Wieviel dB dämmt eine abgehängte Decke, darunter Holzdecke?

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  1. vi2o

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    Hallo,

    ich habe seit geraumer Zeit Probleme mit meinem Nachbarn obendrüber. Vermutlich hat er seine PC-Lautsprecher auf dem Fußboden stehen und spielt den ganzen Tag Ballerspiele. Wenn er schläft, kommt hier immer noch ein Brummen an (die genaue Ursache dafür kenne ich nicht, ich vermute Trafobrummen bei Aktivlautsprechern oder Ähnliches).

    Nachdem mehrere Gespräche und Anderes zu nichts geführt haben, will ich etwas Verhandlungsmasse aufbauen und dann einen neuen Verhandlungsversuch starten (da ich sehr ruhig bin, hat er womöglich gar keine Vorstellung davon, was es heißt, einen lauten Nachbarn zu haben).

    Beim Aufbau der Verhandlungsmasse will ich auf jeden Fall alle gesetzlichen Grenzwerte einhalten (Ruhezeiten, dB-Grenzwerte).

    Einige Probemessungen mit einem Schallpegelmessgerät und mit meinem Fernseher haben ergeben, dass die gesetzlichen Grenzwerte genug Spielraum für den Aufbau von Verhandlungsmasse lassen (lt. TA-Lärm tagsüber 40 dB im Empfängerzimmer, 30 dB nachts und im Zimmer des "Senders" 75 dB bzw. 80 db, einzelne Geräuschspitzen bis zu + 10 dB zulässig).

    Einfacher wird es dadurch, dass er morgens offenbar lange schläft und ich mir meinen Tagsablauf so einrichten kann, dass ich da bin wenn er schläft.

    Ich habe mir einen Subwoofer besorgt. Da LF Massen leicht durchdringen vermute ich somit, dass ich relativ wenig Pegelreserve brauche. Untendrunter wohnt niemand und ich will den Lautsprecher vertikal auf die Decke ausrichten (zu diesem Zweck auf einen Schrank legen, evtl. so, dass der Lautsprecher dierekt an der Decke anliegt). Damit will ich sagen, dass andere Nachbarn sicher sein müssten (sollte sich jemand beschweren, müsste ich halt Anpassungen vornehmen).

    Was jetzt für mich die große Frage ist:

    Ich will ja die Grenzwerte unbedingt einhalten. Wenn ich den Lautsprecher direkt an die Decke anlege, wieviel wird die Decke (abgehänge Decke, darunter vermutlich Holzdecke mit Lehmbeschlag) wohl wegdämmen? Die zulässigen 80 dB muss ich ja nicht unbedingt ausschöpfen. Hätte gerne eine Vorstellung, wieviel wohl beim ihm ankommen mag, daher würde mich interessieren, wieviel dB die Decke wohl wegdämmt?

    Besten Dank für jeden konstruktiven Hinweis und Grüße
    vi2o
     
  2. #2 simon84, 26.04.2020
    simon84

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    Die Situation zu eskalieren bringt ganz sicher den gewünschten Erfolg.

    leider ist es meist so dass der darunterliegende im Nachteil ist
     
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  3. #3 Fred Astair, 26.04.2020
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    Darum sind auch Penthouse-Wohnungen am teuersten.
    Habe schon zu meinem Architekten gesagt, dass wir eigentlich nur noch DG-Wohnungen bauen sollten. Konnte er sich nicht mit anfreunden.

    Btw:
    Der Gedanke des TE ist Müll und wird ihn selbst mehr nerven als den beabsichtigten Empfänger.
    Es gibt Entwickler, die basteln an Systemen, die empfangene Schallwellen phasenverschoben wieder abstrahlen und so die Störgeräusche nahezu eliminieren. Bis das serienreif ist, wird es wohl noch dauern.
     
  4. BaUT

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    :hammer: Finde es schon lustig, dass der Gestörte jetzt eine Revange innerhalb zulässiger Lärmpegel vornehmen will - also Mr. Battlefield/Fortenite/CallofDuty soll mit genormten <40 dB gestört und erzogen werden. :respekt

    Frage an den TE:
    Meinen Sie echt der Ballerkönig führt dann Lärmprotokoll inkl. dB Messungen mit einem nicht geeichten iphone?
    Lassen Sie den Lautsprecher doch ruhig mal vormittags Mitschnitte von solchen Ballerspielen mit 70 dB raushauen (findet man ja genug bei Youtube).
    Mal sehen ob der oben sich regt. Sie könnten ja währenddessen einkaufen gehen.
     
  5. mt1982

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    Also früher hat man ja mit einem Stock an die Decke geklopft. Wieviel deine Decke insgesamt wegdämmt weiß mangels Konstruktionsbeschreibung niemand außer dem Eigentümer. Im Übrigen frag ich mich, wer sich ernsthaft Gedanken um solche Details macht nur im seinem Nachbarn vorsätzlich auf den Sack zu gehen. Was meinst du was passiert, wenn rauskommt, dass du einen Lautsprecher an der Decke befestigst. Wenn man das Brummen durch die Decke hört, ist der Nachbar nicht laut, sondern die Bausubstanz scheiße. Eines gebe ich hier auch mal zu denken: Völlig egal wie laut du jemanden belästigst und in welchen Db-Grenzen auch immer das sein mag. Mit Vorsatz ist und bleibt das mindestens eine Ordnungswidrigkeit.
     
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  6. #6 trockener Bauer, 27.04.2020
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    Woher kommt denn dieser Wert?
    Dein Ansatz ist der Falsche...versuche es auf vernünftige Art zu lösen. Wenn du jetzt auch mit dem Quatsch anfängst, steht am Ende Aussage gegen Aussage und du ziehst den Kürzeren.
    Grundsätzlich gelten Richtwerte: Zimmerlautstärke heißt 30-40dB im Zimmer des Verursachers! Wenn du bei dir schon 30dB misst, die vom Nachbar ausgehen, hast du doch genug Argumente, gegen den Nachbarn vorzugehen.
    Entweder über den Vermieter, z.B. auch durch Mietminderung. Oder über einen Anwalt.
     
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  7. #7 simon84, 27.04.2020
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    Gerade wenn es so ein Zocker ist wäre das Problem vermutlich mit einer Gamer Maus und einem headset schon stark zu entschärfen oder zu lösen ;)
     
  8. #8 Bauex24, 14.07.2020
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    Das ist so nicht richtig. Ich wohne über Kinder Getrampel und habe den gleichen Brummknall durch den Fußboden bei jedem Aufprall der Füße auf dem Boden.
     
  9. #9 simon84, 15.07.2020
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    das glaube ich so nicht. Gehe mal in die Wohnung unter den „Kindern“ und höre da. Garantiere dir es ist schlimmer
     
  10. #10 Bauex24, 15.07.2020
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    Nein. Nicht schlimmer. Gleich. Unter der Wohnung ist der Keller.
     
  11. vi2o

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    Hallo,

    hier ist der TE!

    Habe extra wg. dem Problem Bücher über Verhandlungsstrategien gelesen. U.a. empfiehlt Mattias Schranner, ehemaliger Polizist, bei schwierigen Verhandlungspartnern, Verhandlungsmasse aufzubauen. :)
     
  12. vi2o

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    Hatte mir überlegt, ein weißes Rauschen auf die LS zu geben, um den Lärm von oben zu maskieren. Habe es mal testweise mit einem weißen Rauschen über einen Sweepgenerator probiert. Weiß nicht, ob ich mich damit anfreunden kann. Vielleicht alternativ mit Brunnengeplätscher oder Ähnlichem?

    Denke auch an Basstraps und Ähnliches, weiß aber nicht richtig, wie ich es anstellen kann, dass es wirkt. Der Pegel vom Nachbarn ist im Wohnzimmer (das meisten betroffene Zimmer) in den Raumecken am lautesten und im Flur an einer Stelle. Manchmal ist das Brummen aber auch im ganzen Raum zu hören.

    Ist halt die Frage, wie genau die Übertragung stattfindet. Ist wie gesagt eine abgehängte Decke. Weiß nicht, ob darunter noch Steinwolle o.ä. ist, sonst könnte man evtl. noch optiemieren? Z.B. Steinwolle rein und die Aufhängung der Decke freitragend/schwingungsfrei machen, wenn das noch nicht so ist?
     
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    So lustig finde ich das gar nicht. Die Revange würde natürlich stattfinden, wenn der Nachbar gerade seine Ruhe haben will, also nicht spielt. Wenn Sie meinen, 40 dB wäre wenig, können Sie ja mal Ihren Fernseher auf 40 dB einstellen und sich vorstellen wie lange sie das aushalten, wenn das Geräusch vom Nachbarn käme.

    Verstehe nicht, worauf diese Frage abzielt?

    Ich will es möglichst so machen, dass es Mietrechtlich nicht angreifbar ist. Lärm machen und einkaufen gehen, ist also nicht möglich. Im Extremfall könnte sich, wenn es oben recht laut ankäme, sogar die Polizei in meiner Abwesenheit Zugang verschaffen. Wenn der Vermieter dann erfährt das ich sowas gemacht habe, wäre das ein Grund für eine fristloste Kündigung, da nicht mietvertraglich vereinbarte Nutzung der Mietsache (Lärm machen und einkaufen gehen).

    Ich muss es also anders machen! ;)[/QUOTE]
     
  14. vi2o

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    Wenn ich es richtig umsetze, wahrscheinlich gar nichts. Mittlerweile habe ich erfahren, dass es Decken-LS und sogar Decken-Subwoofer gibt:

    deckensubwoofer - Google Suche

    Es gibt diese als "Aufputz"variante (nur Befestigungslöcher bohren) und als "Unterputz"variante (großes Loch in die Decke schneiden um die LS darin zu versenken). Die Variante "Aufputz" ist vermutlich noch nicht mal eine bauliche Veränderung der Wohnung, d.h. ich muss den Vermieter nicht um Erlaubnis fragen. Somit müsste es eine mietvertraglich vereinbarte Nutzung der Mietsache sein, die ist kaum angreifbar. Werde vor Durchführung noch mal einen Anwalt fragen, allerdings bin ich mittlerweile, ein "leichter" Experte für Mietrecht geworden, glaube mal, dass meine Einschätzung zutrifft.

    Na ja, in den letzten 15 Jahren gab es das Problem nicht (der Nachbar war immer der gleiche). Denke mal, wenn ein Schlaumaier meinet seine LS auf den Fußboden stellen zu müssen, geht jede Bausubstanz in einem Altbau in die Knie. Zahllose Threads im Internet zeugen ja davon, dass es gerade mit "Brummen" / tiefen Frequenzen etc immer wieder die seltsamsten Übertragungen, Resonanzen und Ähnliches gibt.
     
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    Aus der DIN 4109:

    Zimmerlautstärke – Wikipedia



    Nein, leider nicht. Das sind die Werte für den Empfangsraum:
    Zimmerlautstärke – Wikipedia

    Habe es noch mal im Vermieterlexikon nachgelesen:

    Wenn 30 db nachts oder 40 db tagsüber überschritten sind, ist damit auf jeden Fall Zimmerlautstärke überschritten. D.h., dafür dass Zimmerlautstärke überschritten ist, ist das Erreichen dieser Werte in jedem Fall ein hinreichendes, aber kein notwendiges Kriterium.

    Schwierig wird es nur mit der Beweisbarkeit. Ich lebe allein und eher zurückgezogen, also gibts keine Zeugen. Messung durch ein Ingenieurbüro wäre möglich, aber voraussichtlich nicht billig. Die Intensität der Belästigung ist nicht immer gleich. Dumm wäre es natürlich, wenn das Ingenieurbüro gerade dann misst, wenn nicht viel los ist. Oder er bekommt mit, dass eine Messung läuft und fährt seine Systeme runter. ;(
     
  16. vi2o

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    Von mir aus würde ich ihm auch ein Luxus-Headset spendieren. Habe das bisher noch nicht angeboten, werde ein Angebot dieser Art aber wohl auch noch machen. Von mir aus auch ein Luxus-LS-Regal, wenn das zur Entkoppelung der LS beiträgt.

    Weiß nicht, ob er das Head-Set haben will, mir persönlich wäres gerade im Sommer zu warm mit so einem Ding schon das deutlich kleinere Headset zum telefonieren finde ich lästig im Sommer.
     
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