Wirkungsgrad einer Erdwärmebohrung

Diskutiere Wirkungsgrad einer Erdwärmebohrung im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen. Weiß jemand wie sich, oder besser gesagt, ob sich der Wirkungsgrad einer Erdwärmebohrung nach einigen Jahren verändert ? Kann es...

  1. #1 KlausDieter, 16. November 2008
    KlausDieter

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    Hallo zusammen.
    Weiß jemand wie sich, oder besser gesagt, ob sich der Wirkungsgrad einer Erdwärmebohrung nach einigen Jahren verändert ?
    Kann es im schlimmsten Fall sein, das man nach 10 oder 15 Jahre neu bohren muss ?
    Gibt es Erfahrungswerte ?
    Gibt es regionale Unterschiede ?

    Schönen Dank für euere Antworten.
     
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  3. Uwe!

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    wenn die Bohrung passend zur Wärmepumpe gemacht wird (die Bohrung eher überdimensioniert) besteht keine Gefahr, dass die Bohrung nach 10-15 oder 20 Jahren nicht mehr funktioniert.
    Wenn die Bohrung zu "klein" ist, kann das aber passieren, weil sie dann dauernd "überbelastet" wird, also mehr ENergie entzogen wird, als aus der Umgebung nachfließen kann und die Sole damit immer kälter wird.
    Einen geingfügige Abkühluung stellt sich normalerweise im ersten JAhr ein, dann ist aber (bei richtiger Dimensionierung!) ein Gleichgewicht erreicht, das auf Dauer hält.
     
  4. alex2008

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    hier ist die Thematik Erdsonde recht verständlich erläutert
    http://www.fws.ch/dateien/Merkblatt_T1.pdf

    und hier das lesenswerte Wärmepumpenhandbuch aus der Schweiz
    http://www.fws.ch/dateien/WP_Buch_web.pdf

    und wem dass immer noch nicht reicht findet hier dann nützliches zur Anlagendimensionierung
    STASCH = Standardschaltungen für Wärmepumpenanlagen

    http://www.bfe.admin.ch/dokumentation/energieforschung/index.html?lang=de&publication=7595 für STASCH
    http://www.bfe.admin.ch/dokumentation/energieforschung/index.html?lang=de&publication=7595 Link für Publikation zu STASCH
     
  5. #4 trekkerfahrer, 17. November 2008
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    Hallo Klaus Dieter

    Eine Erdsonde ist nur bei falscher Dimensionierung (Zu klein ) ein Problem

    wenn eine Erdsonde zu knapp bemessen ist, wird zuviel Energie entzogen, und der Wärmeausgleich um die Erdsonde wird immer schwieriger, je tiefer dieTemperaturen sind.
    (Eis Isoliert , Entalphie,..)

    Als Richtwert kann Ich dir nur sagen das ca. 50 W je Meter Sondenlänge bestens funktionieren.

    Wichtig ist auch eine hocheffektive Wärmepumpe
    mit der kannst du richtig Sparen


    Viel Spass beim Heizen
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  6. #5 OlafS69, 19. November 2008
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 19. November 2008
    OlafS69

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    Nein, soweit ich weiß, gibt es über die Jahre keine Einbußen, da man ja nicht die Wärme aus dem Erdinneren nutzt, sondern die Wärme, die mit dem Regenwasser in den Boden transportiert wird.

    Ansonsten auch meine Meinung: Unbedingt auf eine gute und genau dimensionierte Wärmepumpe achten! Eine Wärmepumpe darf nämlich weder zu klein, noch zu groß dimensioniert sein. Auf *************** gibts eine ganze Menge Infos zu dem Thema.
     
  7. R.B.

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    Olaf,

    langsam geht mir Dein link auf den Geist. Hast Du nichts besseres zu bieten als irgendwelche threads rauszukramen um dort Deinen link zu setzen?

    Gruß
    Ralf
     
  8. Stefan61

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    Außerdem ist die Aussage von Olaf inhaltlich falsch: Eine Erdsonde erhält ihre Wärme eben nicht vom Regenwasser, sondern aus der Erdkruste. Dabei kann es durchaus 10-20 Jahre dauern, bis sich zwischen dem Wärmeentzug der Sonde und der nachströmenden Wärme ein Gleichgewicht herausbildet; insofern kann der Wirkungsgrad einer knapp dimensionierten Erdsonde im Zeitablauf sinken. Richtig ernst wird es aber erst, wenn das die Sonde umgebende Erdreich infolge zeitweiliger Überlastung vereist. Hierbei können irreparable Verformungen und Risse entstehen, die eine neue Bohrung erforderlich machen.
     
  9. OlafS69

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    Sorry, aber das mit der Nutzung der Wärme aus der "Erdkruste" ist leider Nonsense! Es wird definitiv die Wärme des Regenwassers genutzt, die einsickert. Ich empfehle, sich diesbezüglich mal bei den Herstellern von Wärmepumpen schlau zu machen!
     
  10. R.B.

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    Bei Tiefenbohrungen stimmt das nicht. Hier gibt es tatsächlich einen Wärmeübergang vom umgebenden Erdreich, weil Regenwasser nicht unbedingt in solche Tiefen vordringt. Sonst würde sich eine stark vereiste Tiefenbohung jeden Sommer regenerieren, und das tut sie nachweislich nicht.

    Gruß
    Ralf
     
  11. OlafS69

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    Aber wir sprechen doch hier von Wärmepumpen und Erdsonden, oder nicht? Da geht es um 100m Tiefe. Warum sonst dürfen die Flächen, in denen Erdkollektoren ausgebracht werden, nicht bebaut werden? Doch schließlich, damit das Regenwasser auch eindringen kann.
    Für Tiefenbohrungen ist das klar - die nutzen die Erdwärme. Aber das ist ja nicht für Otto-Normal-Sterblich gedacht.
     
  12. Stefan61

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    Ein bißchen verpeilt, was ...

    ... Sie hier schreiben, Olaf. Der hiesige Thread heißt Wirkungsgrad einer Erdwärmebohrung. Es geht also um Bohrungen von typischerweise 70-150 m Tiefe. Da kommt kein Regenwasser durch. Was Sie schreiben, bezieht sich auf Erdwärmekollektoren, die in 1-2 m Tiefe verbuddelt werden. Das ist eine ganz andere Baustelle - im wahrsten Sinne des Wortes.
     
  13. KlausDieter

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    Also, wenn ich es richtig verstehe sind zwei Fehler zu vermeiden:
    1. Wärmepumpe zu groß ausgelegt, da diese dem Erdreich zu viel Wärme aufeinmal entzieht und es zu Vereisungen (nicht regenerierbar) kommt.
    2. Bohrung zu kurz weil die benötigte Wärme nicht aus der zu kleinen Wärmetauscherfläche entnommen werden kann.

    Also einfach 10 bis 20 Meter tiefer bohren als berechnet um auf der sicheren Seite zu sein ?

    PS: Auf meinem Grundstück sind 117 bis 125 kWh/ma (Berechnet für 1800 Betriebsstunden) erreichbar. Ist das ein guter Wert ?
     
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  15. Uwe!

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    1. und 2. ist das gleiche, nur aus unterschiedlichem Blickwinkeln betrachtet. Die Entzugsleistung der WP muss zur Leistung der Bohrung passen. Und ja, da macht es duchaus Sinn lieber 10-20 m mehr zu bohren.

    Ansosnten muss die Leistung der WP natürlich auch zum Haus passen, weil sie sonst eben nciht die Rechnerischen 1800h im Jahr läuft. Und wenn es deutlich mehr wird sidn wir wieder bei 1. und 2.
     
  16. R.B.

    R.B.

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    Richtig erkannt.

    Wäre eine Möglichkeit, aber die zu bohrende Tiefe ergibt sich nicht nur aus der Berechnung, sondern auch anhand der bei der Bohrung gewonnenen Informationen. Stellt man während der Bohrung fest, daß der Boden doch nicht so ist wie ursprünglich gedacht, dann muß man die Berechnung entsprechend korrigieren.

    Was ist "gut"? So lange Du pro Jahr und Meter nicht mehr als 117-125kWh entziehst, ist doch alles im grünen Bereich. Es gibt ergiebigere und weniger ergiebigere Bohrungen, je nach Bodenverhältnissen.

    Gruß
    Ralf
     
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Wirkungsgrad einer Erdwärmebohrung

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