WU Beton pro / kontra

Diskutiere WU Beton pro / kontra im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo Zusammen ;) nachdem ich schon mal einen Beitrag ins Forum geschrieben hatte, dieser aber irgendwie nicht aufgetaucht ist, versuche ich...

  1. #1 tojo, 3. Dezember 2003
    Zuletzt bearbeitet: 3. Dezember 2003
    tojo

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    Hallo Zusammen ;)

    nachdem ich schon mal einen Beitrag ins Forum geschrieben hatte, dieser aber irgendwie nicht aufgetaucht ist, versuche ich es jetzt nochmal :)


    Meine Frau und ich beabsichtigen noch dieses Jahr einen Teil eines Doppelgrundstücks zu kaufen um noch dieses Jahr einen Bauantrag stellen zu können. Gebaut wird, sofern alles noch glatt geht mit der Firma Willems Massivhaus.

    Bei dem Grundstück handelt es sich um ein Hanggrundstück mit insgesammt 350 m². genaue Daten habe ich gerade nicht parat, aber das Gefälle ist geschätzt auf 15 m vielleicht 2 m.

    Der Keller soll laut Baubeschreibung aus WU Beton gegossen werden. Laut Architekt wird dieser Keller ohne Abfluss gefertigt, um ein eindringen von Grundwasser gleich aus zu schließen.
    Ein Bodenwertgutachten werden wir hoffentlich morgen einsehen können.
    Auf unsere Frage ob eine Drainage Sinn macht, wurde uns gesagt das es in unserem Fall egal wäre. Macht eine Drainage Sinn wenn der Bauherr nebenan (Doppelhaus) keine Drainage haben möchte? Aus Kostengründen werden wir warscheinlich nur 1/2 die Hälfte unserer Doppelhaushälfte unterkellern lassen.

    Laut Architekt ist das Abdichten des Kellers von aussen mittels Bitumien und Stüropor nicht notwendig das WU Beton bereits dicht ist. Stimmt das ?

    Habe ich etwas wichtiges Vergessen, aus was sollte ich noch achten?

    Den Bauvertrag werden wir von einem Sachverständigen prüfen lassen bevor wir unterschreiben.

    P:S: Kennt jemand die Firma Willems Massivhaus? Würde mich freuen wenn mir einer von Euch positive / negative Erfahrungen schildern würde
     
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  3. Lebski

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    Da Sie ja noch Fachverstand einkaufen wollen (Glückwunsch zu der Entscheidung) mach ich es kurz:
    1. Eine halbe Unterkellerung ist nicht einfach, und beinhaltet einige Risiken und Kosten. Ich bezweifle das sich das rechnet.
    2. Keller aus WU Beton, schön. Nutzt nur nix. Es muss schon eine WW sein, um auf weiter Abdichtung zu verzichten.
    3. Bei einer WW braucht man keine Drainanlage.
    4. Auf Abdichtung (Bitumenanstrich bei einer WW) darf nur bei reienen Nutzkellern verzichtet werden. Rechnen Sie in dem Fall mit hoher Luftfeuchtigkeit und u. U. Wasserkondensation an den Kellerinnenwänden.
    5. Dämmung ist bei Nutzkellern auch nicht notwendig. Darüber hinaus ist natürlich der Wärmebedarfsnachweis zu beachten.
     
  4. mls

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    perfekt. aber ich kann drastischer:
    1/2 unterkellern, besonders am hang, entfällt.
    so, das war mein senf ;)

    hoppla: betonkeller ohne dämmung ... und das kondensat?
     
  5. tojo

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    Hallo Leski,

    danke für Ihre Antwort.

    >1. Eine halbe Unterkellerung ist nicht einfach, und beinhaltet einige Risiken und Kosten. Ich bezweifle das sich das rechnet.
    10000 Euro Unterschied zum Vollkeller !

    >2. Keller aus WU Beton, schön. Nutzt nur nix. Es muss schon eine WW sein, um auf weiter Abdichtung zu verzichten.
    Weisse Wanne habe ich schon öfters gelesen, was kann ich mir darunter vorstellen, was kostet sowas (Hausfläche EG 60 m2)?

    >3. Bei einer WW braucht man keine Drainanlage.
    Vermutlich weil die WW super dicht ist....

    >5. Dämmung ist bei Nutzkellern auch nicht notwendig. Darüber hinaus ist natürlich der Wärmebedarfsnachweis zu beachten.
    Da stellt sich mir die Frage was soeine Dämmung insgesammt kostet. Ich bin Handwerklich nicht unbegabt und könnte mir gut vorstellen den Anstrich und später das Stüropor selbst anzubringen. Selbst wenn ich den Keller später vermutlich nicht bewohnen werde (Hobbyraum etc.) würde sich das auf Dauer evtl anhand der Heizkosten rechnen.

    Da fällt mir ein, bei einer Gasterme 150 oder 300 Liter Warmwasserspeicher? Lohnt der Mehrpreis?
     
  6. JDB

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    mls, das is ja klasse, wollte gerade das Gegenteil schreiben:
    "wenn Teilunterkellerung, dann nur, weil Hanggrundstück"

    Kompromiss : (?)

    "Abhängig von Bodenart, -tragfähigkeit, Homogenität und Schichtverlauf ist bei Hanglage eine sinnvoll geplante Teilunterkellerung durchaus in Erwägung zu ziehen."
     
  7. tojo

    tojo

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    Hi,

    ich habe keine genauen Daten zur hand, aber auf dem Hang kann man kein Schlittenfahren :-)
    Vom Bauunternehmer wären alle 3 Möglichkeiten frei wählbar.
    1. Kein Keller
    2. 1/2 Keller + 10000€
    3. ganzer Keller + 20000€

    Ich persönlich würde lieber einen halben Keller nehmen und das Ersparte für eine Garage und evtl den Terassenboden ausgeben :)
     
  8. JDB

    JDB

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    Folgen der Halbunterkellerung :

    Viel Beton zur Abtreppung der Fundamente des nichtunterkellerten Bereiches erforderlich.

    Trotzdem noch unterschiedliche Gründungstiefen mit unterschiedlichen Setzungen

    Außenwand zum nichtunterkellerten Bereich von außen "für immer" unzugänglich. (Bei echter WW unproblematisch)


    "Halber Keller = Halbes Geld" hört sich hier gut an.
    Ist aber zu kurz gedacht.

    "Halber Keller = Doppeltes Problem"
    ist der Leitsatz, der grundsätzlich zunächst gelten sollte.
    Kann ja später durchgestrichen werden. Aber bitte nur durch einen, der weiß, was er macht.

    Da ein halber Keller normalerweise 75% der "Komplett-Keller-Lösung" kostet (auch kosten muß), ist hier sicherlich eine Hinterfragung sinnvoll.
     
  9. mls

    mls Bauexpertenforum

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    klasse! :)

    der pferdefuss: das impliziert bodengutachten (von probebohrungen bis hin zur offenen grube) und ein tragfähiges statisches konzept...

    aber wenn ich das so lese: architekt, sachverständiger ... dann gibt´s bestimmt auch e. baugrundgutachter und einen tragwerksplaner :)
     
  10. Lebski

    Lebski Gast

    Gut geantwortet JDB. Das gehört hinterfragt.

    65-75 % hätt ich auch geschätzt, Doppelthaushälfte eher zu 65 %
    Ist in dem Verhältniss 10-20 T€ eigentlich ne Treppe und so? Wohl eher nicht, oder?
    Da sollte man sich doch Gedanken über eine Beratung machen....aber die kostet ja auch Geld...

    Tojo, im anderen Thread steht, das Geld wäre da...

    Willst du jetzt hier einen Preis für eine WW bei 60 m²? Keine Ahnung, und ich glaub auch nicht, das man das so sagen kann...

    Von dem Stüropor lässt du besser die Finger. Zur Dämmung nimmt man XPS, kein EPS (ausser mit Zulassung, aber nur als Billig-Bau). Die Abdichtung eines Kellers zieht die Gewärleistung nach sich. Wenn das nicht passt, wirds nass. Ausserdem behaupte ich einfach mal, das der seriöse Unternehmer das Material so günstig einkauft, dass sich Eigenleistung nicht lohnt.
     
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  12. tojo

    tojo

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    Moorgen :)

    heute Abend werde ich sicher einige Fragen beantworten können, bzw. zur klärung beitragen können, da wir heute mit dem Berater der Firma Willems Massivhaus zusammen sitzen werden. Ich möchte von ihm eine konkrete Kostenaufschlüsselung. Schließlich möchte ich gerne vorher wissen was ich später extra bezahlen soll / muss :)

    @Lipski
    OK. Also nicht selber isolieren Aufgrund der Gewährleistung. Ich wundere mich nur das der Architekt sagt das die keine zusätzliche Abdichtung brauchen, wenn ich generell nicht unbedingt daran sparen will. Er sagt wenn Sie das haben wollen, bekommen sie das auch, wäre aber nicht nötig. Der schießt sich doch selbst ein Tor wenn er mir abrät und ich nachher mit nassem Keller bei dem vor der Tür stehe.

    Bodengutachten ist soweit ich das im Kopf habe irgendwas mit 2,5? kann das sein.... Heute Abend weiss ich mehr.

    Schonmal schönen Dank für die vielen Antworten !!! So steht man(n) nicht ganz so doof da :0
     
  13. MarkusS

    MarkusS

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    Mit "Gastherme" ist hoffentlich ein modernes Gas-Brennwertgerät gemeint.

    Für einen 2-4-Personenhaushalt sollten 150 Liter i.d.R. ausreichen, kommt aber auch etwas auf die Gewohnheiten der Bewohner und die Wassernutzung an.

    Wir haben im August von Oel auf Gas umgestellt und einen 300 Liter-Wasserspeicher einbauen lassen (für vier Personen).

    Unser Speicher ist solargeeignet (die Solarleitung haben wir auch gleich legen lassen, somit können wir wenn wir wollen jederzeit Solar aufs Dach legen ohne dass man nochmal im Haus was bauen müsste). Für Solar sind 300 Liter eher die Untergrenze, irgendwo muss die Wärme ja hin.

    Weiterhin speisen wir die Spülmaschine und die Waschmaschine mit warmem Wasser ab Wasserspeicher - Wassererwärmung mit Gas ist deutlich billiger als mit Strom (der Trockner läuft übrigens mit Gas).

    Bei "normaler" Nutzung im 4-Personen-Haushalt sollten 150 Liter ausreichend sein.

    Gruss
    Markus
     
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