Wie Granitplatten auf Mauer verlegen / erneuern?

Diskutiere Wie Granitplatten auf Mauer verlegen / erneuern? im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich habe eine Frage zur Verlegung der Granit-Abdeckplatten auf meiner Gartenmauer. Die Mauer (mit Beton ausgegossene Hohlblocksteine, und...

  1. #1 Machetotze, 28.10.2018
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    Hallo,

    ich habe eine Frage zur Verlegung der Granit-Abdeckplatten auf meiner Gartenmauer.

    Die Mauer (mit Beton ausgegossene Hohlblocksteine, und dann verputzt) ist 10 Jahre alt, und es lösen sich die ersten Platten (trotz Tropfnase). In sehr schlechtem Zustand sind insbesondere auch die Fugen zwischen den 60 cm langen Granit-Platten, da sich diese ebenfalls auflösen und wahrscheinlich auch 'Grund des Übels' sind.

    Meine Frage: Wie würdet Ihr eine Renovierung der Platten/Mauer angehen? Folgende Ratschläge habe ich bisher erhalten:

    Befestigung der Platten:

    1. Wegschlagen (bei alten Mauern) des schadhaften Materials zwischen den Putzleisten auf der 'Mauerkrone' (siehe Fot 8476 und 8486).
    2. Auffüllen des Bereiches zwischen den Putzleisten mit (Naturstein)Mörtel (?) und somit damit Herstellung einer planen Fläche (notwendig oder gleich zu Schritt 4?)
    3. Aufbringen von Dichtschlämme (2-maliger Anstrich)
    4. Marmor & Granitkleber / Flexkleber Naturstein (oder dies so dick auftragen, dass 2. entfallen kann?)
    5. Aufbringen der Granitplatten, idealerweise mit etwas Gefälle

    Fugen zwischen Granitplatten:

    · Marmor & Granit-Flexfuge / Flexfuge Naturstein ODER

    · Marmor & Granit-Silikon

    Ich wäre Euch über Kommentare / Ratschläge sehr dankbar.

    Gruß

    Machetotze
     

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  2. #2 petra345, 28.10.2018
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    Dichtschlämme auf der Mauerkrone ist sicher ein guter Vorschlag. Aber einen soliden, festen Mörtel darunter.
    Die Platten mit einem sehr elastisch bleibenden Fliesenkleber festlegen und die ausreichend breiten Fugen mit Silikon oder einem anderen elastischen Material verfugen.

    Die dunklen Steine werden in der Sonne heiß, dehnen sich aus und zerstören jede Befestigung wenn man sie festmachen will.
     
  3. #3 Machetotze, 28.10.2018
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    Hallo Petra,

    vielen Dank für Deine Hinweise!

    Du würdest die Fugen also eher breiter denn dünner ausbilden? Mir hat man mal dazu geraten, diese eher noch schmaler auszubilden, damit möglichst wenig Wasser durch die Fuge gelangen kann......

    Mit 'zerstören jede Befestigung, wenn man sie festmachen will' meinst Du was genau?

    Ich hatte mich unlängst mal nach einigen Produkten für die Befestigung der Platte und die Fugen erkundigt (siehe unten). Wenn ich Dich richtig verstehe würdest Du eher für die Fugen die Silikon-Lösung nehmen, als die Flexfuge?

    Gibt es noch eine Empfehlung bezügich des Mörtels zur 'Ausbildung der Mauerkrone'? Sollte dies dann idealerweise auch Natursteinmörtel sein, oder ist das irrelevant, da ja noch 1) Dichtschlämme und 2) Kleber darauf verarbeitet werden?

    Vielen Dank!

    Machetotze
     

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  4. #4 bauspezi 45, 28.10.2018
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    grundsätzlich sind Marmorplatte als Mauerabdeckungen nicht besonders gut geeignet.
    Man sollte sich nach anderen Materialien umschauen.
    Spezielle Abdeckplatten mit schrägen Ablauf und einer funktionierenden
    Wassernase.
    Abdeckungen aus Zink,Alu oder Kupfer halten auch länger.
    .Der Baustoffhanden hat viele Lösungen parat.
     
  5. #5 plattypus, 28.10.2018
    Zuletzt bearbeitet: 28.10.2018
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    Ich würde Folgendes machen:
    • Granitplatten mit etwas Gefälle einbauen. 5mm/1m reichen.
    • Wenn Du es kleben willst, dann mit flexiblem Kleber für Naturstein. Der Vorteil vom Natursteinkleber ist, daß er mit weniger Wasser auskommt usw., kurzum die Gefahr, daß es zu Ausblühungen auf dem Naturstein kommt, sind geringer.
    • Die Fugen mit Naturstein-Silikon abdichten, damit von oben kein Wasser mehr rein kommt. Die Fugen dannauch eher breiter als schmaler machen, weil die Granitplatten schon ordentlich arbeiten werden.
    • Alles bei passenden Temperaturen verarbeiten. Wo es jetzt nachts schon z.T. an die 0°C geht, bist Du mit den Arbeiten eigentlich 3 Monate zu spät.
    • Die Unebenheiten kannst auch gleich mit flexiblem Natursteinkleber auffüllen. Ggf. noch mit alten Fliesenscherben die Granitplatten unterfüttern, damit die nicht gleich in den weichen Kleber einsinken.
    Was ich bei mir am Bau festgestellt habe: Es lohnt sich beim Fliesenkleber etc. in Markenware zu investieren und nicht die Eigenmarken diverser Baumärkte zu kaufen. Bin aber auch nur Laie, der die Erfahrungen bei seinem eigenen Bau gesammelt hat und nicht in der Branche tätig.

    Ich weiß nicht, ob man hier direkt etwas zu Produkten schreiben darf, wennn nicht, bitte entfernen: Habe bei mir die Platten mit PCI Carraflex verklebt und mit Carrafug bzw. Carraferm verfugt.
     
  6. abraxa

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    Ich habe fast exakt das gleiche Thema mit meiner Gartenmauer. Nur möchte ich als Abdeckung Travertinplatten verwenden; mein Aufbau soll von unten nach oben so aussehen:

    Betonmauer
    2 Schichten Dichtschlämme
    1 Schicht Trassmörtel mit 2-3 cm Dicke und leichtem Gefälle
    Nach Aushärten des Mörtels die Platten (Rückseite Tropfnasen einfräsen) mit Natursteinkleber (8mm Zahnspachtel) aufpappen
    Fugen ca 5-6mm mit (weissem) "Marmor und Granit Flexfuge" von Kna***f ausfugen

    Dann hoffen, dass ich längere Zeit Ruhe hab.
     
  7. #7 Machetotze, 07.11.2018
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    Hallo,

    vielen Dank für die vielen nützlichen Rückmeldungen und den investierten 'Gehirnschmalz'!

    Zusätzlich habe ich zwischenzeitlich auch noch einige Gespräche / Telefonate mit Fachleuten führen können.

    Meine Quintessenz:

    - Granitplatten als Abdeckung sind nicht ideal (bei mir allerdings 'alternativlos' da in der Vergangenheit großflächig verbaut)
    - Imprägnieren des Granits macht relativ wenig Sinn; wichtig ist Gefälle (+ Tropfnase), damit Wasser/Feuchtigkeit nicht 'steht'
    - bei der Fugenverfüllung gibt es 'zwei Lager'; analog den Produkten im Handel gibt es Befürworter von Silkon-Lösungen, für andere ist dies jedoch nichts, was länger funktionieren kann. Hier wird Spezialfugenmörtel bevorzugt, der aufgrund Kunststoffanteil auch 'mitarbeiten' kann. Mir scheint letztere Lösung 'logischer', mir fehlt jedoch dauerhafte Erfahrung.

    Nochmals vielen Dank und frohes Schaffen!

    Gruß

    Machetotze
     
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