
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    Ja so ungefähr, wenn das Geld zur Sanierung der gesundheitsgefährdenden Dämmung fehlt.
    Den Dachspitz gut belüften und vom Wohnbereich trennen.
    Die Modelleisenbahn für Sohnemann dann eben nicht dort oben aufbauen. Gegen ein gelegentliches Betreten, um die Weihnachsbaumkugeln zu deponieren spricht sicher nichts.

    PS: Übrigens Dein Nickname lässt darauf schließen, dass Du hier nur auf der kurzfristigen Durchreise bist und nicht die Absicht hast, länger zu verweilen. Sonst hättest Du Dir ein wenig mehr Mühe gegeben.
     
  10. #10 Fabian Weber, 08.01.2024
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    Also dass man die Platten 1-2mm auf Lücke legt ist sogar richtig. Dann stecken die immernoch gut zusammen.

    Jetzt lass mal das Silikon drin und sorge Dich nicht weiter.
     
  11. #11 Brauchedringendrat, 08.01.2024
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    Naja - ich sag mal so: Die Wohnräume darunter habe ich erst vor einiger Zeit gänzlich "hübsch" gemacht, ohne mir über Dämmung und Gesundheit Gedanken zu machen. Ich hatte zum Zeitpunkt der Sanierung der Wohnbereiche schlicht keine Ahnung von der Materie. Daher wäre ein Ändern der Dämmung zwar möglich, aber doch mit einem enormen Aufwand verbunden, den ich zu verhindern versuche, da unser Haus energetisch echt sehr gut ist (14.000kwh bei 155m2, inkl. Warmwasser).
    Im Nachhinein ist man immer schlauer - und ich würde einige Dinge anders machen. Aber so ist es nun leider

    Für den Rest des Dachbodens gilt: Die damals (teilweise) offenliegende Dämmung habe ich mir einer diffusionsoffenen Folie verkleidet, sauber verklebt und mit Gipskartonplatten verkleidet. Den Boden mit samt noch sichtbaren Dämmungsfetzen mit einem Sauger Klasse M mehrmals abgesaugt und feucht geputzt. Mein Ziel war es die schädlichen Fasern gänzlich zu verschließen, was mir sicherlich so auch gelungen ist.

    Nur im Späteren bin ich dann auf das Wasserproblem - wenn es dieses denn gibt - aufmerksam geworden. Nun suche ich nach einer Lösung, dass mir nicht eines Tages das Dach auf den Kopf fällt, da weggegammelt.

    Warum kurze Durchreise? Was meinst du mit mehr Mühe geben? Aufgrund des Besitzes meines Hauses werde doch wohl öfter hier sein....

    Ich wünschte ich könnte // nur dank Lesen im Internet bin ich nun entsprechend verunsichert. Wie oben genannt möchte ich nicht, dass mir "die Decke auf den Kopf fällt".




    Was ich noch ergänzen möchte: Auf Wohnraumseite ist eine Folie angebracht, an den Dachschrägen nach außen und in Richtung oberster Geschossdecke. Ob diese sauber verklebt und verarbeitet ist, das weiß ich nicht - hierzu müsste ich die Gipskartonplatten der Decke erst abnehmen. Augenscheinlich ist dieses auch keine besondere Folie, diffusionsoffene Folie. Das was ich mal sehen konnte (bei Umbau) sag nach einer sehr dicken Folie aus.
    Das Satteldach nach Außen ist laut Dachdecker übrigens derart hinterlüftet, dass Wasser hier keine Rolle spielen sollte.
    Nur die oberste Geschossdecke macht mir wie gesagt Sorgen.


    Also - alles so lassen wie es ist, hoffen dass die Folie vom Vorbesitzer passt? Oder Abändern durch Bauen einer "Lüftung" der Dämmung nach oben?
     
  12. Knebel

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    Das ist ne normale Spanplatte
     
  13. #13 Brauchedringendrat, 09.01.2024
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    Wie sollte ich mich denn nun am besten verhalten? Wie gesagt, ich habe wenig Lust, dass mir "die Decke auf den Kopf fällt". Bestünde eine derartige Gefahr überhaupt?
     
  14. #14 Viethps, 09.01.2024
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    Techniker kriegen das hin....wie auch immer
    Die `dicke Folie ´ ( PE ) kannst als Dampfsperre / bremse betrachten. Die Spanplatte wird V 100 sein.
    Zur damaligen Zeit völlig normal.....
     
  15. #15 Fabian Weber, 09.01.2024
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    Eher nicht, zunächst gammeln einfach die Spanplatten.
     
  16. #16 Brauchedringendrat, 09.01.2024
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    Okay - das ist gut zu Hören. Dann würde ich notfalls den Schaden erkennen, bevor "etwas Schlimmes" geschehen kann. Danke für die Antwort.
     
  17. #17 Fred Astair, 09.01.2024
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    Nicht unbedingt. Die Balken und da die Köpfe faulen sehr gern und unbemerkt weg.
     
  18. #18 Brauchedringendrat, 09.01.2024
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    Okay - das sind nun doch zwei unterschiedliche Antworten.
    Wie gesagt, im Falle eines Schadens könnte ich mit einer Sanierung leben - nur möchte ich niemanden aus meiner Familie in Gefahr bringen.

    Deshalb - auch wenn es schwer von Außen zu beurteilen ist: Bestünde eine Gefahr, dass die Decke derart unbemerkt weggammelt, dass diese einstürzt? Oder ist das nicht möglich?

    Falls ersteres im Bereich des Möglichen liegt - was würdet ihr an meiner Stelle tun, um diese Gefahr außzuschließen?
     
  19. #19 Fred Astair, 09.01.2024
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    Einstürzen nicht gleich.
     
  20. #20 Brauchedringendrat, 09.01.2024
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    Aber? Was würde/könnte Deiner Meinung nach geschehen?
     
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