Wie viel vom Nachbarn (DHH) hören ist normal?

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  1. #1 CarstenO, 10.01.2021
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    Hallo,
    es geht um 2 nacheinander, unterschiedlich aber aneinander gebaute DHH (natürlich mit so 6 cm Luftspalt). Beide Häuser sind in Holzständerbauweise und 2016 errichtet.
    Der Nachbar hört uns wohl teilweise, zb beim Gehen. Dann klopft er gegen seine Wand und wir hören dies sehr laut. Ich habe das Gefühl, er würde direkt an unsere Wand klopfen, was aber nicht sein kann.
    Ist das normal?
     
  2. #2 Osnabruecker, 10.01.2021
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    Holzständerbauweise ist nicht berühmt für den Schallschutz... Wie ist jeweils der Wandaufbau?
     
  3. #3 CarstenO, 10.01.2021
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    Mh, also bei den Nachbarn weiß ich es nicht. Bekomme ich auch nicht, weil schwierig...
    Wir haben von außen nach innen:
    1cm Putz
    10cm Rockwool
    1,5cm Fernacell Powerpanel
    14cm Rockwool mit Holzständer
    1,5cm Sperrholz
    8cm Holzwolle mit Lattung
    1cm Fernacell
    Innenfarbe
     
  4. #4 Lexmaul, 10.01.2021
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    Mal abgesehen, was normal oder ungewöhnlich ist: Was hilft es Dir? Entweder Du gewöhnst Dich dran oder Du verkaufst.

    Klingt lächerlich, aber ist die einzige sinnvolle Lösung - monetär und vor allem für die Seele.

    Ändern wirst Du daran eh nicht, zumal ja der Nachbar schon "schwierig" ist...

    Ist wohl wie so oft nicht sauber getrennt worden.
     
  5. mt1982

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    Hört ihr denn was vom Nachbarn? Ansonsten kann es euch ja eigentlich egal sein.
     
  6. #6 Lexmaul, 10.01.2021
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    Schreibt er doch, dass der Typ dann an der Wand rumhämmert - das dürfte man normal nicht hören...
     
  7. #7 Fred Astair, 10.01.2021
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    Demzufolge stand Euer Haus als Erstes und der Nachbar hat später angebaut? Sonst hättet Ihr von Außen nicht verputzen können.
    Habt Ihr denn die nachbarlichen Bauarbeiten verfolgt? Insbesondere die Ausgestaltung der Trennfuge wäre wichtig.
    Wer hat die Fuge wie ausgefüllt?
    Wenn sich der Nachbar gestört fühlt und Ihr es hört, wenn der Nachbar bei sich von Innen an die Wand hämmert, dann dürfte der "Trennfugenverantwortliche" die Verantwortung dafür tragen.
     
  8. #8 BaUT, 10.01.2021
    Zuletzt bearbeitet: 10.01.2021
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    Quatsch! Natürlich hört man das, wenn der Nachbar direkt an die Trennwand hämmert - egal wie gut der Schallschutz ist. Die Frage ist nur wieviel man davon hört.

    Wenn der TE in seiner Frage beschreibt, das der Nachbar das Gehen als störend empfindet, dann handelt es sich also insbesondere um Trittschallübertragung. Um diesem Problem beizukommen müsste man wisen wie der Aufbau des Fußboden und der Decken ist und wie diese von der Haustrennwand entkoppelt worden sind.

    Ein weiteres in der Vergangenheit von mir sehr häufig festgestelltes Problem ergibt sich aus innen liegenden Treppen, welche an der Trennwand liegen und deren Treppenteile direkt in der Trennwand verankert wurden. In solchen Fällen würde es mich nicht wundern, wenn der Nachbar genervt reagiert, wenn jemand die Treppe "runtertrampelt" und dieser Trittschall immer direkt in die Haustrennwand eingeleitet wird.

    Grundsätzlich stellt sich noch die Frage ob die beiden Haushälften vom gleichen Planer geplant wurden und wie hier der Schallschutz der Trennwand geplant worden ist. Wurde hier im Jahre 2016 nur Mindestschallschutz nach DIN 4109 (Stand 1989) mit R'w=57 dB geplant oder schon nach neuer Normenfassung mit R'w=62 dB?

    Solche Probleme lassen sich übrigens nur miteinander lösen - nicht gegeneinander :mauer.
    Es wäre sicher mehr als sinnvoll zusammen der Ursache auf den Grund zu gehen (Schallschutzgutachter beauftragen), so lange ihr beide noch Gewährleistungsansprüche gegen eure Hausbaufirmen und gegen eure Planer habt.
    Wäre doch mehr als blöd, wenn ihr beide aufeinander ein Leben lang sauer seit weil ihr euch gegenseitig nervt - aber den Planer, der es verbockt hat oder die Firmen lasst ihr mit vollem Honorar davon kommen.

    Also mein Rat:
    Einmal mit dem Nachbarn reden, ob der auch noch Gewährleistung auf seine Hütte hat und dann (am besten gemeinsam) ab zu einem Baufachanwalt, damit der schnellstmöglich ein selbständiges Beweissicherungsverfahren nach §485 ZPO bei Gericht einreicht wegen mangelhaftem Luftschallschutz und Trittschallschutz im Bereich der Haustrennwand. Dieser Antrag hemmt dann den Ablauf der Gewährleistungsfrist. Der vom Gericht beauftragte SV soll Luftschall- und Trittschall mesen, die Planungsunterlagen prüfen und darlegen, ob es sich bei einem unzureichenden Schallschutz unrsächlich um Planungsfehler oder um Ausführungsfehler handelt. Ihr seid dann die Antragsteller und Baufirmen und Planer sind die Antragsgegner.
     
  9. #9 Lexmaul, 10.01.2021
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    Und natürlich ist es quatsch, dass man ein hämmern mit der Faust im anderen Haus hört...
     
  10. #10 Fred Astair, 10.01.2021
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    Nach dieser Beschreibung gibt es gar keine Trennwand sondern zwei Außenwände mit "6cm Luftspalt" dazwischen.
    Selbst wenn die Treppe ungedämmt an die Außenwand geschraubt wurde, darf der Nachbar da nichts hören. Da muss mehr im Argen liegen.
     
  11. BaUT

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    Wo steht denn dass er mit der Faust gegen die Wand klopft?
    @Lexmaul
    Ach - wenn du mit deiner Normfaust gegen die Wand hämmerst und die auf der anderen Seite mit der Handy-Schallschutz-App nix hören, dann ist der Mindestschallschutz erfüllt? Datt ist ja wie Mauerwerksfeuchtemessung durch Handauflegen ("fühlt sich feucht an!") :motz. Sowas bringt den TE doch nicht weiter.

    Der TE soll sich mit seinem Nachbarn verbünden und gemeinsam gegen das Problem angehen solange sie noch einen gemeinsamen Feind haben der Schuld sein könnte.
     
  12. #12 Lexmaul, 10.01.2021
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    Es steht genau da, wo Du es zitiert hast und wenn Du mal alles so penibel lesen würdest, wie Du Deine geliebten DINs studierst, dann wüsstest Du auch etwas über das Verhältnis mit dem Nachbarn.

    Und ja, ein rumbollern mit der Faus hörst Du weiterhin nicht im Nachbarhaus. Keine Ahnung, was Du für Buden erstellen lässt, aber sind sie echt getrennt, hörst man ganz sicher keine Körperschallübertragungen in dieser lächerlichen Form...

    Ich habe nichts von Mindestschallschutz oder einer Norm gesagt - ich habe auf Dein übliches Rumgeschnodder und Normengelaber reagiert.
     
  13. #13 CarstenO, 10.01.2021
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    Vielen Dank für die vielen Infos.
    Es ging mir tatsächlich nicht um Normen und DIN, sondern nur praktische Erfahrungen was so üblich ist.
    Unsere Treppe ist tatsächlich eine nicht ideale Stahl-Holz-Treppe mit Anschluss an der Grenzwand. Unser Haus stand zuerst. Wir haben vieles selbst gemacht oder zb die Treppe nicht von einem üblichen Treppenbauer, sondern eine Werkstatt für Behinderte mit Metallverarbeitung und Schreiner.
    Die Nachbarn haben dann angebaut, eine Fuge gelassen, aber keine spezielle Schalltrennplatte. Irgendwie würde nur am Rand zwischen uns geschlossen.
    Finde es halt seltsam, dass überhaupt was zu uns dringt (oder zu ihm)
     
  14. #14 Fred Astair, 10.01.2021
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    Dann kann nur eine direkte massive Verbindung zwischen den beiden Haushälften bestehen, d.h. beim Bau des Nachbarn eingebracht worden sein. Abdeckung aufmachen und nachsehen.
    Außer einer Gasexplosion im Nachbarhaus darfst Du oder der Nachbar überhaupt nichts hören.
     
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  15. BaUT

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    OK - Wenn die Treppe also direkt an der einen Schale der Haustrennwand befestigt ist und dann jemand die Treppe runtertrampelt, dann ist es ganz normal, dass diese eine Schale direkt als Resonanzkörper wirkt und die andere Schale nicht genügend Luftschalldämmung aufweist um das Ärgernis genügend zu dämmen. Das hat nix mit Normenbeterei zu tun, sondern mit physikalischem Grundverständnis.
    Wenn der Nachbar seine Treppe beser gebaut hat, ist das Problem tatsächlich eine Einbahnstraße und der TE kann gar nicht nachvollziehen wie nervend sein Treppengetrampel für den Nachbarn sein muss.

    Aber die Forumskollegen wollen das hier offenbar nicht wahr haben.

    Die Sch.... mit der Treppenbefestigung an der Trennwand habe ich in den 90er Jahren zigfach erlebt - auch bei großen Bauträgern bei großen Reihenhaus-Wohnanlagen und Doppelhaussiedlungen rund um Berlin. Ist also bei weitem kein Einzelfall und insbesondere bei leichten Wandkonstruktionen schnell ein Problem.
    Blöd nur, wenn man für dieses Problem (wie der TE) selbst verantwortlich ist. Da kann man dann auch niemand anderes auf Mängelbeseitigung verklagen und hofft in diesem Forum natürlich eher auf Beschwichtigung.

    Ich würde solche Nachbarn warscheinlich auch hassen und regelmäßig ne 10kg-Hantel fallen lassen, wenn die Blagen nebenan wieder zum Mittag die Treppe runterrennen. Also versuchen sie doch bitte etwas mehr Verständnis für den Ärger der Nachbarn aufzubringen und bauen Sie im Zweifel Ihre Treppe um oder bezahlen Sie halt selbst den Schallschutzgutachter, der diesen Problemen messtechnisch ernsthaft auf den Grund geht anstatt irgendwelche Forumsaussagen zu sammeln, die nicht weiter helfen. Zumindest wäre das der Rat der Schallschutz-Sachverständigen in unserem Büro.
     
  16. #16 Fred Astair, 10.01.2021
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    Begreifs doch endlich.
    Es gibt keine Trennwand, sondern zwei völlig unabhängige Außenwände. Zumindest behauptet das der TE.
     
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  17. #17 Lexmaul, 10.01.2021
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    Zum piepen - aber ohne Ende am klugscheissen...
     
  18. #18 simon84, 10.01.2021
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    Sogar bei einer echten Kommunwand aus den 60ern höre ich vom Nachbarn vielleicht mal die Wasserleitung vom druckspüler oder Leise stimmen wenn die laut schreien.

    wenn man ein klopfen durch zwei Wände mit Luft dazwischen hört stimmt was nicht.

     
  19. BaUT

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    OK - dann macht halt die Fuge auf und zieht von oben bis unten ein Seil durch um sicher zu stellen, dass keine Schallbrücken da sind. Wenn es danach immernoch Störungen gibt, dann holt den Schallschutzsachverständigen eben in Schritt 2.

    Ich bin raus.
    Mädels Ihr schafft den Rest auch ohne mich.
     
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