Wie dichtet man dieses Detail am Besten ab ?

Diskutiere Wie dichtet man dieses Detail am Besten ab ? im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Moin, demnächst bekommt unser Haus das Eingangspodest aus Porphyr Steinen. Da dieses Gewerk nicht mehr im Architektenvertrag enthalten ist...

  1. Heidemann

    Heidemann

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    Moin,

    demnächst bekommt unser Haus das Eingangspodest aus Porphyr Steinen.

    Da dieses Gewerk nicht mehr im Architektenvertrag enthalten ist wollte ich mich nicht blind auf den Handwerker verlassen müssen. Daher würde ich gerne wissen wie ihr dieses Detail gegen Feuchtigkeit vor Anschüttung von Sand und den Pflasterarbeiten abdichten würdet.Im unteren Bereich links und rechts der Tür Kalksandsteine, die Holztür wiederum steht auf der Betonsohle.
     
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  3. Eric

    Eric

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    Der Architekt wird gewußt haben, warum er Ihnen erklärt hat, daß er dieses Detail nicht mehr planen will.

    Wie hoch kommt denn das Eingangspodest? Kommt ein Dach über den Eingang?

    Wie hoch wird neben dem Podest angeschüttet. Denn: auch für den Sockel rund um Haus brauchen Sie eine Abdichtung bis 15 cm über Oberkante fertiges Gelände. Derzeit null zu sehen!

    So etwas muß der Architekt in der Ausführungsplanung vorsehen und wenn er es nicht macht, ist ihm ein Planungsfehler anzulasten.

    Ist nichts damit, den Schwanz einzukneifen und den Bauherrn im Regen stehen zu lassen, wenns schwierig wird!
     
  4. bauhexe

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    Bild 1 und 2: Dach drüber und Gefälle von Tür wech :D
    aber was ist Bild 3??? :yikes
     
  5. #4 Ralf Dühlmeyer, 3. September 2005
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

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    Faszinierend....

    spräche Spitzohr wohl zu diesem Detail :eek:
    Porphyr-Steine klingt nach Pflaster auf Unterbau. Also alles schön abdichten, ja. Aber wie??????
    Janz ährlich ? Ich habe keine Ahnung. DIN- und fachgerecht gar nicht.
    Mein - garantiert gegen die Fachregeln verstossender, aber derzeit einzig einfallender - Vorschlag:
    Vom Sockel bis UK Schwellprofil/-holz fachgerecht abdichten
    Zwischen Haus und Podest Linienentwässerung anbringen und an die Entwässerung anschliessen.
    Bauhexe´s Rat mit dem Vordach in Erwägung ziehen
    Auf´s Glück vertrauen, das Obiges ausreicht, um ein Eindringen von Wasser/Feuchte uns Haus und vor Allem das Holz zu verhindern.
    ***
    Welche Himmelsrichtung??? Ich hoffe, nicht SW.
    ***
    MfG
     
  6. BTopferin

    BTopferin

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    Bauherrin Tipp:
    Sollte eine Kemperol-Abdichtung aufgebracht werden, bitte NICHT direkt mit Pflaster einbetonieren. So geht eine Kemperolabdichtung nämlich kaputt. :cry

    Grüßle
    Amy
     
  7. bauhexe

    bauhexe

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    Mit einem gefalzten Blech kann man das auch wasserdicht machen, aber Krabbeltierchendicht eben nicht. :eek:
     
  8. #7 Carden. Mark, 3. September 2005
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    und öbuv SV für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    Aber die Abdichtung und Eindichtung von Öffnungen doch wohl - oder nicht. Diese ist nach DIN 18195 zu planen. Aber hier sieht man mal wieder das wahre Leben.
     
  9. Eric

    Eric

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    Eben.

    Die Planung der Abdichtung des Sockels rund ums Haus und am Eingangsbereich mit und ohne Sondermaßnahme ( z.B. Dach, Entwässerungsrinne usw. ) ist Aufgabe des Architekten in der Leistungsphase 5, Ausführungsplanung. Also müßte das Problem bereits in der Ausführungsplanung gelöst sein und wenn dort nichts steht ( Detaillösung ), muß der Architekt die Detailplanung nachholen.

    Von der Planung ist die Ausführung zu unterscheiden. Insoweit gilt auch heute noch, daß erst zu planen und dann auszuführen ist > immer schön Leistungsphase für Leistungsphase. Insofern kann der Architekt nicht damit kommen, daß er die Ausführung des Eingangspodests dem BH überläßt, wenn notwendige Vorleistungen hierfür weder geplant noch ausgeführt sind und er vielleicht jetzt selbst nicht mehr weiß, wie es weitergehen soll.

    Möglich wäre vielleicht: Vordach und/oder Entwässerungsrinne vor der Eingangstür je nach zu erwartendem Spritzwasseranfall, Bitumenbahn von Unterkante Bodenplatte über Aufstand unterer Türrahmen- Bodenplatte hinweg nach oben führen ( damit die mit Schaum ausgespritzte Fuge dicht wird ) und dann davor ein Zinkstreifen/Metallschiene zur Optik, als Trittschutz und als Schutz für die nach unten geführte Bitumenbahn. Problem dann nur noch, wie soll der Zinkstreifen/Metallschine 5 cm oberhalb des Podests befestigt werden, damit das Ganze auch noch akzeptabel aussieht.

    Wenns keine mindestens 5 cm hohe Schwelle ins Haus geben soll, dann muß das Vordach halt so groß dimensioniert werden, daß kein Schlagregen bis an den Türbereich kommen kann. Sockelabdichtung mit Schutz gegen Beschädigung bleibt auch dann erforderlich.

    Kemperol ist Flüssigfolie und dürfte selbst mit Gewebeeinlage wegen der unterschiedlich arbeitenden Materialien ( Holz, Schaum, Betonbodenplatte ) als Abdichtung nicht funktionieren.

    Aber fragen Sie lieber den Architekten, der hat die Örtlichkeiten besser vor Augen.
     
  10. Gast360547

    Gast360547 Gast

    hmm, vielleicht doch?

    Moin Eric,

    so ganz will ich Kemperol nicht ausschließen. Dann eine Roste mit Rinne vor die Tür müsste eigentlich funzen.
    Mit Blech allein geht nicht wasserdicht und wenn Krabbeltierchen reinkönnen, dann Wasser allemal.

    Nebenbei gefragt: die Ausführung der Türschwelle riecht nach einer Fußbodenheizung. Die Abdichtung der Bodenplatte ist auf dem ersten Bild bis zur Vorderkante des Schwellholzes des "Fachwerks" geführt. Wie ist denn die Luftdichtheit erstellt?

    Grüße
    stefan ibold
     
  11. Heidemann

    Heidemann

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    Danke für alle Antworten...

    ....auch wenn mich so manche mehr verunsichert als geholfen hat :wow

    So ich versuche mal all eure Fragen zu beantworten, vielleicht kommen dann ja noch ein paar gute Hinweise.

    F: Wie hoch kommt denn das Eingangspodest?
    A: Bis kurz unterhalb der Türöffnung. Es soll möglichst keine Schwelle mehr vorhanden sein (max. ein paar Zentimeter)

    F: Kommt ein Dach über den Eingang?
    A: Der Eingang liegt ca. 0,75m zurückversetzt und ist somit überdacht. Weiterer Giebeldachüberstand ca. 0,6m. (s.Bild "Giebel")

    F: Wie hoch wird neben dem Podest angeschüttet. Denn: auch für den Sockel rund um Haus brauchen Sie eine Abdichtung bis 15 cm über Oberkante fertiges Gelände. Derzeit null zu sehen!
    A: Es wird außerhalb des zurückversetzen Einganges ein halbrundes Podest mit 2 Stufen. Wobei die untere Stufe zu den Seiten überstehen wird und ungefähr bis zur Höhe der 1.Sandsteinreihe geht.
    Die von ihnen angesprochene Abdichtung ist vorhanden. Es ist ein 2schaliger Wandaufbau (in einem anderen Thema hier bereits kurz besprochen) und die Kalksandsteine, die auf den ersten Bildern zu sehen sind liegen komplett außerhalb der Abdichtung, so wie die Rimmberger Sandsteine des Fachwerksockels. Die Bitumenschweißbahn unterhalb der Tür ist der Überstand der Abdichtung der Bodenplatte nach DIN 18195. Hoffe das reicht als kurze Erklärung.

    F: Welche Himmelsrichtung??? Ich hoffe, nicht SW.
    A: Doch, leider SSW und wir mußten auch schon feststellen, das von hier der meiste Regen kommt. Allerdings wird seitlich links versetzt vor dem Haus noch eine Remise (halboffene Scheune errichtet, die dann nochmals das Wetter von S/W zügeln wird).

    F: Nebenbei gefragt: die Ausführung der Türschwelle riecht nach einer Fußbodenheizung.
    A: Ja, FBH.

    F: Die Abdichtung der Bodenplatte ist auf dem ersten Bild bis zur Vorderkante des Schwellholzes des "Fachwerks" geführt. Wie ist denn die Luftdichtheit erstellt?
    A: Oha, jetzt muß ich all mein Bauherrenwissen herauskramen :D Die luftdichte Ebene stellt bei unserem Haus eine diffusionsoffene Folie (wobei ich finde es fühlte sich mehr wie Stoff an), ähnlich der USB. Diese lag auf dem Fachwerk auf, darauf kam dann ein Kompriband und dann die Tür. Dies gilt zumindest links und rechts, sowie oberhalb der Tür. Unten gibt es kein Fachwerk gegen das die Türschwelle gedrückt werden hätte können. Hier besteht die einzige Abdichtung noch aus dem Bauschaum, zumindest außen. Innen wurde dann ringsherum der Türrahmen mit so einem Fließähnlichen Klebeband abgedichtet und wo nötig noch eine übelst stinkende Klebepaste verwendet (die ich nicht von den Fingern abwaschen konnte und drei Tage mit mir rumschleppte [keine Eigenleistung, aber meine Finger waren neugierig]).
    Blower Door wurde übrigends bereits gemacht und außer ganz normalen Leckagen von << 0,2m/s an wenigen Stellen um die Fenster und Türen waren diese soweit dicht (ich war selbst dabei und hatte den Blower Door Tester selber ausgesucht und bezahlt, nicht weil ich meinem Archi mißtraue, sondern weil wir damals keinen Blower Door Test vereinbart hatten. Ich dachte sowas bräuchte man nicht :irre ). Die Haustür hatte sogar nur eine kleine Fehlstelle wo der Klebestreifen gerissen war. Demnächst, da das Haus jetzt verputzt ist (vorallem der Schornstein, aus dem es wie Hechtsuppe gezogen hat) und alle beim 1. Mal entdeckte Fehlstellen beseitigt, wird nochmal gemessen auch wenn der Grenzwert bereits beim 1. Mal unterschritten wurde, was bei dem 3,0er Grenzwert aber wohl auch nicht so schwierig ist :smoke

    Ach noch ein Hinweis.....nach den ersten Antworten hier habe ich meinem Archi mal ins Gewissen geredet und nach einem etwas guten Gespräch bei Wein und Tappas wird er dieses Detail jetzt doch komplett planen (kostenlos). Ich glaube auch nicht, daß er mich übers Ohr hauen wollte, sondern vielmehr, daß er viel zu tun hat und froh war, als ich ihm sagte um das Eingangspodest braucht er sich nicht zu kümmern. Vielleicht hatten wir auch ein wenig aneinander vorbeigeredet. Nichtsdestotrotz bin ich über jeden weiteren Beitrag dankbar, denn auch wenn hier mein Archi nochmals tätig wird, wer weiß ob dieser Thread nicht noch von anderen gelesen wird, die ganz auf sich alleine gestellt sind.

    Danke !
     
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  13. Schnorbel

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    Hi, bin etwas spät mit der Antwort - aber vielleicht noch nicht zu spät!

    In dieser Ecke gibt's ja fast die ganze Palette von möglichen Untergründen und erforderlichen Maßnahmen! Eine echte Herausforderung.
    1. kleinstes Problem - KS Mauerwerk Spritzwasserschutz
    Hier ist eine Hinterfeuchtung zu erwarten, da die KS-Steine im Dreck sitzen.
    Abdichtung hier also mineralisch mit Dichtungsschlämme bis unter die herausragende Schweißbahn. Diese dann auf die Dichtungsschlämme vorsichtig aufschweißen. Sicher nicht normengerecht, da 90°-Winkel ohne Abrundung nicht zulässig ist. Auf keinen Fall die Fuge zwischen Holz und Schweißbahn etwa mit Dichtstoff (Silicon o.ä.) verschließen - Gefahr des Faulens des Holzes durch eingeschlossenes Wasser!!

    2. Übergang Türelement - KS
    Nachträglich so eine Abdichtung zu erstellen, geht nur mit Flüssigabdichtungen auf PU-Basis (wie z.B. das Kemperol-System).
    Es sollte entweder eine Vlieseinlage im Bereich der Fuge eingebettet oder eine dafür geeignetet Fugenband eingesetzt werden, um die Bewegungsaufnahme zu garantieren. Auch über die seitliche senkrechte Fuge!

    3. Wasserführung so gestalten, dass es nicht zum Aufstauen von Oberflächenwaser kommt! Notfalls mit Dränung, Rosten, Kiespackung arbeiten, aber aufpassen, daß das abgeleitete Wasser auch wirklich abgeleitet wird und sich nicht nur in dieser Dränung sammelt!

    Und alle Arbeiten so peinlich genau ausführen, dass anschließend der Plattenbelag oder das Pflaster die Abdichtungen optisch abdeckt!

    Habe solche Abdichtungen auch schon gemacht (mit Remmers-Systemen) und bisher sind die auch dicht.

    Gruß und viel Erfolg - Schnorbel
     
  14. Heidemann

    Heidemann

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    Danke für die Antwort, die noch nicht zu spät ist, da das Detail frühestens in 2 wochen angegangen wird.....
     
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