Wie sinkt meine Luftfeuchtigkeit im Sommer einfach nicht?

Diskutiere Wie sinkt meine Luftfeuchtigkeit im Sommer einfach nicht? im Lüftung Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, zu meiner Situation. Ich bewohne eine 2-Zimmer Wohnung mit ca. 50qm2 im EG eines Mehrfamilienhauses. Die Fenster meiner Wohnung befinden...

  1. #1 Omithy, 01.06.2024
    Zuletzt bearbeitet: 03.06.2024
    Omithy

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    Hallo,

    zu meiner Situation.
    Ich bewohne eine 2-Zimmer Wohnung mit ca. 50qm2 im EG eines Mehrfamilienhauses.
    Die Fenster meiner Wohnung befinden sich baubedingt alle auf einer Seite
    womit Querlüften nur möglich ist, wenn ich die Haustüren, Wohnungtür und Tür zum Treppenhaus, öffne, was das Querlüften für mich schon etwas schwierig gestaltet.
    Im Winter ist dies kein Problem, da es in der Regel nur ungefähr 5 Minuten dauert um einen Luftauftausch vorzunehmen.
    Im Winter reguliert sich auch die Luftfeuchtigkeit in den Räumen recht gut.
    Hier habe ich für mich sehr gute Werte mit einer Temperatur von 19-21 Grad und einer Luftfeuchtigkeit in den Räumen von 45-55%.

    Und nun zu meinem Problem.

    Jetzt im Frühjahr/Sommer habe ich durch die schwankenden Temperaturen und dem ebenfalls sehr wechselhaften Wetters extreme Probleme in den Räumen die Luftfeuchtigkeit zu regulieren. Bis vor einigen Tagen ging es noch, aber aktuell bekomme ich die Raumfeuchte nicht unter 60%, im besten Fall. in der Regel bewegt sie sich aber irgendwo zwischen 63-67% bei 22 Grad Raumtemperatur.
    Ich halte mich strinkt an die Regel und Lüfte mehrmals täglich für 15-30 Minuten. Gerade morgens wenn es draußen noch kühl ist, aktuell 11-16 Grad schwankend von Tag zu Tag, um die Feuchtigkeit zu senken und die Luft auszutauschen.
    Dies mache ich auch mehrmals am Tag, allerdings führt dies eher dazu, dass ich sich die Raumfeuchtigkeit erhöht.
    Ich Lüfte morgens zwischen 15-20 Minuten. Allerdings schreckt mich irgendwann ab, dass die Feuchtigkeit eher steigt. Heute morgen z.B. waren es 14 Grad als ich gelüftet habe. im Schlafzimmer hatte ich nach dem Aufstehen 64% Luftfeuchtigkeit. Nach dem Lüften stieg der Wert nach ca. 15 Minuten auf fast 70% an, statt zu sinken. Die Temperatur lag bei 21 Grad.
    Zeitweise bin ich tagsüber verunsichert, weil ich nicht weiß ob ich trotzdem lüften soll.
    Wir hatten heute zwar 24 Grad, allerdings trotzdem sehr feuchte Luft.
    Ich habe, einfach des Luftaustausches wegen, trotzdem gegen Mittag gelüften und mir so die Feuchtigkeit im Raum von 64 auf 67% angehoben...obwohl ich im Raum 23 Grad hatte.
    Das fühlt sich an wie in der Saune...und auch die Möbel fühlen sich zwischendurch etwas klamm an.

    Ich habe einfach Schiss davor, dass sich durch diese hohe Luftfeuchtigkeit irgendwann Schimmel bildet.
    Oder ist diese Angst bei den höheren Temperaturen unbegründet??
    Ich hatte im letzten Jahr im Wohnzimmer an einer Außenwand, aufgrund einer Wärme-/Kältebrücke im Wohnzimmer bereits Feuchtigkeitsflecken an der Wand, zum Glück noch keinen Schimmel, aber ich würde dieses gerne vermeiden.

    Ich probiere es einfach nur richtig zu machen, aktuell bin ich aber super verunsichert und würde mal wissen wollen ob ich mir einfach unbegründet Sorgen mache und es einfach dem Wetter geschuldet ist und ich dagegen nichts machen kann.

    Danke für eure Antworten!

    NACHTRAG!
    Aktuell habe ich auch wieder, wie die letzten Jahre auch, einen modrig/erdigen Geruch, gerade im Wohnzimmer.
    Dies hat am Wochenende angefangen nachdem die Feuchtigkeit im Raum recht hoch war. Es bilden sich auch direkt wieder an der Wand die "Schatten" der Feuchtigkeitsflecken... Ich habe auch wieder alles nach offensichtlichem Schimmel abgesucht aber keinen gefunden.
    Kann solch ein Geruch auch von der Wand selber abgegeben werden?
     
  2. #2 petra345, 01.06.2024
    petra345

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    Gerade im Schlafzimmer mit seinen vielen Stoffen, kann man nicht durch ein- oder zweimaliges Lüften die Feuchtigkeit reduzieren. Sie steckt in den Stoffen und ist dort nur schwer herauszuziehen.

    Man kann die Feuchtigkeit nur reduzieren, wenn man kalte LUft, die nicht so viel Feuchtigkeit aufnehmen kann, in die Räume läßt, und dann erwärmt.

    Warme Luft von außen, kann trotz geringer relativer Feuchtigkeit, recht viel Wasser enthalten. Kühlt sie ab, steigt die relative Feuchtigkeit! Also nicht Lüften, wenn es draußen warm ist!

    .
     
  3. #3 Fred Astair, 01.06.2024
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    Keine Sorge, außerhalb der Heizperiode musst Du keine Taupunktunterschreitung befürchten, wenn Du nicht in einer Kellerwohnung haust.
    Vermutlich im Winter?
     
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  4. #4 petra345, 02.06.2024
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    Es ist nicht notwendig, 30 min zu lüften.
    Es muß nur einmal die feuchte Raumluft durch kalte, und weniger Feuchtigkkeit mit sich führende, Außenluft ersetzt werden. Wird diese Luft dann aufgewärmt, sinkt die relative Feuchtigkeit. Dafür genügen 5, max 10 Min.
     
  5. #5 chris84, 02.06.2024
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    Ein Blick in das aktuelle Wetterdiagramm meldet für meinen Standort heute 75%relF@19°C, da ist nix mit trocken lüften. Das ist in der Übergangszeit, vor allem bei nassem Wetter einfach so. Da gibt es Tage, da sinkt der Taupunkt draußen nicht unter 13-14°C...
     
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  6. Omithy

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    Nein im Winter ist durch die laufende Heizung die Fläche eher weniger betroffen. Ich merke es eher im Frühling und Frühsommer, so wie aktuell. Oder auch im Herbst.
    Da die Heizung nicht regelmäßig läuft und die Außenwand scheinbar stärkeren Temperaturschwankungen unterliegt als gedacht, bilden sich jetzt aktuell auch wieder die Flecken inkl. modrig erdigem Geruch.
    Sobald es aber wieder Wärmer wird, das Mauerwerk sich erwärmt und die Feuchtigkeit draußen nicht über 60% liegt, habe ich das Problem nicht.
     
  7. #7 driver55, 05.06.2024
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    Dieser Satz qualifiziert sich zum „Satz des Jahres“.

    Sag der Außenwand einfach, sie soll sich warm anziehen. Dann passt es wieder.:biggthumpup:


    PS: oder einfach mehr heizen und lüften.
     
  8. #8 BaUT, 05.06.2024
    Zuletzt bearbeitet: 05.06.2024
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    Es gibt Apps, die man nutzen kann um Außenklima und Raumklima einzugeben und dann sagt einem die App, ob sich eine Lüftung "lohnt". Dies ist immer dann der Fall, wenn der absolute Feuchtegehalt [g/m³] der Außenluft deutlich niedriger ist als der abs. Feuchtegehalt der Raumluft.
     
  9. #9 Wistful9588, 05.06.2024
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  10. #10 Viethps, 05.06.2024
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    Techniker kriegen das hin....wie auch immer
    Oder kauf Dir eine analoge oder digitale Einheit, die Temp und Hygro anzeigt.
    Die witzigen digitalen Teile zeigen Dir mit einem smiley, wenn alles im grünen Bereich ist
     
  11. #11 driver55, 06.06.2024
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    Ich würde die vorhandenen Sinne nutzen,
     
  12. #12 Hercule, 06.06.2024
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    Bei mir ist technisch alles tiptop.
    Winter wie bei dir 45-55%.
    Jetzt um die 58-60%.
    Steigt nur ein paar % wenn z.B. der Geschirrspüler fertig ist - bis der Lüfter in der Küche die Feuchte wieder rausgesaugt hat.
    Und Lüfter im Bad hat Zeitschaltuhr. Springt alle 2 Stunden für 1 Stunde an (75m³/h). Alle Türen immer offen.
    Wenn das Wetter passt werden auch Fenster temporär gekippt.
     
  13. #13 Tikonteroga, 07.06.2024
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    Wie kann man sich dass denn vorstellen? Hast du links und rechts eine andere Wohnung, hinten das Treppenhaus und vorne eine Außenwand mit Fenstern? An welcher Wand hast du die feuchten Flecken?
     
  14. BaUT

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    @Tikonteroga
    Stell dir mal vor: Alle Räume dieser kleinen WE liegen an ein und derselben Außenwand des Gebäudes!
    Da geht natürlich keine klassische Querlüftung über Luv- und Leeseite des Gebäudes.
    Aber Stoßlüftung geht da trotzdem!

    @Omithy
    Hat deine WE ein fensterloses Bad? Wenn ja, wie wird dieses belüftet?

    Ansonsten ist ja schon geschrieben worden, dass man eine Lüftung zur Schimmelpilzvermeidung insbesondere im Winter wichtig ist, wobei man bei sehr feuchtwarmen Sommertagen die Fenster auch lieber geschlossen halten sollte, damit man sich die Feuchtigkeit dann nicht reinholt und plötzlich doch Probleme mit Sommerkondensat bekommt.
     
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