Wie heize ich am besten- Gas? Pellets? Erdwärme? Solar?

Diskutiere Wie heize ich am besten- Gas? Pellets? Erdwärme? Solar? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, wir möchten nächstes Jahr im Frühling anfangen mit unserem Hausbau. Es stellt sich langsam die Frage, wie heizen wir am besten. Viele...

  1. NundE

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    Hallo,

    wir möchten nächstes Jahr im Frühling anfangen mit unserem Hausbau. Es stellt sich langsam die Frage, wie heizen wir am besten. Viele Raten uns Pellets mit Vakuumröhrenkollektoren zu verwenden. Einige aber auch Erdwärme, wobei wir hier immer dachten, dass diese Variante durch den Stromverbrauch zu teuer wird?! Oder doch Gas mit Vakuumröhrenkollektoren?

    Aber was ist am sinnvollsten? Die Kosten und Folgekosten spielen natürlich eine große Rolle, diese kennen wir aber kaum.
    Zusätzlich finden wir das Wohnraumlüftungssystem mit Wärmerückgewinnung sehr interressant, aber auch hier fehlen uns Zahlen und die Effektivität.
    Unser Haus wird eine Wohnfläche von ca. 160 m² haben, ohne Keller.

    Also, wir hoffen, es kann uns jemand gute und wertvolle Tipps geben, darüber würden wir uns sehr freuen!!!

    Vielen Dank im Vorraus.
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 28. September 2007
    Ralf Dühlmeyer

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    Mit den Pellets...

    wär ich nach dem gestrigen Urteil (Feinstaub) mal gaaaanz vorsichtig. Die Dinger sind nämlich in der Hinsicht teilweise gar nicht vorbildlich - da könnte was kommen.
    Erdwärme macht nur bei hohem Dämmstandard Sinn, dito Lüftung mit WRG.
    Kollektoren - naja. Wirtschaftlich darstellbar ist deren Anschaffung und Betrieb nicht (als refinanzierbare Investition).
    Ein Haus einschl. der heizung ist ein Gesamt"kunstwerk".
    Nur Komponenten zusammenwürfeln bringt garantiert kein gutes Gesamtergebniss, selbst wenn die Komponenten jeweils Spitze sind.
    KfW 60 geht auch mit Brennwerttechnik, KfW 40 nur schwer. Da brauchts dann schon Anlagentechnik, da macht sie aber auch Sinn.
    Passiv ist wieder ne ganz andere Nummer.
    Also erstmal Anforderungen festlegen und DANN schauen, was zusammen am Betsen funzt.
    MfG
     
  4. frosch411

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    Ich dachte, die Pellets wären aus Holz. Von diesen Hitech-Pellets mit dieser merkwürdigen Füllung habe ich noch nie was gehört :)
     
  5. frosch411

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    Wer baut denn heute noch Häuser ohne gute Dämmung?
    o_o
     
  6. R.B.

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    Und wie sieht´s mit einer Heizlastermittlung aus? Je geringer die Heizlast, desto besser kann man die Heizung planen. Manche Lösungen werden auch erst bei niedriger Heizlast richtig interessant.

    Dann sollte man das Thema Heizflächen nicht aus den Augen verlieren. Empfehlenswert wäre eine FBH mit niedrigen Systemtemperaturen.

    Und nicht vergessen, Energie die nicht benötigt wird, muß man auch nicht einkaufen. Dann spielt der Öl-/Gaspreis oder der Preis für Pellets oder Strom plötzlich eine untergeordnete Rolle.

    Also, zuerst die Hütte mit möglichst niedriger Heizlast planen und dann an die Details für die Heizung gehen.

    Gruß
    Ralf
     
  7. #6 Ralf Dühlmeyer, 28. September 2007
    Ralf Dühlmeyer

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    Wieviel Häuser der letzten 2 Jahre kommen im real gebauten Zustand (nicht als Papiertiger) in die Nähe von KfW 60 oder sind besser??
    30%? Mehr? Sicher nicht mehr als 50%
    Und wieviele erreichen selbst auf dem Papier nur EnEV minimal?
    20 %? Mehr? Reicht das nicht?
    MfG
     
  8. #7 Achim Kaiser, 28. September 2007
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    Ich würde mir dazu mal die aktuelle Rückruf und Anlagenstillegungsaktion z.B. von Vaillant zu Gemüte führen. Gefertigt wurden die von Schott einem sicherlich renomierten Hersteller....

    Auch mit anderen Vakuumkollektoren hatte ich schon kräftigst Ärger ... teileweise mit ner Ausfallquote von 60% der Röhren nach 6 Jahren.

    Sicherlich haben die Vakuumröhren sehr gute Leistungsdaten aber man kann sich auch kräftig die Pfoten dabei klemmen, je nach dem was man sich für ein Fabrikat ausguckt.

    Ich bevorzuge Flachkollektoren und da reichts für den selben finanziellen Aufwand der Vakuumröhren meistens locker nen Flachkollektor mehr und das angebliche Leistungsdefizit ist mehr als ausgeglichen.

    Zur Heizungsart selbst ...
    ich bin kein großer Freund von Pelletsanlagen ... hohe Stillstandsverluste durch die geforderten Mindesttemperaturen fressen einen großen Teil der Papiervorteile in der Praxis wieder auf.
    Auch das Argument des angeblich günstigeren Preises haben die Burschen im Nov. 2006 verspielt...da waren die Pellets teuere als das Heizöl ... so viel zu dem angeblichen *Vorteil* ... wie das in Zukunft aussieht ... keine Ahnung, da darf jeder seine Glaskugel bemühen.

    Feinstaubdebatte wurde schon angesprochen ... und die Pelletskessel halten die Anforderungen bei Vollast meist locker ein... bei Teillast kanns aber schon eng werden, wass dann wieder u.U. einen Pufferspeicher nach sich zieht.

    Auch den viel gepriesenen Dämmwahn darf man ruhig in Frage stellen - vor allem wenn das Budget knapp ist - ein *stinknormaler EnEV-EFH-Neubau* braucht heute so ne Größenordnung von ~1500 l Öl oder m³ Gas (Bandbreite -30% bis + 20% je nach dem ...) als Messlatte für Vergleichsrechnungen .....

    Hier sollte man erst mal prüfen welches Investitionsbudget zur Verfügung steht ... denn meistens sterben die *ganz aktuellen* und *ganz tollen* Techniken an den höheren Investitionskosten ... machen kann man viel, es gibt auch tolle Angebote an Technik ... nur meistens sterben die *heeren* Vorstellungen ganz schnell wenn die erste Kostenschätzung mal auf dem Tisch liegt ...

    Deswegen sollte man wissen was in der EnEV an technischen Vorgaben gewählt wurde und welche Kosten dafür vorgesehen wurde .... ansonsten arbeitet man meistens 5x im Kreis rum.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  9. frosch411

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    Nun ja, wer sich Gedanken darüber macht, welche Heizung sauber, umweltfreundlich und energiesparend ist, wird sicher auch beim restlichen Bau sich Gedanken gemacht haben und wird nicht das nächst billligste nehmen...

    o_o
     
  10. #9 Ralf Dühlmeyer, 28. September 2007
    Ralf Dühlmeyer

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    Schön wars ja -aber die Angebote der BT/GÜ zeigen leider das Gegenteil.
    Da wird einHaus mit wenig Dämmung und viel Technik aus dem Jammertal der Dämmung auf den Olymp der Förderkredite hochgelobt.
    Und der Bauherr sieht nur die Zahlen - woran soll der die Taschenspielertricks und Zinkereien erkennen.
    Derer wird er sich erst bewusst, wenn das EVU die ersten Rechnungen schickt, die dann garstig hoch sind.
    MfG
     
  11. drulli

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    ... und die Heiztechnik so planen, dass man später ggf. leicht mit energiesparenden Komponenten ergänzen kann, falls es anfangs nicht drin sitzt. Große Heizflächen / FBH mit niedrigen Systemtemperaturen wurden schon erwähnt. So was läßt sich auch nachträglich mit Sonnenkollektoren etc. kombinieren.
     
  12. R.B.

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    Na, von Dämmwahn war nicht die Rede. Ich weiß auch nicht wozu ich 30cm oder 40cm Styropor auf die Wände packen sollte, damit meine Fenster nur noch an Schießscharten erinnern. Der mögliche Vorteil durch Dämmung lässt sich ja gut rechnen, dann muß jeder für sich entscheiden.

    Man kann jedoch durch einen vernünftige Planung der Hütte schon einen erheblichen Einfluß auf die Heizlast nehmen. Da muß eben die Chemie zwischen Bauherr und Architekt stimmen. Ob und wieviel Dämmung dann auf die Wände kommt, ist also planbar, dabei kann (sollte) man auch das budget nicht aus den Augen verlieren.

    Die Anlagentechnik ist dann die logische Konsequenz aus der o.g. Planung.

    Gruß
    Ralf
     
  13. Achim Kaiser

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    @R.B,

    ich kann heute auf manche Punkte eine Anlage oder auch ein Gebäude optimieren. Alles nur eine Frage der richtigen Komunikation, der vernünftigen Planung, des qualitativ hochwertigen Baus und des zur Verfügung stehenden Budgets.

    Meine Aussage bezog sich auf die immer wieder angebrachte Bemerkung .... erst mal kräftig Dämmen und dann kann man über die Heizungsanlage nachdenken....

    Fakt ist, das heute der geforderte Mindeststandard also das so verpönte Hüttelchen dass grade mal die EnEV einhält in normaler Efh-Größe einen Verbrauch von ~1500 Litern Öl / m³ Gas hat ... das ist die Messlatte für das *draufsatteln* an mehr Dämmung, schickerer Technik und ner Menge Asche die man verbrennen kann ... auf der nach oben offenen Ausgabenskala.

    Was heute teilweise in der Heiztechnik veranstaltet wird ist buchstäblich das Schießen mit Kanonen auf Spatzen .... für nen Verbrauch in einem optimierten Gebäude mit etwa 1000 Litern Öl / m³ Gas werden 3 bis 4 Heizsysteme intalliert. Mich kann einer anschaun wie er will, das ist für diese Anlagengrößen im EFH-Bereich der totale Overkill.

    Die Wahl des Energieträgers ist heute aus meiner Sicht ne Wette in die Zukunft .... und jeder Energieträger hat Vor- als auch Nachteile.
    Noch vor 3 oder 4 Jahren war eine Pelletsanlage angeblich das Non-Plus-Ultra ... heute wird die Wärmepumpe über den grünen Klee gelobt ... schaun wir mal was morgen für ne Sau durch den Flecken getrieben wird ... ich wette drauf es sind die Mini-BHKW mit 1 bis 2 kW elektrischer und ca. 7 bis 10 kW thermischer Leistung.

    Die ganzen Blüten die heute ablaufen hatten wir alle schon mal zu Zeiten der 1. Energiekriese ... damals warens die Scheitholzkessel ... die Wärmepumpe hatte ihre 1. Blütezeit ... Solaranlagen brauchte das Land ... und schon damals sagten die Prognosen in 30 bis 40 Jahren ist das Öl alle und das Gas wird auch knapp werden....heute haben wir gut 30 Jahre später ... das Öl geht immer noch in 30 bis 40 Jahren aus - bei deutlich höherem Weltverbrauch als damals .... das Gas wird auch heute noch knapp wenn mal wieder einer am Gashahn spielt ... die über 25 Jahre in der Versenkung verschwundene Wärmepumpe erlebt ihr Comebäck ... und der Bauherr steht immer noch vor der Entscheidung ... was nehm ich ... ist alles so schön bunt hier ... und jeder singt mir nen anderen Song ins Ohr ... und er stimmt das Lied an ... wer soll das bezahlen ;-)).

    Ich fang heute kein Gespräch über Heiztechnik in nem Neubau mehr an, wenn ich nicht gleich am Anfang die Höhe des geplanten Budgets erfahre.

    Nur dann lässt sich ein Rahmen mit vernünftigem Planungsaufwand abstecken der auch zum Geldbeutel des Bauherrn passt.

    Was nutzt es denn sich über Anlagenkonfigurationen in der Preisklasse von 50000 Euros und drüber zu unterhalten, wenn tatsächlich 15000 machbar sind ? - nix ... ausser dass ich mir die Finger wund schreibe an Kostenermittlungen von 10 Varianten von denen dann vielleicht die billigste nach nem heftigen Streichkonzert zur Ausführung kommt ... und die Planung und Kostenermittlng dauerte länger als der Bau der ganzen Anlage.

    Zur Frage der kontrollierten Wohnraumlüftung einfach mal hier nen Blick reinwerfen ... sehr interessantes System .... und die Mehrkosten belaufen sich bei ~160 qm² Wohnfläche bei ~12 bis 14 kTeuros....kombinierbar mit jedem Heizsystem.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  14. #13 VolkerKugel (†), 28. September 2007
    VolkerKugel (†)

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    Hallo Achim ...

    ... ich wollte meine Farbpatronen jetzt nicht mit dem Ausdruck der 6 farbstarken SCHÜTZ-Seiten belasten.
    Gibt´s dazu auch irgendwelche technischen Infos?
     
  15. OldBo

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    Moin Volker,

    wenn Du ein paar Infos über Lüftungstechnichnik brauchst, dann suche Dir hier etwas aus :shades

    Gruß

    Bruno
     
  16. Achim Kaiser

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    Volker,

    sicherlich ... Technische Information ... 60 Seiten, mit Funktionsbeschreibung und jede Menge Details.

    Fußbodenaufbau beträgt in den meisten Fällen ~14 cm.

    Schick einfach ne Mail an airconomy _at_ schuetz.net und forder die Unterlagen an.

    Gruß
    Achim
     
  17. #16 VolkerKugel (†), 29. September 2007
    VolkerKugel (†)

    VolkerKugel (†)

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    Ich danke ...

    ... Euch beiden :konfusius .
     
  18. #17 VolkerKugel (†), 29. September 2007
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 29. September 2007
    VolkerKugel (†)

    VolkerKugel (†)

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    Uups ...

    ... die Mail an airconomy _at_ schuetz.net kam wieder zurück :confused:

    Ich probier´s mal mit der Internet-Adresse.
     
  19. OldBo

    OldBo

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  21. Achim Kaiser

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    Yupp,

    das ist das System ...
    wobei die Kaltluft sicherlich nicht wie in der Animation gezeigt vor dem Fenster aufsteigt sondern eher auf dem Fußboden langsam Richtung Absaugepunkt wandert.

    Das System selbst ist gar nicht so neu ... den Vorläufer des Systems kenn ich schon seit 1987 ....

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  22. hapfel

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    Irgendwie bin ich für diese hochtechnischen Systeme zu blöd: wenn der vorgeschaltete Gegenstrom-WT wirklich 90% der Wärme in die Zuluft überträgt sprechen wir im tiefsten Winter von einer Zulufttemperatur - nach dem Wt - von 16°C. Wohlgemerkt, Eintrittstemperatur ins Zimmer. Das Ganze dann bei 30-90 m^3/h Luft. Wozu dann noch die aufwändige Vorwärmung mit der FBH? Zusätzlich ist das Ganze jetzt gerade für den Winter noch Schlechtgerechnet, da gerade bei den Temperaturdifferenzen noch viel Kondensat ausfällt, dessen latente Wärme die Zuluft zusätzlich aufheizt.

    Aber wie gesagt, ich bin wohl einfach nur zu dumm...

    Grüße
     
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