Wie neue Rollläden in neues WDVS integrieren

Diskutiere Wie neue Rollläden in neues WDVS integrieren im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, wir haben bei uns im Haus vor einigen Jahren überall neue Fenster bekommen. Allerdings ohne Rollläden. Jetzt möchten wir gerne...

  1. ismon

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    Hallo zusammen,

    wir haben bei uns im Haus vor einigen Jahren überall neue Fenster bekommen. Allerdings ohne Rollläden.
    Jetzt möchten wir gerne demnächst unsere Fassade mit einem WDVS Dämmen (16 cm Holzfaser) und in diesem Zug auch über all Rollläden bzw. Raffstores nachrüsten.

    Nun stellt sich die Frage wie man diese Rollländen / Raffstores am besten in die Fassade integriert.

    Anbei ein Skizze mit den Möglichkeiten die mir einfallen.

    Jede davon hat Ihre Vorteile und Nachteile.

    A: Fassade ohne Rollläden -> nicht erwünscht.

    B: Rollladen vor die Leibung auf das WDV -> Energetisch das besten, sieht nicht wirklich schön aus.

    C: Rollladen in die Leibung direkt vor das Fenster -> Energetisch vermutlich gut, das lichte Maß des Fensters wird stark verkleinert.

    D: Direkt auf die alte Fassade, WDVS wird angeschlossen -> Optisch OK, vermutlich eine Wärmebrücke

    E: Direkt auf die alte Fassade, vom WDVS überdeckt -> Optisch beste Variante, ggf. stärker Dämmung notwendig. Wärmebrücke?

    Was ist diesem Fall der korrekte Weg und wie würdet Ihr das machen?

    Viele Grüße
    Simon

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  2. BaUT

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    D oder E
    Guck halt was die Mindestdicken für die Rollladenkästen bzw. Raffstores sind und ob du diese dann oberflächenbündig in dein WDVS integriert bekommst.

    Vielleicht solltest du auch mal genauer messen und aufzeichnen wo genau die Fenster innerhalb der Wand tatsächlich sitzen (innen - mitte - aussen)?
    Vielleicht nimmst du dir ja doch einen Planer, der die Wärmebrücken berechnen kann und die Detailplanung übernimmt, damit es am Ende nicht nur billig sondern günstig und auch gut wird.
     
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  3. #3 Gast 85175, 03.05.2023
    Gast 85175

    Gast 85175 Gast

    C+D sind Mist, diese Rollokästen die über den Putz vorstehen sind kritisch, das altert oft nicht gut, da steht gerne Wasser und verursacht Schäden, das ist halt so eine Fehlerquelle die ohne professionelle Planung und Bauleitung sehr oft schief geht.

    Bei D+E gibts eigentlich auch vorgedämmte Kästen die die Wärmebrücke deutlich reduzieren. Eine vollwertige Dämmung bekommst da nur im Ausnahmefall noch hin, bzw. nicht mit vertretbarem Aufwand. Aber auch das geht oft schief, viele Fensterbauer haben sowas ja noch nie gehört, zumindest wenn der Privatkunde nach dem lästigen Zeug fragt nicht, in der Ausschreibungsituation bei Planer-LV geht's dann oft doch...
     
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  4. #4 Tikonteroga, 03.05.2023
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    Das ist zwar unüblich, aber könnte man aufgrund der Umstände vielleicht in Erwägung ziehen auf der Innenseite eine Lösung zu finden?
     
  5. #5 WilderSueden, 03.05.2023
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    Innenlösung hat halt immer das Problem, dass die Wärme schon drin ist, bevor sie geblockt wird. Außerdem bildet sich dann im Winter ein Spalt kalte Luft zwischen Fenster und Rollo, das erzeugt zwangsläufig Kondensation. So ungewöhnlich sind Vorbaurrolläden nicht, es gibt auch einige, die oben abgerundet sind, damit nicht ständig Wasser reinläuft. Besser ist natürlich, wenn die mit überputzt werden. Eine geringere Dämmung an der Stelle würde ich im Zweifelsfall in Kauf nehmen
     
  6. #6 Gast 85175, 03.05.2023
    Gast 85175

    Gast 85175 Gast

    Der Privatmann kann sich so einen "Sichtschutz" wohl antun, der Bauplaner der es beruflich macht bekommt da aber schnell Probleme mit dem sommerlichen Wärmeschutz... Es ist halt wieder diese Frage, ob man es, wenn's wieder 50 Jahre halten soll, nicht gleich "richtig" machen sollte. Wenn man die Rollos nicht jetzt ins WDVS integriert, dann gibt's da maximal noch irgendwann mal diese gruseligen aufgesetzten Dinger, eher aber nie nichts, wegen der fehlenden Durchführungen/Stromkabel.

    Auch hier wieder die Frage: Ist sowas angesichts des Klimawandels überhaupt noch "zukunftssicher"?
     
  7. #7 Tikonteroga, 03.05.2023
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    Das bedeutet du wärst für B?
     
  8. #8 Gast 85175, 03.05.2023
    Gast 85175

    Gast 85175 Gast

    Das ist das was da maximal noch kommt, wenn man es jetzt nicht gleich macht…
     
  9. ismon

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    Aktuell haben wir die innenliegende Lösung (Rollos) aber als Hitzeschutz würde wir schon gerne in Zuge dieser Arbeiten eine Lösung außen vor dem Fenster haben. :)

    Grundsätzlich tendiere ich auch zur Variante E.
    Da wir innen unter fast jedem Fenster einen Heizkörper haben und die warme Luft ja genau dort nach oben steigt wo der denn vermutlich einen etwas kälteren Sturz ist, sollte sich das Wärmebrücken Problem ja in Grenzen halten (zumal wir damit aktuell auch ohne Dämmung keine Probleme haben).
     
  10. BaUT

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    E !!!

    Und dann such dir einen Planer, der die Details klärt!
     
  11. #11 Tikonteroga, 03.05.2023
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    Gab es bei eurem Haus ursprünglich Klappläden?
     
  12. ismon

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    Nein keine Klappläden. Es waren direkt in den Sturz eingelassene Rollländen (aus 1963) verbaut. Innen mit einer Spanplatte verkleidet sodass man an machen Stellen das Licht von draußen durchkommen sah.
    Im Zuge der damals getroffenen Sanierungsmaßnahmen wurden die alten Rollläden komplett entfernt und mit Ytong zu geklebt.
     
  13. #13 klappradl, 04.05.2023
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    "E" vermeidet keine Wärmebrücke, da der Rolladenkasten innen auskühlt weil er offen ist. Es gibt Rolldankästen mit Dämmung im Kasten zur Wandseite für die Montage nach D (und auch E). Die tragen allerdings etwas auf. Hier kommt es halt auf die Dämmstärke an, wie gut man den in die Fassade integrieren kann.
     
  14. #14 klappradl, 04.05.2023
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    Hier ein Bild vom Hersteller eines solchen Kastens
    (hoffe, so ein Link ist hier erlaubt)
    [​IMG]
     
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