Wer muss für Sanierung aufkommen?

Diskutiere Wer muss für Sanierung aufkommen? im Sonstiges Forum im Bereich Sonstiges; Hallo Forum, hoffe bin hier richtig wusste sonst nicht wohin damit. Die Einfahrt zu dem Haus das wir vor 5 Jahren gekauft haben wurde jetzt...

  1. #1 basti55758, 19.12.2021
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    Hallo Forum, hoffe bin hier richtig wusste sonst nicht wohin damit.


    Die Einfahrt zu dem Haus das wir vor 5 Jahren gekauft haben wurde jetzt Saniert. Auf meiner Seite der Grenze stand eine Hecke diese haben wir entfernen lassen. Hinter der Hecke kam nun eine völlig marode Mauer zum Vorschein die zu einem Unterstand des Nachbarn gehört. In den letzten Tagen sind mehrere Kilo schwere Brocken selbständig aus der Mauer gebrochen und in meine neue Einfahrt gefallen. Wir haben kleine Kinder die oft in der Einfahrt spielen. Fakt es muss etwas passieren.

    Die Bewohner(Mieter) des Hauses sind weit über 70 und werden sich dem Problem nicht annehmen. Habe mir jetzt die Nummer des Besitzers geben gelassen. Der wohnt allerdings 500km entfernt von hier.

    Bevor ich dort Anrufe wollte ich in Erfahrung bringen wer für die Sanierung der Wand aufkommen muss ? Was mache ich wenn der Besitzer sagt, ist mir egal mache ich nix.

    Wäre für Rat sehr dankbar

    Mfg
     

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  2. #2 klappradl, 19.12.2021
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  3. #3 simon84, 19.12.2021
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    Ich wär da vorsichtig

    erstmal ist dein Ansprechpartner der eigentümer des bebauten Grundstücks (nachbar) und nicht der Nutzer / Mieter

    was er in seinem Mietvertrag stehen hat geht dich erstmal nix an

    dann wäre zu klären welche Absprachen es mit dem Vorbesitzer gab

    ich gehe mal davon aus dass die Mauer komplett auf dem Nachbargrundstück steht aber auch das wäre erstmal zu klären.

    Sieht zwar für einen Laien dramatisch aus aber ob da schon unmittelbarer Handlungsbedarf wegen der Tragfähigkeit besteht müsste man erstmal ermitteln lassen

    kann gut sein dass hier abklopfen und neu verputzen zur gefahrenabwehr (fallende putz / Mauer teile auf deiner Seite etc) schon reicht
    Oder gar Latte/Platte drüber schrauben

    also nicht gleich davon aus dass der Nachbarn das Ding komplett abreißen oder neu bauen müssen

    dann viel wichtiger gibt es ja auch wenn’s um Geld geht noch den Verursacher

    und für mich sieht das fast so aus als ob da die Hecke hoch direkt an der wand stand
    Aufpassen sonst argumentiert der nachbar dass deine Hecke seine Wand kaputt gemacht hat
    Ob das stimmt oder nicht und ob er damit durchkommt ist ne ganz andere Sache
     
  4. #4 basti55758, 19.12.2021
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    Vielen Dank schonmal. Das hilft deutlich weiter. Die Mauer steht auf seinem Grundstück. Und das er es abreist wäre auch nicht in meinem Sinne.

    Verputzen wäre eine gute Lösung jedoch sehe ich es nicht ein die kostet alleine zu tragen.

    Mfg
     
  5. #5 Fabian Weber, 19.12.2021
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    Da hier Gefahr im Verzug ist solltest Du als erstes den Gefahrenbereich absperren.

    Wenn das nicht geht würde ich da selber Hand anlegen und den losen Putz abklopfen. Zwar nicht ganz legal aber ich würde es so machen.
     
  6. #6 Fabian Weber, 19.12.2021
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    Anspruch auf neuen Putz hast Du nicht, es kann auch so unschön bleiben.
     
  7. #7 simon84, 19.12.2021
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    Naja der Nachbar wird das anders sehen:

    Was für ne Gefahr im Verzug ist denn da wirklich? Dass ein Stückchen Putz runterfällt?
    Was haben den kleine Kinder an der Nachbarswand zu suchen?

    Da kannst auch ne Palette hochkant davor stellen und sichern.... Ist die Gefahr ebenso gebannt.

    Wenn Gesprächsbereitschaft mit dem Nachbar (Eigentümer) besteht, in Eigenleistung abklopfen und billig selber neu verputzen.

    50/50 oder 60/40 teilen, derjenige der die Arbeit macht soll weniger zahlen.

    Ein Wochenende Aufwand und 6 Säcke Putz....
     
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  8. SvenvH

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    Ich würde da garnichts machen. Dann lieber ein paar Rankgitter oder sonstige Pflanzen davor setzen. Schöner wird die Wand nicht. Die müsste sonst ja auch noch gestrichen werden.
     
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  9. #9 simon84, 19.12.2021
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    War die Hecke davor wohl doch nicht so verkehrt :)
     
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  10. #10 VollNormal, 19.12.2021
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    Zur eigentlichen Frage: für die Sanierung der Wand muss selbstverständlich deren Besitzer aufkommen - falls er sie denn saniert haben will.

    Er kann den aktuellen Zustand aber auch schön und erstrebenswert finden. Allerdings muss er dafür sorgen, dass von seinen baulichen Anlagen keine Gefährdung für die Nachbargrundstücke ausgeht. Eine Gefährdung durch herunterfallende Putzschollen sehe ich hier schon. Zur unmittelbaren Gefahrenabwehr dürfte es aber genügen, den Zugang zur Wand längs der Pflasterkante abzusperren.

    Ich würde, als netter Mensch der ich bin, den Besitzer anschreiben:
    "Lieber Nachbarhausbesitzer, kuck mal wie deine Wand aussieht. Ich hab da ja keine Ahnung von, denke aber, das sollte sich mal ein Fachmann ansehen. Ich dachte mir, du solltest das wissen. Schöne Grüße"
     
  11. #11 basti55758, 20.12.2021
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    Vielen Dank schonmal.

    Also werde da heute mal anrufen und freundlich darauf hinweisen. Ich bin ein absolut umgänglicher Mensch. Als gelernter Fliesenleger bekomme ich die Wand schon alleine wieder in die Reihe. Ich dachte daran den losen putz abzuschlagen und die Wand mit Trapezblech zu verkleiden. Wäre relativ günstig ~ 150 Euro und man hätte wohl dauerhaft Ruhe.
     
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  12. BaUT

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    Schlapplach - Alle Welt labert hier über das bisl gammeligen Putz???
    Viel mehr interessiert mich doch auf dem Foto der verwitterte Dachrand aus Wellasbest und die Asbestzementtafeln der Giebelwandbekleidung des Wohnhauses.
    Scheiß auf den Putz...
    Ich hätt eher eine Asbestparanoia wenn ich die Nachbarbebauung so ansehe und dann an meine Kinder denke, die daneben spielen?!
     
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  13. Domski

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    Was soll passieren? Solang die Kinder keine Platte abbrechen und den Bruchstaub aufschnuppern sind da keine Fasern unterwegs.
     
  14. #14 VollNormal, 20.12.2021
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    Bitte nicht schon wieder Asbestphobie ...

    Dass die an Nachbars Fassade nichts kaputt zu machen haben, sollte den Kids doch wohl hoffentlich klar sein. Völlig unabhängig von Asbest. Und solange die da einfach nur an der Wand rumhängen und ansonsten in Ruhe gelassen werden, geht von den Verkleidungsplatten auch keine erhöhte Gefahr aus. Das Thema ist aber spätestens dann relevant, wenn der Nachbar tatsächlich die Wand sanieren lässt.
     
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  15. #15 basti55758, 20.12.2021
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    Ja also wegen den Platten mache ich mir auch keine Sorgen.

    Normalerweise hätte ich den putz einfach abgeschlagen und ausgebessert. Ohne großes Tamm tamm. Jedoch gehen die Risse durchs Mauerwerk und man sieht stellenweise sogar Licht durch. Mich würde es nicht wundern wenn ich da beim abstemmen mehr kaputt mache also repariere und zum Schluss kracht der marode Schuppen noch in sich zusammen. Dann stehe ich etwas blöd da.
     
  16. #16 basti55758, 20.12.2021
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    Doch die Hecke war keine Option. 1. War sie über 1,5meter breit und hat mir so ca. 30m2 an Einfahrt eingenommen. 2. War der Pflegeaufwand doch recht nervig und 3. War sie stellenweise schon komplett braun und ein absoluter Schandfleck.

    Das die Hecke der Mauer geschadet hat halte ich für unwahrscheinlich. Da die Mauer überall verrissen ist auch da wo keine Hecke stand.
     
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  17. #17 BaUT, 20.12.2021
    Zuletzt bearbeitet: 20.12.2021
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    Da weißt du scheinbar mehr als ich über den Verwitterungszustand dieser Flächen.
    Aber - mir solls egal sein...
     
  18. Domski

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    Ich hab 20 Jahre in einem Haus gewohnt, das auch aus dieser Zeit mit Asbesthaltigen Eternit-Schindeln verkleidet war. Da hat sie der bewitterte Zustand genau gar nicht geändert. Wahrscheinlich liegts daran.
     
  19. #19 simon84, 20.12.2021
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    Ja das kann ich total verstehen, auf der anderen Seite sieht das zwar etwas dramatisch aus, glaube aber nicht dass das unbedingt der Fall ist. Also dass da gleich alles zusammenbricht.
    Da müsste man die Mauer von innen und aussen genau anschauen, ebenfalls die "Dach" Konstruktion usw.
     
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  20. #20 VollNormal, 20.12.2021
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    Ohne (schriftliche!) Zustimmung des Besitzers würde ich an der Wand gar nichts machen, es sei denn, das wäre zur unmittelbaren Gefahrenabwehr zwingend erforderlich. Die notwendigen Sicherungsmaßnahmen lassen sich hier aber durchaus ohne Eingriff in Nachbars Bausubstanz umsetzen. Bei entsprechendem Einsichtsvermögen der Kids reicht es ja vielleicht schon, eine Sperrzone aufs Pflaster zu malen.

    Aus dem Grund, wie unwahrscheinlich das auch sein mag, würde ich selbst mit Zustimmung die Finger davon lassen. Soll der doch bitte einen Fachbetrieb beauftragen.
     
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