Wieviel KW für die Warmwasserbereitung?

Diskutiere Wieviel KW für die Warmwasserbereitung? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo Community, Ich saniere momenten mein neu erworbenes Haus (WDVS, Elektro, Fenster, Heizung). Ich hatte einen Energieberater zur Hand,...

  1. Ghost79

    Ghost79

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    Hallo Community,


    Ich saniere momenten mein neu erworbenes Haus (WDVS, Elektro, Fenster, Heizung).
    Ich hatte einen Energieberater zur Hand, der sich die Sache angeschaut hat.
    Unter Berücksichtigung der neuen Fenster und des WDVS bringt er eine theoretische Heizlast von 7 kw raus. Empfiehlt allerdings einen Heizkessel zwischen 9 und 12 KW.
    Mein HB bietet mir nun aber, eine Anlage Budereus GB 162-15 mit Modulationsbereich 2,7-15,2 KW an.
    Begründung: Zum heizen hätte man zwar zuviel kw, aber man darf die Bereitung des WW nicht unterschätzen.
    Im Kartext: Bei dem kleinen Gerät, welches der Energieberater empfiehlt, würde die Bereitung meines Warmwassers "lange" dauern, wenn man z.B. mit 2-3 Personen nacheinander duscht bzw. badet.
    Wenn dies nicht der Fall ist, würde die Heizung die geringe kw-Zahl zum heizen des Hauses automatisch anpassen. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann heißt das, die Anlage taktet innerhalb des Modulationsbereiches.
    Nun meine Frage:
    Welchen Nachteile hat denn dieses takten überhaupt ?
    Müsste meine Heizung denn bei den o.g. Werten viel takten ?
    Weil zwischen 12 und 15 KW liegen ja nicht soviel.

    Gruß Ghost
     
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  3. crax

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    Dieser Wert ist eine Schätzung, mehr nicht. Für eine effiziente Hzg. benötigst Du:

    1. Heizlastermittlung DIN 12831
    2. Auswahl Wärmeerzeuger unter Berücksichtigung der WW-Bereitung
    3. Heizflächendimensionierung => HK bzw. FBH Auslegung
    4. Empfehlung: Kriterien der Behaglichkeit VDI 6030
    5. Rohrnetzberechnung => Hier wird der hydrl. Abgleich weitesgehend
    berücksichtigt. => Pumpenauswahl
    6. Hydraulikplan
    7. Hydraulischer Abgleich nach Installation

    Andernfalls macht die Hzg. zwar warm, aber mit Sicherheit nicht effektiv. Du wirst über die Nutzungsdauer erhebliches Geld zum Fenster rauswerfen, was im vorab sicherlich vermeidbar wäre.
    Zur Auswahl des Wärmeerzeugers sollte man sinnvollerweise eine vergleichende Wirtschaftlichkeitsberechnung verschiedener Heizungssyteme bemühen.
    Hier hat er Recht. Es gilt die Proportionen zwischen jährlichem Energieaufwand für Hzg. und WW zu ermitteln. Daraus wird das Konzept entwickelt. Das muss dann nicht immer eine Kombilösung(Kompromiß) sein.
    Das lässt sich über die Speichergröße anpassen.
    Bei der WW Bereitung taktet der WE nicht. Nur im Heizbetrieb (Übergangszeit), wenn der WE mehr Energie anliefert, als tatsächlich momentan verbraucht wird.
    Vermeidbarer hoher Verschleiß, Wirkungsgradverluste und dadurch höherer Energieaufwand.

    mfg
     
  4. #3 Achim Kaiser, 2. Dezember 2009
    Achim Kaiser

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    Buderus hat in dem Bereich kein kleineres Gerät.
    Der untere Modulationswert ist ganz brauchbar.
    Es gibt nur wenige Geräte die da noch drunter können, wenn man mal +- 200 Watt ausser Acht lässt.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  5. Ghost79

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    Ok schon mal vielen Dank.

    Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass ich für die Übergangszeit einen Holzkamin vorgesehen habe, der im unteren Stockwerk (nur WZ, Küche, Flur Bad) hauptsächlich WZ und Küche heizen soll.
    Die SZ im oberen Stockwerk sollten ja eh etwas kühler sein.

    @crax
    Zu deinen Punkten:
    Zu 1: erstellt mein HB
    Zu 2: Deshalb hat er mir den Buderus angeboten
    Zu 3: ich denke das wird er tun, aber ich sprech Ihn nochmal drauf an
    Zu 4: Muss ich fragen oder lesen ??!!
    Zu 5: Hab ich gefragt, hydrl. Abgleich macht er. Also denke ich das mit der Rohrnetzauslegung geht damit einher.
    Zu 6: Glaube nicht das er diesen für ein EFH macht
    Zu 7: wird gemacht

    Als Speicher hat er mir einen 300 L Speicher angeboten, da ich noch 2 Solarplatten auf dem Dach haben möchte.

    Wenn ich das so zusammenfassen kann, hat mein HB mir dahingehend doch das Richtige angeboten. Oder seid Ihrer anderer meinung ?
     
  6. crax

    crax

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    Die EnEV garantiert keine Wirtschaftlichkeit
    Das muss er tun!
    Das ist kein Dogma! Man sollte es im Hinterkopf behalten! Insbesondere, wenn große Fensterflächen im Raum vorgesehen sind.
    Warum? Weil es Trend ist- es Alle machen? Rechnet sich das für Dich?
    Ich kann Dir diese Frage nicht beantworten. Dazu fehlen zu viele Details. http://www.bauexpertenforum.de/imagehosting/118524ae4164b2dbcf.jpg

    mfg
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Wieviel WW wird überhaupt benötigt? Bei 3 Personen und 300 Liter Speicher hat die Therme immer ausreichend Zeit um das WW wieder auf Temperatur zu bringen. Zudem kann man unterstellen, dass der Speicher nicht innerhalb kürzester Zeit leer geduscht oder gebadet wird.

    Der WW Bedarf ist also kein Grund die Leistung deutlich höher zu wählen, aber bei dem genannten Gerät lässt sich ja die max. Heizleistung begrenzen, und somit sind auch die 15kW kein Problem.

    Die min. Grenze von etwa 2,7kW ist auch OK. Die paar kW kriegt man im System immer unter. Das Verhalten einer Heizung und eines Gebäudes lässt sich nicht auf Nachkommastellen genau festlegen. Das Verhalten der Nutzer noch viel weniger.

    Ich sehe also keinen großen Vorteil wenn man anstatt der o.g. Therme beispielsweise eine T9 o.ä. einbauen würde. Ob 1kW oder 2,7kW min. Leistung, das wird in der Praxis so gut wie nicht auffallen. Da wäre mir schon wichtiger dass der Heizer die Kiste kennt und auch den notwendigen Service liefern kann.

    Was die Solaranlage betrifft, so würde ich diese bei einem geringen Aufpreis auch aufbauen lassen, aber nicht so wie geplant. Wunder darf man nicht erwarten. Die geschätzten 4qm Solar die auf einen 300 Liter Speicher werkeln, liefern während der Übergangszeit nicht einmal einen Eimer WW. Der Nutzen ist also begrenzt. Im Hochsommer reicht die Fläche aus um an den meisten Tagen WW zu erzeugen.

    Bei 3 Personen und "nur" WW-Erzeugung ist das Einsparpotenzial also gering.

    Da muss jeder selbst entscheiden, ob er bereit ist dafür ein paar Euro mehr zu investieren.

    Gruß
    Ralf
     
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  9. Talya

    Talya Gast

    Hallo,

    zur Brennwertausnutzung ist eine möglichst hohe Temperaturspreizung notwendig (~20 K). Jeder laufende Betrieb(szustand) benötigt Strom. Vorteil einer modulierenden Anlage ist, daß sie sich runterregelt und anpaßt, also auch weniger Strom in Zeiten verbraucht, in denen so gut wie keine Anforderung vorhanden ist. Je niedriger sie runterregeln kann desto besser. Nachteile gibts keine (bewußten).

    Mit 12 kW und Pufferspeicher kannst Du die Dusche im Prinzip durcholaufen lassen. 12 kW reichen für jede Menge Heizkörper im Vollastbetrieb aus von daher brauchst Du die 15 kW nicht (überdimensioniert).

    Gruß


    Talya
     
  10. #8 Andreas1705, 3. Dezember 2009
    Andreas1705

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    Wir haben die gleiche Kombination. Budereus GB 162-15 mit Modulationsbereich 2,7-15,2 KW, 300 l Speicher, 5 qm Solar, FBH. Normheizlast nach Heizlastberechung ca 6,5 kW. Sind leider erst seit 8 Wochen im Haus - sonst könnte ich sicher mehr berichten.

    Gruß - Andreas
     
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