Wiederverwertung Materialen Tiefbau/ Abbruch für Anfüllung

Diskutiere Wiederverwertung Materialen Tiefbau/ Abbruch für Anfüllung im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, ich baue für meine Familie momentan ein EFH mit Keller und würde in diesem Zusammenhang gerne um eure Einschätzung / euren Rat...

  1. Bolt36

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    Hallo zusammen,


    ich baue für meine Familie momentan ein EFH mit Keller und würde in diesem Zusammenhang gerne um eure Einschätzung / euren Rat fragen.

    Frage: Seht ihr eine Möglichkeit zur Wiederverwertung von folgenden „Abfallprodukten“ unserer Tiefbau-/Abbrucharbeiten?

    a) größere Steine aus einer etwa 1,3m hohen gemörtelten Mauer, welche wir abreißen müssen

    b) Verwurzelter Aushub (Bambus)

    c) Betonabbruch (halte ich für unwahrscheinlich aber bin offen :) )

    Situation: Unser Grundstück hat eine leicht fallende Hanglage. Der maximale Höhenunterschied beträgt 1,5m. Wir planen das Haus an die Höhe der Straße (=höchster Punkt) anzugleichen, d.h. ein Teil des Kellers liegt am hinteren Ende des Hauses grundsätzlich frei (eben bis zu den beschriebenen 1,5m).

    Wir planen nun, diesen Teil an zwei Seiten des Hauses anzufüllen, damit wir ebenerdig auf die Terrasse treten können. Da die Terrasse auch eine gewisse Breite haben sollte, haben wir entsprechend viel „Potenzial für Aufschüttungen‘“. Der Höhenunterschied zu restlichen Gelände unseres Grundstücks soll abschließend durch eine Mauer abgefangen werden.

    Tiefbau: Der Tiefbau hat uns in unsere Planung (Plankosten zu Ist-Kosten) etwas aus der Bahn geworfen, was insbesondere an den Entsorgungskosten für Bauschutt von Abbrucharbeiten, Erdaushub im Bereich eines Bambusses und Abbruch einer (eigentlichen schönen – aber leider schlecht gelegenen) Steinmauer liegt.

    zu a) Steine: Hier bin ich mir ziemlich sicher, dass ich mir die Entsorgungskosten sparen kann, da ich diese wiederverwerten möchte. Die Frage ist nur, wie und ob man diese auch in einem zumindest geeigneten Status aus der bestehenden Mauer bricht. Für jedweden Tipp wäre ich dankbar!

    zu b) Bambus-Erde: Der Bambus war das große Sorgenkind unseres Grundstücks. Er wächst zwar nur regional begrenzt (obwohl ohne Rhizomsperre gepflanzt vom Vorbesitzer), trotzdem wollten wir die Erde in diesem Bereich eigentlich eher großflächig entsorgen. Dann kamen allerdings die Angebote der Tiefbauer samt gefühlt sehr hohen Kosten zur Entsorgung pro Kubikmeter.

    Die Idee ist nun, die Erde auch zum Anfüllen des Terrassenbereichs zu verwenden und möglichst tief einzubringen (Bambusse gehen idR. nur 60-70 tief mit Ihrem Wurzelwerk). Ziel ist, die Rhizome zu „beerdigen“ – also in einen Bereich zu verfüllen, wo diese keine Chance zum erneuten Auswuchs haben (ggf. in Säcken?).Auch hier bin ich für alle Tipps, Ratschläge dankbar!

    zu c): Da der Terrassenbereich nicht bepflanzt wird und es ausschließlich um die Bewältigung des Höhenunterschiedes geht, hatte ich auch erwogen kleinere Betonschuttteile zur Verfüllung zu werden. Da die Steine jedoch wandern können und in Folge das Bodenniveau unterhalb der Terrasse leiden könnte, habe ich davon Abstand genommen.


    Zusammenfassend ist mein Ziel Entsorgungskosten zu sparen (durch Wiederverwertung) und gleichzeitig Kosten für Füllmaterial zu sparen und somit in einen etwas erträglicheren Bereich der Kosten zu gelangen.


    Vielen Dank vorab!


    Ich hoffe ich habe das Problem den Regeln des Forums entsprechend aufbereitet, für weitere Erläuterungen stehe ich aber gerne Gewehr bei Fuß.
     
  2. #2 DianaIB, 08.01.2018
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    Grundsätzlich kann man mit Betonbruch und alten Mauersteinen auffüllen, allerdings sind diese Stoffe viel zu groß um sie vernünftig verdichten zu können. Wie groß sind die Steine und der Betonbruch?
     
  3. Bolt36

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    Hey, danke für die erste schnelle Rückmeldung!

    Die Arbeiten beginnen erst nächste Woche, d.h. ich könnte ggf. noch eingreifen und etwaige Vorgaben machen (z.B. das Bruch bestimmter Größe aussortiert wird für eine etwaige Verwertung.

    Gibt es eine Empfehlung, welche Größe nicht überschritten werden sollte? Ich denke eine vernünftige Verdichtung ist wichtig.
     
  4. #4 Andybaut, 08.01.2018
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    Grundsätzlich geht das alles,
    aber welcher Erdbauer wird so einen Mischmasch einbauen und die Gewährleistung dann nicht ablehnen?

    Mauersteine:
    können gehen, sind aber zu groß zum verdichten
    Beton:
    geht noch am besten, wird aber auch zu groß sein.
    Bambus:
    Erde mit Wurzeln, die dann tief unten verrotten und es zu Setzungen kommt gehören nicht in eine Gründung.

    Lass das Zeug entsorgen und dir das ganze vernünftig aufbauen mit neuem Material.
     
  5. Bolt36

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    Die Mauersteine wollte ich soweit möglich für eine andere neue Mauer auf dem Grundstück verwenden.

    Den Bambus wollte ich tatsächlich zunächst sehr großzügig ausgraben lassen und die Erde entsorgen (zumindest bis ich die Kubikmeterpreise für die Entsorgung gesehen habe). Mittlerweile tendiere ich dazu den verwurzelten Bereich zu entsorgen und den leicht bis wenig mit Wurzeln durchzogenen Bereich entsprechend zur Verfüllung zu verwenden.
    Man hört ja recht viel zur Fähigkeit des Bambus auch nach Jahren ohne Licht nochmal auszuschlagen - daher diese zunächst angestrebte Variante.

    Wie groß dürften die Betonsteine/-teile denn noch sein?
     
  6. #6 simon84, 08.01.2018
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    Naja normal ist das Kies, vielleicht maximal 32mm Korngroesse.
    So klein wirst du das ganze nicht bekommen.
    Ich sag mal wenn es 5-6 cm Stücke sind und nicht ausschliesslich damit gefüllt ist, sondern nur unten ist es bestimmt kein grosses Problem.

    Früher hat man allen möglichen Ramsch in die Baugruben geworfen. Aber früher war auch nicht alles besser.


    Bei der Erde/Bambus
    Hast du eine Ahnung wie viel die Reparatur kostet, wenn dir danach das Haus 1 cm absackt und ein Riss durch alle Wände geht?

    Oder wie viel Freude du hast, wenn dir die Bambuswurzeln dann durch Lichtschächte usw. kommen.
    Geh doch da kein Risiko ein.
    Du sparst an der falschen Stelle !


    Mauer mit alten Steinen neu aufbauen halte ich auch für grenzwertig.
    Das müssten schon Edelsteine oder riesige Mengen (100 Meter?) sein, damit mich jemand dazu bringt so einen Aufwand zumachen. (Vorsichtig abbauen, säubern, Mörtel entfernen, wieder aufbauen)
     
  7. Bolt36

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    Das sehe ich ein - ich versuche auch nur Möglichkeiten zu bewerten.

    Zum möglichen Absenken: Wüsste nicht wie dies passieren soll. Ich spreche ja nur von einem Bereich der zusätzlich, neben dem Haus, angefüllt werden soll. Das Haus samt Keller wird vernünftig gegründet und im Umkreis von 2 m zur Kellerwand (seitlich - nicht unter der Sohle) würde ich auch nichts derartiges einbringen.

    Bei den Bohrungen des Bodengutachters wurde übrigens tatsächlich einiges an Bauschutt (Ziegelsteine etc.) gefunden, der vor 70 Jahren teilweise im Garten verbuddelt wurde.
     
  8. #8 simon84, 08.01.2018
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    Na dann hab ich das falsch verstanden.
    Außer dem Risiko, dass dir hier und da evtl. ein Bambus entgegensprießt wird nichts passieren.

    Wie teuer ist denn der Erdabfuhr bei dir? Um wie viele cbm geht es?
    Evtl. Vergleichsangebote einholen, große Gärtnerei fragen etc.
    Bei uns gibts teilweise große Gärtnereien die sind direkt am Wertstoffhof mit angeschlossen.
     
  9. #9 Andybaut, 08.01.2018
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    wenn da der Garten ist, OK, aber unter eine Terrasse gehört kein Wurzelwerk.
    Vielleicht habe ich da ja auch ein falsches Bild vor Augen.
     
  10. Bolt36

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    Ohne Umsatzsteuer ist das Angebot für die "Bambus-Erde" bei 44€ der Kubikmeter; Bauschutt sind es etwa 37 € (auch + 19%) pro to. Preise sind jeweils fürs Verladen, Abtransportieren und Entsorgen. Insgesamt finde ich das Angebot in Ordnung. Es sind nur die Mengen, welche ich ehrlich gesagt ganz anders eingeschätzt habe. Das ist aber meiner Unwissenheit geschuldet - wie ich mittlerweile einsehen muss.

    Den Tipp mit der Gärtnerei werde ich gerne versuchen :28:
     
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