Wie angefaulten Fensterrahmen ausbessern?

Diskutiere Wie angefaulten Fensterrahmen ausbessern? im Fenster/Türen Forum im Bereich Neubau; Hallo Forum, eine Frage zur Wiederherstellung von aufgeweichtem Holz bzw. von teilweise angefaulten Fensterrahmen. Unsere Terrassentür steht...

  1. Eberh@rd

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    Hallo Forum,

    eine Frage zur Wiederherstellung von aufgeweichtem Holz bzw. von teilweise angefaulten Fensterrahmen.

    Unsere Terrassentür steht seit bald 15 Jahren sehr exponiert an der Wetterseite. Im Lauf der Zeit ist Wasser in die senkrechten Rahmenteile der Terrassentür eingedrungen und von unten hinter der "Lasur" aufgestiegen. Diese Pseudo-Lasur, die tatsächlich mehr wie eine dicke Plastikfolie wirkt, wurde dann dunkel und fing schließlich an abzublättern.

    Dabei stellte sich heraus, dass das Holz in diesen Bereichen nass, bereits ziemlich weich und teilweise angefault ist, ohne dass jedoch die Funktion der Terrassentür beeinträchtigt wäre.

    Gibt es einen Tipp für eine tief eindringende Imprägnierung, mit der man das Holz in diesen Bereichen behandeln und somit wieder härten könnte? Bin mir fast sicher, dass ich auf diese Weise nochmal locker 15 Jahre Lebensdauer aus der Terrassentür herausholen könnte, die ansonsten 1a funktioniert.

    Aus alten Zeiten ist mir zu diesem Zweck einmal das ziemlich geniale G4 von Vosschemie in den Sinn gekommen (1K-PU). Aber vielleicht hat der eine oder andere noch einen besseren Tipp, was man zur Stabilisierung des angefaulten Holzes nehmen könnte?

    Danke schonmal,

    Eberh@rd
     
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  3. MaMa

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    Mit Acryl und Schaum kann man ganze Häuser baun.
    Faules Fleisch muß weg.

    Sorry, aber bei Pilzbefall in Holzbauteilen, insbesondere Fensterhölzer und statisch tragende Elemente ist nix mit aushärten, versteinern, chemisch stabilisieren, etc..
    Solange nutzen wie sie einigermaßen funktionstüchtig ist und dann austauschen oder, falls machbar geschädigte Teilstücke von Schreinerhand erneuern lassen. Letzteres kann aber schnell zu Preisen führen, die dem Neuwert gleichkommen, weil es eine Heidenarbeit ist (Materialwert ist marginal).
    Interessant wäre dann mal noch nach Ursache zu suchen und die gleich mitabzustellen, damit Ihnen das Malheur nicht nochmal passiert.
    Also Einbausituation eventuell optimieren, saubere Konstruktionsanschlüsse der Fensterbauteile berücksichtigen und auf eine sorgfältige Verarbeitung der Lasurschicht achten (z. B. sollten alle Ecken gefast sein, damit die Schichtdicke der Beschichtung an Innen- und Außenecken nicht ausdünnt).
    Statistisch und konstruktiv gesehen werden sie wohl am ehesten noch mit dem Tannen- oder Zaunblättling zu tun haben, zumindestens tritt dieser am häufigsten an solchen Punkten auf.
    [​IMG]
    Grüße aus Leipzig
    Martin Malangeri
     
  4. Eberh@rd

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    Hmm danke aber dann lies mal hier , und wende vielleicht auch noch das sehr schöne Prinzip aus Deiner Sig auf den vorliegenden Fall an... [​IMG]

    <center><img border="0" src="http://666kb.com/i/11e7rfcy1l8n5.jpg" alt="SANY4084.JPG"></center>

    Ich will fast wetten, dass die Tür mit G4 getränkt und sauber frisch verfugt nochmal 15 Jahre hält, bevor der Schreiner kommen muss...

    Wollte halt wissen, ob jemand vielleicht noch eine andere pfiffige Idee hat.

    Grüße, Eberh@rd.
     
  5. #4 MaMa, 25. April 2006
    Zuletzt bearbeitet: 25. April 2006
    MaMa

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    Mit Acryl und Schaum kann man ganze Häuser baun.
    Kann sein, muß nicht...

    das mit den fuffzehn Jahren :Brille. PU gehört für mich und diesem Fall zu den Heimwerkerfudeleien, die ich für den Versuch eines profimäßigen Rates eigentlich gar nicht weiter berücksichtigen möchte. Folgendes: Zunächst geht der PU-Holzersatz mit dem verbleibenden Fensterrahmen eine verkrallende und kraftschlüssige Verbindung ein, ist anstrichfähig und brummt klasse. Da aber durch das unterschiedliche Arbeiten des Holzes gegenüber der eher starren Masse neue Haarrisse entstehen, die auch die beste Lasur nicht aushält kommt es zwangsläufig zu neuen kapillar wirkenden Eintrittsflächen für Feuchtigkeit und der Pilz bekommt wieder sein Milljöh um weiter zu machen (Tannen- oder Zaunblättling, und danach sieht es hier aus, ist zu einer Trockenstarre bis zu 10 Jahren befähigt, d. h. er kann sehr lange Unterbrechungszeiten aushalten). Mal völlig abgesehen von dem unterschiedlichen Dampfdiffusionsverhalten und einer eventuellen Kondenswasserbildung zwischen PU und Holz.
    Außerdem sitzen die Hyphen des Pilzes in den Holzzellen, so kleinteilig dringt auch kein PU-Zeug ein, d. h. ich schließe zwangsläufig den Schädling im Holz ein, einschl. der verbleibenden Feuchtigkeit, das muß weiter kaputt gehen, es kann gar nicht anders.
    Des weiteren ist damit zu rechnen das auch in den anschließenden äußerlich und augenscheinlich gesunden Bereichen des Holzes sich der Pilz mit Hyphen und Myzel bereits fortgepflanzt hat und weiter gewachsen ist. Normalerweise wird eine Gesundschnittzone von etwa 30 cm gerechnet.
    Ist es dann der TZB auch wirklich, kommt noch hinzu, dass er das Holz von innen angreift: außen ist nix zu sehen und innen ist alles hohl, super PU, tolle Lasur, die Türe kippt trotzdem plötzlich aus dem Rahmen, weil sie keinen Halt mehr hat. :yikes
    Fazit: Versuchs, aber sei wachsam, meine Empfehlung ist es nicht!
    Sorry, diesmal bleibt der Kopf eckig.
    Grüße :winken
    MaMa
     
  6. Eberh@rd

    Eberh@rd

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    Danke, aber ist doch gut, dass der Pilz all das gar nich' kapiert und erstmal für ein Jahrzehnt von dannen weicht. [​IMG]

    Übrigens, ich will ja keine hektargroße Leimbinder-Halle rechtssicher sanieren, sondern meinen Türpfosten pfiffig aber wirkungsvoll und arbeitszeiteffektiv am Leben erhalten...

    Gruß an den :respekt Echtperten,
    Eberh@rd
     
  7. MaMa

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    Wie gesagt: versuch es.

    Blick aus Brüstungshöhe auf den Dielenboden im 2. OG einer Balkonanlage aus Holz, Baujahr 1998, untersucht 2004, die gesamte Balkonanlage wurde bereits 2003 wegen akuter Einsturzgefahr für die Mieter gesperrt. Ursache Tannen- oder Zaunblättling in Größenordnungen nach mangelhafter Planung und Ausführung des konstruktiven Holzschutzes.
    Es müssen nicht immer hektargrosse Leimbinderhallen sein :D
    Grüße
    MaMa
     
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  9. #7 Georg Battran, 28. April 2006
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    Versuchen Sie es mal dort!

    Hallo Eberhard!

    Schicken Sie doch mal einen Link dieses Forumsbeitrags an www.window-care.de oder an www.tischlersv.de Herrn Thomas Müller!

    Da dürfte Ihnen geholfen werden!

    Mit freundlichen Grüßen
     
  10. Eberh@rd

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    Jo danke - kein schlechter Tipp.

    Nur mir im Moment immer noch viel zu aufwändig und teuer.

    Das werde ich dann machen, wenn meine G4-Methode versagen sollte (was sie nicht tun wird *g*)

    [​IMG]
     
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