Wie Dachspitz dämmen bei vorhandener Dämmung in der Decke?

Diskutiere Wie Dachspitz dämmen bei vorhandener Dämmung in der Decke? im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo. Ich möchte bei meinem 3 Jahre alten EFH gerne den Dachspitz dämmen, da es dort bei entsprechender Sonneneinstrahlung richtig heiß wird. Der...

  1. #1 Nudelding, 23.06.2017
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    Hallo.
    Ich möchte bei meinem 3 Jahre alten EFH gerne den Dachspitz dämmen, da es dort bei entsprechender Sonneneinstrahlung richtig heiß wird. Der Dachspitz soll nicht als Wohnraum genutzt werden, es soll nur nicht mehr so derart heiß dort oben werden.

    Ich habe ein kleines Bild gemacht, in dem die derzeitige Dämmung schemenhaft ersichtlich ist.

    Da ich immer wieder widersprüchliches zur richtigen Dämmung des Dachspitzes i.V.m. vorhandener Deckendämmung des OG lese, hier die Frage nun an die Experten: Wie dämme ich dann den Dachspitz richtig?

    Ich stell mir dort eine Zwischensparrendämmung aus Mineralwolle vor. Zur Verkleidung dann OSB-Platten. Alternativ nur Styroporplatten zwischen die Sparren. Aber was ist mit einer Dampfsperre wegen Feuchtigkeit? Brauch ich die? Oder wär die sogar schlecht, weil ich dann da oben evtl. Feuchtigkeit einschließe?

    Danke euch
     

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  3. #2 Nudelding, 30.06.2017
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    keiner eine Meinung dazu?
     
  4. #3 Andybaut, 01.07.2017
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    doch ich :-)

    Du musst das ein wenig ausführen. Reicht die grüne Dämmung bereits entsprechend der ENEV und ist
    die orangene halt drauf, weil das halt so ist.

    Die ganze Dämmung an sich könnte zu dünn sein, dadurch wird es zu heiß.
    Du schreibst nichts von U-Werten oder Qualitäten.

    Sollte die grüne Dämmung reichen, könnte man die beiden Giebelseiten "öffnen" und damit die thermische
    Last im Sommer ein wenig vermindern.

    Du musst einfach ein wenig nachlegen, vielleicht auch Bilder dann kann man da mehr sagen.
     
  5. #4 Lexmaul, 01.07.2017
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    Habe die gleiche Situation gehabt.

    Kehlbalkenlage wurde komplett gedämmt und der Spitz damit auch mit einer Dampfbremse abgeschottet.

    Hatte aber zusätzlich 60mm Holzweichfaser auf den Sparren liegen.

    Im Spitz wurde es natürlich sehr warm und im Winter auch kalt (trotzdem weit von Frost entfernt, - 10 Grad AT hat dann 9 Grad IT gebracht). Aber ich hab dir KWL obem drauf stehen, da hatte ich starke Bedenken wegen Kondensat.

    Also nun noch die Zwischensparrendämmung von 200mm eingebracht. Folie nur davor, damit nix rausfällt, aber nicht luftdicht. Wird ja nicht beheizt...

    Laut Rechner ganz leichte Feuchtegefahr zwischen den Holzweichfaserplatten und der Dämmung - muss man beobachten.
     
  6. #5 Leser112, 02.07.2017
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    Der Dachspitz liefert nur einen geringen Anteil sommerlicher Wärmebelastung der darunterliegenden Wohnräume. Wichtiger dürfte die OGD sein.
    Sinnvoll in diesem Anwendungsfall im Dachspitz eine Querlüftung über die Giebelseiten zu realisieren!
    Dem Dachspitz sollte seine Wirkung als Kaltdach daher erhalten bleiben.
     
  7. #6 Lexmaul, 02.07.2017
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    Ein Kaltdach hat nichts mit einer Querlüftung zu tun ;).

    Ich hab übrigens noch ein Abluftventil gesetzt, damit der Spitz etwas belüftet wird (durch die Undichtigkeiten der Giebelwände.
     
  8. #7 Nudelding, 04.07.2017
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    So. Also die Holzfaserdämmplatten haben nur 3 cm Stärke. Ich denke die sollen nicht als Dämmung gedacht sein. Hätte man auch Bretter nehmen können. An den Giebelseiten ist die Holzfaser sowieso durch Nut und Feder Bretter ersetzt um den Dachüberstand zu realisieren.

    Mir geht es auch gar nicht ums OG. Da ist alles bestens. Die Dämmung der OGD ist einwandfrei. Nur um den Dachspitz!
    Ich habe im OG einen hohen Kniestock, dadurch ist der Dachspitz gut begehbar und wird im Sommer oft genutzt. Ich möchte halt nicht immer im eigenen Saft baden, wenn ich dort oben mal was verstaue oder suche.

    Würde eine (sagen wir mal 15 cm dicke) Styropor Dämmung, die passgenau zwischen die Sparren eingebracht wird also schon was bringen?!?!
    Folie würd ich dann weglassen, sofern nicht zwingend erforderlich.

    Eine Öffnung der Giebelseiten möchte ich gerne vermeiden.

    Danke euch
     
  9. #8 Andybaut, 04.07.2017
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    das wird für den Dachspitz so nichts bringen.
    Das wärmst sich zwar später auf, dafür kühlt es in der Nacht aber auch nicht aus.

    Hier ist das Verhältnis von Oberfläche zu Volumen einfach ungünstig.
    Zu viel Oberfläche die ein kleines Volumen erhitz = superwarm
     
  10. #9 Nudelding, 04.07.2017
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    klingt irgendwie logisch...

    Das heißt es braucht Luftaustausch.
    Idealerweise heizt es sich später auf und Nachts gibts nen Luftaustausch :e_smiley_brille02:

    Giebelseiten sind bei mir Ost und West. Was gibts denn da für "wetterfeste" Lüftungsmöglichkeiten?
     
  11. #10 Lexmaul, 04.07.2017
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    Also mein Spitz hat am nächsten Morgen derzeit geringere Temperaturen als das OG - am Abend zuvor vielleicht ein Grad mehr.
     
  12. #11 Nudelding, 04.07.2017
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    Du hast also gedämmt (mit Mineralwolle nehm ich an) aber die Giebelseiten sind zu.
    Was für ein Abluftventil meinst/hast du?
     
  13. #12 Lexmaul, 05.07.2017
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    Hab die KWL oben stehen, die saugt dann im Spitz die Luft/Feuchtigkeit raus.

    Habe Mineralwolle (200er) plus 60mm Holzweichfaser.
     
  14. #13 Gast34826, 05.07.2017
    Gast34826

    Gast34826 Gast

    @Nudelding,
    Tipp:
    Öffnen Sie die Unterdeckplatte (Holzfaser) am First beidseitig der Firstlinie um etwa 5 cm.
    Das ist bei nicht ausgebauten Dachräumen so vorgesehen.
    Damit "entlüftet" der Firstraum.
    Die Wärmedämmung des Dachspitzes ist damit nur sehr bedingt sinnvoll.

    Achten Sie auf die korrekte Ausführung der darüber befindlichen Firstziegel mit Lüfterelementen.
     
  15. #14 Lexmaul, 05.07.2017
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    Das mit der Firstentlüftung sagte man mir später auch mal in diesem Forum.

    Aber wieso das so gemacht werden soll, sagte man mir nicht. Die Zimmermänner haben es nicht getan, der Architekt hat es so nicht ausgeschrieben...

    Und bisher funktioniert es ganz gut ohne, wobei ich halt ne Entlüftung made by me habe.
     
  16. #15 Gast34826, 05.07.2017
    Gast34826

    Gast34826 Gast

    @Lexmaul,
    mir ist es sozusagen "wurscht", was Ihnen Ihr Zimmermann "ausführt oder der Architekt plant".
    Bauen "made by me" ist leider weit verbreitet.

    Die Ausführung mit geöffnetem First ist so in den Fachregeln vorgesehen.
     
  17. #16 Lexmaul, 05.07.2017
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    Tja, funktioniert aber - eine mechanische Entlüftung steht ja nicht in der DIN nicht drin, heißt aber nicht, dass das nicht funktioniert/geht...eine Begründung, wofür das sein soll, hast Du ja auch net geliefert.

    Zum Glück gibt es noch Menschen, die ihr brain einsetzen und icht stumpf jede Regel befolgen (die sich ja lustigerweise immer wieder mal ändern)...
     
  18. #17 Andybaut, 05.07.2017
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    die thermische Hülle ist ein beheizter Bereich (thermische Hülle und gedämmte Hülle sind zweierlei)
    und eine KWL hat Abwärme,
    wobei ich diese als nicht besonders hoch einstufen würde
     
  19. #18 Andybaut, 05.07.2017
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  21. #19 Lexmaul, 05.07.2017
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    Du meinst die Abwärme durch die elektrischen Lüfter? Sorry, aber das sind vernachlässigbare Faktoren...

    Zu der thermischen Hülle hast Du Recht - aber das ist ja der Spitzboden nicht.
     
  22. #20 Gast34826, 05.07.2017
    Gast34826

    Gast34826 Gast

    @Andy, danke.

    Hier könnten Interessierte nachlesen...
    https://www.baunetzwissen.de/heizun...nerhalb-der-thermischen-gebaeudehuelle-161340

    Auszug daraus zum thema.
    Zitat...
    Installation innerhalb der thermischen Gebäudehülle

    Anrechnung von Wärmeverlusten zur Deckung des Heizbedarfs

    Durch die Installation von heiztechnischen Komponenten innerhalb der thermischen Gebäudehülle wird der größte Teil ihrer Wärmeverluste während der Heizperiode zur Deckung des Heizwärmebedarfs nutzbar. Damit tragen sie nicht zu einer Erhöhung des Energiebedarfs eines Gebäudes bei. Allerdings können - auch bei einer Aufstellung innerhalb der thermischen Gebäudehülle - die Verluste nicht vollständig zur Deckung des Heizwärmebedarfs verwendet werden, da es teilweise zu einer unerwünschten Überhitzung von Räumen kommen kann. Die höhere Raumtemperatur führt dann zu erhöhten Wärmeverlusten über die Gebäudehülle bzw. zu einem erhöhten Luftaustausch.
     
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